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»Mir gefällt der Ton nicht, den Sie dem Iman gegenüber anschlagen. Das ist nicht John Travolta, mit dem Sie es hier zu tun haben, mein ahnungsloser Freund.« (Hojatolislam, Dolmetscher)
 
Wenn der Fluss voll Whisky wär
Aus dem Amerikanischen von Werner Richter
 
Originaltitel: If the River was Whisky
1989 Viking Penguin, New York
© 1989 T. Coraghessan Boyle
Deutsche Erstausgabe: 1991 Hanser Verlag
 
 
Kurzinfo
 
Ob Boyle Psychopathen, donquichoteske Figuren, bloße Exzentriker oder ganz normale Menschen beschreibt, immer schildert er einen mählichen oder jähen Umschwung im Leben dieser Personen. Da ist der leidenschaftliche Koch, der eine mäkelnde Gastronomiekritikerin zum Genuss verführt; die clevere Verkäuferin von Alarmanlagen, die plötzlich selbst eine braucht; die alte Frau, die nach dem Tod ihres Mannes einem sanften Wahnsinn anheimfällt; der Fliegenmensch, der sich an Lastwagen und Flugzeuge anschnallen lässt, bloß um berühmt zu werden. Da ist die entsetzliche Geschichte von dem scheinbar ganz harmlosen Adoptivkind, das mörderische Phantasien auslebt. Es tauchen auf: der Teufel persönlich (als Gentleman); die Heilige Jungfrau, die, um einen irischen Saufbold zu bekehren, ein veritables Wunder veranstaltet; und nicht zu vergessen Konrad der Schimpanse, der nach einem entfremdeten Leben in der Zivilisation zu seinen Wurzeln zurückkehren soll. Wenn sich in manchen Geschichten Boyles bissiger Witz fürs Absurde und sein satirisches Talent austoben, so zieht er in anderen ungeahnt zarte Register: wunderbar traurig ist die Titelerzählung, in der ein trunksüchtiger Vater und sein kleiner Sohn beim gemeinsamen Angeln verzweifelt versuchen, zueinander Verbindung aufzunehmen. Und wider alle Erwartungen und kulturellen Unterschiede triumphiert die Liebe, als ein junger Durchschnittsamerikaner durch den zeremoniellen Sprung ins eiskalte Wasser des Hudson seine Zuneigung zu einer tief in ihren Traditionen verwurzelten Russin offenbart. Boyle zeichnet das Bild eines Amerika, in dem die schlimmsten Befürchtungen oft auf schreckliche Weise wahr werden, einer Mittelschicht, deren trügerisch ordentliche Oberfläche aufgerührt wird durch falsch gelenkte gute Absichten, Habgier und Zynismus. Doch er zeigt auch, wie diese Welt gerettet werden könnte, wenngleich er mit Calvino - von dem das Motto des Bandes stammt - überzeugt ist, »dass man bestenfalls hoffen kann, das Schlimmste zu vermeiden.«
 
 
Die Geschichten
 
01. Erbärmlicher Fugu
02. Moderne Liebe
03. Schwieriger Kunde
04. Seelenfrieden
05. Das sinkende Haus
06. Der Fliegenmensch
07. Die Mütze
08. Bienenkönig
09. Tauwetter
10. Der Teufel und Irv Cherniske
11. Das Wunder von Ballinspittle
12. Zapatos
13. Die Affenfrau im Ruhestand
14. Wenn der Fluss voll Whisky wär
 
 
Deutschsprachige Ausgaben
 

Erstausgabe 1991
Hanser Verlag, München
Gebunden, 262 Seiten, ISBN 3-446-15841-3
Umschlagbild von Quint Buchholz [Bestellen]
 
Taschenbuch 1994
Deutscher Taschenbuch Verlag, München
erschien in mehreren Auflagen mit unterschiedlichen Buchcovern
256 Seiten, ISBN 3-423-11903-9 [Bestellen]
 
Taschenbuch 1998
Deutscher Taschenbuch Verlag, München
314 Seiten, ISBN 3-423-08452-9 [Bestellen]
 
 
Englischsprachige Ausgaben
 
Taschenbuch - US
Titel: If the River was Whiskey
Penguin Books, 1990
240 Seiten, ISBN 0-140-11950-7 [Bestellen]
 
 
Hardcover
Taschenbuch
 
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