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| What's New?
vom 17. April 2005 |
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| übersetzt
von Beate Walz |
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Bedauerlicherweise muss ich vermelden,
dass die Literaturgemeinde in den letzten Wochen zwei hervorragende
Autoren verloren hat: Frank Conroy und Saul Bellow. Und dass
ich mit Frank jemanden verlor, mit dem mich eine 20-jährige
Freundschaft verband. Ich lernte ihn kennen, als er die National
Endowment for the Arts leitete und mich bat, das Literatur-Gremium
zu betreuen, zusammen mit Joyce Carol Oates, Tim O' Brien, John
Edgar Wideman und anderen. Und als Jack Leggett als Direktor
des Iowa Workshops in den Ruhestand ging, schlug ich Frank für
diesen Posten vor, weil ich wusste, wie gut und engagiert er
sein würde.
Im Herbst 1988, Franks zweitem Jahr als Direktor, hatte ich
das Vergnügen, nach Iowa City zurückzukommen und auf sein Geheiß
ein Semester zu unterrichten. Wir unternahmen viel gemeinsam
und hatten unseren Spaß; zusammen mit Allan Gurganus und John
Gillespie (mit denen ich in den Siebzigern zusammen studiert
habe), den unnachahmlichen Griff Stevens und Mitchell Burgess
(der aus Spaß an der Freude in die Stadt hereingeschneit war),
und Beau Elliot und Chuck Aukema, waschechte Einwohner Iowas.
Ich traf im höllischen Monat August ein, inmitten einer schreckliche
Dürre, schwitzte und fluchte, sah die Tage dem Herbste zu süßer
werden, sah die fallenden Blätter, und dann die windgepeitschten
bitterkalten Winter, bis ich mich aus der Stadt verdrückte,
gerade als der erste Dezemberschneesturm eintraf. Ich arbeitete
damals an East is East [dt.: »Der Samurai von Savannah«]
und schrieb wohl gut die Hälfte dort.
Die für diesen Donnerstag vorgesehene Lesung, in der John Irving
und ich lesen werden, war als Ehrung für Frank anlässlich seines
Ruhestandes angedacht gewesen, doch nun wird es eine Gedenkveranstaltung
für Frank, und etliche Leute werden Nachrufe auf Frank halten,
etwa Tom Grimes und Marilynne Robinson. Es wird eine große Menschenmenge
erwartet, und die Leute vom Workshop versuchen, es als größtes
Event auf die Beine zu stellen, das es je auf dem Campus gab
(sie sind aber noch nicht fertig). Falls jemand plant hierher
zu kommen, sollte er sich darüber im Klaren sein, dass er früh
eintreffen muss, wenn er einen Sitzplatz für sich beansprucht.
Nun zu den erfreulicheren Nachrichten: Talk Talk ist
nun fertiggestellt und abgeliefert, und ich werde Euch über
die weitere Entwicklung auf dem Laufenden halten, über die Fortschritte
von der Korrektur bis zur Veröffentlichung (was im Herbst nächsten
Jahres sein wird oder - abhängig von der Tücke des Objekts -
im darauffolgenden Frühjahr).
In diesem Herbst werde ich, wie bereits in einem früheren What's
New? angekündigt, drei Titel veröffentlichen, um Euch bei
Laune zu halten, bis der neue Roman erscheint: die neue Kollektion
Tooth and Claw, eine neue Zusammenstellung veröffentlichter
Storys zum Jugendbuch-Sammelband The Human Fly und die
Taschenbuchausgabe von The Inner Circle, wobei Penguin
angesichts des großen Erfolges der Hardcover-Ausgabe im vergangenen
Herbst enorme Hoffnungen hegt, erneut eine breite Käuferschicht
zu erreichen. |
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Das Foto hier - und wer sagt, ich
würde nie lächeln? - wird die gesamte Rückseite von Tooth
and Claw zieren.
Was ich zur Zeit mache? Oh, einfach nur faulenzen, in der Sonne
liegen, am Strand rumhängen, mit der Köter-ähnlichen Kreatur
am angeschwollenen Santa Ynez entlang wandern, einen heben oder
auch zwei, solche Dinge eben.
Sobald die Daten der demnächst stattfindenden Tour feststehen
(Montag abend in Santa Barbara im Lobero, Speaking of Stories:
Ich werde Chicxulub vortragen, Jay Thomas meine politische
Satire The New Moon Party [dt.: »Die Neumond-Partei«],
und Susan Keller und Julie Pearl werden Kurzgeschichten von
den lokalen Autoren Fran Davis und Linda Stewart-Oaten lesen.
Dann ist da noch das zuvor erwähnte Iowa-City-Reading am Donnerstag
und danach mein Auftritt am Sonntag bei der L.A.Times Buchmesse,
in der Schoenberg Hall, 13:00 Uhr. Und, natürlich, die Deutschland/Frankreich/Schweiz-Tour,
jeweilige Daten und Orte sind auf tcboyle.de nachzulesen), hoffe
ich, mich zu ein paar neuen Storys aufzuraffen.
Bis dahin aber - gähn - gedenke ich nur die alte Hängematte
im Garten hinter dem Haus aufzuhängen und ein Nickerchen zu
machen. Ciao. |
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