Was mich zum wichtigsten Punkt der Nachrichten heute bringt. Beginnend in der Viktoria Hall hier in Santa Barbara werde ich mich ab Montag draußen tummeln, in einem heldenhaften Kampf mit dem Wetter und unserer unzulänglichen und schrecklichen Luftfahrtindustrie, um über eine ganze Reihe von Bühnen zu stolzieren und Euch die Freuden der Kurzgeschichte nahezubringen.
Für diejenigen unter Euch, die vorhaben, einer meiner Vorführungen beizuwohnen (nein, ich werde sie nicht Lesungen nennen, weil man mit dem Begriff »Lesung« einschläfernde Langeweile und das leise Summen einer Heizung hinten an der Wand eines schlaftrunkenen Klassenzimmers assoziiert), denkt bitte daran, dass diese Veranstaltungen meistens ziemlich schnell ausverkauft sind; richtet also Eure Terminplanung danach.
Was meine Veröffentlichungen angeht, so hat mein holländischer Verlag Anthos soeben De Vrouwen herausgebracht, und Grasset, mein langjähriger französischer Verlag, bringt im Februar Les Femmes heraus, während der Hanser Verlag, der bodenständigste und beste aller deutschen Verlage, in Kürze die Geschichte Wild Child als eigenständiges Buch veröffentlicht und die restlichen dreizehn Geschichten für einen anderen Band aufhebt.
Als ich in den Bergen war, habe ich die vierte Geschichte der neuen Sammlung zu Ende geschrieben, aber es ist noch ein ziemlich grober Entwurf, und ich werde wahrscheinlich nicht dazu kommen, sie noch einmal aufzupolieren, bevor ich von meiner Tour zurückkomme – wenn ich jemals zurückkomme.
Wie angekündigt erscheint in der Zwischenzeit A Death in Kitchawank in der aktuellen Ausgabe des New Yorker (18. Januar), und ich weiß die ganze Aufmerksamkeit zu schätzen, die die Diskussionsteilnehmer hier und andere da draußen in der weiten Welt dieser Geschichte geschenkt haben. Der allgemeine Konsens scheint zu sein, dass diese besondere Geschichte die Menschen tief in ihrem Innern berührt. Das freut mich sehr. Schließlich ist es so, dass jeder von uns, der sich hinsetzt und eine Geschichte schreibt, es in der Hoffnung tut, etwas zu schaffen, dass unsere lesenden Mitmenschen anspricht, obwohl wir nie wissen, ob uns das wirklich gelingt. Wenn etwas Gutes dabei herauskommt, erleben wir unsere persönliche Verklärung.
Und damit verabschiede ich mich für heute. Ich hoffe, dass die Götter des Himmels mir gewogen sind und dass ich Euch alle sehr bald bei einer Veranstaltung in der Nähe Eurer Heimat sehe.
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