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América
Aus dem Amerikanischen von Werner Richter |
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| Leserkritik |
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| Ina aus Wien - 06/2006 |
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| The book is great ... Only a book
that presents cruel reality, is possible to provoque and gets
attention from society. |
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| Eike aus Brake - 04/2006 |
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| Das Buch regt wunderbar zum Denken
an! Auch wenn man auf das, was sich als Konflikt im eigenen
Kopf abspielt, nicht gerade stolz sein kann! Ich frage mich
zum Beispiel immer, wie lange der in Tortilla Curtain
als höchstes Wesen dargestellte Anglo-Amerikaner laut der Evolutionstheorie
nach Charles Darwin noch die ranghöchste Position bekleiden
darf, da in Tortilla Curtain auch auf eine erschreckend
geniale Art und Weise wieder mal illustriert wird, wie der »Weiße
Mann« doch in der Lage ist, sich anzupassen! Nämlich genauso
stark, wie es bei uns in Deutschland möglich ist, eine KFZ-Zulassung
innerhalb eines Zeitrahmens von einer Stunde zu bekommen! Es
ist schlichtweg unmöglich! Vielleicht sollte man dieses Buch
ernsthaft als Pflichtlektüre für manche Anträge auf Staatsbürgerschaften
erwägen, da diese Entwicklung nicht nur in den USA, sondern
auch in europäischen Ländern vorzufinden ist, und es meiner
Meinung nach auf jeden Fall die schlechteste aller möglichen
Lösungsansätze ist, nicht über die Probleme des eigenen Landes
Bescheid zu wissen. Aufgrund des Aufbaus der Lektüre, der laut
meines Empfindens keinen entscheidenen Einfluss auf die eigene
Einstellung in Hinsicht auf das Problem der Immigration bietet,
ist sie auch als politisch und ethnisch unproblematisch einstufbar!
Was mich am allermeisten beeindruckt hat, war die Tatsache,
dass bis zum Zeitpunkt, in dem ich das Buch zum ersten Mal in
der Hand hielt, noch keine, auch nur kleinste Information über
die Konflikte an der mexikanisch-amerikanischen Grenze an mein
Ohr gelangt war. Daher bin ich auch im Nachhinein geschockt,
dass so viele Leute nur so wenig über ihr eigenes Land wissen
oder vielleicht auch einfach nicht mehr wissen wollen, solange
sie davon nicht direkt betroffen sind. Sollte sich diese Situation
nicht bald ändern, prognostiziere ich bald Unruhen und vielleicht
sogar Bürgerkriege in vielen europäischen Staaten sowie auch
in Teilen der USA, ähnlich wie es in Frankreich im Moment der
Fall ist, wenn auch der Anlass zum Streit ein anderer ist! Ich
hoffe, mir wird hier keine xenophobische Einstellung unterstellt,
ich wollte lediglich meine Gedanken zur Lektüre offenlegen und
darstellen, wieso es meiner Meinung nach wichtig ist, dieses
Buch gelesen zu haben! |
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| Da Reada from Illinois - 03/2006 |
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| TC Boyle's Tortilla Curtain
gives an interesting view on social problems with Mexican immigrants
whose only dreams are starting a new life in America. So did
Candido and his young, seventeen-year old, pregnant wife. They
had crossed the American boarder illegally in the hope of making
their dreams of »America« come true. But candido had a terrible
accident when he was making his way into the town to earn some
money and buy some food ... Delaney Mosbacher a rich American
man, crashed into candido with his brand new freshly waxed
car and offered him only $20 instead of taking him to a hospital.
Candido himself is afraid of going into a hopital, too, because
he is an illegal immigrant. He hides, badly hurt, with his wife
in a canyon always in fear of getting discovered by the immigration
police and the worst problem is the money they do not have ...
The American dream with all its possibillities for everyone,
suddenly, becomes a fight of survive. Candido and his wife are
set out prejudices and discrimination ... |
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| Nina aus Fränkisch-Crumbach - 03/2006 |
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| Wir wurden gezwungen dieses Buch
im Englisch LK zu lesen und es war sicher nicht das schlechteste.
Jedoch ist der Aufbau viel zu eintönig. Immer die ständige Gegenüberstellung
von Reichen und Armen, WASPS und Mexikanern. Die Thematik wird
dadurch zwar sehr gut deutlich, jedoch bleiben Spannung und
Abwechslung dadurch vollkommen auf der Strecke! |
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| Julia aus Bokel - 11/2005 |
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| Zu Anfang sehr langgezogene Kapitel.
Spannung steigt zum Ende des Buches hin. Der Wandel von Delaney
ist sehr schön etappenweise dargestellt. Es wird auch sehr bildlich
auf das Leben der illegalen Einwanderer eingegangen. |
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| Tiny aus Hamburg - 02/2005 |
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| Was mir an »América« besonders
auffällt, ist der Ernst des Themas. Ich habe alles von T.C. Boyle
gelesen und habe mich bei jedem Roman fürchterlich amüsiert.
Das Lachen verging mir bei der Lektüre von América gehörig.
Oh nein, keine Probleme jetzt, dachte ich. Trotzdem las ich
natürlich als echter Boyle-Fan weiter, versteht sich, Ehrensache
... Ich fand die Geschichte so furchtbar, dass ich vor Mitgefühl
fast geweint hätte. Oder habe ich gar hier & da tatsächlich
eine Träne vergossen? Kann sein, schnief. -- Da hat T.C. Boyle
mir aber einen Streich gespielt, dachte ich öfters beim Lesen.
Denn ein »Problembuch« wollte ich mir eigentlich nicht
geben und die Dramatik hat mich bisher auch davon abgehalten,
das Buch ein zweites Mal zu lesen. Das Ende der Geschichte finde
ich sehr gelungen, denn es zeigt: am Ende sind wir vor allem
eines, Menschen. Und da hilft man sich in größter Not. Die rettende
Hand am Schluss des Buches versöhnte mich mit der Geschichte.
Nach der Flutkatastrophe in Südasien bekam das Buch eine tiefere
Bedeutung. Über alle Grenzen hinweg, seien es politische oder
materielle (reich/arm), haben die Menschen geholfen. Das war
schön mitzuerleben. In Boyles Buch rettete sogar die Hand des
Armen den Reichen. Noch besser. Die Mossbachers werden einerseits
sehr witzig dargestellt, boylesk, wie sie ihre Hunde verlieren,
wie sie sich plötzlich doch für einen Zaun und einen Wachdienst
erwärmen. Andererseits zeigen die Mossbachers stellvertretend
für ihre Schicht, wie man trotz liberaler Gesinnung die Abgrenzung
zu den unteren Schichten aufbaut. Da hat T.C. Boyle so manchem
einen Spiegel vorgehalten, und wie man aus den USA erfährt,
haben sie ihm das übel genommen. Also, auch insofern ist das
Buch durchaus gelungen. Die Schutz- und Hilflosigkeit von Cándido
und América ist erbarmungslos beschrieben. Diesem Buch fehlt
jene Art von Romantik für den Rand der Gesellschaft, wie man
es bei Steinbeck beispielsweise in Tortilla Flat oder
»Straße der Ölsardinen« findet. Niemand will jemals in
eine solche Situation kommen wie Cándido und América, die das
alles stellvertretend für die anderen 'Illegalen' in diesem
Buch erleiden. Bei Steinbeck hingegen wünscht sich vielleicht
gar manch einer, der seines bürgerlichen Lebens überdrüssig
ist, ein ebenso 'sorgenfreies' Leben wie die Trunkenbolde, Herumtreiber
und Habenichtse zu führen. Wenn Delaney ein Problem hat, kann
er sich an seine Versicherung oder an die Polizei wenden. Cándido
und América sind wehrlos. Ihnen bleibt nichts, als sich zu ducken
und zu verstecken und das Unrecht oder Unglück zu erdulden.
Diesen Unterschied darzustellen, ist T.C. Boyle sehr gut gelungen.
Ich halte das Buch, besonders wegen seiner Brisanz, für ein
Meisterwerk, an welches man sich möglicherweise noch länger
erinnern wird als an Riven Rock oder Grün ist die
Hoffnung. Trotzdem, es war viel schwerer zu verdauen, als
die andere leichte, weil heitere Kost von T.C. Boyle. Es ist unwahrscheinlich,
dass ein Präsident Bush dieses Buch liest und sich daraufhin
Mühe gibt, die Situation für illegale Mexikaner in den USA zu
verbessern. Bush steht eindeutig auf der Seite der Reichen und
vertritt deren Interessen. Das Buch bietet auch keine Lösung
an, beantwortet keine dringenden Fragen, aber es weckt das Mitgefühl.
Das ist doch schon sehr viel. |
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