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	<title>Don DeLillo Archive - www.tcboyle.de</title>
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	<description>Die deutschsprachige Website über T.C. Boyle</description>
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		<title>What&#8217;s New? 27/04/2018</title>
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		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Apr 2018 07:47:58 +0000</pubDate>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-27-04-2018/">What&#8217;s New? 27/04/2018</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
<p>&nbsp;</p>
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<p>Irgendwo da draußen in der Welt und auch innerhalb unseres Körpers lauert eine Staphylokokken-Art, die mich über drei Wochen lang ziemlich elend fühlen ließ. Ich hab das Ganze kommen sehen, als ich unten in Temecula beim Vorbereitungstreffen für meine Lesung am Mount San Jacinto College war, und dann hat es mich mit voller Kraft erwischt, gerade rechtzeitig um an Bord des großen Vogels für den Flug nach New York zu gehen, um dann bei den Feierlichkeiten für Robert Coover in Providence teilzunehmen. Der Bazillus schüttelte die ersten beiden Antibiotika ab, das dritte brachte ihn dann schließlich unter Kontrolle (nachdem er an meinen Kräften gezehrt und mich ausgelaugt zurückgelassen hatte – und, noch schlimmer, unfähig, zur Feier des Tages mein Glas mit dem Saft vergorener Trauben beim Cooverfest an der Brown University zu erheben). Nichtsdestotrotz war es mir eine Ehre, Bob Coover zu ehren, meinen außergewöhnlichen und dauerhaften literarischen Helden, und alte Freunde wie Bill Kennedy wiederzusehen, und auch neue wie Don DeLillo, Paul Auster und Rick Moody. Was Bob betrifft: Als ich ein durch Drogen benebelter, keine spezifischen moralischen Werte mehr akzeptierender junger Mann in New York war (siehe auch das Vorwort zu <a href="https://www.tcboyle.de/kurzgeschichten/t-c-boyle-stories-ii/"><em>T.C. Boyle Stories II</em></a>), hatte ich die verschwommene Idee, Kurzgeschichten zu schreiben, so wie ich es im Jahr davor auf dem College gemacht hatte, aber ich habe nicht viel zustande gebracht, auf Grund der Notwendigkeit das Leben an sich zu meistern, und auch weil ich mit meinem Kopf gegen jede Wand rennen musste, an die ich kam (und in jenen Tagen gab es eine Menge Wände, die um eine solche Behandlung geradezu gebettelt haben). Damals geschah es, dass ich Bobs erstes Buch mit Erzählungen entdeckte, <em>Pricksongs and Descants</em>, (auf Deutsch: <em>Schräge Töne</em>; Anm. des Übersetzers), und es fesselte mich mit seiner Schönheit, Frevelhaftigkeit und mit seiner schieren sprachlichen Brillianz. Das gab mir den Tritt in den Hintern, den ich so dringend brauchte, und mit der Hilfe von Cortázar, Grass, Kafka, Calvino, Beckett, Ionesco, García Márquez, Barthelme und anderen begann ich die Geschichten zu schreiben, aus denen dann schließlich mein erstes Buch mit Kurzgeschichten erwachsen sollte,  <a href="https://www.tcboyle.de/kurzgeschichten/tod-durch-ertrinken/"><em>Tod durch Ertrinken</em></a>.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Während ich an der Ostküste weilte, erfreute ich mich an dem ersten Erwachen des Frühlings, erfreute ich mich am kalten Regen und pilgerte sogar zu meinen absoluten Lieblingsgewässern im Fahnestock Park (dem hab ich kürzlich auf Twitter ein Denkmal gesetzt). Ich hab mich zweimal mit meinem Agenten getroffen, mit Freunden gespeist, schon mal ein bisschen an der Idee zur nächsten Kurzgeschichte geschnuppert, die Krankheit bekämpft und fühlte mich schon fast wiederhergestellt, als ich an Bord des Fliegers zurück nach Kalifornien ging. Was mich hier im Land des immerwährenden Frühlings (und des Schlamms, des Feuers und des Todes) erwartete, war die sehr willkommene Neuigkeit, dass die Erzählung, die ich gerade vor meiner Abreise vollendet hatte, im New Yorker veröffentlicht werden wird, höchstwahrscheinlich im Juni. Oder so. Dies ist die zweite von den neuen neuen, <em>I Walk Between the Raindrops</em>. Darüber hinaus gibt es die Nachricht, dass Ecco den neuen Roman, <a href="https://www.tcboyle.de/romane/das-licht/"><em>Das Licht</em></a>, im April nächsten Jahres veröffentlichen wird, während der Hanser Verlag es in der Übersetzung im Januar 2019 herausbringen wird.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Und die sehr gute Neuigkeit: Dirk van Gunsteren, mein Übersetzer, ist gerade mit dem Übersetzerpreis der Landeshauptstadt München ausgezeichnet worden. Glückwunsch, Dirk!<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Was kommt als nächstes? Ich habe nicht die leiseste Idee. Aber ich hoffe, ich kann ein paar Kurzgeschichten erjagen, bevor ich mich, später in diesem Jahr, dem neuen Roman zuwende. Worum wird’s da gehen? Und wieder hab ich nicht die leiseste Idee – aber besteht darin nicht die Schönheit, erdachte Geschichten zu schreiben?<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;In der Zwischenzeit, gerade in dieser Minute, hat mein alter Freund Party Shuffle (ein Modus der Auswahl aus einer Liste von Musikstücken; Anm. d. Übers.) einen Blues von ZZ Top gespielt, den ich noch nie gehört habe. Er heißt <em>Mushmouth Shoutin‘</em> (svw. »Schreien mit Brei im Mund«; Anm. d. Übers.), und er beschreibt ziemlich genau meinen Geisteszustand im Moment.</p>
<p>P.S. Das nebenstehende Foto wurde während des ausgedehnten Sonnenuntergangs in 11000 m Höhe geschossen, am Dienstagabend, nicht lange bevor die Räder des großen Vogels den Boden vom geliebten alten Santa Barbara berührten. Genießt es. Und ich frage Euch: Sind wir nicht Götter?</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 27. April 2018 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann. Foto: T.C. Boyle.</span></p>
<hr/>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-27-04-2018/">What&#8217;s New? 27/04/2018</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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		<title>What&#8217;s New? 30/04/2013</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-30-04-2013/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Apr 2013 21:10:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[What's New?]]></category>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-30-04-2013/">What&#8217;s New? 30/04/2013</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Sabine Anders</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2023/04/news_166i1.jpg" alt="" width="215" height="350" class="alignleft size-full wp-image-7036" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2023/04/news_166i1.jpg 215w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2023/04/news_166i1-184x300.jpg 184w" sizes="(max-width: 215px) 100vw, 215px" />Im Laufe des letzten Monats habe ich sehr viel über die Freuden (und Probleme) des wiederholten Lesens nachgedacht. Was war der Anlass dazu? Ein genauer Blick auf die dicken Korrekturabzüge von <a href="https://www.tcboyle.de/werke/t-c-boyle-stories-ii/"><em>T.C. Boyle Stories II</em></a>, die ich auf etwas archäologische Weise noch einmal lese und dabei Sätze, Stilmittel, Figuren und sogar Handlungsstränge ausgrabe, mit denen ich einmal vertraut war, die ich aber all diese Jahre begraben sein ließ. Die früheren Geschichten (diejenigen, die bis auf das letzte Jahrhundert zurückgehen), die im ersten Teil erscheinen, <a href="https://www.tcboyle.de/werke/schluss-mit-cool/"><em>Schluss mit cool</em></a>, scheinen mir jetzt fast neu, da ich in umherschweifende und halbgeformte Erinnerungen eintauche, wer und wo ich war, als ich sie geschrieben habe. So war es auch mit vielen der Geschichten in <a href="https://www.tcboyle.de/werke/zaehne-und-klauen/"><em>Zähne und Klauen</em></a>. Ich werde Euch nicht erzählen, dass ich vor Freude weinte, obwohl ich nah dran war, aber ich war von vielen Formulierungen überrascht, ganz zu schweigen von den Emotionen, die ich so intensiv gelebt habe, als sie entstanden sind, nur um sie dann all diese Jahre zu vergessen. <em>Friendly Skies</em> (dt. <em>Guten Flug</em>) zum Beispiel, eine Geschichte über ein gewaltsames Ereignis in einem Linienflugzeug, geschrieben im Dezember 1999. Die Geschichte erschien zuerst im <em>New Yorker</em>, dann in <a href="https://www.tcboyle.de/werke/schluss-mit-cool/"><em>Schluss mit cool</em></a>, das eine Woche nach dem 11. September veröffentlicht wurde. An all das erinnerte ich mich lebhaft – ich ging noch in derselben Woche auf Tour, meine ersten Stationen waren New York und D. C., aber diese Geschichte blieb begraben. Notwendigerweise. Ich erinnere mich, dass ich in dieser Woche ernste Geschichten gelesen habe, Geschichten über Gewalt und ihre Auswirkungen auf uns. <em>Killing Babies</em> (dt. <em>Babymörder</em>) war eine davon.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Was meine eigene wiederholte Lektüre von Büchern angeht, die mir viel bedeutet haben, so sollte ich sagen, dass ich alle paar Jahre <em>The Stories of John Cheever</em> wieder lese und noch öfter Steinbeck, Faulkner und Hemingway, und ich verliere mich liebend gern in den verschiedenen Hemingway-Biografien, genauso in <em>A Moveable Feast. Lucky Jim</em> (immer noch das witzigste Buch überhaupt, obwohl William Kotzwinkles <em>The Fan Man</em> nah an es herankommt) ist noch eins. Was noch? Wen noch? Coover, Garcia-Marquez, Calvino, Nabokov (und hundert andere). Wiederholte Lektüre im Flugzeug? Brian Moores <em>Blackrobe</em>, DeLillos <em>White Noise</em>, Bob Stones <em>Dog Soldiers</em>. Weil ich an der Uni unterrichte, habe ich bestimmte Bücher sehr oft wiedergelesen, unverzichtbare Texte wie Flannery O’Connors <em>Collected Stories</em>, Jamaica Kincaids <em>Lucy</em>, Kazuo Ishiguros <em>The Remains of the Day</em>, Denis Johnsons <em>Fiskadoro</em>, Richard Fords <em>Rock Springs</em> und viele andere. Und natürlich habe ich auch die Erfahrung gemacht, dass ich ein altes Lieblingsbuch in die Hand nehme und feststelle, dass es mir einfach nicht mehr taugt (ich werde keine Namen erwähnen, aber Catch-22 fällt mir spontan ein).<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&#038;nbspAuf jeden Fall ist es ein ganz anderes Abenteuer, seine eigenen Texte noch einmal zu lesen, und ich habe das – weitgehend eine Freude – Anfang dieses Frühjahr erlebt und nebenbei Tippfehler gefunden. Gestern habe ich meinem Lektor schließlich meine Korrekturen zurückgeschickt, nachdem ich am Sonntag von meiner Alma Mater, SUNY Potsdam, nach Hause zurückgekehrt war. Das Foto anbei, aufgenommen von meinem alten Freund und Klassenkameraden Ted Holynski, zeigt, wie ich Freitagabend nach der Lesung Bücher signiere (ich habe ihnen <em>Back in the Eocene</em> (dt. <em>Zurück ins Eozän</em>) vorgelesen, aus dem ersten Band der gesammelten <a href="https://www.tcboyle.de/werke/t-c-boyle-stories/"><em>T.C. Boyle Stories</em></a>, und <em>Chicxulub</em> aus <<a href="https://www.tcboyle.de/werke/zaehne-und-klauen/">em>Zähne und Klauen</em></a>, das ich in einem schneereichen Winter in einem gemieteten Haus im Wald des Sequoia Nationalparks geschrieben habe, ein Haus, das später zu Schaden kam, als eine Leitung einfror und zerbarst).<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Was Neuigkeiten angeht, ist im <em>New Yorker</em> am 15. April <em>The Night of the Satellite</em> erschienen und <em>McSweeney’s</em> hat <em>Burning Bright</em>, meine (neueste) Tigergeschichte in der Ausgabe #43 veröffentlich, die gerade erschienen ist. Wir erwarten weiterhin auf neue Geschichten in <em>Harper’s</em> und im <em>Playboy</em>, und die letzte der neuen Geschichten – die letzte Geschichte, bis der Roman zu Ende ist – wird Ende des Jahres in der <em>Kenyon Review</em> erscheinen. Sie heißt <em>Slate Mountain</em>. Zu guter Letzt: Es ist mir bewusst, dass das Forum (Message Board von tcboyle.com) zusammengebrochen ist, während ich weg war, und ich lasse das meine Technikabteilung bereits untersuchen. Bleibt dran!<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Ciao einstweilen.</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 30. April 2013 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Sabine Anders. Foto: Ted Holynski.</span></p>
<hr/>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-30-04-2013/">What&#8217;s New? 30/04/2013</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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