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»Bei allem gebührenden Respekt, mijnheer, Euch mag die Milchkuh gehören, der Boden unter meinen Füßen und das Haus, das ich mit meinen eigenen Händen erbaut habe, aber Neeltje gehört Euch nicht. Und ich ebenso wenig.« (Jeremias Van Brunt)
 
World's End
Aus dem Amerikanischen von Werner Richter
 
Originaltitel: World's End
1987 Viking, New York
© 1987 T. Coraghessan Boyle
Deutsche Erstausgabe: 1989 Hanser Verlag
 
 
Kurzinfo
 
Enthusiastische Kritiken begleiteten das Erscheinen dieses gewaltigen Epos in den USA, das, wahrhaftig a Great American Novel, ein 300 Jahre umspannendes Panorama amerikanischer Geschichte ausbreitet. Geister der Vergangenheit suchen Walter Van Brunt an seinem 22. Geburtstag heim, und die Gedenktafel, gegen die er dann in der Nacht, betrunken und bekifft, mit seinem Motorrad rast, verweist auf ein Geschehnis, das weit zurückliegt - und das auch mit Walter zu tun hat. Im 17. Jahrhundert sind seine Vorfahren als Siedler in das Land am Hudson gekommen, holländische Bauern, die den Schrecknissen der barbarischen Neuen Welt ausgeliefert und bedroht waren durch despotisch regierende Grundbesitzer. Von jener schicksalhaften Nacht an beschäftigt Walter die Suche nach seinem verstorbenen Vater, und allmählich kristallisiert sich eine doppelbödige Wahrheit heraus: Truman Van Brunt hat 20 Jahre zuvor, bei den berüchtigten Unruhen von Peterskill, der Gegenseite in die Hände gespielt und seine Frau in den Tod getrieben. Und die gleiche unheilvolle Geschichte von Treuebruch und Verrat hat sich vor noch viel längerer Zeit schon einmal zugetragen. Von den gleichen Geistern getrieben wie seine Vorfahren, muss Walter am Ende seinen eigenen Verrat teuer bezahlen.

»World’s End«: das ist nicht nur eine mythische Endzeit, sondern auch ein Friedhof am oberen Hudson. Entrechtete Indianer und schlitzohrige Kaufleute, linke Aktivisten und bornierte Patrioten, traditionsbewusste Fabrikbesitzer und idealistische Hippies, Frauen, die sich aus Liebe opfern, und andere, die aus Liebe Verrat üben, Söhne, die ihre Väter verachten, Vegetarier und Kannibalen: Boyle verknüpft Ereignisse, Charaktere und Orte durch korrespondierende Motive: Kontinuität innerhalb des Wandels, die unabwendbare Verstrickung in Schuld, das fortdauernde Gewicht der Geschichte und die alten Mythen, die die Menschen bis auf den heutigen Tag formen, die Gewalt der Mächtigen und die Ohnmacht der Besitzlosen. Mit einer Sprachgewalt, einer immensen Phantasie und Freude am Detail, einem Sinn für schwarzen Humor und Überwirkliches, wie sie in der zeitgenössischen Literatur selten zu finden sind, hat Boyle eine dunklere Lesart der amerikanischen Geschichte geschrieben.
 
 
Deutschsprachige Ausgaben
 

Erstausgabe 1989
Hanser Verlag, München
Gebunden, 514 Seiten, ISBN 3-446-15149-4
Abbildungen von Francesca Belanger [Bestellen]
 
Neuauflage Taschenbuch, November 2007
Deutscher Taschenbuch Verlag, München
624 Seiten, ISBN 3-423-21030-3 [Bestellen]
 

amazon.de Sonderausgabe 2003
Hanser Verlag, München
Gebunden, 510 Seiten, ISBN 3-446-20407-5 [Bestellen]
 
Taschenbuch 1992
Deutscher Taschenbuch Verlag, München
erschien in mehreren Auflagen mit unterschiedlichen Buchcovern
615 Seiten, ISBN 3-499-23293-6 [Bestellen]
 
 
Englischsprachige Ausgaben
 

Taschenbuch - UK
Titel: World's End
Bloomsbury Publishing, 2004
480 Seiten, ISBN 0-747-57279-8 [Bestellen]
 

Gebundene Ausgabe - US
Titel: World's End
Viking Books, 1987
456 Seiten, ISBN 0-670-81489-X [Bestellen]
 

Taschenbuch - US
Titel: World's End
Penguin Books, 1990
480 Seiten, ISBN 0-140-29993-9 [Bestellen]
 
 
Weblinks
 
Von Liedolsheim nach Amerika - Indian Country
Geschichtliches aus der Gegend um den Hudson River von Joan Marie Reichling, übersetzt von Marit Oberacker.
Unbeugsamer Friedenskämpfer
Informationen über Paul Robeson, den T.C. Boyle in seinen Roman »World's End« integriert hat. Von Romesh Chandra.
New York City - Eine amerikanische(?) Stadt
Eine Reise durch die Zeit - von den Anfängen bis zu der Stadt, die wie keine andere das Gesicht Amerikas geprägt hat.
New York City (1)
Kurzer, interessanter Überblick über die Geschichte der Stadt New York - von den Anfängen im 16. Jahrhundert bis Mitte des 20. Jahrhunderts.
New York City (2)
Noch ein Abriss der Geschichte: Von New Amsterdam zu New York, der Weg zur Weltstadt und New York heute.
Big Apple Web
Umfassende NY-Informationen: Geschichte, New York heute und die Deutschen in New York.
 
 
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