What’s New? 12/09/2019

Von T. Coraghessan Boyle

Deutsch von Ulrich Tepelmann

 

Wie Ihr auf dem Foto oben sehen könnt, tragen unsere Bemühungen, die alarmierend schwindende Population an Monarchfaltern erhalten zu helfen, Früchte, oder besser gesagt Larven. Dieses Haus wurde ja ursprünglich nach ihnen benannt (»Butterfly Woods«), gleich nach dem Bau 1909, dem zweifellos eine Menge von ihnen zum Opfer fiel. Wir haben gestern vierundzwanzig Raupen auf unseren Seidenpflanzen (engl. Milkweed, Gattung Asclepias; Anm. des Übersetzers) gezählt. Während sich die erwachsenen Falter von einer Vielzahl von Planzen ernähren, müssen sie ihre Eier auf Seidenpflanzen legen, und die Raupen fressen nur davon. Es war ein schlimmes Jahr in der Monarchwelt, aber zumindest hier haben wir ein bisschen Hoffnung. Ich will heute noch ein paar Pflanzen einsetzen, da die Raupen alles bis auf kleine Stummel abgefressen haben.
     Und nun zu den weniger bedeutenden Neuigkeiten (also die, die die Publikationen betreffen); hier ist folgendes passiert:
     Ich wurde gebeten, einen kleinen Band mit ausgewählten Erzählungen für Ecco zusammenzustellen, als Teil der fortlaufenden Serie. Wie viele von Euch wissen werden, bin ich genauso überzeugt von der Form der Kurzgeschichte wie von der des Romans, und ich habe bisher elf Bände mit Kurzgeschichten veröffentlicht, einschließlich der beiden umfangreichen Bände T.C. Boyle Stories (1998) und T.C. Boyle Stories II (2013), und vor zwei Jahren brachte Ecco zwölf Geschichten in The Relive Box and Other Stories heraus. Weiterhin habe ich, bevor ich den Roman angefangen habe, an dem ich gerade schreibe, schon sechs neue Geschichten geschrieben, von den zwölf, die die nächste Kollektion bilden werden – I Walk Between the Raindrops – und ich hoffe, ich kann diese Kollektion in zwei Jahren oder so fertigstellen. Alles zusammen eine Menge Geschichten, 147 um genau zu sein. Aber mein Verleger findet, ein Band mit ausgewählten Erzählungen würde mir neue Leser meiner Erzählungen erschließen, da die dicken Bände (619 beziehungsweise 915 Seiten) doch ein wenig unhandlich für, sagen wir mal, das Lesen am Strand sein könnten. Okay. Prima. Für besagten Band denke ich an Kurzgeschichten von 2001 bis 2013 und nicht an ältere Klassiker wie z. B. Greasy Lake, die anderswo gut repräsentiert werden. Wie es im Moment aussieht, werde ich diesen kleinen Band – nur zehn! – nach der Titelgeschichte benennen, When I Woke Up This Morning, Everything I Had Was Gone. Was meint ihr?

PS: Dies wird kein »Best-Of«, das würde nämlich, sagen wir, mindestens fünfundzwanzig Geschichten beinhalten, sondern vielmehr das, als was es ausgewiesen ist: eine Auswahl. Die vorläufigen Titel, in der (möglichen) vorgesehenen Reihenfolge:

  • Birnam Wood
  • A Death in Kitchawank (Tod in Kitchwank)
  • Chicxulub (Chicxulub)
  • Sin Dolor (Sin Dolor)
  • The Lie (Die Lüge)
  • Swept Away (Windsbraut)
  • My Widow (Meine Witwe)
  • Tooth and Claw (Zähne und Klauen)
  • The Love of My Life (Die Liebe meines Lebens)
  • When I Woke Up This Morning, Everything I Had Was Gone (Als ich heute morgen aufwachte, war alles weg, was ich mal hatte)

 


 

Im Original erschien der Text am 12. September 2019 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann. Foto: T.C. Boyle.

 

What’s New? 04/08/2019

Von T. Coraghessan Boyle

Deutsch von Ulrich Tepelmann

 

Alles, was irgendwie mechanisch, mathematisch oder elektronisch ist, erscheint mir seit jeher rätselhaft und frustierend. Auch jetzt, während ich hier an meinem Schreibtisch sitze und diese Mitteilung an Euch schreibe, am zwanzigsten Jahrestag von tcboyle.com, muss ich feststellen, dass sie Euch in den kommenden Tagen nicht erreichen wird, weil unser Internet beschlossen hat, umzufallen und sich tot zu stellen. Warum? Genauso könnte man fragen, warum die Planeten über den Himmel treiben oder warum sich das Leben auf diesem herumtaumelnden Planeten entwickelt hat.
     Jedenfalls, vor zwanzig Jahren wohnte ich gerade mal sechs Jahre in diesem Haus, damals Verfasser von sechs Büchern, von denen die jüngsten Riven Rock von 1998 und T.C. Boyle Stories II waren, und mein Sohn Milo, damals 16, meinte, ich bräuchte einen Internet-Auftritt und schrieb das Programm für diese Seite. Es war einer der frühen Auftritte von Autoren, und er war, viele von Euch werden sich erinnern, ein lebhafter Ort für literarische Diskussionen, Analysen und Kommentaren über meine Arbeit und ebenso über die anderer Autoren. Eine Gemeinschaft begann sich herauszubilden, lange vor dem Aufkommen der sozialen Medien, und die Unterstützung, die ich von dieser Community erfahren habe – ich rede hier von Euch, liebe Leute – hat mich aufrechterhalten, während all der Bücher, die ich seitdem geschrieben habe. Dafür bin Euch zutiefst dankbar. Während wir nun in das einundzwanzigste Jahr gehen, möchte ich mit Euch allen feierlich das Glas erheben, im Gedenken an die, die nicht mehr unter uns weilen: Sandye Utley, DMAC und Rob Kunkel.
     Angefügt ist der allererste Beitrag, den ich hier geschrieben habe (Blog-Eintrag, bevor das Wort »Blog-Eintrag« überhaupt existierte, so viel ich weiß), und ich präsentiere ihn im Geiste einer nostalgischen Dankbarkeit allen gegenüber, die sich hier mitteilen, und für meine Leser da draußen, die mich von Anfang an unterstützt haben. Diesen Anfang markiert die Veröffentlichung von Tod durch Ertrinken, zwanzig Jahre bevor Milo daherkam und uns vor zwanzig Jahren diesen elektronischen Versammlungsort schenkte. Das ist doch eine hübsche Symmetrie, oder?

P.S. Das Foto zeigt den jungen Milo mit Frau B.

 


 

Im Original erschien der Text am 04. August 2019 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann. Foto: T.C. Boyle.

 

What’s New? 05/07/2019

Von T. Coraghessan Boyle

Deutsch von Ulrich Tepelmann

 

Ich habe das unten stehende vor zwei Wochen auf Goodreads gepostet, und ich präsentiere es Euch jetzt hier, mit dem Zusatz, dass sich seitdem, zum Glück, nichts geändert hat, außer der Zahl der Ratten und der geschriebenen Seiten (224 bzw. 77).
     Summertime, Leute. Mein Vater war niemals reich, die Baumwolle steht weder hoch noch tief und Katzenwelse springen selten. Ganz besonders hier in der Halbwüste an der kalifornischen Küste. Was ich hier mache, ist ganz einfach ausruhen und mich wieder reinfinden in eine friedliche und produktive Routine, wobei mir nur ein kurzer Ausflug nach Vancouver bevorsteht und dann ein Aufenthalt in den Bergen und im Herbst, zur Ablenkung, ein Trip nach New York. In der Zwischenzeit herrscht Friede …

Folgendes habe ich gestern gemacht, und es zeigt, wie ich mich ins richtige Leben zurückfinde, nach dem Stress und der Belastung auf Tour:
     Aufgewacht kurz vor sechs durch die Verabreichung einer feuchten und kalten Nase an meiner Wange (vom Hund, nicht von Frau Boyle). Mit dem Hund ungefähr eine Meile gegangen. Ich habe den Vögeln gelauscht, während der Hund gewissenhaft pisste und auf seine Pisse und auf die Pisse und Kacke anderer nie gesehener und noch schlafender auswärtiger Hunde kackte. Küche sauber gemacht und NPR (National Public Radio) gehört, einen Bagel gegessen, Zeitung gelesen, zur Arbeit gegangen (seht bei Twitter die photographischen Beweise dieser Aktivitäten). Die Arbeit schritt zügig voran, der Roman, an dem ich schreibe, ist jetzt bei 70 Seiten. Dann eine Wanderung hoch in die Berge um Ratte Nummer 222 abzuliefern, die mir in der Nacht davor in die Falle gegangen ist, gefolgt von der Rückkehr nach Hause und einer Stunde heftiger Gartenarbeit, dann schön im Garten sitzen bei einem Buch und einem Glas Wein, dann zu Hause Abendessen, von mir gekocht. Ein bisschen Baseball im Fernsehen (die Los Angeles Angels), mit ausgeschaltetem Ton, während ich den New Yorker durchlas. Witzelte ein bisschen mit Frau B. herum. Noch mal aufgeräumt. Mit dem Hund gegangen. Zu Bett gegangen.
     Willkommen im glamorösen Leben eines international gefeierten Stars der Literatur.

 


 

Im Original erschien der Text am 05. Juli 2019 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann. Foto: T.C. Boyle.

 

What’s New? 30/05/2019

Von T. Coraghessan Boyle

Deutsch von Ulrich Tepelmann

 

Der Glanz der Lesereise ist jetzt nur noch Erinnerung (z.B. fade Brötchen, die man am Gate kaut, während man auf verspätete Flüge wartet, Haufen von zweimal benutzter Unterwäsche, die die olfaktorischen Künste der Drogenspürhunde außer Gefecht setzen, späte Abend- und frühe Morgenstunden, Diät-Cola, die die Gedärme zerfrisst, und die mich vor dem Auftritt aufputschen soll), und schon bin ich wieder im richtigen Leben angekommen. Am vergangenen Wochenende habe ich I Walk Between The Raindrops gelesen, bei der allerallerletzten Vorstellung unserer angesehenen Reihe Speaking of Stories in Santa Barbara, die gut fünfundzwanzig Jahre gelaufen ist und die ich sehr vermissen werde. Ich mag diese Idee sehr, ins Leben gerufen von dem verstorbenen großen Isaiah Sheffer von der Radiosendung Selected Shorts des Senders Symphony Space, in der großartige Schauspieler vor Publikum Kurzgeschichten lesen, und ich hatte die Ehre, zusammen mit den Schauspielern hier bei unseren Aufführungen aufzutreten.
     Und was das richtige Leben angeht, das besteht darin, im selben Bett mit meiner Dampfmaschine von Ehefrau, Frau Boyle, zu schlafen, mit einer kalten Schnauze (nicht ihrer: die der Hündin) aufzuwachen, und mit meiner aktuellen Arbeit anzufangen, was bedeutet, zu schreiben und außerdem besagte Frau zu unterhalten und das Haus vor dem Einstürzen zu bewahren. (In dieser Hinsicht bin ich wie Atlas, der die Welt auf seinen Schultern trägt.) Das fühlt sich gut an. Der nächste Roman schreitet voran, obwohl er sich noch im Frühstadium befindet (45 Seiten), Frau B. ist glücklich, der Hund ist glücklich, die Katze ist glücklich, und nicht zuletzt sind alle Barkeeper an der Coast Village Road glücklich.
     P.S. Das beigefügte Foto ist ein Selfie, das ich im eleganten Green Room des Centerstage Theaters gemacht habe, direkt vor dem endgültigen Auftritt.

 


 

Im Original erschien der Text am 30. Mai 2019 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann. Foto: T.C. Boyle.

 

What’s New? 27/04/2019

Von T. Coraghessan Boyle

Deutsch von Ulrich Tepelmann

 

Ich habe gelesen, dass manche Leute mehr Angst davor haben öffentlich zu reden als vor Kobras und wütenden Wieseln, aber zu denen gehöre ich nicht. Ich finde es toll, meine Geschichten dramatisch auf einer Bühne zu präsentieren, um die Stimme und den Rhythmus einer Geschichte für sich selbst sprechen zu lassen, und das Publikum daran zu erinnern, weshalb wir Geschichten überhaupt lieben. Jetzt zu dem, was ich seit meinem letzten Beitrag gemacht habe. Es war sehr befriedigend, euch alle zu treffen, die ihr zu meinen Auftritten gekommen seid (es wird nur noch zwei in unmittelbarer Zukunft geben, die schon einmal erwähnte Wohltätigkeitsveranstaltung für die Garrison-Bibliothek im Fleischmann-Veranstaltungszentrum in Peekskill am 3. Mai und die Abschlussveranstaltung von Speaking of Stories hier in Santa Barbara am 20. Mai, während der ich meine New Yorker-Erzählung I Walk Between The Raindrops vom vergangenen Juli vorstellen werde, die ich noch nie öffentlich gelesen habe, obwohl ich das immer herbeigesehnt habe).
     Nachdem das gesagt ist, muss ich erwähnen, dass die Probleme, die ich auf der Tour für Outside Looking In hatte, ausschließlich und vollständig auf Fehler der Fluggesellschaften beruhten. Ein Flug wurde gestrichen (von Washington D.C. nach Boston) und ein anderer hatte vier Stunden Verspätung, wobei sich bei letzterem genug Stress-Corticosteroide in meinem Blut angesammelt haben um sechs Elefanten zu töten. Ich bin sehr früh in Austin aufgewacht, für den Flug nach L.A., damit ich es zu meinem Auftritt um 14 Uhr beim L.A. Times-Bücherfestival schaffen konnte, aber der Flieger war nicht abflugbereit, und das Ergebnis war, dass ich fünfzehn Minuten vor der Show da war. Brauche ich sowas? Nein. Ich brauche meine Ruhe, ich muss mein Wettkampfgesicht aufsetzen u.s.w. Ich möchte wiederholen, was ich hier schon einmal gesagt habe: irgendwohin zu fliegen, zu jeder beliebigen Zeit, aus jedem nur denkbaren Grund ist ein Albtraum. Kümmert das die Fluggesellschaften? Nein. Sie haben ein Monopol. Dir gefällt unser Service nicht? Du kannst uns mal! Geh zu Fuß nach Cleveland. Sieh zu, wie dir das gefällt. (Nebenbei: heute stand in der L.A. Times, wie die Fluglinien versuchen, die Sitze noch enger zu gestalten, indem sie eine Art Steh-Fahrradsitz für Kurzstreckenflüge einbauen – wow, besten Dank! Was bleibt uns übrig als voller Dankbarkeit zu sagen: »Muuuh!«)
     Jedenfalls habe ich überlebt (wenn auch nur knapp, und mit einer Halsentzündung obendrauf), und ich hoffe, ich komme demnächst in ein Theater in eurer Nähe, um euch persönlich zu unterhalten. Knackt in der Zwischenzeit meinen neuen Roman und erfreut euch an meinem Werk so, wie es gedacht ist: in den Seiten. Und wenn sich die Seiten zufällig auf einem Klapptablett in 12000 Metern Höhe auf irgendeinem furchtbaren Flug irgendwohin befinden, dann hoffe ich, ihr werdet aus euch heraustreten und so zu einer besseren Erfahrung kommen, wenn auch nur ein kleines bisschen. Schaut von außen herein und seht das Licht.

 


 

Im Original erschien der Text am 27. April 2019 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann. Foto: T.C. Boyle.

 

What’s New? 28/02/2019

Von T. Coraghessan Boyle

Deutsch von Ulrich Tepelmann

 

Okay, nach Deutschland zu kommen war vielleicht ein bisschen schwierig für mich, aber es hat sich gelohnt, wie Ihr auf dem Foto hier sehen könnt. Warum war das schwierig? Weil hier ein Sturm wütete und schon wieder für einen Erdrutsch sorgte, der die Weiterfahrt auf der einzigen Straße nach Süden verhinderte, dem Freeway 101 (und der auch die Eisenbahn blockierte), so dass ich nicht nach LA zum Flughafen konnte, um meinen Swiss Air-Flug nach Berlin zu erreichen. Nachdem die Polizei uns zum Umkehren gezwungen hatte, fuhren wir nach Norden zum Santa Barbara Airport, von wo es nur noch einen Flug nach LA gab, und der war natürlich ausgebucht. Dann haben wir einen Hubschrauber gemietet, doch zehn Minuten später rief der Pliot an und sagte ab; er gab an, es sei zu gefährlich durch den Sturm zu fliegen. Dann sind wir neunzig Meilen nordwärts bei Regen und Wind nach San Luis Obispo gefahren, wo wir einen United Airlines-Flug gebucht haben, der uns nach LA bringen sollte, wo wir zwei Stunden vor Abflug unseres Swiss Air-Fluges ankommen würden. Ja, schön. Klar doch. Nur war es leider so, dass der Flug nach LA vier Stunden Verspätung hatte, so dass wir dann die Nacht in einem Flughafenhotel in LA verbringen mussten, um dann am nächsten Morgen mit Lufthansa zu fliegen, was bedeutete, dass ich die Live-Radio-Show in Berlin am Nachmittag verpasste und sturmgeschockt und mit Jetlag auf die Bühne musste, vor 1.200 enthusiastischen Fans. Eine Woche später präsentierte mir mein Verleger im Hanser-Verlagshaus in München diese bedeutungsvolle Torte: #1-Bestseller auf der Liste des SPIEGEL. Die Götter haben’s genommen, die Götter haben’s gegeben.
     Inzwischen haben wir die zweite Woche zu Hause, nach der Tour, und es ist fast wieder alles normal. Die Termine für die Amerika-Tour purzeln auf ihre Plätze, und ich werde den Plan hier für Euch posten, wenn er endgültig feststeht. The New Yorker hat Asleep At The Wheel in der Ausgabe vom 11. Februar veröffentlicht, und Esquire bringt What’s Love Got To Do Wih It in der aktuellen (März-)Ausgabe, während ein Auszug aus Das Licht jetzt in Narrative online verfügbar ist.
     Ich habe grad erfahren, dass die Verhandlungen für eine Fernsehserie von América abgeschlossen sind und dass MGM in Kürze eine Pressemitteilung mit Details bringen wird, während ein paar andere Film-Projekte sich schon ankündigen, darunter eine Serie nach der Kurzgeschichte On For The Long Haul und Filme von The Relive Box, Are We Not Men und Wassermusik. Was alles andere angeht, so lese ich, schreibe ich, ruhe mich am Kaminfeuer aus mit Hund, Katze und Frau B. und lausche dem Regen – gesegnet, höflich und in keiner Weise störend – während er beruhigend von den breiten Kupfer-Dachrinnen heruntertröpfelt und seine eigene honigsüße Wassermusik spielt.

 


 

Im Original erschien der Text am 28. Februar 2019 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann. Foto: T.C. Boyle.