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	<title>McSweeny&#039;s Archive - www.tcboyle.de</title>
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	<description>Die deutschsprachige Website über T.C. Boyle</description>
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	<title>McSweeny&#039;s Archive - www.tcboyle.de</title>
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		<title>What&#8217;s New? 26/05/2022</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-26-05-2022/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 May 2022 21:12:39 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Irgendwie, wie durch ein Wunder, habe ich mich auf meiner Reise nach Iowa City und New York Anfang des Monats nicht mit COVID-19 angesteckt. Ich hab‘ die ganze Zeit auf dem Flughafen und im Flieger eine Maske getragen (Frau B. allerdings nicht, was meine Vorsichtsmaßnahmen zunichte ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-26-05-2022/">What&#8217;s New? 26/05/2022</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2022/06/news_271i1.jpg" alt="" width="225" height="300" class="alignleft size-full wp-image-6506" />Irgendwie, wie durch ein Wunder, habe ich mich auf meiner Reise nach Iowa City und New York Anfang des Monats nicht mit COVID-19 angesteckt. Ich hab‘ die ganze Zeit auf dem Flughafen und im Flieger eine Maske getragen (Frau B. allerdings nicht, was meine Vorsichtsmaßnahmen zunichte gemacht hat, denn was sie kriegt, krieg‘ ich auch und umgekehrt, so intim, wie unsere Beziehung ist). Ich verbrachte vier überaus nostalgische Tage in Iowa City, wo ich an einem Abend für die Reihe »Literarische Legenden« gelesen habe und an einem anderen auf der Bühne mit Andrew Sherburne von FilmScene geplaudert habe, bevor Alan Parkers Verfilmung meines Romans <a href="https://www.tcboyle.de/werke/willkommen-in-wellville/"><em>Willkommen in Wellville</em></a> aus dem Jahr 1994 gezeigt wurde (Anthony Hopkins verlieh der Rolle des Dr. Kellogg seine ganze urkomische Bosheit). In New York besuchte ich Familie und Freunde, traf meinen Agenten und fuhr mit dem Metro-North-Zug in die Stadt und wieder hinaus. Vor allem aber genoss ich den Frühling in vollen Zügen – der sich wegen des kühlen Wetters verspätete. Diejenigen von Euch, die mir auf <a href="https://twitter.com/tcboyle" rel="noopener" target="_blank">Twitter</a> folgen, werden Bilder von meinen Wanderungen in den Wäldern gesehen haben, besonders von derjenigen, die mich zu meinem Lieblings-Biberbau sowie zu meinem Lieblingsteich im tiefen Wald des Fahnestock-Parks führte. Jetzt bin ich wieder hier, mitten in der kalifornischen Dürre, und führe mein Leben weiter.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Übrigens, irgendwohin zu fliegen, egal wann oder aus welchem Grund, ist angesichts der Inkompetenz und Gleichgültigkeit der Fluglinien, ein ständiger Albtraum. Von meinen ungefähr dreißig Flügen (Anschlussflüge mitgerechnet) in den letzten drei Monaten starteten und landeten nur DREI planmäßig. Ich hab‘ das schon einmal gesagt, und ich sage es nochmal: Die Fluggesellschaften besitzen ein Monopol und haben deshalb solche Feinheiten wie Kundenfreundlichkeit nicht nötig: »Wenn dir nicht gefällt, wie wir die Dinge erledigen, dann lauf doch nach New York und guck, wie dir das gefällt.« Ein Beispiel: der Flug von Chicago nach LaGuardia an einem klaren Nachmittag ohne irgendwelche Wetterkapriolen. Ich war erstaunt, dass Frau B. und ich ein Upgrade zur ersten Klasse bekommen hatten und war sehr erfreut, dass wir als erste an Bord gehen und es uns bequem machen konnten, während die Stewardess uns Sekt servierte. Doch bevor ich mein Glas an die Lippen setzen konnte, wurde der Flug gestrichen (sie machten mechanische Probleme geltend, aber das war eine Ausrede, denn in Wahrheit gab es zu wenige Passagiere, die man berücksichtigen musste, und die konnte man alle auf dem nächsten Flug unterbringen). Ich verbrachte die nächsten zwei Stunden damit, von einer Stelle zu anderen zu rennen, bevor wir schließlich auf dem besagten Flug unterkommen konnten (im Viehwaggon, versteht sich). Und hier ist der Haken: Wenn sowas passiert, bist du tatsächlich dafür dankbar, dass du überhaupt im Flugzeug sitzst, in irgendeinem, egal wohin.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Was hat das mit meinem literarischen Leben zu tun? Alles. (Siehe meine Geschichte <em>Guten Flug</em> über aufsässige Passagiere). Und nehmt zur Kenntnis, dass <em>Blue Skies</em> sich jetzt in den Händen des Lektorats befindet und planmäßig im nächsten Jahr erscheinen wird. Inzwischen sind die Vorabexemplare von <em>I Walk Between the Raindrops</em> eingetroffen, ebenso wie die Bloomsbury-Taschenbuchausgabe von <a href="https://www.tcboyle.de/werke/sprich-mit-mir/" rel="noopener" target="_blank"><em>Sprich mit mir</em></a>. Und ich habe gerade erfahren, dass die neue Geschichte <em>Dog Lab</em>, die die Sammlung abschließt, in der aktuellen Ausgabe von <em>McSweeny’s</em> erschienen ist. (Diese Geschichte hat mir ein befreundeter Arzt erzählt, der im Medizinstudium zu Übungszwecken narkotisierte Hunde operieren musste. Herzzerreißend.)<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Nichtsdestotrotz wünsche ich Euch allen das Beste in dieser verkommenen Welt. Denkt nicht an die Ukraine, an Amokläufe in Schulen, den Aufstieg der extremen Rechten oder das Artensterben – wendet Euer Gesicht einfach der Sonne zu und lebt in diesem herrlichen Spätfrühling in der nördlichen Hemisphäre (oder des Spätherbstes für diejenigen von Euch, die südlich des Äquators leben). Trotz all des Schmerzes und all der Trauer haben wir Bücher, Musik und vor allem Liebe, die uns Halt geben. »All you need is love«, haben die Beatles gesagt, und die lagen nicht falsch. Oder doch?</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 26. Mai 2022 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann.</span></p>
<hr>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-26-05-2022/">What&#8217;s New? 26/05/2022</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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		<title>What&#8217;s New? 31/10/2014</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-31-10-2014/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Oct 2014 22:36:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[What's New?]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Halloween steht wieder vor der Tür und mein »Süßes sonst gibt’s Saures« ist dieses Jahr berghoch – das heißt, nicht unbedingt gigantisch, aber es findet in einer bergigen Umgebung statt. Hier oben gibt es keine Kinder (jedenfalls keine unter fünfzig) und erfreulich wenige, die Party machen ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-31-10-2014/">What&#8217;s New? 31/10/2014</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2024/10/news_184i1.jpg" alt="" width="300" height="225" class="alignleft size-full wp-image-7983" />Halloween steht wieder vor der Tür und mein »Süßes sonst gibt’s Saures« ist dieses Jahr berghoch – das heißt, nicht unbedingt gigantisch, aber es findet in einer bergigen Umgebung statt. Hier oben gibt es keine Kinder (jedenfalls keine unter fünfzig) und erfreulich wenige, die Party machen, da an diesem Wochenende die Bevölkerung mit der Ankunft der Wochenendausflügler auf vielleicht dreißig angewachsen ist. Das ist gut so. Wie die Leser dieses Blogs wissen werden, habe ich in den letzten Monaten viele Partys mitgemacht, die meisten davon fanden in 11.000 Metern Höhe inmitten von Fremden statt, die mit den verschiedensten Krankheiten infiziert waren (hat hier einer Lust auf Ebola?), während wir in einer heulenden Todesfalle aus Stahl eingesperrt waren. Apropos Ebola, die Messagistas hier haben mich darauf hingewiesen, dass meine Kurzgeschichte von 2001, <em>Nach der Pest</em>, die mit einem Verweis auf Ebola beginnt, gerade so etwas wie ein trauriges Revival erlebt. Die Geschichte fängt so an: </p>
<blockquote><p>»Nach der Pest – eigentlich war es eine Mutation des Ebola-Virus, von Hand zu Hand und von Nase zu Nase übertragen wie eine banale Erkältung – war das Leben anders. Entspannter und überschwänglicher, einfach natürlicher. Die Hektik war vorbei, die Autobahnen waren frei von Staus bis rauf nach Sacramento, unser armer schrumpfender, ausgeplünderter Planet war auf einmal wieder groß und geheimnisvoll.« (Übersetzung des Zitats von Werner Richter).</p></blockquote>
<p>Ich will jetzt nicht bagatellisieren, was unsere verunsicherte Spezies quält und heimsucht, und ich fühle mit den Menschen in Westafrika, die durch den Zufall ihrer Geburt viel mehr betroffen sind als wir in der westlichen Welt, aber es ist doch so, dass wir alle zu ein und derselben Art gehören und miteinander verbunden sind, wie uns das Auftreten von Ebola in Texas und New York deutlich vor Augen geführt hat. Halloween macht uns in der Tat Angst.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Trotz dieser traurigen Erinnerung daran, dass wir alle miteinander sterblich sind, gehen wir weiterhin unseren Geschäften nach – was bleibt uns auch anderes übrig? Und was will ein Umweltschützer letztendlich mehr als Raum, unbewohnten Raum? Ich habe mit dieser Vorstellung in <a href="https://www.tcboyle.de/werke/ein-freund-der-erde/"><em>Ein Freund der Erde</em></a> und in verschiedenen Kurzgeschichten  wie z.B <em>In der Zone</em> gespielt, die in der Sperrzone um Tschernobyl herum angesiedelt ist, wo durch die Abwesenheit von Menschen die Tiere prächtig gedeihen. Für die nicht-menschlichen Bewohner dieses Planeten ist jeder Tag Halloween.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Was gibt’s Neues? Ich habe die dritte Woche dieses Monats an der University of Southern California verbracht, in meiner neuen Funktion als Writer in Residence, wo ich mich mit Studenten jeden Tag und den ganzen Tag über zu Einzelgesprächen getroffen und zwei Vorlesungen vor kleinen Gruppen gehalten habe (<em>Wiedererleben</em> und <em>Der Fünf-Pfund-Burrito</em>) und mich nach Kräften bemüht habe, mich an dem perfekten Wetter in L.A. zu erfreuen. An einem Abend traf ich mich zum Essen und Trinken im coolen-vielleicht-zu-coolen Ace Hotel am Broadway mit meiner Tochter, während  ein (mutmaßlicher) Obdachloser seinen Durchfall an der Heckklappe meines Autos hinterließ. Die Freuden des Stadtlebens. Hier oben in den Bergen passiert so etwas oft, aber hier ist eher irgendeine andere Säugetier- oder Vogelart dafür verantwortlich. Doch zurück zu diesem Burrito: Ich habe erfahren, dass <em>The Kenyon Review</em> ihn nächstes Jahr veröffentlichen wird. Zwischenzeitlich warte ich auf den Auszug aus <a href="https://www.tcboyle.de/werke/hart-auf-hart/"><em>Hart auf hart</em></a> in <em>Harper’s</em>, <em>Was Wasser wert ist</em> in <em>Narrative</em>, <em>Diebstahl und andere Sachen</em> im <em>Playboy</em> und <em>Die argentinische Ameise</em> in <em>McSweeny’s</em>, die kommen alle in Bälde, entweder im Dezember oder Anfang des nächsten Jahres.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Bis dahin setzt Eure Masken auf, zieht Eure Nicht-alltäglichen-Klamotten an und schleicht durch die Dunkelheit. Irgendjemand muss es ja tun.</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 31. Oktober 2014 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann. </span></p>
<hr />
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-31-10-2014/">What&#8217;s New? 31/10/2014</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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