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»Boyle verbrannte das Sternenbanner vor dem Weißen Haus, lebte in Garagen und benötigte mehrere Psychoanalytiker, um nicht völlig den Bezug zur Gesellschaft zu verlieren.« (Markus Schröder)
 
Nice guys finish last:
Sozialkritik in den Romanen T. Corahessans Boyles
(teilweise engl.)
 
Deutsche Ausgabe
Band 22 der »Arbeiten zur Amerikanistik«
Autor: Markus Schröder
© 1997 Verlag Die Blaue Eule, Essen
Taschenbuch, 257 Seiten, ISBN 3-89206-840-2
 
 
Kurzinfo
 
Themenstellung: T. Coraghessan Boyle gilt als enfant terrible der zeitgenössischen amerikanischen Literatur. Seine Romane und Kurzgeschichten werden aufgrund ihres Tempos, ihrer skurrilen Situationskomik und der Wortgewaltigkeit gelobt. Dabei wird von Rezensenten und Kritikern übersehen, dass Boyle ein ernstzunehmender Gesellschaftskritiker ist, in dessen Romanen sich hinter der komischen Fassade die Abgründe und dunklen Seiten des American Dreams auftun. In der vorliegenden Arbeit wird Boyles Romanwerk auf sozialkritische Aspekte untersucht, um sein Schaffen in dem Kontext akuter gesellschaftlicher Probleme der USA darzustellen.
Der Autor: Markus Schröder, geb. 1970 in Lüneburg, Studium der Amerikanistik, Anglistik und Geschichte in Paderborn, Bielefeld und Lock Haven, Pennsylvania. 1995 M. A. und Anstellung an der Universität-GH-Paderborn. 1997 Promotion bei Prof. Dr. Peter Freese.
Der Autor über sein Buch: Umfangreiches Material zum amerikanischen »Literaturpunk«. In meiner Dissertation gebe ich die erste vollständige Übersicht zum enfant terrible der amerikanischen Literatur. Nach einer Übersicht über Leben und Werk Boyles (bis einschließlich The Tortilla Curtain wird auf Boyles sozialkritischen Ansatz verwiesen, der ausführlich diskutiert wird. Gerade dieser Aspekt wird in der Literaturkritik gerne übersehen, weil die Wortgewalt Boyles dort im Vordergrund steht. Boyles Kritik an Gesellschaft, Wirtschaft und Politik kulminiert in einer dezidierten Kritik des Amerikanischen Traumes. Eine Gegenüberstellung der Texte mit Boyles Vorbildern zeigt Parallelen zu Barth, Coover, Irving, Pynchon und Vonnegut auf. Auch andere Schriftsteller, die Parallelen mit Boyle aufweisen - Boyd, Chabon, Childress, Coupland - werden analysiert. T.C. Boyle gewährte mir ein Interview, das im Gegensatz zu seinen ganzen Zeitungsinterviews sehr seriös geführt wurde und viel zu neuen Einsichten in das Werk des vielfach preisgekrönten Amerikaners beitrug. Dieses Werk ist die bislang einzige Monographie zu T. Coraghessan Boyle.
 
 
Inhalt
 
01. Vorwort
02. Ziele und Methodik
03. »Nice guys finish last«
04. Bewertung der Romane Boyles in der Kritik
Dissertationen, Aufsätze, Interviews; Rezensionen in den USA und in Deutschland
05. Sozialkritik in den Romanen
Gesellschaft (Rassismus, Identitätskrise und -suche, Familie, Werte und Moral, Religion, Gesundheitswahn und Essverhalten, Ärzte, Umwelt, Bildung, Emanzipation und Gleichberechtigung); Wirtschaft (Konsumverhalten, Ausbeutung); Politik (Rechtsstaatlichkeit, Polizeiliche Willkür, Kolonialismus, Weitere Hinweise auf politische Probleme), Fokussierung der Kritik im Laufe des Gesamtwerks
06. Die Desillusionierung des Glaubens an den American Dream
07. Boyle im literarischen Kontext
Boyles zeitgenössische Vorbilder (John Barth: The Sot-Weed Factor, Robert Coover: The Public Burning, John Irving: The World According to Garp, Thomas Pynchon: V., Kurt Vonnegut: Hocus Pocus);
Jüngere Schriftsteller von Romanen ähnlicher Aussagen (William Boyd: An Ice-Cream War, Michael Chabon: Wonder Boys, Mark Childress: Crazy in Alabama, Douglas Coupland: Shampoo Planet);
Direkte Anleihen und Zitate aus der Literatur; Gemeinsame Probleme und Lösungen
08. Die Aufgaben des Schriftstellers in der postmodernen Gesellschaft und Literatur
09. Ein Interview mit T. Coraghessan Boyle
Interview im Hotel Gebhardt; Fragen nach der Lesung
10. Bibliographie
Werke T. Coraghessan Boyles (Romane, Kurzgeschichtensammlungen, Kurzgeschichten, die nur in Zeitschriften veröffentlicht wurden, Audiobooks, Essays, Rezensionen, Miszellen); Sekundärliteratur zu Boyle (Monographien und Aufsätze, Interviews und Kurzbiographien, Rezensionen, Miszellen); Allgemeine Sekundärliteratur (Monographien und Aufsätze, Zitierte fiktive Literatur)
11. Anhang: Statistiken zu den Rezensionen
12. Index
 
 
Taschenbuch
 
Übersicht