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»Es ist offensichtlich, dass unsere Spezies auf einen gewaltigen Untergang zusteuert.« (T.C. Boyle)
 
Pop, Poesie und Politik
 
Deutsche Ausgabe
Herausgegeben von Martin Scholz, Axel Vornbäumen
© 2000 Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt a. M.
Taschenbuch, 192 Seiten, ISBN 3-596-14824-3
 
 
Kurzinfo
 
Vaclav Havel über Staatsempfänge mit den Rolling Stones, Salman Rushdie über die rebellische Kraft des Pop und U2 über ihre segensreichen Begegnungen mit Burroughs und Bukowski. Helmut Newton über Riefenstahl und Ramstein und Liam Neeson über die Debatten um »Schindlers Liste« und dem Eskapismus von Star Wars. Seit 1996 führt die Redaktion der Frankfurter Rundschau in unregelmäßigen Abständen Interviews mit Künstlern, Politikern, Intellektuellen und Wirtschaftsbossen, die unter dem Titel »Das Gespräch« veröffentlicht werden. Eine Auswahl der interessantesten Dialoge ist hier versammelt: keine belanglosen Apercus im Spannungsfeld von Pop und Politik, sondern Gespräche abseits des täglichen Nachrichtenstroms, die es wert sind, festgehalten zu werden; Gespräche, die mehr auf das Überraschende und Unerwartete setzen als auf kalkuliertes Spektakel. Alle zeigen sie die Gesprächspartner mit Facetten, die im alltäglichen Getöse der Medien unbemerkt bleiben, in Gesprächen, deren Themen kein Verfallsdatum tragen. Einige Einschätzungen erlangen sogar wieder eine ungeahnte Aktualität. So zum Beispiel, wenn Greil Marcus über das unheimliche Amerika spricht und nicht nur in die alten Mörderballaden von Bob Dylan, sondern auch tief in die amerikanische Psyche vordringt und die Verdrängung der jüngsten Schulhof-Massaker bloßlegt.
 
 
Boyle Inside
 
T.C. Boyle spricht in dem Interview über tolerante First Ladies, Bier in langen Unterhosen und die wachsende Bedeutungslosigkeit von Schriftstellern in den USA. Geführt wurde das Interview von Martin Scholz und Brigitte Spitz. Es erschien am 20. Juli 1998 in der Frankfurter Rundschau. Das Buch enthält einen Auszug des Gespräches. Das vollständige Interview ist auf unseren Internetseiten zu finden (siehe Links). Es wurde uns freundlicherweise von der Frankfurter Rundschau zur Verfügung gestellt.
 
 
Inhalt
 

01. Vorbemerkung
02. Bei der Mondlandung war ich erdverbundenes Mitglied der Zivilisation Leonard Nimoy über sein Verhältnis zu Mister Spock, die politischen Botschaften von Star Trek und die Bedeutung von Sciencefiction für die Wissenschaft.
03. Ich habe das Recht zu versagen Isabell Allende über Pinochets Verhaftung, feminine Feministinnen und Wasserfälle auf dem Männerklo.
04. Politiker zu sein, muss furchtbar sein Daniel Barenboim über das unfertige Berlin und den Antisemitismus bei Richard Wagner.
05. Sehe ich denn aus wie Madeleine Albright? John Irving über Dichtung und Lüge, den Sinn von Brustverkleinerungen und die moralische Schwäche des Westens.
06. Als ob man der Mona Lisa einen Schnurbart malt Bono und The Edge von der irischen Rockband U2 über Kunst und Kommerz, Lunch im Weißen Haus und ihr Konzert in Sarajewo.
07. Ich bin mit einem blauen Auge davongekommen Michael Naumann über Salondemokraten und Kalte Krieger, Theaterkritik in der Politik und den veränderten Stellenwert der Kultur.
08. Kompromisse sind das Schlimmste Emmanuelle Béart über Eifersucht und Zivilcourage, Lionel Jospin und Tom Cruise und ihr Engagement für illegale Einwanderer.
09. Politik ist inzwischen Teil des Showbusiness Sting und Campino über deutsch-britische Befindlichkeiten, das Schröder-Blair-Papier und die Vereinnahmung von Pop-Stars.
10. Kunst wird die Welt mehr verändern als Politik Vaclav Havel über William Shakespeare und Frank Zappa und die Last, unkonventionell staatstragend zu sein.
11. Lachen kann dich am Leben halten Robin Williams über die Grenzen des Humors, schießwütige Amerikaner und seine Verfilmung des Romans »Jakob der Lügner«.
12. Khomeiny hätte früher sterben müssen Salman Rushdie über die Ziele der NATO in Jugoslawien, die Hegemonie der Popkultur, die Wahrheit der Kunst und die letzten Hippies von Goa.
13. Ich bin ein Propaganda-Fotograf Helmut Newton über alte Knochen, Alice Schwarzer und Leni Riefenstahl und die Trennung von Ideologie und Ästhetik.
14. Meine Generation ist stumm Zoe Jenny über die Last, Erwachsenen die heutige Jugend zu erklären, die Launen der Literaturkritik und ihre Lesereise durch China.
15. Mein Gott - es ist doch nur ein Film! Liam Neeson über die Auswüchse des Star-Wars-Kults, politisches Sendungs-Bewusstein im Film und Charles de Gaulle im Weltraum.
16. Mit einem Sack Reis ist es nicht getan Waris Dirie über ihr Leben als Top-Model jenseits von Afrika und ihre UN-Mission gegen die Genitalverstümmelung von Frauen.
17. Die einzige Hoffnung ist, dass wir irgendwann aussterben
T.C. Boyle über tolerante First Ladys, Bier in langen Unterhosen und die Bedeutungslosigkeit von Schriftstellern in den USA.

 
 
Weblinks
 
Das vollständige Interview
Das Interview aus dem Taschenbuch »Pop, Poesie und Politik« wurde uns von der Frankfurter Rundschau freundlicherweise in voller Länge zur Verfügung gestellt.
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Die Internetseiten der Frankfurter Rundschau.
 
 
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