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Jung, dynamisch, erfolglos
Ein literarischer Bewerbungsratgeber |
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Deutsche Ausgabe
Reclam-Bibliothek Band 1657
Herausgegeben von Ilse Ermen und Florence Maurice
© 1999 Reclam Verlag, Leipzig
Taschenbuch, 188 Seiten, 10 Abb., ISBN 3-379-01657-8
Reihengestaltung: Hans Peter Willberg
Umschlaggestaltung: Matthias Gubig, Berlin |
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| Kurzinfo |
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| Spielen Sie Ihre Karten aus! Bleiben
Sie flexibel! Der literarische Bewerbungsratgeber gibt ganz
spezielle Tips - in Form der einschlägigen Erfahrungen der Romanhelden
des 20. Jahrhunderts. |
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| Boyle Inside |
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| Bei dem Beitrag von T.C. Boyle, »Ein
bleibender Eindruck«, handelt es sich um einen Auszug aus
seiner Kurzgeschichte »Der Fliegenmensch«, zu finden u.
a. in dem Sammelband Wenn
der Fluss voll Whisky wär, aus dem Amerikanischen übersetzt
von Werner Richter. |
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| Inhalt |
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1. Viele Wege führen nach Rom:
Die Stellensuche Arbeitsämter - Fachvermittlung für
jedermann: Es ist immer Zeit für ein Gespräch von Ödön
von Horváth; Am Arbeitsamt kriegt man jederzeit Auskunft
von Karl Valentin; Die zuständige Stelle von Erich Kästner;
Sind Sie bereit zu arbeiten? von Charles Bukowski; Bewerbung
per Stellenanzeige - genaue Analyse schafft Vorteile; Ehrgeizige
junge Männer von Charles Bukowski; Besseres Mädchen sucht
Stelle als Empfangsdame von Karl Valentin; Privatsekretärin
mit festem Busen von Ödön von Horváth; Initiativbewerbung
- mit Energie ins Herz des Unternehmens: L´employé-volontaire
Felix Kroull macht seine Aufwartung von Thomas Mann; Er
will Buchhändler werden von Robert Walser; Alternative Bewerbungswege:
Unverhofft kommt oft von Oskar Maria Graf; Beziehungen
einsetzen von Guy de Maupassant; Auch der Zufall kann
hilfreich sein von John Kennedy Toole 2. Wie verkaufe
ich mich am besten: Die schriftliche Bewerbung Formen der
schriftlichen Bewerbung: Japanische Firmen von Walter
Moers; Stilblüten aus deutschen Firmen; Deutsche Theater
von Oskar Maria Graf; Der Lebenslauf - Herzstück der Bewerbung:
Kurze Lebensbeschreibung von Kurt Schwitters; Autobiographie
von Kurt Tucholsky; Lebenslauf von Friedrich Glauser;
Ein abenteuerliches Leben von Malcolm Lowry; Zeugnisse
- die harten Fakten des Werdegangs: Fräulein Anna Pollinger
von Ödön von Horváth; Herr Thomas Mann von Kurt Tucholsky;
Herr Peter Panter von Kurt Tucholsky; Raihna Liöbe
von Friedrich Glauser
3. So zeigen Sie sich von Ihrer besten Seite: Das Vorstellungsgespräch
Ihr Äußeres - auf den ersten Eindruck kommt es an: Schein
geht über sein von George Orwell; Ein hübscher, starker
Bursche von John Kennedy Toole; Ein bleibender Eindruck
von T.C. Boyle; Stellen Sie sich auf Ihr Gegenüber ein: Heterodoxe
Methoden von Javier Tomeo; Einsatz zeigen, klar? von
Irvine Welsh; Der richtige Moment von Herbert Rosendorfer;
Spielen Sie Ihre Karten aus: Mehrere Eisen im Feuer von
Charles Bukowski; Nicht unter preis verkaufen von John
Kennedy Toole; Trumpf sticht von Irmgard Keun; Mächtig
devot sein von Hans Fallada 4. Noch nicht aller Tage
Abend: Die Absage Kein Grund zur Verzweiflung: Vier Jahre
zu spät; Eine regelrechte Desertion von Javiar Tomeo; Nicht
die Nase hängen lassen! von John Kennedy Toole; Durchhalten
ist alles von George Orwell; Bleiben Sie flexibel - Neuorientierung
hilft: Eine glückliche Idee von Karl Valentin; Kost
und Logis von Marieluise Fleißer; Marktlücken finden
von Aziz Nesin; Arbeiten als Ghostwriter von Henry Miller
5. Die Probezeit Der erste Arbeitstag: Anfang gut
- alles gut? von Oskar Maria Graf; Neue Namen und Gesichter
von Karl Valentin; Haben Sie sich bewährt? Einschneidende
Neuerungen von Wenedikt Jerofejew; Beamter auf Lebenszeit
von Napoleon Seyfarth; Zeichen der Zeit von Robert Gernhardt;
Nachwort. |
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| Rezensionen |
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| Daniela Ziegler / Berliner LeseZeichen
/ 1999 |
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| Normalerweise spricht man nicht über
Arbeitslosigkeit. Arbeitslos zu sein ist ein Tabu. Schließlich
ist der Arbeitslose selber schuld. Vorsätze, mit der eigenen
Arbeitslosigkeit offensiv umzugehen, scheitern an der angstvollen
Reaktion der Umwelt. Um so erfreulicher ist es, dass die Herausgeberinnen
Ilse Ermen und Florence Maurice Texte zu Stellensuche, zu schriftlicher
Bewerbung, Vorstellungsgespräch, Absage und Probezeit zusammengetragen
haben, und zwar nicht nur ernste, sondern Gott sei Dank auch
humoristische, die dem Leser die Lachtränen der Mit-Betroffenheit
in die Augen treiben. (...) Arbeit soll ja idealerweise Spaß
machen. Auf die Frage von Chef oder Kollegen: »Macht Ihnen Ihre
Arbeit Spaß?«, hat mit Sicherheit noch keiner fertiggebracht
zu antworten: »Muss Arbeit Spaß machen?« oder: »Nein. Macht
sie nicht. Finde ich auch nicht nötig.« Eins ist sicher: Auf
jeden Fall macht dieses Buch Spaß. Was man sich nicht entgehen
lassen sollte, weder derjenige, der noch eine Arbeit hat, noch
der, der im Moment keine hat. |
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