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	<title>New York Archive - www.tcboyle.de</title>
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	<description>Die deutschsprachige Website über T.C. Boyle</description>
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	<title>New York Archive - www.tcboyle.de</title>
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		<title>What&#8217;s New? 12/05/2026</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-12-05-2026/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 May 2026 21:29:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[What's New?]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2026/05/news_316i1-vb.jpg" alt="" width="725" height="380" class="aligncenter size-full wp-image-8629" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2026/05/news_316i1-vb.jpg 725w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2026/05/news_316i1-vb-480x252.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 725px, 100vw" /></p>
<p>Wie viele von Euch wissen, bin ich gerade von einem zweiwöchigen Aufenthalt in New York zurückgekehrt, wo ich meine neue Agentin Valerie Borchardt, die Tochter von Georges, getroffen habe, die ich schon kenne, seit sie vierzehn war, und die Veröffentlichung von <a href="https://www.tcboyle.de/werke/no-way-home/"><em>No Way Home</em></a> bei Liveright gefeiert habe, sowie auch die englische Ausgabe für den europäíschen Markt, die bei meinem langjährigen Verleger, dem Hanser Verlag, erschienen ist. Der Anlass wurde durch den kürzlichen Tod meines besten Freundes, Alan Arkawy, getrübt, den ich kenne und liebe, seit ich dreieinhalb war, und an dessen Trauerfeier ich teilgenommen habe, sowie durch den Tod meines Agenten, Georges Borchardt, der im Januar verstorben ist. Dennoch gab es reichlich Anlass zur Freude, meistens draußen, in der Natur, ich habe für alle, die es interessiert, Fotos davon auf X und <a href="https://bsky.app/profile/tcboyle.com" target="_blank">Bluesky</a> gepostet. Der Frühling hielt gerade Einzug, und ich war hingerissen von den Farben der Hartriegel-Blüten und dem immerwährenden Anblick der sich entfaltenden jungen Blätter an den Bäumen des Waldes. Zweimal bin ich zu einem Biberteich im Fahnestock Park gewandert (allein, bis auf die Stimmen, die in meinem Kopf drauf los plapperten), einem Ort, der für mich eine besondere und bleibende Bedeutung hat. Apropos Ansturm von Erinnerungen: Ich fühlte mich wie Bergmans betagter Professor in <em>Wilde Erdbeeren</em>, ganz besonders an dem Tag, als ich zu meinen alten Lieblingsplätzen in Peekskill fuhr, vergessene Namen aussprach und mit Geistern redete, während mir die Tränen über die Wangen rollten. Gelebte Erfahrungen, oh ja, in der Tat. Und das Gute daran ist, dass auf uns alle das Grab wartet.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Aber vergesst das. Verwerft es einfach. Jetzt bin ich wieder zu Hause und arbeite weiter an meinem neuen Roman (was immer ein wahnsinnig optimistischen Unterfangen ist) und streife mit großen Schritten über die weiten Strände im Morgengrauen. Der Himmel war immer bedeckt, es ist kalt, genau nach meinem Geschmack, und heute, nach der Arbeit (und nach einem Interview mit der Lokalzeitung im Vorfeld meines Auftritts im Santa Barbara Kunstmuseum am 28. Mai), wärme ich meine Knochen am Feuer und heize meine Nervenzellen mit einem guten Buch auf. Und wer weiß – vielleicht ist sogar ein Glas Rotwein dabei, um mein erhitztes Hirn zu beruhigen. Wie auch immer, jetzt erstmal Auf Wiedersehen, und bitte, atmet weiter, Ihr alle – und lest weiterhin die Bücher, die es verdienen, von Euch gelesen zu werden.</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 12. Mai 2026 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann.</span></p>
<hr>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-12-05-2026/">What&#8217;s New? 12/05/2026</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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		<title>What&#8217;s New? 05/04/2026</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-05-04-2026/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Apr 2026 21:50:48 +0000</pubDate>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-05-04-2026/">What&#8217;s New? 05/04/2026</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2026/04/news_315i1.jpg" alt="" width="225" height="300" class="alignleft size-full wp-image-8605" />Die Welt dreht sich immer schneller, und es fühlt sich wirklich so an, als würde sie sich von mir und von allem, woran ich glaube, wegdrehen, wobei eine Katastrophe direkt auf den Schultern der nächsten steht. Das Einzige, was mir hilft durchzuhalten, ist das Schreiben – und mich so oft wie möglich draußen aufzuhalten. Seit geraumer Zeit stehe ich nun schon vor Sonnenaufgang auf, mache einen Spaziergang am Strand und fotografiere, wie das Licht über die Berge kommt, ins Wasser fällt und zurückgeworfen wird (für diejenigen unter Euch, die es nicht wissen: Ich poste jeden Tag auf <a href="https://bsky.app/profile/did:plc:bqnayjimdzebpieo6qcfbs5d" target="_blank">Bluesky</a> und <a href="https://x.com/tcboyle" target="_blank">X</a>). Kürzlich habe ich Exemplare meines neuen Romans <a href="https://www.tcboyle.de/werke/no-way-home/"><em>No Way Home</em></a> erhalten, der diesen Monat erscheint, und dafür werde ich am 18. April beim L.A. Times Festival of Books und in der darauf folgenden Woche in New York auftreten. Außerdem habe ich die Korrekturfahnen für <a href="https://www.tcboyle.de/werke/das-ende-ist-nur-ein-anfang/"><em>Das Ende ist nur ein Anfang</em></a>, den für nächstes Jahr* geplanten Sammelband, zurückgeschickt, der zwölf neue Erzählungen enthält, darunter <em>Princess</em>, <em>The Pool</em> und die Titelgeschichte aus <em>The New Yorker</em> sowie Beiträge aus <em>Esquire</em>, <em>McSweeney’s</em>, <em>Narrative</em> und <em>The Kenyon Review</em>. Dies wird mein dreizehnter Sammelband sein, der auf den bereits erwähnten Roman, meinem zwanzigsten, folgt. Mir geht es gut, dabei hilft Pilates und die Spaziergängen am Strand und das Schwimmen und Kajakfahren unten im Hafen – also freue ich mich darauf, na, sagen wir mal noch dreiunddreißig Bücher zu schreiben, bevor ich unweigerlich ins Grab hinabsteige (oder im Schornstein des Krematoriums hinaufsteige, je nachdem). Also, was ich sagen will: Es ist Zeit zu feiern. Genießt den neuen Roman (eine ebenso fesselnde Geschichte wie alle, die ich Euch bisher geschenkt habe: eine Dreiecksgeschichte mit zwei Männern und einer Frau, inclusive Gewalt), und bleibt standhaft – der Regimewechsel kommt.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Jetzt erstmal Ciao.</p>
<p><em>* Erscheint in deutscher Sprache bereits im Juli 2026.</em></p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 05. April 2026 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann.</span></p>
<hr>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-05-04-2026/">What&#8217;s New? 05/04/2026</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>What&#8217;s New? 28/02/2026</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-28-02-2026/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Feb 2026 22:34:53 +0000</pubDate>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-28-02-2026/">What&#8217;s New? 28/02/2026</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2026/03/news_314i1.jpg" alt="" width="725" height="380" class="aligncenter size-full wp-image-8580" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2026/03/news_314i1.jpg 725w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2026/03/news_314i1-480x252.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 725px, 100vw" /></p>
<p>Das Frühjahr ist da. Die einzige Kaulquappe, die sich letzten Sommer zum Frosch entwickelt hat, behauptet ihre Dominanz im Teich, fängt und verschlingt die kleinen Goldfische, die Agave vor dem Haus steht in voller Blüte und ist voller Pollen, und die Kolibris haben ihr Nest im dichten Laub direkt vor dem Schlafzimmerfenster gebaut. Letztes Jahr wurde ihr Nest vor dem Küchenfenster geplündert und umgeworfen, sie verloren ihre Eier; dieses Jahr haben sie ihr Nest sechs Meter höher gebaut. Wird das die Ratten abschrecken? Ich hoffe es. Gestern bin ich unter einer weitgehend ungetrübten Sonne bei Temperaturen um die 25 Grad Celsius Kajak gefahren. Fühlte sich an wie im Sommer – sogar heißer als im Sommer – aber ich habe nicht einmal in Erwägung gezogen zu schwimmen. Die Wassertemperatur wird nicht vor Ende Mai oder so (für mich) schwimmbar sein, obwohl die Seehunde damit anscheinend kein Problem haben. Sie ziehen sich hoch auf den Köderkahn im Hafen und rekeln sich auf dem Rücken liegend, um ein wenig Sonne zu tanken, wenn sie nicht gerade unterwegs auf der Suche nach Frühstück, Mittag- oder Abendessen sind. Und die Pelikane? Sie versammeln sich zu Hunderten auf der Sandbank am Ende der Mole – ich liebe es, wenn sie auf der Höhe meines Kajaks fliegen und meinen Weg kreuzen und rücksichtsvoll mit ihrem Stuhlgang warten, bis sie vorbeigeflogen sind. Was will ich damit sagen? Das Frühjahr ist da.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Ich freue mich auf das L.A. Times Book Festival im April, bei dem der neue Roman, <a href="https://www.tcboyle.de/werke/no-way-home/"><em>No Way Home</em></a>, hier in Amerika vorgestellt wird. Unmittelbar danach werde ich nach New York reisen, um für das Buch zu werben, meine Verleger und Agenten zu besuchen und an der Gedenkfeier für meinen ältesten und liebsten Freund, Alan Arkaway, teilzunehmen, der am 1. November verstorben ist. Inzwischen habe ich die Korrekturfahnen für die Sammlung <em>The End Is Only A Beginning</em> fürs nächste Jahr an den Verlag zurückgeschickt, und bin schon gut drin im nächsten Roman, von dem ich nur sagen kann, dass ich fünfzig Seiten geschrieben habe und gespannt bin wie ein Flitzebogen.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Hier ist es also Frühling, und wenn ich Ende April in New York bin, wird es dort auch Frühling sein, und wenn ich durch den Fahnestock Park streife, bin ich bereit, die Zecken und die Bremsen zu füttern, und ich werde für Euch festhalten, welche Höhepunkte die Natur bietet. Genießt es. Feiert. Küsst die Sonne.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Jetzt erstmal Ciao.</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 28. Februar 2026 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann.</span></p>
<hr>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-28-02-2026/">What&#8217;s New? 28/02/2026</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>What&#8217;s New? 07/12/2025</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-07-12-2025/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Dec 2025 22:50:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[What's New?]]></category>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-07-12-2025/">What&#8217;s New? 07/12/2025</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2025/12/news_311i1.jpg" alt="" width="300" height="300" class="alignleft size-full wp-image-8481" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2025/12/news_311i1.jpg 300w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2025/12/news_311i1-150x150.jpg 150w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Die gute Nachricht für mich, den erschöpften, vom Jetlag geplagten Reisenden, ist, dass ich mich jetzt wieder meinem nächsten Roman widmen kann. Die Deutschland-(und Österreich-)Tour für <a href="https://www.tcboyle.de/werke/no-way-home/"><em>No Way Home</em></a> dauerte fast drei Wochen, und auch zwei Tage nach meiner Rückkehr habe ich noch Schwierigkeiten, mich wieder in der Realität zurechtzufinden. Natürlich gleicht der Kampf gegen das Chaos hier in diesem Haus dem Sturz von einem sinkenden Schiff in eisiges, wirbelndes Wasser, sodass allein schon dieser Kampf mich aus dem Zombie-Zustand gerissen hat, in dem ich mich auf Grund der Erschöpfung durch die Tour befand. (Wie jetzt, kein Zimmerservice? Kein »das Frühstück«, das wie ein Festessen angerichtet ist? Und was sollen die ganzen zerknitterten Anziehsachen in den Ecken und die Hunde- und Katzenhaare, die überall verteilt sind wie eine Moräne aus Keratin? Räumt hier denn keiner auf? Muss ich mir meinen Bagel ganz alleine herauskramen? Und ihn aufschneiden, toasten, mit Frischkäse bestreichen? Meinen Mund selbst aufmachen? Meine Zähne selbst in Bewegung versetzen?)<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Nein, nein, nein, alles ist gut. Jetzt im Moment, während ich diese Mitteilung für Euch verfasse, sorgt die Hündin wie gewohnt für meine Gemütsverfassung (sie liegt ausgestreckt auf dem Teppich neben meinem Schreibtisch und schläft), genauso wie Toots and the Maytals mit <em>54-46 Was My Number</em>. Musik, Hund, eine starke Tasse Tee, Finger, die über die Tastatur tanzen – all das fängt an, mir wieder vertraut vorzukommen.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Uff!<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Das Beste bei alldem ist jedoch der Nachhall der Tournee, bei der ich mit einer Fülle von Liebe überschüttet wurde, von den Tausenden von Menschen, die zu den Lesungen gekommen waren, die wir mit mehreren fähigen Moderatoren und dem unvergleichlichen Ben Becker organisiert haben, der die deutschen Passagen mit seiner tiefen, einnehmenden Stimme bereichert hat. Und das alles wegen Literatur! Wir haben keine Filme gezeigt und keine Instrumente gespielt, und doch: Da waren wir und es war etwas ganz Besonderes, dort auf der Bühne zu stehen. Trotz gegenteiliger Anzeichen, insbesondere in meinem eigenen leidenden Land, sind Worte noch immer in der Lage, uns zu berühren. Den nächsten Roman werde ich natürlich auf jeden Fall schreiben, aber der Nachhall macht dies umso dringender. Ja, Freunde, ich hoffe, Euch Neues präsentieren zu können, wie es das Bestreben jedes Künstlers ist. Nächstes Jahr wird die neue Sammlung <em>The End Is Only A Beginning</em> erscheinen, deren letzte Geschichte (<em>The Pool</em>) Ende September in <em>The New Yorker</em> veröffentlicht wurde, sodass ich mich wieder in meinen neuen Roman stürzen kann. Wenn ich nur das Gefühl der Unwirklichkeit abschütteln könnte, das mich derzeit bedrückt.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Aber Deutschland und Österreich! Zu dieser Zeit des Jahres dort zu sein, hat etwas Magisches – der kalte Kuss des Winters, die Weihnachtsmärkte in Berlin, Düsseldorf und Frankfurt, die Landschaft, die sich hinter den Zugfenstern entfaltete wie eine filmische Erinnerung an meine Jugend im Staat New York; alles gut. Und was machte es da schon, dass Thanksgiving aus Käsesandwiches im Green Room bestand? Ich war genauso zufrieden, als wäre ich bei meiner Großmutter zu Hause und würde mich am offenen Kamin wärmen. Ich bin Euch allen wirklich unendlich dankbar, dass Ihr gekommen seid, um mir Hallo zu sagen, und dass Ihr es mir ermöglicht, in der Literatur, auch außerhalb der Seiten, in der wirklichen Welt, zu leben. Okay, wieder an die Arbeit. Frohe Weihnachten und allen eine gute Nacht.</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 07. Dezember 2025 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann.</span></p>
<hr>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-07-12-2025/">What&#8217;s New? 07/12/2025</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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		<item>
		<title>What&#8217;s New? 28/08/2025</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-28-08-2025/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Aug 2025 21:47:54 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Hochsommer. Wie viele von Euch wissen werden, habe ich letzten Monat drei Wochen in New York verbracht, und seit meiner Rückkehr habe ich die Recherchen für meinen nächsten Roman vorangetrieben und meine Wunden in der Natur geheilt, was jede Menge Spaziergänge am Strand ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-28-08-2025/">What&#8217;s New? 28/08/2025</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2025/09/news_308i1.jpg" alt="" width="286" height="286" class="alignleft size-full wp-image-8313" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2025/09/news_308i1.jpg 286w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2025/09/news_308i1-150x150.jpg 150w" sizes="(max-width: 286px) 100vw, 286px" />Hochsommer. Wie viele von Euch wissen werden, habe ich letzten Monat drei Wochen in New York verbracht, und seit meiner Rückkehr habe ich die Recherchen für meinen nächsten Roman vorangetrieben und meine Wunden in der Natur geheilt, was jede Menge Spaziergänge am Strand im Morgengrauen und Schwimmen nach der Arbeit bedeutet, sowie Kajakfahren, unter mir die wimmelnden Geschöpfe, die sich unter der Wasseroberfläche, der Heimat unserer Vorfahren, fortbewegen. Trotz meiner Wut und Verzweiflung über die faschistische Schlinge, die sich um unseren Hals zuzieht, habe ich die tiefe Ruhe dieser letzten Wochen genossen, mich an den kleinen Routinen des Alltags erfreut und war einfach dankbar, ein fühlendes Wesen auf diesem seltsamen und unerklärbaren Planeten zu sein. Wer braucht schon Erklärungen? Wer braucht Gott? Wer braucht mehr als diesen Tag – und Frieden, vor allem Frieden?<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Als wir Frau B.s Schwester und ihren Mann in Buffalo besuchten, sind wir über die Peace Bridge nach Kanada gefahren, um chinesisch zu essen, und hatten dabei einen einzigartigen Blick nach Süden auf Amerika auf der anderen Seite des Niagara River. Der Grenzbeamte – auf der kanadischen Seite – war, gelinde gesagt, gereizt. Er ließ uns zwar einreisen, aber erst, nachdem wir eine Menge Mist über uns ergehen lassen mussten (schließlich sagte ich einfach: »Lass gut sein, Canuck, macht nur weiter so und ihr werdet der einundfünfzigste Bundesstaat!«) Das war natürlich nur ein Witz, aber der Witz geht auf unsere Kosten, auf Kosten von uns allen, Kanadiern wie Amerikanern, und das alles wegen der Willkür eines einzigen Größenwahnsinnigen. Und wegen seiner Erlasse. Und wegen Hass. Aber damit will ich jetzt nicht anfangen. Der heutige Beitrag handelt vom Frieden, oder? Hey, es ist ja nicht so, als würden Bundestruppen in den Straßen der Hauptstadt patroullieren oder so was &#8230; Okay, okay, genug davon.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Hier das Neueste: Ich habe gerade erfahren, dass <em>The New Yorker</em> im September die letzte der neuen Kurzgeschichten, <em>The Pool</em>, bringen wird, so dass Ihr noch vor Erscheinen der Geschichte <em>Cold Summer</em> in <em>McSweeney’s</em> ein neues Werk von mir lesen könnt (oder vielleicht gleichzeitig – mir wurde gesagt, dass sie bereits erschienen ist oder bald erscheinen wird). Und wie ich schon erwähnt habe, wird der neue Roman, <a href="https://www.tcboyle.de/werke/no-way-home/"><em>No Way Home</em></a>, in diesem Herbst in der deutschen Übersetzung von Dirk van Gunsteren beim Hanser Verlag erscheinen, während die amerikanische Originalversion für das Frühjahr geplant ist.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Im Moment ertrage ich die Hitzewelle hier &#8211; Mittags 22 Grad Gelsius bei bedecktem Himmel &#8211; und träume vom nächsten Roman. Jetzt erstmal ciao.</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 28. August 2025 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann.</span></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-28-08-2025/">What&#8217;s New? 28/08/2025</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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		<title>What&#8217;s New? 28/06/2025</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-28-06-2025/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Jun 2025 21:30:57 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
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<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2025/07/news_307i1.jpg" alt="" width="300" height="300" class="alignleft size-full wp-image-8279" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2025/07/news_307i1.jpg 300w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2025/07/news_307i1-150x150.jpg 150w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Ich habe den letzten Monat damit verbracht, zu lesen, zu grübeln, am Strand spazieren zu gehen, Kajak zu fahren, zu schwimmen, Barhocker nach hinten zu schieben, mit den Kindern und mit Hund und Katze zu spielen, Frau B. zum Abendessen auszuführen, und alles so genau wie möglich zu beobachten, aber ich fühle mich angespannt und nicht erfüllt. Nachdem ich die letzte der zwölf neuen Kurzgeschichten fertiggestellt habe, die die Sammlung von 2027, <em>The End Is Only A Beginning</em>, bilden sollen, und mich natürlich durch die Korrekturfahnen des Romans des nächsten Jahres, <a href="https://www.tcboyle.de/werke/no-way-home/"><em>No Way Home</em></a>, gekämpft habe, befinde ich mich in einem Stadium der Unzufriedenheit, das an Verzweiflung grenzt, während ich nach dem nächsten Projekt Ausschau halte. Ich weiß, ich weiß – es ist Zeit, eine Pause einzulegen. Und das mache ich auch, denn ich habe für nächsten Monat eine Reise nach New York gebucht, wo ich meinen Agenten und meinen Lektor treffen und ein paar Tage in großer Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit genießen werde, und dennoch – wenn ich nicht aktiv schreibe &#8211; oder zumindest recherchiere – geht es mir schlecht. Alles scheint irgendwie unklar zu sein (und die Situation wird nicht besser, wenn ich sehe, wie die derzeitige Regierung täglich den Schraubstock weiter anzieht und das, was von unserer Demokratie noch übrig ist, zerquetscht), und Freude, wahre Freude, also was uns im Leben spirituell am tiefsten befriedigt, ist unerreichbar. Okay. Das passiert jedes Mal zwischen zwei Büchern, und ich bin schon dreiunddreißig Mal damit klar gekommen, aber trotzdem &#8230;<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Doch Ihr seid wahrscheinlich nicht hier, um euch meine Beschwerden anzuhören, also erlöse ich euch mal für einen Moment und wechsle in einen anderen Modus. Wie ich hier bereits erwähnt habe, wird die neueste der neuen Kurzgeschichten, <em>Cold Summer</em>, bald in <em>McSweeney’s</em> erscheinen, und ich freue mich auf die Herbsttournee zur Veröffentlichung von <a href="https://www.tcboyle.de/werke/no-way-home/"><em>No Way Home</em></a> in der deutschen Übersetzung von Dirk van Gunsteren. Inzwischen lebe und atme ich und erfahre die Wunder des Lebens hier auf Erden in jeder Minute eines jeden Tages. Heute Morgen habe ich zwei Flohkrebse gesehen und fotografiert, die sich am Strand tummelten (ich vermute mal, dass ihnen nicht so sehr die Kunst am Herzen lag, sondern sie wollen dasselbe wie wir, nämlich Sex und Nahrung), und ich konnte ein Foto von einem Dreijährigen machen, der ein Viertel meines genetischen Materials in sich trägt, und der aufs Meer hinausschaute, während die Wellen an seinen Zehen leckten. Nicht schlecht, ganz und gar nicht schlecht.</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 28. Juni 2025 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann.</span></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-28-06-2025/">What&#8217;s New? 28/06/2025</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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		<title>What&#8217;s New? 31/10/2024</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-31-10-2024/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 31 Oct 2024 22:55:54 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Als ich ein Kind war und in einem Vorort im Westchester County im Staat New York aufwuchs, da war Halloween der Höhepunkt des Jahres. Was sollte es, wenn dieser Feiertag von Zahnärzten erfunden wurde? Was machte es schon, wenn wir am nächsten Tag zur Schule mussten? </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-31-10-2024/">What&#8217;s New? 31/10/2024</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2024/11/news_299i1.jpg" alt="" width="725" height="380" class="aligncenter size-full wp-image-8007" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2024/11/news_299i1.jpg 725w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2024/11/news_299i1-480x252.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 725px, 100vw" /></p>
<p>Als ich ein Kind war und in einem Vorort im Westchester County im Staat New York aufwuchs, da war Halloween der Höhepunkt des Jahres. Was sollte es, wenn dieser Feiertag von Zahnärzten erfunden wurde? Was machte es schon, wenn wir am nächsten Tag zur Schule mussten? Dies war der eine Abend ohne elterliche Aufsicht, ein Abend, um sich zu verkleiden und uns (sicher und nicht übermäßig) auszutoben. In einem Jahr – ich muss so zehn oder elf gewesen sein, in einem Alter, in dem ich begierig begonnen hatte, den Unterschied zwischen den Geschlechtern schätzen zu lernen – hab ich mich mit der Hilfe meiner Mutter als Mädchen/Frau verkleidet. Lippenstift, Perücke, Rock, Büstenhalter, Bluse, hohe Absätze: Ich war verwandelt, und war das nicht besser, als ein Landstreicher oder Dracula zu sein? Ich hab den Abend als Mann begonnen, jetzt war ich eine Frau – keiner hätte mich jemals wiedererkennen können. Es war aufregend. Dann ging ich hinüber zum ersten Haus, direkt gegenüber, klingelte an der Tür und rief: »Süßes oder Saures!« Mr. O’Kane öffnete die Tür. Er reichte mir einen Schokoriegel und sagte: »Einen schönen Abend noch, Tommy.« Im nächsten Jahr ging ich wieder als Landstreicher. Und ich machte weiter mit »Süßes oder Saures« bis in meine frühen Teenagerjahre, wenigstens so lange, bis ich größer war als die Erwachsenen, die die Tür öffneten.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Heute ist das anders. Es gibt nur wenige sichere Bereiche, in denen sich Kinder frei im Dunkeln bewegen können und das Süßes-oder-Saures-Spielen wird von besorgten Eltern reglementiert und beaufsichtigt. In Ordnung. Ich verstehe das. Wir leben in einer Zeit der Schießereien an Schulen, von Argwohn und Hass, von Trump. Heute abend werden wir hinunter ins untere Dorf bummeln, wo alle Geschäfte Fässer mit Süßigkeiten rausgestellt haben, so dass man sich bedienen kann, und Hunderte kostümierter Kinder – die Eltern im Schlepptau &#8211;  tollen auf der Straße herum. Und heute Morgen, bevor ich mich niederließ, um mit Euch allen zu kommunizieren, hatte ich das ungetrübte Vergnügen, am Halloween-Umzug in der Grundschule meines Enkels (er ist in der Vorschule) teilzunehmen, und es war die reine Freude und wunderschön und erinnerte mich stark an meine eigene unbeschwerte (oder kaum beschwerte) Kindheit in der Vorstadt in New York.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Inzwischen habe ich die erste des neuen Schwungs an Kurzgeschichten fertiggestellt, die, wenn alles gut geht, zusammen mit den sechs, die ich geschrieben hatte, bevor ich mich in den gerade beendeten Roman vertieft habe (<em>Princess</em>, <em>The Maneater</em>, <em>The End Is Only a Beginning</em>), die nächste Kollektion bilden soll. Die neue Geschichte heißt <em>Go With the Soft</em>, und jetzt hoffe ich inständig, dass in den nächsten Monaten noch weitere folgen werden. Wovon handelt sie? Von Gewalt. Genauer, von der Gewalt, die Kindern bei Amokläufen in Schulen angetan wird und deren psychologischen Konsequenzen. Ein wirklich beängstigendes Thema. Ich lasse es Euch wissen, wann und wo sie erscheinen wird, sobald es feststeht.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Was ich sagen will, ist, dass die Welt nach wie vor kostbar, voller Freuden und quicklebendig ist, trotz der Machenschaften von Trump, Putin, Orbán und anderen, und Ihr sollt alle rausgehen und Euch daran erfreuen. Lasst Euch nur auf die sanfteste und vorhersehbarste Weise erschrecken.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Happy Halloween.</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 31. Oktober 2024 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann.</span></p>
<hr>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-31-10-2024/">What&#8217;s New? 31/10/2024</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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		<title>What&#8217;s New? 31/10/2022</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-31-10-2022/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Oct 2022 22:12:52 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Als Kind wuchs ich in New York auf, und die Jahreszeit wechselte von den herrlichen schulfreien Tagen des Sommers zu den elenden Herbsttagen im Klassenzimmer, während die Blätter bunt leuchteten. Wir nahmen kaum Notiz davon - die Blätter waren da, sie wechselten ihre Farbe ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-31-10-2022/">What&#8217;s New? 31/10/2022</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
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<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2022/11/news_276i1.jpg" alt="" width="300" height="300" class="alignleft size-full wp-image-6863" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2022/11/news_276i1.jpg 300w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2022/11/news_276i1-150x150.jpg 150w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Als Kind wuchs ich in New York auf, und die Jahreszeit wechselte von den herrlichen schulfreien Tagen des Sommers zu den elenden Herbsttagen im Klassenzimmer, während die Blätter bunt leuchteten. Wir nahmen kaum Notiz davon – die Blätter waren da, sie wechselten ihre Farbe, sie fielen vom Baum, alles war wie jedes Jahr. Jetzt ist es anders. Jetzt lebe ich an der kalifornischen Küste, wo die Mehrzahl der Bäume und Sträucher ihr Laub nicht abwirft und die Farbe der Blätter sich auch nur wenig ändert. Dieses Jahr jedoch war ich genau in den ersten zwei Oktoberwochen in New York und traf sowohl meine Lektoren und meinen Agenten als auch Freunde und Familie und konnte sehen, wie sich die Blätter verfärbten, ein zutiefst nostalgisches Erlebnis. Ich wanderte auf meinen Lieblingswegen im Fahnestock Park, fuhr langsam und mehrfach durch die Straßen meiner Heimatstadt und sprach leise mit mir selbst, während mir die Tränen die Wangen herunterliefen (vgl. Bergman: <em>Wilde Erdbeeren</em>). Meine Mutter, die mit siebenundfünfzig Jahren starb, hat immer darüber geklagt, wie schnell die Jahre vorbeirauschen und wie die Zukunft mit einem breiten Todesgrinsen auf uns zustürmt. Damals wusste ich nicht, wovon sie sprach, denn meine Existenz war unendlich und die Zeit schlich nur so dahin. Jetzt weiß ich es. Daher die Blätter und die langen Träumereien auf den Straßen und in den Wäldern meiner Jugend.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Doch halt, wartet: Ich hätte fast das Wunder vergessen – eines Abends fiel tatsächlich Feuchtigkeit vom Himmel, und ich war so verwirrt ob dieses Phänomens, dass ich einen Passanten anhalten und ihn fragen musste, was hier los sei. »Das ist Regen, Mann«, sagte er, und ich war völlig baff. Kann das wirklich Regen sein? Hier in Kalifornien haben wir seit dem 30. April keinen Regen gesehen, deswegen ist es verzeihlich, dass ich ihn nicht erkannt habe.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Wieder zu Hause angekommen habe ich die fünfte der neuen Kurzgeschichten zu Ende geschrieben, seit ich <a href="https://www.tcboyle.de/blue-skies-im-mai-2023/"><em>Blue Skies</em></a>, meinen neunzehnten Roman, fertiggestellt und abgeliefert hatte, der im Mai herauskommen wird, und ich habe die Korrekturfahnen von <em>Princess</em> durchgesehen, diese Geschichte erscheint in der Ausgabe vom 9. November des <a href="https://www.newyorker.com/books/this-week-in-fiction/t-coraghessan-boyle-11-07-22" rel="noopener" target="_blank"><em>New Yorker</em></a>. Und was noch besser ist, ich hatte eine Lesung im Santa Barbara Museum of Art, die mich, wie sich herausstellte, wahnsinnig glücklich gemacht hat, mehr als jede andere der zahllosen Lesungen, die ich in vielen Jahren gegeben habe. Und warum? Nun, die Geschichte hieß <em>The Shape of a Teardrop</em> aus der neuesten Sammlung <em>I Walk Between the Raindrops</em>, in der zwei Ich-Erzähler vorkommen, eine geduldige Mutter und ihr verirrter Sohn, und ich hatte einen besonderen Gast für die Rolle der Mutter. Und da kam sie aus den Tiefen des Auditoriums, in einem altmodischen Hosenanzug, mit grauer Perücke und riesiger Brille, wie sie alte Frauen tragen, die sie auf die Nase geklemmt hatte. Ich stellte sie als meine Mutter vor, was ein erstauntes Raunen seitens des Publikums hervorrief, auch als sie schildkrötig den Mittelgang entlang humpelte und mühsam die Stufen zur Bühne erklomm. Nach der Lesung, als wir uns verbeugten, sagte ich: »Nimm die Perücke ab«, und als sie das machte, fiel herrliches, langes (gar nicht graues) Haar herunter. Als ich dann erzählte, das sie in Wirklichkeit meine Tochter Kerrie sei, Autorin, Filmemacherin, Schauspielerin, da flippte das Publikum aus. Lieber Gott, das hat Spaß gemacht.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Inzwischen ist mein Lieblingsfeiertag wieder da. Frau B. und ich werden an den Festivitäten im Lower Village teilnehmen, was ich zu Eurem Vergnügen für meinen <a href="https://twitter.com/tcboyle" rel="noopener" target="_blank">Twitter-Account</a> aufnehmen und auch auf tcboyle.com posten werde.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Viel Spaß Euch allen. Bis später.</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 31. Oktober 2022 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann.</span></p>
<hr>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-31-10-2022/">What&#8217;s New? 31/10/2022</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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		<title>What&#8217;s New? 26/05/2022</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-26-05-2022/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 May 2022 21:12:39 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Willkommen in Wellville]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Irgendwie, wie durch ein Wunder, habe ich mich auf meiner Reise nach Iowa City und New York Anfang des Monats nicht mit COVID-19 angesteckt. Ich hab‘ die ganze Zeit auf dem Flughafen und im Flieger eine Maske getragen (Frau B. allerdings nicht, was meine Vorsichtsmaßnahmen zunichte ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-26-05-2022/">What&#8217;s New? 26/05/2022</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
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<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2022/06/news_271i1.jpg" alt="" width="225" height="300" class="alignleft size-full wp-image-6506" />Irgendwie, wie durch ein Wunder, habe ich mich auf meiner Reise nach Iowa City und New York Anfang des Monats nicht mit COVID-19 angesteckt. Ich hab‘ die ganze Zeit auf dem Flughafen und im Flieger eine Maske getragen (Frau B. allerdings nicht, was meine Vorsichtsmaßnahmen zunichte gemacht hat, denn was sie kriegt, krieg‘ ich auch und umgekehrt, so intim, wie unsere Beziehung ist). Ich verbrachte vier überaus nostalgische Tage in Iowa City, wo ich an einem Abend für die Reihe »Literarische Legenden« gelesen habe und an einem anderen auf der Bühne mit Andrew Sherburne von FilmScene geplaudert habe, bevor Alan Parkers Verfilmung meines Romans <a href="https://www.tcboyle.de/werke/willkommen-in-wellville/"><em>Willkommen in Wellville</em></a> aus dem Jahr 1994 gezeigt wurde (Anthony Hopkins verlieh der Rolle des Dr. Kellogg seine ganze urkomische Bosheit). In New York besuchte ich Familie und Freunde, traf meinen Agenten und fuhr mit dem Metro-North-Zug in die Stadt und wieder hinaus. Vor allem aber genoss ich den Frühling in vollen Zügen – der sich wegen des kühlen Wetters verspätete. Diejenigen von Euch, die mir auf <a href="https://twitter.com/tcboyle" rel="noopener" target="_blank">Twitter</a> folgen, werden Bilder von meinen Wanderungen in den Wäldern gesehen haben, besonders von derjenigen, die mich zu meinem Lieblings-Biberbau sowie zu meinem Lieblingsteich im tiefen Wald des Fahnestock-Parks führte. Jetzt bin ich wieder hier, mitten in der kalifornischen Dürre, und führe mein Leben weiter.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Übrigens, irgendwohin zu fliegen, egal wann oder aus welchem Grund, ist angesichts der Inkompetenz und Gleichgültigkeit der Fluglinien, ein ständiger Albtraum. Von meinen ungefähr dreißig Flügen (Anschlussflüge mitgerechnet) in den letzten drei Monaten starteten und landeten nur DREI planmäßig. Ich hab‘ das schon einmal gesagt, und ich sage es nochmal: Die Fluggesellschaften besitzen ein Monopol und haben deshalb solche Feinheiten wie Kundenfreundlichkeit nicht nötig: »Wenn dir nicht gefällt, wie wir die Dinge erledigen, dann lauf doch nach New York und guck, wie dir das gefällt.« Ein Beispiel: der Flug von Chicago nach LaGuardia an einem klaren Nachmittag ohne irgendwelche Wetterkapriolen. Ich war erstaunt, dass Frau B. und ich ein Upgrade zur ersten Klasse bekommen hatten und war sehr erfreut, dass wir als erste an Bord gehen und es uns bequem machen konnten, während die Stewardess uns Sekt servierte. Doch bevor ich mein Glas an die Lippen setzen konnte, wurde der Flug gestrichen (sie machten mechanische Probleme geltend, aber das war eine Ausrede, denn in Wahrheit gab es zu wenige Passagiere, die man berücksichtigen musste, und die konnte man alle auf dem nächsten Flug unterbringen). Ich verbrachte die nächsten zwei Stunden damit, von einer Stelle zu anderen zu rennen, bevor wir schließlich auf dem besagten Flug unterkommen konnten (im Viehwaggon, versteht sich). Und hier ist der Haken: Wenn sowas passiert, bist du tatsächlich dafür dankbar, dass du überhaupt im Flugzeug sitzst, in irgendeinem, egal wohin.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Was hat das mit meinem literarischen Leben zu tun? Alles. (Siehe meine Geschichte <em>Guten Flug</em> über aufsässige Passagiere). Und nehmt zur Kenntnis, dass <em>Blue Skies</em> sich jetzt in den Händen des Lektorats befindet und planmäßig im nächsten Jahr erscheinen wird. Inzwischen sind die Vorabexemplare von <em>I Walk Between the Raindrops</em> eingetroffen, ebenso wie die Bloomsbury-Taschenbuchausgabe von <a href="https://www.tcboyle.de/werke/sprich-mit-mir/" rel="noopener" target="_blank"><em>Sprich mit mir</em></a>. Und ich habe gerade erfahren, dass die neue Geschichte <em>Dog Lab</em>, die die Sammlung abschließt, in der aktuellen Ausgabe von <em>McSweeny’s</em> erschienen ist. (Diese Geschichte hat mir ein befreundeter Arzt erzählt, der im Medizinstudium zu Übungszwecken narkotisierte Hunde operieren musste. Herzzerreißend.)<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Nichtsdestotrotz wünsche ich Euch allen das Beste in dieser verkommenen Welt. Denkt nicht an die Ukraine, an Amokläufe in Schulen, den Aufstieg der extremen Rechten oder das Artensterben – wendet Euer Gesicht einfach der Sonne zu und lebt in diesem herrlichen Spätfrühling in der nördlichen Hemisphäre (oder des Spätherbstes für diejenigen von Euch, die südlich des Äquators leben). Trotz all des Schmerzes und all der Trauer haben wir Bücher, Musik und vor allem Liebe, die uns Halt geben. »All you need is love«, haben die Beatles gesagt, und die lagen nicht falsch. Oder doch?</p>
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<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 26. Mai 2022 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann.</span></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-26-05-2022/">What&#8217;s New? 26/05/2022</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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		<title>What&#8217;s New? 30/04/2022</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-30-04-2022/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 Apr 2022 21:54:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[What's New?]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vor zweiundzwanzig Jahren, zur Jahrtausendwende, auf der Kippe zwischen der unruhigen Vergangenheit und der unvorstellbaren Zukunft, habe ich <em>Ein Freund der Erde</em> veröffentlicht, das einen Blick auf das Jahr 2026 warf und sich mit Klimawandel und massenhaftem Artensterben ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-30-04-2022/">What&#8217;s New? 30/04/2022</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
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<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2022/05/news_270i1.jpg" alt="" width="300" height="300" class="alignleft size-full wp-image-6489" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2022/05/news_270i1.jpg 300w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2022/05/news_270i1-150x150.jpg 150w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Vor zweiundzwanzig Jahren, zur Jahrtausendwende, auf der Kippe zwischen der unruhigen Vergangenheit und der unvorstellbaren Zukunft, habe ich <a href="https://www.tcboyle.de/werke/ein-freund-der-erde/"><em>Ein Freund der Erde</em></a> veröffentlicht, das einen Blick auf das Jahr 2026 warf und sich mit Klimawandel und massenhaftem Artensterben beschäftigte (es kam sogar eine Pandemie vor). Mein neuer Roman, <em>Blue Skies</em>, der nächstes Jahr erscheint, greft diese Themen auf und blickt von heute zehn Jahre in die Zukunft. Außerdem räumt die Kurzgeschichte, die ich im März 2020 geschrieben habe, als COVID-19 gerade frisch bei uns ausgebrütet worden war (<em>The Thirteenth Day</em> in der aktuellen <a href="https://www.esquire.com/entertainment/books/a38748598/the-thirteenth-day-tc-boyle/" rel="noopener" target="_blank"><em>Esquire</em></a>) der Mikrobe einen Ehrenplatz ein, die sich aufgemacht hat, unsere Spezies auf der ganzen Welt heimzusuchen. Auf letzteres möchte ich kurz eingehen.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Letzte Woche habe ich mein Erscheinen auf der L.A. Times Buchmesse abgesagt, auf den ich mich nach zwei Jahren Zoom sehr gefreut hatte, der erste Auftritt von Hunderten und Aberhunderten, den ich absagen musste. Aus welchem Grunde? Ich hatte mir ein paar Tage vor der Buchmesse eine ernste Infektion der oberen Atemwege eingefangen – zwei COVID-Tests waren glücklicherweise negativ – und wollte keinen meiner Fans oder Mitautoren anstecken, und darüber hinaus machte mich die Infektion besonders anfällig für COVID. Mein Arzt überzeugte mich davon, nicht zu reisen; er teilte mir sehr nachdrücklich in einer Textnachricht mit: »Sie sind für das Virus wie ein nasser Schwamm.« Gut. Okay, Ich hab‘ verstanden. Ich bin noch nicht bereit zu sterben. Die Sache ist die, obwohl ich es kommen sah, habe ich nicht richtig geglaubt, dass es passieren würde, nicht so, nicht in der Art und Weise, wie unser Leben heute aussieht. Die Welt da draußen ist gefährlich.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Nichtsdestotrotz werde ich nächste Woche wieder in ein Flugzeug steigen, um zunächst nach Iowa City zu fliegen, wo ich eine Lesung abhalten und einer Vorführung von Alan Parkers Film <a href="https://www.tcboyle.de/werke/willkommen-in-wellville/"><em>Willkommen in Wellville</em></a> beiwohnen werde, und um dann nach New York weiterzufliegen, wo ich meinen Agenten und meine Verleger treffe und auch meine Familie und Freunde besuche. Ich werde meine Maske tragen, obwohl der größte Teil der Affenhorde maskenlos sein wird, getreu einer Entscheidung eines von Trump ernannten Richters, die die Autorität der Nationalen Gesundheitsbehörde aushebelte. Ich hoffe inständig zu überleben.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Bleibt dran. Ich melde meine Abenteuer über <a href="https://twitter.com/tcboyle" rel="noopener" target="_blank">Twitter</a> und gebe mein Bestes, um eine großartige Show zu liefern und umarme alle (natürlich maskiert), die sich aufgemacht haben, um sich zu amüsieren. Und nein, ich werde kein Ganzkörperkondom tragen oder mir die Blase vom Jungen in der Blase ausleihen, der sie leider nicht mehr braucht.</p>
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<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 30. April 2022 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann.</span></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-30-04-2022/">What&#8217;s New? 30/04/2022</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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