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vom 26. Januar 2009 |
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| übersetzt
von Alphonse Heck |
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Und so beginnt es: Sehr bald werde ich meinen Kleiderbeutel und meine Sportumhängetasche (voll gepackt mit Unterwäsche und Socken) hervorkramen und dann geht's auf in die Schlacht. Was ist der Vorteil einer Tour im Winter? Es ist sonst nichts los, der Schriftsteller wird daher wahrscheinlich etwas mehr Aufmerksamkeit bekommen. Der Nachteil? Das Wetter. Und ich rede hier nicht von irgendwelchen persönlichen Unannehmlichkeiten - hey Leute, ich bin doch robust, vergesst das bitte nicht - aber die Flugreisen. Und Verspätungen. Und Flugausfälle. Und der generelle Horror des Fliegens, maximiert durch die Sitzerei im Flugzeug, während sie die Flügel enteisen (ich nehme mal an, das ist besser, als die Flügel wieder vereisen zu lassen).
Ich kann mich erinnern, dass ich irgendwo im Mittelwesten mal um fünf Uhr früh in dunkler Nacht zum Flughafen gefahren wurde, und zwar von einem sehr alten Taxifahrer, der meinte, dass die zehn Zentimeter nasser Schnee, durch den wir uns einen Weg bahnten, keine Ursache zur Besorgnis seien, und dass das Flugzeug mehr oder weniger pünktlich starten würde. Das tat es nicht.
Oder - und das war nicht mal im Winter - als ich auf einer Tour Iowa City besuchte und die Einwohner dieses feinen und sehr schicken Städtchens nach bestem Können erfreute. Da war nur ein Mini-Tief, das über dem Flughafen von Cedar Rapids parkte, derweil es anderswo in allen 48 Staaten zusammen keine Wetterprobleme gab. Alle Flüge waren gestrichen. Toll!
Ich hatte einen Auftritt um sieben Uhr in Westchester County, irgendwo südlich der Stadt - war es Dobbs Ferry? - und es war erst um die Mittagsstunde herum oder so. Kein Grund sich zu sorgen. Eine Frau tauchte aus der zermürbten und überraschten Menge auf und sagte: »Wissen Sie, ich hänge auch fest. Aber mein Auto steht auf dem Parkplatz. Sollen wir nach Davenport fahren und dort einen Flug nach Chicago nehmen?« Offenbar war sie ein Engel, geschickt vom Himmel. Ich zuckte die Schultern. »Sicher, warum nicht?« Und so fuhren wir nach Davenport, diese völlig Fremde und ich, wir verabschiedeten uns und machten uns auf zu unseren Flügen. Um halb sechs flogen wir eine Warteschleife über LaGuardia, während ein Fahrer - ich hatte meinen Verleger alarmiert, der alle Vorkehrungen traf - am Boden wartete, um mich im Eiltempo zu der Veranstaltung zu fahren.
Spannender war: Als ich es schließlich durch das Gate geschafft hatte, stellte ich fest, dass es sich bei dem Fahrer um einen frischen Immigranten aus Osteuropa handelte - sehr frisch -, er hatte nur vage geografische und kartografische Kenntnisse, und er hatte die Karte verloren, die mein Verleger ihm gefaxt hatte. Kein Problem. Los geht's, und sollten wir auf dem Weg zum Auftrittsort noch die Teenager vor dem Pizzaladen fragen müssen, wo genau der Ort sich befindet, auch egal.
Ich kam eine Stunde zu spät und stellte fest, dass nur zwei Leute geblieben waren (Wer konnte es ihnen übelnehmen: eine ganze Stunde lang ohne Alkohol, ohne mich, um nur das zu nennen). Ich bestieg die Bühne, ließ die zwei oben erwähnten Taschen neben meine Füße fallen und begann meinen Vortrag. Leute, könnt Ihr Euch daran erinnern? Ihr, die diesen Abend vor so langer Zeit ausgehalten habt?
Egal, hier komme ich. Schon während der letzten zwei Wochen habe ich so ziemlich an einem Stück Interviews gegeben und werde bis zum Aufbruch nach New York noch weitere Interviews geben für die amerikanische, britische, deutsche, österreichische und schweizerische Presse. Es macht Spaß, ist aber auch ein wenig anstrengend.
Trotzdem, wie viele von Euch wissen, beeindruckt mich die Tatsache, dass Leute lesen wollen, was ich erträume, und dass sie mir dann auch noch zuhören, wenn ich es vortrage und darüber plaudere. Das ist eine gute Sache. Und wie Ihr wisst, Ihr wohlklingenden und schmeichelnden Messagistas, die ersten Bewertungen [des neuen Romans The Women] waren gediegen, auch die, die am 1. Februar auf der ersten Seite der New York Times Book Review erscheinen wird, eine Woche, bevor das Buch in den Verkauf kommt.
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Unsere Hoffnung - meine Hoffnung - ist, dass das Interesse dadurch weiter steigt, sodass es am 10. Februar (offzieller Verkaufsstart) einen richtigen Ansturm auf die Buchläden geben wird. Auch hoffe ich, dass es in der verrückten Menge nicht zum Verlust von Leben oder Gliedmaßen kommt.
Was mich zu einem anderen Anliegen bringt. Wenn Ihr vorhabt, selber eine Kopie von The Women zu erstehen, dann wäre die erste Woche eine gute Zeit, das zu tun, damit die verschiedenen Bestsellerlisten im Land die richtigen Zahlen aufweisen.
Es ist die dringende Hoffnung meines Verlegers, der sich durchgesetzt hat, Euch dieses Angebot zu unterbreiten. Er ist etwas schlecht dran, seine Frau hat einen schlimmen Husten und seine kleine Tochter sitzt in der strengen Kälte an der Straßenecke in einer diesen schlimmen Brooklyn Streets und verkauft Streichhölzer. Eins nach dem anderen.
Also beeilt Euch, leistet Euren Beitrag und zögert nicht, gleich einige hundert Exemplare zu kaufen, zur Verteilung an die Obdachlosen, die, obschon sie viel Zeit in den Buchläden verbringen, selten selbst ein Buch ihr Eigen nennen können. Schließlich, was die Verfügbarkeit dieser wertvollen Bücher betrifft, sollte das begleitende Bild [siehe oben], mit freundlicher Genehmigung von Spencer, Euch alles Wissenswerte dazu sagen.
Ich wünsche Euch - und meinem eigenen gestressten, unterernährten Selbst - Bon Voyage. Schaut zum Himmel, meine Freunde. Ist es ein Vogel, ist es ein Flugzeug? Oder doch nur ein weiterer rasender Schriftsteller?
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