Es ist wirklich einfach, Leute. Hier mein Drei-Punkte-Plan zur Wiederbelebung Amerikas:
1.) Ein Fünf-Jahreslimit auf die Nutzung fossiler Brennstoffe erheben. Wenn wir im Verlauf des Zweiten Weltkriegs schon den Sprung von Doppeldeckern zu Jets und Atomwaffen schaffen, sollte es doch wohl möglich sein, innerhalb von fünf Jahren das Wasserstoff-Auto in Auftrag zu geben. Und wie ich schon an anderer Stelle erwähnte, wird die Elektrizität, die nötig ist, um H2O in seine Bestandteile aufzuspalten, in Solarzellen auf dem Dach jeder ehemaligen Tankstelle des Landes erzeugt. Du hast einen Oldtimer? Kein Problem. Wir geben Dir 3000 Dollar, um ihn in unsere Wasserstoffwerkstatt zu bringen und umbauen zu lassen.
Fünf Jahre. Kein Benzin. Sag »Auf Wiedersehen« zu den Ölkriegen. (PS: Ich umging neulich die vier Dollar pro Gallone, indem ich glücklich bei 3,99 Dollar den Hahn zudrehte.)
2.) Legalisiert alle Drogen und verkauft sie bei Long's Drugs. Und besteuert sie auf Teufel komm raus, genau so wie wir Schnaps besteuern. Denn ein Verbot führt nur zu Schwarzmarkt, Gewalt und jene Verrenkungen, die damit einhergehen. Hallo Ihr Bauern der peruanischen Berge und afghanischen Hügel! Ihr fangt besser gleich damit an, Mais, Weizen und Zuckerrüben anzubauen. Und an alle Drogen verkaufenden Gangster: Vergesst es! Wir kriegen ein besseres, reineres und preiswerteres Produkt - in kontrollierten Dosen - in der Apotheke.
3.) ... werden wir natürlich das Obhutsklausel-Gesetz stärken, das seit der Depression zu schlafen scheint. Du willst einen Job? Dann komm morgen wieder und wir geben Dir einen ordentlichen Lohn und Gesundheitszuschüsse. Wir werden das Graffiti überdecken, eine neue Schule und ein paar nette Mauern bauen und eine große Menge Geld zurück in die Gemeinde pumpen. Die Kosten für all das wären vermutlich nicht höher als die Summe, die wir monatlich aufwenden, um die Hölle aus dem Irak und Afghanistan zu bomben.
Gefällt Euch mein Plan?
Wählt mich nicht, ich habe mich nicht aufgestellt. Aber seid wachsam und wartet auf das Signal.
Ansonsten entschuldigt mein leeres Gerede. Das liegt an der Jahreszeit, glaube ich. And I do mean it, all of it.
Neuigkeiten? Ihr wolltet Neuigkeiten? Nun, veni, vedi, vici, mit Grüßen an die Swarthmorians. Großartige Leute, schreckliches Wetter. Hatte aber viel Spaß. Bis auf die übliche Hölle am Flughafen. Nur ein paar Tropfen über dem Mittleren Westen und dem Südosten, und was kommt dabei raus? Chaos.
Im Moment bin ich übrigens kein Schriftsteller mehr, sondern eher ein Forscher und Notizenschreiber. Der neue Roman beginnt etwas Druck auf die Überreste meines Gehirns auszuüben. Bevor ich richtig anfangen kann zu schreiben, werde ich noch zwei Monate Zeit brauchen - und ich muss noch mehrere Male den Ort der Handlung besuchen.
(Das geht im Moment wegen des Wetters nicht. Falls Euch diese Nachricht jedoch fasziniert, wartet einfach die nächsten What's New ab, weil ich nach und nach alles enthüllen werde, vor allem dann, wenn ich dem eigentlichen Schreibprozess näher komme.)
Haltet in der Zwischenzeit nach The Lie im New Yorker Ausschau. Die Veröffentlichung dieser Kurzgeschichte ist für Mitte April geplant. Viel Spaß! Und ich hoffe doch, einige von Euch in der Schöneberg Hall an der UCLA anzutreffen, wo ich am Sonntag, den 27. April, ab 13:00 Uhr, meinen jährlichen Buchmesse-Auftritt absolviere und ich hoffentlich meinen Roman The Women ein wenig enthüllen kann; und, wenn es die Zeit erlaubt, auch die Story Thirteen Hundred Rats, für alle, die nach diesen Nagern schreien.
Ciao |