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»Seht ihr das hier, Leute? Seht her. Das ist ein Brief von meinem Onkel. Von Onkel Roy persönlich.« (Norm Sender)
 
What's New? vom 04. Oktober 2007
übersetzt von Robin Walz
 

Ja, ich habe aufregende Veränderungen versprochen, was diese Seiten betrifft, und ja, ich habe eine leichtere Registrierung in unserem Message Board [auf tcboyle.com] versprochen, aber all das bewegt sich mit der Geschwindigkeit eines Gletschers. Das technische Personal sagt immer nur: bald, bald, bald. Sollte ich sie entlassen? Einfach aus dem Haus werfen? Neue Kinder und eine neue Frau mieten? Oder ihnen einfach eine weitere Chance geben?

Na gut. Noch eine Chance.

Aber es geht hier ja um Neuigkeiten, und es gibt in der Tat einiges zu berichten. Die erste der neuen Geschichten, Sin Dolor, ist für die Ausgabe vom 8. Oktober des New Yorker geplant. Und zum Glück arbeite ich im Moment an einer weiteren Story, die ebenfalls danach aussieht, als würde sie zufriedenstellend werden. Die Geschichten bilden eine Einheit mit Wild Child und den neun anderen, die ich schon erledigt hatte, bevor ich mich in The Women gestürzt hatte. Ich hoffe, die fertige Sammlung irgendwann in diesem Winter an meinen Herausgeber bei Viking weiterzugeben, bevor ich mich danach wieder in die nächste Geschichte stürze. Ich bin ein echter Plongeur. (In Orwells Down and Out in London und Paris ist ein Plongeur ein Tellerwäscher - aber wenn man mal drüber nachdenkt, passt das auch zu mir).

Letztes Wochenende war ich der glückliche Empfänger des Ross Macdonald Literaturpreises, der an kalifornische Schriftsteller für ihre Menge an Werken überreicht wird. Ich las meinen ersten Macdonald-Roman und die ausgezeichnete Macdonald-Biografie von Tom Nolan, der mich nach der Präsentation des Preises hier auf der Bühne im Victory Theater in Santa Barbara interviewte. Jede Menge Spaß. Und weil Macdonald ebenso wie ich für viele Jahre ein Santa Barbarianer war, berührten mich die Vorgänge und die Orte, die in Nolans Biografie beschrieben wurden.

So habe ich zum Beispiel erfahren, dass Macdonald regelmäßig im mächtigen Pazifik schwamm, gleich vor dem Biltmore/Coral Casino Strand, eine Stelle, die nur etwa 450 Meter von dem Ort entfernt ist, an dem ich schon meinen eigenen dürren Körper mit sicherem Sprung in die Brandung warf

 
 

Was literarische Biografien im Allgemeinen betrifft, ich liebe sie - besonders die frühen Stellen darin, wo der Autor noch strampelnd (und leidend) versucht, den Durchbruch zu schaffen. Die Biografie, auf die ich mich am meisten freue, ist die von Blake Bailey über John Cheever, die hoffentlich bald erscheint.

Bin ich erholt? Ja. Und zum größten Teil liegt das daran, dass ich nicht reise, obwohl ich in der nächsten Woche für ein paar Tage nach Wisconsin abzischen werde. Ich werde am Freitag auf dem Bücherfest in Madison, in diesem großartigen alten Theater an der State Street, auftreten. (Ich war schon zweimal dort, glaube ich, und es hat den am unkonventionellsten vollgekritzelten Greenroom, den ich seit langem gesehen habe).

Außerdem werde ich auf einen Sprung nach Taliesin kommen, um vor Ort einen letzen Blick auf das Manuskript von The Women zu werfen, bevor es bei Viking in Produktion geht.

Anschließend kehre ich heim und schreibe ein wenig mehr und werde noch ein paar Abstecher in den Ozean unternehmen - das ist um Halloween herum normalerweise aushaltbar, aber danach kann sogar ich, mit meinen mächtigen Reserven von Körperfett, es nicht länger ertragen.

Aber bleibt dran. Wir werden die Dinge hier wirklich drastisch verändern. Versprochen.

 
 
 
 
 
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