Am 01. August 2009 feierte tcboyle.de seinen 6. Geburtstag. Wir haben etwas gewartet, um darauf aufmerksam zu machen, weil ein anderer Geburtstag Vorrang hatte: der 10. von www.tcboyle.com.
Unser Glückwunsch geht an T.C. Boyle und seinen Sohn und Webmaster Milo. Aber sie müssen aufpassen: Wir lassen nichts unversucht, sie im Wettrennen um die Jahrestage einzuholen.
Was geschah im 6. Jahr von tcboyle.de?
Zunächst nicht viel. Im Herbst 2008 mussten wir sogar den Newsletter für ein paar Monate einstellen, weil das Schreiben eines eigenen Buches Vorrang hatte. Es trägt den Titel »111 Gründe, sich selbst zu lieben«, erschien vor wenigen Tagen, am 01. August 2009, und enthält neben zwei Boyle-Zitaten auch zwei Anekdoten aus der Arbeit mit www.tcboyle.de.
Ansonsten brachten wir im Herbst 2008 nur eine kleine Umfrage zustande, bei der es mehrere Boyle-Bücher zu gewinnen gab. Wissen wollten wir von den Besuchern unserer Website, welches ihr Lieblingsbuch von Boyle ist. Das Ergebnis: Wassermusik ist mit weitem Abstand der beliebteste Roman, gefolgt von World’s End und Drop City.
Außerdem wollten wir von unseren Besuchern erfahren, wie sie Boyles Kurzgeschichten bewerten – insbesondere im Verhältnis zu seinen Romanen. Dazu muss man wissen, dass Kurzgeschichten in Deutschland lange nicht so beliebt sind wie in den USA. So verwundert es nicht, dass die meisten Leser die Romane von Boyle bevorzugen. Aber: Die Kurzgeschichten holen auf. Nicht wenige Leser gaben zu Protokoll, die Short Storys von Boyle inzwischen lieber zu lesen als seine Romane.
Des weiteren stellten wir Fragen zu unserer Website und erhielten jede Menge Komplimente (hoffentlich nicht nur deshalb, weil alle ein Boyle-Buch gewinnen wollten). Besonders gelobt wurde die Aktualität bzw. die ständige Aktualisierung unserer Internetseiten, der Informationsgehalt und der Umfang unserer Website (inzwischen rund 500 Seiten, Forum und Boylevard nicht mitgerechnet). Auf die Frage, was wir in Zukunft ändern sollten, antwortete die Hälfte aller Umfrageteilnehmer: Nichts!
Gefreut haben uns vor allem die Meinungen über unseren monatlichen Newsletter. Eine Leserin aus Düren meinte, er wäre so informativ, dass sie noch nicht das Bedürfnis hatte, auch mal auf unsere Website zu schauen. Also haben wir den Newsletterbetrieb gegen Ende des Jahres 2008 wieder in Gang gesetzt. Mussten wir auch. Denn es galt, T. C. Boyles 60. Geburtstag zu feiern und das Erscheinen seines neuen Romans Die Frauen anzukündigen.
Und dann war da noch eine 45-minütige TV-Dokumentation über T.C. Boyle: Die Schönheit der Sucht. Die Ausstrahlung dieser Doku im deutsch-französischen Kulturkanal arte und im Schweizer Fernsehen (SF1) im Januar 2009 bescherte uns viele neue Besucher und Newsletteranmeldungen.
Danach war es soweit: T.C. Boyle kam wieder einmal nach Deutschland. Vier ewig lange Jahre mussten wir darauf warten. Zwei Tage lang folgten wir ihm auf der Frühjahrsbuchmesse in Leipzig. Die persönlichen Begegnungen waren kurz. Leider. Aber bei den vielen Interviews, die Boyle in Leipzig geben musste und ihm die Kondition eines Hochleistungssportlers abverlangten, war einfach nicht mehr drin.
Boyle entschuldigte sich dafür bei unserer Verabschiedung. Musste er nicht. Wir hatten Verständnis dafür, weil wir uns nach den Tagen in Leipzig selbst nur noch auf dem Zahnfleisch fortbewegen konnten. Die Rennerei von Messestand zu Messestand, hektoliterweise teurer Messekaffee, und dann erst die Leipziger Nächte – mit den zwei härtesten Boyle-Fans der Welt. Sie waren extra aus Griechenland und Luxemburg angereist und verlangten uns alles ab. Es war anstrengend. Aber schön! Und lustig! Und es schreit nach einer Wiederholung.
Hoffentlich ist dann auch Tochter Kerrie, die wir in Leipzig ebenfalls kennenlernen durften, wieder dabei. Es tat mir leid, sie mit meinem schlechten Englisch zu quälen. Später in Berlin soll sie gesagt haben, sie hätte gern mal wieder deutsch gesprochen …
Kleine Pannen, die die Freude über die tollen Tage in Leipzig aber nicht schmälern, zumal namhafte Medien während der Boyle-Tour auf www.tcboyle.de aufmerksam machten: die Frankfurter Rundschau, Die Zeit, art - Das Kunstmagazin, Radio 1 Live, das Schweizer Fernsehen und viele mehr.
Der SWR (deutsches Fernsehen) gab uns sogar den Titel »Offizielle deutsche Homepage von T.C. Boyle«. Sind wir das? Diese Frage leiten wir gern an T.C. Boyle weiter. Bis wir eine Antwort darauf erhalten, sind wir es wohl nur inoffiziell.
Wie geht’s weiter mit www.tcboyle.de?
Natürlich sind wir im Herbst wieder auf der Buchmesse in Frankfurt. Das Ticket ist schon bestellt. Es wird sicher wieder ein Erlebnis, wenngleich wir die Präsenz eines bestimmten amerikanischen Schriftstellers dort vermissen werden. Wir hoffen auf eine weitere Begegnung mit Armin Abmeier (Die tollen Hefte) und konkrete Informationen darüber, wann wir die nächsten neuen Boyle-Werke (Wild Child, When the Killing’s Done) in deutscher Sprache erwarten dürfen, und natürlich darauf, dass nicht wieder vier Jahre ins Land gehen müssen, bis wir uns auf einen Besuch Boyles in Deutschland freuen können.
Und achja, beinahe hätte ich es vergessen zu erwähnen: Seit einigen Tagen sind wir mit www.tcboyle.de auch bei Twitter zu finden. Folgt uns doch ..., wenn Ihr könnt!
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