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Roll ihn rüber
Gefühlsechte Geschichten vom Gummi |
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Originaltitel: Getting it on. A Condom Reader
1999 Soho Press, New York
© 1999 Mitch Robertson, Julia Dubner (Herausgeber)
Deutsche Ausgabe: 2000, Droemer Knaur, München
Taschenbuch, 256 Seiten, ISBN 3-426-61280-1
Umschlaggestaltung: Werbeagentur ZERO, München |
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| Kurzinfo |
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| Die einen sind hauchzart und reißfest,
die anderen beinhart, aber gefühlsecht: Mit einem Kondom schützt
man sich vor jeder Menge unangenehmer Dinge - und mit den Geschichten
in diesem besonderen und immer wieder überraschenden Lesebuch
schützt man sich vor literarischer Langeweile. T.C. Boyle, Martin
Amis, Anne Rice, John Irving, Armistead Maupin und viele andere
geben alles - und manchmal sogar noch ein bisschen mehr ...
»Eine unwiderstehliche Anthologie mit rasiermesserscharfen Autoren!«
(Elle) |
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| Boyle Inside |
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| Die Anthologie enthält die Boyle-Kurzgeschichte
»Moderne Liebe« aus dem Sammelband Wenn
der Fluss voll Whisky wär, übersetzt aus dem Amerikanischen
von Werner Richter. |
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| Inhalt |
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| Moderne Liebe von T.C. Boyle;
Zeltlager von Armistead Maupin (aus Tollivers Reisen);
Eine kurze Geschichte des Kondoms von Kim Addonizio;
Wie ich bezahle von Michelle Chalfoun (aus Ein Drahtseil
zum Tanzen); Die Spülung von William Feustle; Abschlussprüfung
von John Irving (aus Garp und wie er die Welt sah); Auf
der Schattenseite von Hester Kaplan; Kleine Kondomologie
in zwölf Lektionen von Cathryn Alpert; Zur Linderung
unerträglichen Verlangens von Nathan Englander; Elf zehn:
Die Rachel-Papiere, Band zwei von Martin Amis (aus The
Rachel papers); Brooklyner »Ts« von Binnie Kirshenbaum
(aus Kurzer Abriss meiner Karriere als Ehebrecherin);
Sicherheitsansprache von Cynthia Baughman; Auszug aus
Nachtmahr von Anne Rice; Was man zum Leben braucht
von Ewing Campbell; Auszug aus Die Geschichte mit Cynthia
von Andrew McGahan; Wir haben es nicht getan von Stuart
Dybek. |
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| Rezensionen |
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| Brigitte Endler / www.tcboyle.de /
Juli 2004 |
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| Mit einem Kondom kann man sich vor
Verletzungen beim Kartoffelschälen bewahren. Ja, ganz im Ernst,
so etwas erzählte uns damals der weißbekittelte Verkäufer einer
kleinen Drogerie, in der es immer nach Pfefferminze, Kernseife
und allerlei rätselhaften Ingredienzien roch und die praktischerweise
unten in unserem Mietshaus untergebracht war. »Die zieht man
über den Daumen und schützt ihn damit vor Schnittwunden«, so
flunkerte er uns vor. Wir pusteten aber lachend unsere Luft
in die kleinen Daumenschützer und benutzten sie als Luftballons.
Kondome müssen das halten, was man von ihnen erwartet, eine
ungewollte Schwangerschaft verhindern, vor ansteckenden Krankheiten
schützen, vor Aids bewahren. Außerdem sollten sie immer noch
so gefühlsecht sein, dass sie nicht zum Gefühlskiller werden.
Also, »Roll ihn rüber«. Der Titel und das Titelbild hielten
dann auch genau das, was sie versprachen. Viele unterhaltsame,
teilweise auch erotische kleine Geschichten, die einen belustigen
oder nachdenklich stimmen. Als ich das Buch zu Hause in die
Hand nahm, sah mich mein Mann irritiert an: »Was liest du denn
da?«, und im Warteraum des Arztes, in dem ich mir die Zeit kurzweilig
vertreiben wollte, beäugten mich die anderen Patienten misstrauisch
von der Seite. Wenn ich manchmal still in mich hinein kicherte,
werden sie sich wohl ihren Teil gedacht haben. Ein nettes kleines
Büchlein - mal so für zwischendurch - und die Erzählungen der
anderen Autoren stehen in Witz und Originalität der Geschichte
von T.C. Boyle, in nichts nach. Nur eine Frage beschäftigt mich
noch: Wie mag der Sex wohl mit einem Ganzkörperkondom funktionieren,
so rein technisch gesehen? Das werde ich wohl nie in Erfahrung
bringen können, ich kenne leider niemanden in Schweden. |
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| Bernd Heimberger / Berliner LeseZeichen
/ 2001 |
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| Als geeignete Aufklärungslektüre
liegt das Buch Roll ihn rüber bereit, in dem sich Stuart Dybek
in seiner Geschichte »Wir haben es nicht getan« über die verhängnisvolle
Konfrontation Pariser - Polizei auslässt. Was auch immer Sie
von einem solchen eruptiven Ausstoß an Prosa zum Pariser halten,
Sie können vor Freude vibrieren, wenn Sie die unverhüllte Prosa
über den verhüllenden Pariser lesen. Aufpassen, dass Sie vor
Lachen nicht platzen! Geradezu lachhaft, was Mann und Frau so
alles mit dem Ding, Gummi, Kondom, Präservativ, Präser - oder
wie gesagt Pariser - passieren kann. Im kuriosesten Falle bekommen
es Mann und Frau nicht mehr mit Haut auf Haut zu tun, sondern
mit einem Ganz-Körper-Kondom, was für den Erzähler T.C. Boyle
die »Moderne Liebe« an sich ist. |
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| RJ Poole / amazon.de Redaktion / Datum
unbekannt |
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| Warum kein Buch über das Kondom schreiben?,
so fragten sich die Herausgeber und machten sich auf die Suche
nach geeigneten Kondom-Beiträgen. Und es ist imposant, womit
sie hier aufbieten können. Von Boyles »Ganzkörperkondom« über
John Irvings oraler »natureller« - Alternative bis hin zu einem
Präser-Knigge kann man hier einer kleinen Kulturgeschichte der
Sexualität der letzten 20 Jahre folgen. Welche Rolle spielt
das Gummi bei einer »Karriere als Ehebrecherin«? Kann ein Vampir
auch mit Latex? Welche Emotionen empfindet eigentlich das Kondom
selbst? Kennt es Depressionen? Entgegen den Erwartungen, die
der flapsige Titel und der fröhliche Bucheinband zunächst vermitteln,
ist dies kein Juxbuch. Denn die Geschichten erzählen neben vielen
witzigen Anekdoten auch von Angst, von Krankheit, von Destruktion,
von Sehnsucht. |
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