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	<title>Wilde Erdbeeren Archive - www.tcboyle.de</title>
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	<description>Die deutschsprachige Website über T.C. Boyle</description>
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	<title>Wilde Erdbeeren Archive - www.tcboyle.de</title>
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		<title>What&#8217;s New? 12/05/2026</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-12-05-2026/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 May 2026 21:29:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[What's New?]]></category>
		<category><![CDATA[Alan Arkawy]]></category>
		<category><![CDATA[Fahnestock-Park]]></category>
		<category><![CDATA[Georges Borchardt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie viele von Euch wissen, bin ich gerade von einem zweiwöchigen Aufenthalt in New York zurückgekehrt, wo ich meine neue Agentin Valerie Borchardt, die Tochter von Georges, getroffen habe, die ich schon kenne, seit sie vierzehn war, und die Veröffentlichung von <em>No Way Home</em> bei Liveright ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-12-05-2026/">What&#8217;s New? 12/05/2026</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2026/05/news_316i1-vb.jpg" alt="" width="725" height="380" class="aligncenter size-full wp-image-8629" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2026/05/news_316i1-vb.jpg 725w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2026/05/news_316i1-vb-480x252.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 725px, 100vw" /></p>
<p>Wie viele von Euch wissen, bin ich gerade von einem zweiwöchigen Aufenthalt in New York zurückgekehrt, wo ich meine neue Agentin Valerie Borchardt, die Tochter von Georges, getroffen habe, die ich schon kenne, seit sie vierzehn war, und die Veröffentlichung von <a href="https://www.tcboyle.de/werke/no-way-home/"><em>No Way Home</em></a> bei Liveright gefeiert habe, sowie auch die englische Ausgabe für den europäíschen Markt, die bei meinem langjährigen Verleger, dem Hanser Verlag, erschienen ist. Der Anlass wurde durch den kürzlichen Tod meines besten Freundes, Alan Arkawy, getrübt, den ich kenne und liebe, seit ich dreieinhalb war, und an dessen Trauerfeier ich teilgenommen habe, sowie durch den Tod meines Agenten, Georges Borchardt, der im Januar verstorben ist. Dennoch gab es reichlich Anlass zur Freude, meistens draußen, in der Natur, ich habe für alle, die es interessiert, Fotos davon auf X und <a href="https://bsky.app/profile/tcboyle.com" target="_blank">Bluesky</a> gepostet. Der Frühling hielt gerade Einzug, und ich war hingerissen von den Farben der Hartriegel-Blüten und dem immerwährenden Anblick der sich entfaltenden jungen Blätter an den Bäumen des Waldes. Zweimal bin ich zu einem Biberteich im Fahnestock Park gewandert (allein, bis auf die Stimmen, die in meinem Kopf drauf los plapperten), einem Ort, der für mich eine besondere und bleibende Bedeutung hat. Apropos Ansturm von Erinnerungen: Ich fühlte mich wie Bergmans betagter Professor in <em>Wilde Erdbeeren</em>, ganz besonders an dem Tag, als ich zu meinen alten Lieblingsplätzen in Peekskill fuhr, vergessene Namen aussprach und mit Geistern redete, während mir die Tränen über die Wangen rollten. Gelebte Erfahrungen, oh ja, in der Tat. Und das Gute daran ist, dass auf uns alle das Grab wartet.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Aber vergesst das. Verwerft es einfach. Jetzt bin ich wieder zu Hause und arbeite weiter an meinem neuen Roman (was immer ein wahnsinnig optimistischen Unterfangen ist) und streife mit großen Schritten über die weiten Strände im Morgengrauen. Der Himmel war immer bedeckt, es ist kalt, genau nach meinem Geschmack, und heute, nach der Arbeit (und nach einem Interview mit der Lokalzeitung im Vorfeld meines Auftritts im Santa Barbara Kunstmuseum am 28. Mai), wärme ich meine Knochen am Feuer und heize meine Nervenzellen mit einem guten Buch auf. Und wer weiß – vielleicht ist sogar ein Glas Rotwein dabei, um mein erhitztes Hirn zu beruhigen. Wie auch immer, jetzt erstmal Auf Wiedersehen, und bitte, atmet weiter, Ihr alle – und lest weiterhin die Bücher, die es verdienen, von Euch gelesen zu werden.</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 12. Mai 2026 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann.</span></p>
<hr>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-12-05-2026/">What&#8217;s New? 12/05/2026</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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		<title>What&#8217;s New? 31/10/2022</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-31-10-2022/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Oct 2022 22:12:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[What's New?]]></category>
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		<category><![CDATA[The Shape of a Teardrop]]></category>
		<category><![CDATA[Wilde Erdbeeren]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als Kind wuchs ich in New York auf, und die Jahreszeit wechselte von den herrlichen schulfreien Tagen des Sommers zu den elenden Herbsttagen im Klassenzimmer, während die Blätter bunt leuchteten. Wir nahmen kaum Notiz davon - die Blätter waren da, sie wechselten ihre Farbe ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-31-10-2022/">What&#8217;s New? 31/10/2022</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2022/11/news_276i1.jpg" alt="" width="300" height="300" class="alignleft size-full wp-image-6863" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2022/11/news_276i1.jpg 300w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2022/11/news_276i1-150x150.jpg 150w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Als Kind wuchs ich in New York auf, und die Jahreszeit wechselte von den herrlichen schulfreien Tagen des Sommers zu den elenden Herbsttagen im Klassenzimmer, während die Blätter bunt leuchteten. Wir nahmen kaum Notiz davon – die Blätter waren da, sie wechselten ihre Farbe, sie fielen vom Baum, alles war wie jedes Jahr. Jetzt ist es anders. Jetzt lebe ich an der kalifornischen Küste, wo die Mehrzahl der Bäume und Sträucher ihr Laub nicht abwirft und die Farbe der Blätter sich auch nur wenig ändert. Dieses Jahr jedoch war ich genau in den ersten zwei Oktoberwochen in New York und traf sowohl meine Lektoren und meinen Agenten als auch Freunde und Familie und konnte sehen, wie sich die Blätter verfärbten, ein zutiefst nostalgisches Erlebnis. Ich wanderte auf meinen Lieblingswegen im Fahnestock Park, fuhr langsam und mehrfach durch die Straßen meiner Heimatstadt und sprach leise mit mir selbst, während mir die Tränen die Wangen herunterliefen (vgl. Bergman: <em>Wilde Erdbeeren</em>). Meine Mutter, die mit siebenundfünfzig Jahren starb, hat immer darüber geklagt, wie schnell die Jahre vorbeirauschen und wie die Zukunft mit einem breiten Todesgrinsen auf uns zustürmt. Damals wusste ich nicht, wovon sie sprach, denn meine Existenz war unendlich und die Zeit schlich nur so dahin. Jetzt weiß ich es. Daher die Blätter und die langen Träumereien auf den Straßen und in den Wäldern meiner Jugend.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Doch halt, wartet: Ich hätte fast das Wunder vergessen – eines Abends fiel tatsächlich Feuchtigkeit vom Himmel, und ich war so verwirrt ob dieses Phänomens, dass ich einen Passanten anhalten und ihn fragen musste, was hier los sei. »Das ist Regen, Mann«, sagte er, und ich war völlig baff. Kann das wirklich Regen sein? Hier in Kalifornien haben wir seit dem 30. April keinen Regen gesehen, deswegen ist es verzeihlich, dass ich ihn nicht erkannt habe.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Wieder zu Hause angekommen habe ich die fünfte der neuen Kurzgeschichten zu Ende geschrieben, seit ich <a href="https://www.tcboyle.de/blue-skies-im-mai-2023/"><em>Blue Skies</em></a>, meinen neunzehnten Roman, fertiggestellt und abgeliefert hatte, der im Mai herauskommen wird, und ich habe die Korrekturfahnen von <em>Princess</em> durchgesehen, diese Geschichte erscheint in der Ausgabe vom 9. November des <a href="https://www.newyorker.com/books/this-week-in-fiction/t-coraghessan-boyle-11-07-22" rel="noopener" target="_blank"><em>New Yorker</em></a>. Und was noch besser ist, ich hatte eine Lesung im Santa Barbara Museum of Art, die mich, wie sich herausstellte, wahnsinnig glücklich gemacht hat, mehr als jede andere der zahllosen Lesungen, die ich in vielen Jahren gegeben habe. Und warum? Nun, die Geschichte hieß <em>The Shape of a Teardrop</em> aus der neuesten Sammlung <em>I Walk Between the Raindrops</em>, in der zwei Ich-Erzähler vorkommen, eine geduldige Mutter und ihr verirrter Sohn, und ich hatte einen besonderen Gast für die Rolle der Mutter. Und da kam sie aus den Tiefen des Auditoriums, in einem altmodischen Hosenanzug, mit grauer Perücke und riesiger Brille, wie sie alte Frauen tragen, die sie auf die Nase geklemmt hatte. Ich stellte sie als meine Mutter vor, was ein erstauntes Raunen seitens des Publikums hervorrief, auch als sie schildkrötig den Mittelgang entlang humpelte und mühsam die Stufen zur Bühne erklomm. Nach der Lesung, als wir uns verbeugten, sagte ich: »Nimm die Perücke ab«, und als sie das machte, fiel herrliches, langes (gar nicht graues) Haar herunter. Als ich dann erzählte, das sie in Wirklichkeit meine Tochter Kerrie sei, Autorin, Filmemacherin, Schauspielerin, da flippte das Publikum aus. Lieber Gott, das hat Spaß gemacht.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Inzwischen ist mein Lieblingsfeiertag wieder da. Frau B. und ich werden an den Festivitäten im Lower Village teilnehmen, was ich zu Eurem Vergnügen für meinen <a href="https://twitter.com/tcboyle" rel="noopener" target="_blank">Twitter-Account</a> aufnehmen und auch auf tcboyle.com posten werde.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Viel Spaß Euch allen. Bis später.</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 31. Oktober 2022 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann.</span></p>
<hr>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-31-10-2022/">What&#8217;s New? 31/10/2022</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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