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vom 06. Februar 2006 |
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| übersetzt
von Beate Walz |
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Heute fühle ich mich ein wenig abgespannt
und stümperhaft als Folge des Stupor Bowl [Stupor = in Fernsehstarre
verfallen - Wortspiel mit Super Bowl, der Football-Meisterschaft]
(ein kleiner Kreis im Boyle-Heim, sehr gesellig, das Spiel nicht
wirklich der Rede wert, aber dennoch ...) , und nun genieße
ich die Recherche für meinen nächsten Roman, ohne einen Zeitpunkt
in Sichtweite, an dem das eigentliche Schreiben beginnen wird.
Ich lese jeden Tag und mache Notizen, meine Handschrift wird
von Jahr zu Jahr unleserlicher, so krakelig, dass ich vermutlich
Schwierigkeiten haben werde, die Notizen zu entziffern, wenn
ich sie brauche. (Mir wurde gesagt, dass eine schlechte Handschrift
im Alter oft die Folge von Ungeduld sei - um nicht zu sagen,
das Nachlassen der motorischen Fähigkeiten, Gehirnfäule und
die Erosion der äußeren Extremitäten - und ich bin geneigt,
dem zuzustimmen, da ich wohl der ungeduldigste Menschenaffe
des Universums bin.)
Wenigstens ist die relative Ruhe der letzten Monate eine Wohltat
für mich. Tatsächlich finde ich sogar Zeit, am Kamin zu sitzen
und zu lesen - und ich fühle mich (relativ) entspannt, gerade
diese Art Entspanntheit, die Kreativität gären lässt. Das hoffe
ich inbrünstig.
Es gibt nicht viel von der Verlagsfront zu berichten, abgesehen
von der erfreulichen Nachricht, dass The Inner Circle
ins Kroatische übersetzt werden wird, das erste meiner Bücher,
dem diese Ehre zuteil wird.
Und nun, da die ganze Welt den Atem anhält in Vorfreude auf
Talk Talk, halte ich es für eine gute Idee, hier zu wiederholen,
was ich bereits diesen Morgen Mimi im Message Board [von tcboyle.com]
erwiderte, als sie von einem vorzeitigen Blog-Eintrag über das
Buch schrieb. Mimi zitierte aus dem Book
Page Buzz Blog über den Eindruck meines Verlegers, Paul
Slovak, der behauptet, ich hätte mit Talk Talk annähernd
einen Thriller (»ein absolut fesselndes Buch«) geschrieben.
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Meine verlegene Antwort darauf: »Na, sowas, alle meine
Bücher sind spannend ...«, dennoch, die Leute bei Viking
- nicht nur Paul, sondern auch alle anderen, vom Verkaufspersonal
bis zum obersten Boss - sehen hohe kommerzielle Möglichkeiten,
obschon ich denke, Ihr wisst, dass ich nicht in diesem Sinne
kalkuliere.
Klar, Termination Dust [dt.: »Torschlusspuder«]
ist ziemlich fesselnd, Killing Babies [dt.: »Babymörder«],
On for the Long Haul, und hey, Drop City. Aber
in Talk Talk geht es um eine Querfeldeinjagd, den ganzen
Weg vom netten kleinen San Roque bis zur Frisco-Bay und dann
über das Purpur-Gebirge und durch die goldenen Prärien bis
nach Peterskill, New York.
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| P.S. Und Talk Talk ist mein
erstes durchgehend fesselndes Buch seit The Tortilla Curtain
(die futuristische Kulisse von A Friend of the Earth mal
nicht mit gerechnet). Über das Buchcover gibt's zu vermelden:
Die Abteilung für künstlerische Gestaltung arbeitet daran, sich
etwas Ansprechenderes auszudenken als das Design, das sie für
die ARCs gewählt hatten. Bis es soweit ist, präsentiere ich
Euch hier [siehe Abbildung oben] das Design Bloomsburys für
Talk Talk in U.K. |
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