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Water Music
inspiriert von T.C. Boyles gleichnamigen Roman |
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Water Music
Colin Dunwoodie, Frank Willi Schmidt, Günter Bozem
1 CD, Gesamtlaufzeit 66:23 Min.
2004 Dadoua Records GmbH, Köln
Distributed by: Indigo & Night + Day |
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| Inhalt |
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Die Quellen …
Wild und unerschlossen lagen weite Teile des afrikanischen Kontinents,
als der schottische Arzt und Abenteurer Mungo Park als erster
Europäer vor rund 200 Jahren eine große Expedition entlang des
Niger unternahm. Tief stieß er dabei in unerforschtes Gebiet
vor. Seine bloße Rückkehr nach London war für seine Zeitgenossen
bereits eine Sensation - die erste Auflage seiner farbenprächtigen
Reisebeschreibung (1799!) innerhalb einer Woche vergriffen.
Gegen Ende des letzten Jahrhunderts inspirierte diese Reise
ins Unbekannte den Schriftsteller T.C. Boyle zu einem seiner erfolgreichsten
Romane. Wassermusik nannte er die lebenspralle Schilderung
der erstaunlichen, oft widersprüchlichen Erfahrungen seines
Helden Mungo Park. Wie kein anderer verknüpft T.C. Boyle die Schauplätze
miteinander - das »wilde« Afrika und das vermeintlich so zivilisierte
London um 1800.
Der Fluss ...
Das Fluidum dieser abenteuerlichen »Wasserreise« regte den schottischen
Multi-Instrumentalisten Colin Dunwoodie an, mit seinem Trio
das Projekt Water Music zu realisieren, das seine Zuhörer
auf eine imaginäre Odyssee zu den Quellen des Lebensflusses
geleitet. Als virtuoser Saxofonist und Klarinettist hat er zusammen
mit dem Perkussionisten Günter Bozem und Frank Willi Schmidt
an Kontrabass und singender Säge einen Zyklus eingespielt, der
nicht nur ein gelungener Soundtrack zur Literatur ist. Water
Music unternimmt eine eigene klangliche Entdeckungsreise
in die spannendsten musikalischen Regionen des Jazz und der
Worldmusic. Ein wahres Klangabenteuer. |
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| Die Musiker |
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Colin Dunwoodie,
gebürtiger Schotte und bereits Mitte der sechziger Jahre mit
Musikern wie Alex Ligertwood, Ben E. King, The Drifters und
Douane Eddy auf Europatour, gelang der Durchbruch als Konzeptionist
mit der Gründung des »Rothengrund Art Ensembles«. Mit Ernst
Seitz (p), Günter Bozem (dr), Udo Brenner (b), Silvia Sauer
und Stefan Seitz (voc) sowie Dunwoodie als Leader und Hauptsolist
gastierten sie bei zahlreichen Festivals und TV-Produktionen.
Viel Anerkennung erhält Dunwoodie für seine 1994 von Christoph
Wüstenhagen produzierte Neuvertonung zum Stummfilm »Metropolis«
- an die 200 Live-Gastspiele führten ihn auf Tourneen um die
ganze Welt.
Günter Bozem hat, neben Engagements am Schauspiel Frankfurt
(z.B. Musical Hair, Shock-Headed Peter), auf zahlreichen
CD-Produktionen alle möglichen Percussion- und Schlaginstrumente
getrommelt und geschüttelt. Zusammen gearbeitet hat er u.a.
mit Emil Mangelsdorff, Vitold Rek, Clare Fischer, Phil Mattson,
Gunter Hampel, Manolo Lohnes, Alfred Harth, Annemarie Roeloffs,
Barbara Dennerlein und Manni v. Bohr.
Frank Willi Schmidt, jüngstes Mitglied von Water Music,
arbeitete bereits als Kontra-, aber auch als E-Bassist bei verschiedensten
CD-Einspielungen und Konzerten u.a. von Thomas Gabriel, Thomas
Anders, Manni v. Bohr, beim Schauspiel Frankfurt und am Staatstheater
Wiesbaden. |
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Das
Projekt Water Music:
Colin Dunwoodie, Günter Bozem und Frank Willi Schmidt.
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| Die Stücke |
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01. Water
Music - 6:17 Min.
02. Niger
- 4:54 Min.
03. Waiting
For The Kill - 4:55 Min.
04. Strange
Place - 4:08 Min.
05. Back
To Life - 2:04 Min.
06. Wadi
- 6:48 Min.
07. Skye
Boat Song - 2:32 Min.
08. Tsunami
- 4:28 Min.
09. Search
For Water - 1:02 Min.
10. Water
Of Life - 3:15 Min.
11. On
The Way - 4:19 Min.
12. Looks
Good - 4:11 Min.
13. Hippo
- 4:19 Min.
14. Which
Way? - 5:12 Min.
15. Lost
- 1:54 Min.
16. Skye
Boat Song - 1:55 Min.
17. Journey's
End - 4:15 Min. |
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| CD-Kritik |
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| Holger Reichard / www.tcboyle.de /
27. Januar 2005 |
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| Wassermusik ist der populärste
von allen Romanen Boyles. Reich an skurrilen Figuren, exotischen
Schauplätzen und haarsträubenden Metaphern lässt er eine Vielzahl
an Bildern in den Köpfen der Leser entstehen. Umso spannender
die Frage: Was passiert, wenn die Geschichte des Afrikaforschers
Mungo Park in musikalischer Form präsentiert wird? Ein riskantes
Unternehmen. Denn Musik erzeugt bekanntlich eigene Bilder, die
in diesem Fall den positiven Eindrücken, die der Boyle-Roman
hinterlassen hat, nicht das Wasser reichen könnten; ähnlich
einer Literaturverfilmung, die selten das zeigt, was Buchleser
zuvor vor ihrem geistigen Auge entwickelt haben. Von Water
Music lässt sich dies glücklicherweise nicht behaupten.
Im Gegenteil: Die Kompositionen von Colin Dunwoodie, Frank Willi
Schmidt und Günter Bozem sind eigenständig. Sie erzeugen eine
eigene Atmosphäre, einen eigenen Film, der die Gedankenwelt
der Buchleser nicht durcheinander wirbelt, sondern bereichert.
Galoppierende Rhythmen und ein oft mystisch schnarrendes Kontrabass
bilden dabei die Leinwand, auf die Colin Dunwoodie mit einfühlsamen
Saxophon-, Klarinetten- und Querflöten-Soli seine Farben wirft.
Und alles in bester Klangqualität. Musik, in die man eintauchen
kann. |
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| FERIEN ZU HAUSE |
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| Ilo Reuning / Aus einer Kritik zum
Auftritt von Water Music im Jazzlokal Mampf / 2004 |
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| Vom Joch der Hitze erzählt Water
Music, auch vom Warten auf den Regen und von seiner anschwellenden
Melodie: Wie erste Tropfen fallen, Schauer wie Vorboten übers
Land jagen und dann der Himmel alle Schleusen öffnet - solche
Bilder zaubert Water Music in die Fantasie. (...) Die
Idee zu dem Projekt kam Colin Dunwoodie, gebürtiger Schotte
und seit Jahrzehnten in Frankfurt daheim, als ihm ein Buch in
die Hände fiel. Es handelte von der Entdeckung des Niger durch
einen Schotten im 18. Jahrhundert. Das Trio habe sich nach dem
Buchtitel benannt. Alles andere erzählt der Jazzer lieber nonverbal-musikalisch,
mit Saxophon, Querflöte und Bass-Klarinette. Tempo, Rhythmus,
Geräusche fügt Percussionist Günter Bozem unglaublich spannend
und facettenreich hinzu. (...) Immer wieder loben Kritiken Dunwoodies
»vielfarbig schimmernden Ton« zwischen modernem Mainstream und
Free Jazz. In diesem Spektrum bewegt sich Water Music
(...) Das Trio spielt melodiösen Jazz, frei und ungebunden,
mit viel Lust und Talent zur Improvisation. So kommt es, dass
Water Music federleicht, ja unbemerkt entführt in Gefilde,
wo Tropfen fallen, Bäche springen, Wellen ans Ufer rollen. (...) |
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| Hörerkritik |
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| Mauzi aus Sangerhausen - 12/2005 |
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| Aber wirklich nur ein Viertelstündchen!
Das nehme ich mir fest vor. Der Tag war wieder anstrengend gewesen,
ich will ein wenig ausspannen, die Seele baumeln lassen. Aus
dem CD-Player höre ich zum ersten Mal die Klänge nach T.C. Boyles
Roman Wassermusik. In Bezug auf dieses Buch, das ich
mit Begeisterung gelesen habe, entstehen durch die einschmeichelnd
warmen Klänge der Instrumente Bilder in meinem Kopf. Obwohl
es »Wassermusik« heißt, sehe ich vor meinem geistige Auge
eine Karawane gemächlich durch die Wüste ziehen. Sanft wiegen
die Kamele ihre Reiter im schaukelnden Gang. Ich höre Vögel
im Urwald zwitschern, geheimnisvolle Geräusche im Blätterwerk,
das Plätschern eines Flusses, das fast lautlose Heranschleichen
einer Raubkatze, ihr erregtes Schnurren und helle Flötenklänge.
Ich denke an die wunderschönen Dschungelbilder von Henry Rousseau,
insbesondere an jenes, das als Ausschnitt das Cover der französischen
Ausgabe von Wassermusik schmückt und »Der Traum« heisst.
Eine Melodie kommt mir bekannt vor. Es ist ein altes schottisches
Volkslied, Der Skye Boat Song, wohl eine Hommage an Mungo
Park, dem schottischen Arzt und Entdeckungsreisenden. Ich werde
wach. Lange, so scheint es, habe ich wohl nicht geschlafen,
denn der Laser tastet sich immer noch behutsam über die kleine
blaue Scheibe und entlockt ihr diese wunderbaren Melodien, die
mich für einen kurzen Moment auf eine exotische Traumreise entführt
haben. |
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| Weblinks |
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www.watermusic.de
Die Website von Water
Music, auf der das Projekt und die Musiker vorgestellt
werden. Die CD kann dort bestellt werden. Außerdem gibt
es ausführliche Infos zu den Auftritten von Water Music. |
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Abenteuer
und Entdeckerfreuden
Angelika Wende über einen
Auftritt des Jazztrios Water Music in den Kammerspielen.
Der Artikel erschien am 06. Juli 2005 in der Main-Rheiner-Zeitung. |
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| Bild und Textmaterial auf dieser Seite
wurden uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt vom Water Music
und dem Musikverlag But Mo Publishing, Köln. |
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