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	<title>David Bezmozgis Archive - www.tcboyle.de</title>
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	<title>David Bezmozgis Archive - www.tcboyle.de</title>
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		<title>What&#8217;s New? 31/10/2005</title>
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		<pubDate>Mon, 31 Oct 2005 22:46:25 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Beate Walz</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2025/10/news_79i1.jpg" alt="" width="725" height="380" class="aligncenter size-full wp-image-8389" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2025/10/news_79i1.jpg 725w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2025/10/news_79i1-480x252.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 725px, 100vw" /></p>
<p>Zuallererst kann ich nur sagen, wie gut es ist, wieder zurück zu sein, rechtzeitig, um Euch allen ein reizendes und phantasievolles Halloween zu wünschen. Was mich betrifft, so habe ich erwogen, mich entweder als Osama oder als George Bush zu verkleiden (vermutlich werde ich mich für eine Doppelmaske entscheiden, Osama auf der einen Seite, George auf der anderen). Eines denkwürdigen Tages (denkwürdig nur für mich persönlich) ging ich verkleidet als Fleckenforelle. Das war natürlich ein &#8211; im wahrsten Sinne des Wortes &#8211; größeres Modell. Ich hatte eine angeklebte Pappfinne an meinem Rücken, aufgemalte Kiemen und eine Menge Tupfen. Und dann wäre da noch mein altes, bewährtes Kostüm, das einfachste in meinem Repertoire: Ich gehe als ich selbst, aber mit einem fleischfarbenen Puppenarm an meine Stirn geheftet, befestigt mit schwarzem Isolierband. Wenn die Leute fragen: »Als was gehst du?«, dann gebe ich die korrekte Antwort: »Als liederlicher Esser.«<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Aber genug davon. Lasst uns auf Einzelheiten eingehen. Zunächst muss gesagt werden, dass die Tour mein Herz gepfählt hat. Obwohl es schöne Momente gab &#8211; etwa die New-Yorker-Lesung mit David Bezmozgis, die Miami-Lesung, bei der ein Zuhörer während zwei Drittel von <em>Chicxulub</em> nur schluchzte, die Entdeckung, noch im allerkleinsten Zeitungskiosk eines Flughafens im Nirgendwo die <a href="https://www.wortmax.de/bob-dylan-chronicles-vol1/" target="_blank"><em>Chronicles</em> von Dylan</a> zwischen Unlesbarem und Unerwähnenswertem stecken zu sehen, das Interview mit dem unvergleichlichen Joe Williams in der aparten Umgebung von St. Louis &#8211; alles in allem, Leute, bin ich durch und durch des Reisens müde. Um ehrlich zu sein, wünschte ich mir, gleich am Anfang meiner Karriere den Thomas Pynchon gegeben zu haben. Meine Freunde, glaubt mir, ich habe kein Leben. Ja, ja, ich weiß. Jemand muss das Reisen übernehmen, in trés chic Hotels mit völliger Handlungsfreiheit übernachten, sich von Tausenden verehren lassen, und doch hungere ich nach ein wenig Ruhe.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Und gerade dieses Wochenende fing ich an, etwas Frieden zu bekommen. Letzte Woche, als ich eigentlich damit begonnen haben sollte, wieder durchzuatmen, mussten wir aus dem Haus ausziehen, während es für eine Ausräucherung in Planen gehüllt wurde. Diese Aktion bedeutete ein Mehr an unnötigem Stress für mein Leben, jedoch war es nichts im Vergleich, was uns auferlegt wurde von den Termiten, Ratten, Mäusen, Motten, Flöhen, Zecken, Sandflöhen, Springspinnen und Silberfischen. Nun sind sie kapores. Wenigstens für dieses Mal. Aber die Momente der Ruhe erlaubten mir gerade gestern erst, eine weitere neue Story zu vollenden, auch wenn ich anfange, für einen neuen Roman zu recherchieren. Ich hoffe, einige weitere kurze Stücke zu schreiben, um mich dann für eine lange Weile der Ruhe und des Studierens einzugraben. Die neue Story heißt übrigens <em>Balto</em> und gehört, in absteigender Reihenfolge, zu den Stücken <em>La Conchita</em>, <em>Hände</em>, <em>Die unglückliche Mutter von Aquiles Maldonado</em> und <em>Frage 62</em>. Was gibt es sonst noch? Ich habe kürzlich die polnische Übersetzung von <a href="https://www.tcboyle.de/werke/drop-city/"><em>Drop City</em></a> zugeschickt bekommen, zudem die gebundene Brigitte-Buch-Club-Neuauflage von <a href="https://www.tcboyle.de/werke/america/"><em>América</em></a> (in der deutschen Übersetzung von Werner Richter), und die sich für Januar abzeichnende Bloomsbury-Ausgabe von <a href="https://www.tcboyle.de/werke/zaehne-und-klauen/">Zähne und Klauen</a>. Haltet Ausschau nach der Weihnachtsstory <em>Three Quarters of the Way to Hell</em>, welche in der Dezember-Ausgabe des amerikanischen <em>Playboy</em> erscheinen wird. Unterdessen thront die fette, editierte Manuskriptkopie von <a href="https://www.tcboyle.de/werke/talk-talk/"><em>Talk Talk</em></a> auf meinem Schreibtisch, noch unbesehen, aber ich werde sie durchgehen und an Viking zurücksenden, rechtzeitig vor all unseren kleinen Verabredungen im Zusammenhang mit einer Veröffentlichung im Juli.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Also, fröhliches Spuken &#8211; ich werde vermutlich früh genug von der Bar zurück sein, um vor dem prasselnden Kaminfeuer ein paar Schokoriegel zu knabbern, während die Türglocke nicht schellt, und die wundervollen, kitschigen alten Schwarz-Weiß-Gruselfilme auf TCM laufen &#8211; und ja, ich sehe Euch dann alle auf der Lesung am 16. November in Sacramento.</p>
<p>P.S. Das beigefügte Bild, schauderlich genug, wie ich annehme, sollte selbsterklärend sein. Die 25-Jahre-Jubiläums-Edition von <a href="https://www.tcboyle.de/werke/wassermusik/"><em>Wassermusik</em></a> wird im Juli 2006 erscheinen, zusammen mit der Taschenbuchausgabe von <a href="https://www.tcboyle.de/werke/zaehne-und-klauen/"><em>Zähne und Klauen</em></a> und dem oben erwähnten <a href="https://www.tcboyle.de/werke/talk-talk/"><em>Talk Talk</em></a>.</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 31. Oktober 2005 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Beate Walz.</p>
<hr/>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-31-10-2005/">What&#8217;s New? 31/10/2005</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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		<title>What&#8217;s New? 13/07/2005</title>
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		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Jul 2005 21:55:13 +0000</pubDate>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-13-07-2005/">What&#8217;s New? 13/07/2005</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Beate Walz</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2025/07/news_76i1.jpg" alt="" width="725" height="380" class="aligncenter size-full wp-image-8287" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2025/07/news_76i1.jpg 725w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2025/07/news_76i1-480x252.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 725px, 100vw" /></p>
<p>Gestern, knapp drei Wochen nach meiner arthroskopischen Operation am rechten Knie (Gelenkspiegelung), ging ich hinunter zum Meer und nahm ein kühles Bad (das Wasser hatte 16° C) und ging zurück zur Bar, wo mein Operateur mich gerade entdeckte, als ich ein Glas Roten zur Gesundheit trank. Er nannte mich »schnell genesen«. Ich wunderte mich. War ich doch bereits zwei Tage nach der Prozedur im Haus unterwegs und machte sauber (ganz wie es sich meiner zwanghaften/obsessiven Persönlichkeit geziemt), und meine Tochter fragte, ob ich denn schon herumlaufen dürfe und ich antwortete: »Der Röntgenologe hält Gewichtsbelastung für vertretbar«. »Ja klar«, sagte sie, »aber weiß er auch, dass du Masochist ist?«<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Wie auch immer, für fast eine Woche habe ich überwiegend in der Sonne gesessen, habe gelesen, mich erholt, Eisbeutel aufgebraucht, und es war vorübergehend merkwürdig, einmal nichts zu tun, aber auf eine Art doch recht angenehm. Kurz vor der Operation hatte ich, wie bereits erwähnt, die Lesung am Vatertag im Hammer mit meiner Tochter Kerrie, worüber auch von den Messagistas berichtet wurde (Fotografischer Beweis siehe oben), und nächste Woche werde ich in einem Studio sitzen und den Erzählteil für die Hörbuchversion von <a href="https://www.tcboyle.de/werke/zaehne-und-klauen/"><em>Zähne und Klauen</em></a> aufnehmen. Dann hoffe ich, einen kleinen Urlaub einschieben zu können, bevor die USC (University of Southern California) am 22. August wieder beginnt. (Ich sage »hoffe«, weil ich eine kleine Überraschung vom Bezirksgericht erhielt: Verpflichtung zum Geschworenen ab 1. August.) Ein kleiner Schrecken am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen, nicht wahr?<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Von einer anderen Front, der literarischen, kann ich berichten, dass ich in der Lage war, eine zweite, neue Short Story zu schreiben, die da heißt <em>Die unglückliche Mutter von Aquiles Maldonado</em>. Wenn sie und <em>Frage 62</em> zur Veröffentlichung anstehen, werde ich Euch informieren. <a href="https://www.tcboyle.de/werke/talk-talk/"><em>Talk Talk</em></a>, so habe ich erfahren, wird von Viking in den USA nächsten Juli herausgegeben und nicht im Juni, wie ich zunächst gedacht hatte &#8211; und von Bloomsbury in England, Grasset in Frankreich und Hanser Verlag in Deutschland und Anthos/Ambos in den Niederlanden. Andere ausländische Rechtevergaben sind noch in der Schwebe. Die Russen haben Rechte für fünf Titel erworben (Rusman Publishers), welche in der Übersetzung in den kommenden Jahren erscheinen werden: <a href="https://www.tcboyle.de/werke/dr-sex/"><em>Dr. Sex</em></a>, <a href="https://www.tcboyle.de/werke/america/"><em>América</em></a>, <a href="https://www.tcboyle.de/werke/wassermusik/"><em>Wassermusik</em></a>, <a href="https://www.tcboyle.de/werke/worlds-end/"><em>World&#8217;s End</em></a> und <a href="https://www.tcboyle.de/werke/drop-city/"><em>Drop City</em></a>. Außerdem erschien ein kurzer Aufsatz, den ich für <em>Writer&#8217;s Life</em> geschrieben hatte, in der <a href="https://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2005/06/23/AR2005062301607.html" target="_blank">Washington Post am 26. Juni</a>, zusammen mit einem kurzen Profil von Marie Arana. Und das <em>Pedestal Magazine</em> hat mich interviewt und zugleich drei Abhandlungen in der aktuellen Online-Ausgabe (<em>TC Boyle and surviving the Baby Boom</em> von Jason Sanford). Wenn die Herbst-Tour für <a href="https://www.tcboyle.de/werke/zaehne-und-klauen/"><em>Zähne und Klauen</em></a> näherrückt, werde ich hier die Daten ankündigen, aber ich glaube, der Start ist beim New Yorker Festival, auf dem ich dieses Jahr erneut auftreten werde (zusammen mit dem begnadeten David Bezmozgis, Freund und ehemaliger Mitstudent). Falls das ein klein wenig ungenau in Bezug auf exakte Tourdaten klingt, dann deshalb, weil ich mich nie so intensiv damit befasse: Letztendlich wird mir die scharfsinnige und brillante Holly Watson eine Liste zusenden, ich werde die einzelnen Daten aus dieser Liste hierhin übertragen und mich dann in ein Flugzeug schwingen. Man sieht sich dann.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Was wäre noch? Nun, wir hatten eine Hitzewelle hier &#8211; wir hatten sagenhafte 24° C gestern, dem Tag meines aprilfrischen Eintunkens im Ozean. Und ich habe unbeabsichtigt ein ökologisches Chaos in meinem Teich angerichtet, indem ich eine niedliche six-inch-lange (15,24 cm) Rotwangenschmuck-Schildkröte einsetzte. Das ist die Kröte mit der weltweit größten Paranoia, sie lässt sich ins Wasser plumpsen, sobald sich jemand auf hundert Fuß (etwa 30 Meter) nähert &#8211; und sie tut klug daran, so vorsichtig zu sein, denn ich möchte sie liebend gerne wieder entfernen. Warum? Das kleine Biest zerstört die Pflanzen, speziell das Myriophyllum (Wasserschwaden), welches den Algen den Sauerstoff nimmt. Infolgedessen ist das einst so kristallklare Wasser trübe geworden. Auch werden die Welse mächtig groß, der nächste Kummer, wegen der Größe ihrer Mäuler und ihrem erfolgreichen Bestreben, alles Erreichbare im Teich zu verschlingen, außer der Schildkröte. Ich habe folgendes Bild vor Augen: Ein gigantischer Wels von der Größe eines Rottweilers sitzt auf dem gepanzerten Rücken einer breit grinsenden Schildkröte. Ach ja, es ist Sommer, die Baumwolle steht hoch, und die Welse, sie springen nicht, aber sie fressen, fressen, fressen. Die Frage ist: Soll ich sie jetzt fressen?</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 13. Juli 2005 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Beate Walz.</p>
<hr/>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-13-07-2005/">What&#8217;s New? 13/07/2005</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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		<title>What&#8217;s New? 10/06/2005</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-10-06-2005/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Jun 2005 21:17:43 +0000</pubDate>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-10-06-2005/">What&#8217;s New? 10/06/2005</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Beate Walz</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2025/06/news_75i1.jpg" alt="" width="219" height="300" class="alignleft size-full wp-image-8263" />Wie schon zuvor von den europäischen Messagistas berichtet, war ich etliche Zeitzonen entfernt, um Deutschland, Schweiz und Frankreich mit guter Unterhaltung zu beliefern. Das Tempo war mörderisch &#8211; wenigstens in den ersten zwei Wochen in Deutschland &#8211; und obwohl ich schon seit einer Woche zu Hause bin, habe ich mich noch nicht davon erholt. Meine Gedanken sind verworren und mein Körper ist eigensinnig, als ob ich irgend eine komische Trennung von Wahrnehmung und Körperlichkeit erfahren hätte. Ich frage mich, wieviel guten kalifornischen Weines es brauchen wird, um das Getrennte wieder zueinander zu bringen. Auf jeden Fall ist alles glatt gegangen. Die Veranstaltungen waren alle ausverkauft, und überall fanden wir eine große und enthusiastische Zuhörerschaft vor (in Stuttgart über elfhundert). Übrigens, das »Wir« in diesem Zusammenhang bezieht sich auf mich und Jan Josef Liefers, den großartigen deutschen Schauspieler, der mich auf meiner Tour begleitete (Jan Josef ist die Stimme des Hörbuches von <a href="https://www.tcboyle.de/werke/dr-sex/"><em>Dr. Sex</em></a>, wie <em>The Inner Circle</em> in Deutschland genannt wird, und er und ich lasen abwechselnd den Prolog, auf englisch und deutsch). Zweimal hatten wir als Moderator meinen alten Freund, den »coolen« David Eisermann, und ebenfalls zweimal einen anderen alten Freund, Manfred Heinfeldner, dabei. Und in Zürich hatte ich einmal mehr das Vergnügen der Zusammenarbeit mit Alexander Seibt. Was für ein Spaß! Welch Erschöpfung! Und wie hoch kann ich es der heroischen Christina Knecht vom Hanser Verlag anrechnen, die sich mächtig für meinen Überlebenskampf abrackerte?<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Die paar Tage in Paris habe ich damit zugebracht, Journalisten zu treffen, wegen der kommenden Veröffentlichung von <em>The Inner Circle</em> (<em>Le Cercle des initiés</em>) im September, und ich konnte eine wohltuende Stunde mit Carlos Fuentes herausschlagen, zu dem ich von einer anderen alten Freundin eingeladen worden war, der Directrice littéraire von Grasset, Ariane Fasquelle. Außerdem, und in ganz ergreifender Weise, hatte ich Gelegenheit, das Institut Des Sourds-Muets zu besuchen, in welchem der Wild-Child-Teil von <a href="https://www.tcboyle.de/werke/talk-talk/"><em>Talk Talk</em></a> spielt, und wo ich die marmorne Treppe hinaufstapfte, die auch einst Victor benutzt hatte. Ach ja, dann war da noch dieser Abend, mein einziger freier Abend, an dem ich eine winzige Flasche Wein und eine Stulle mit hinunter an die Seine nahm, um dort zu sitzen, zu essen, zu trinken und zu lesen &#8211; ein guter Plan, ein edler Plan, der jedoch, unglücklicherweise vom Regen unterbrochen wurde. Nicht davon entmutigt, geschlagen gegeben, ins Mark getroffen oder übermäßig gelähmt, machte ich es mir auf ein paar Pappen gemütlich, welche die örtlichen Clochards dort unter einer der Brücken liegen gelassen hatten. Während ich glücklich und zufrieden las, trank und mampfte, schlenderten Paare unter Regenschirmen an mir vorbei, auf der Suche nach feiner Küche. Sie sahen die roten Turnschuhe, den Bart, die Lederjacke und fragten sich selbst: Verschnorrt der dort Euros? Aber nein, das ist ja nur ein harmloser amerikanischer Romancier, der die Nachtluft genießt.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Was noch? An der Veröffenlichungsfront hat Viking den Zuschlag für <a href="https://www.tcboyle.de/werke/talk-talk/"><em>Talk Talk</em></a> bekommen (die Nachricht erreichte mich telefonisch im Hotelgarten in Köln), und wir planen eine schnelle Veröffentlichung. Beim jetzigen Stand der Dinge soll das Buch in weniger als einem Jahr erscheinen, und das ist schnell, wenn man bedenkt, dass wir im September drei Bücher herausbringen: <a href="https://www.tcboyle.de/werke/zaehne-und-klauen/"><em>Zähne und Klauen</em></a>, <a href="https://www.tcboyle.de/werke/der-fliegenmensch/"><em>Der Fliegenmensch</em></a> und die Taschenbuch-Ausgabe von <a href="https://www.tcboyle.de/werke/dr-sex/"><em>Dr. Sex</em></a>. Bezüglich der Lesungen &#8211; ja, ich bin durch und durch ausgebrannt &#8211; aber ich werde einen Auftritt im Sommer haben und natürlich die Acht-Städte-Tour im Herbst, einschließlich eines Stopps beim New York Festival, wo ich mit einem glänzenden Schreiber auftrete, der zufälligerweise mein ehemaliger Student David Bezmozgis ist.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Und was ist dieser eine (Sommer-)Auftritt, mögt ihr Euch fragen? Wie schon im letzten Eintrag erwähnt: am Vatertag, dem 19. Juni, um 18:00 Uhr, werde ich im Hammer Museum in Westwood sein, um eine Vater/Tochter-Lesung mit Kerrie zu halten. Alle sind willkommen. Ich sehe Euch dort. Bye-bye. </p>
<p>P.S. Das Foto auf dieser Seite ist von Thomas Rabsch, der mich in Köln einlud, mit seiner kleinen Plastik-Aufblaspuppe im Edvard-Munch-Stil »Der Schrei« zu interagieren.</p>
<p>P.P.S. Erstaunlicherweise gibt es eine erste Vorabbesprechung von <a href="https://www.tcboyle.de/werke/zaehne-und-klauen/"><em>Zähne und Klauen</em></a>. Es ist eine überschwängliche und (zum Glück) anerkennende Besprechung im <em>Kirkus</em>. </p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 10. Juni 2005 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Beate Walz. Foto: Thomas Rabsch</span></p>
<hr/>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-10-06-2005/">What&#8217;s New? 10/06/2005</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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