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		<title>What&#8217;s New? 27/08/2011</title>
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		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Aug 2011 19:10:46 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Sabine Anders</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2021/08/news_146i1.jpg" alt="" width="300" height="200" class="alignleft size-full wp-image-5986" />Wenn ich dem Blogeintrag dieses Monats einen Titel geben würde, würde ich ihn die »Sitting on Top of the World-Ausgabe« nennen. Warum? Weil, kurz bevor ich Ende letzten Monats meine Bergfeste im Sequoia National Monument verließ, die Nachricht kam, dass der Feuerbeobachtungsturm Needles Lookout niedergebrannt ist. Anscheinend kochte der dort eingerichtete Ranger sein Frühstück, als Funken von dem Feuer dem Kamin entwichen und das Schindeldach in Brand setzten. Zu der Zeit bekämpfte der Park Service gerade ein großes Feuer im Norden, und obwohl ein Hubschrauber über dem Ausguck schwebte und einen ganzen Wassertank abwarf, war es einfach nicht genug. Das berühmte Bauwerk, vom Civilian Conservation Corps (Anm. Übersetzerin: eine von Franklin D. Roosevelt eingerichtete ABM) in den 30er Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts erbaut, existiert nicht mehr. Warum erwähne ich das? Weil manche von meinen Lesern sich daran erinnern werden, dass ich damals, im Jahr 1989, nachdem ich den Wachtturm zum ersten Mal besucht hatte (eine Fünf-Meilen-Rundwanderung übrigens), <em>Sitting on Top of the World</em> (dt. <em>Auf dem Dach der Welt</em>, aus dem Sammelband <a href="https://www.tcboyle.de/werke/fleischeslust/"><em>Fleischeslust</em></a>) geschrieben habe, eine dunkel Lawrence-artige Geschichte über die Rangerin und einen sehr hartnäckigen Liebhaber, der unten wartet und wie Glut in der Nacht brennt. Aber was für eine Aussicht! Was für ein Horst! Und was für ein Verlust. Werden sie ihn wieder aufbauen? Wer weiß? Es scheint, dass wir in letzter Zeit nicht mehr viel Geld für irgendetwas anderes übrig haben als Bomben über muslimische Länder abzuwerfen. Aber ich hoffe es. Inständig.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Wie ich in meinem letzten Eintrag erwähnt habe, ging ich davon aus, dass ich auf den Festivals in Kilkenny und Edinburgh sowohl unterhalten würde und unterhalten werden würde, und ich wurde nicht enttäuscht. Ich war in Begleitung meiner Frau und meiner Kinder sowie eines meiner besten Freunde, Mitchell Burgess, der zusammen mit seiner Frau, Robin Green, <em>Bluebloods</em> geschaffen und viele Folgen von <em>The Sopranos</em> und <em>Northern Exposure</em> geschrieben hat. Wir kennen uns von unserer gemeinsamen Zeit in Iowa City, nach der wir vier gleichzeitig nach L.A. gezogen sind. In Irland konnte ich meine alte Heimat am Lough Hyne (ehemals Loch Ine) zum ersten Mal seit 24 Jahren besuchen und ich habe eine Reihe alter Freunde wieder getroffen, darunter die unerschrockenen Collinses aus Baltimore, County Cork, und Toby Wolff, der auch auf beiden Festivals aufgetreten ist. Lassen wir es dabei bewenden, dass die Umsätze der Guinness Brauerei während unseres Aufenthalts nicht zurückgegangen sind.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Und jetzt, was den Trend angeht, seinen Darm in einen Plastikbeutel zu entleeren, dem ich zum ersten Mal in Richard Grants bald erscheinendem Reise-/Abenteuerbuch <em>Crazy River</em> begegnet bin (anscheinend haben die Bewohner von Dar Es Salaam auf diese Weise das Problem ihrer sanitären Einrichtungen, oder dem Mangel daran, gelöst: Sie verrichten ihre Notdurft in einem Beutel und werfen diesen Beutel in ein Feuer, das ständig auf der Müllkippe der Stadt brennt), so ist mir eine Frau begegnet, die genau das direkt neben einem großen blauen Campingwagen am Lough Hyne getan hat, im strömenden Regen. Immer auf der Hut habe ich Abstand zu ihr gehalten. Und obwohl ich es nicht wirklich weiß, nehme ich an, dass sie das Endprodukt per Fed-Express nach Dar Es Saalam schickt.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Was noch an Provokationen und Aufregungen? Nun ja, ich durfte in Kilkenny im Schloss auftreten und das superlativ coole Performance-Zelt auf dem Edinburgh Festival besuchen, um Musiker und Schriftsteller ihr Ding machen zu sehen, mit einer Art von Freude und Überzeugung, die man von einem Überfliegerclub erwarten könnte. Und all das aufgebaut und weggefegt wie etwas aus Tausendundeine Nacht. Es war allerdings matschig. Sehr matschig. Und ich habe den Festival-Bossen vorgeschlagen, dass wir ein Schlamm-Catchen-Event zwischen den Schriftstellern veranstalten, als Zweikampf. Ich habe sogar freiwillig angeboten, es mit jeder Schriftstellerin über achtzig aufzunehmen.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Ja, so ist das. Einige von Euch werde ich Ende September sehen, wenn ich auf dem New Yorker Festival bin, zusammen mit Joyce Carol Oates und George Saunders, und dort über <em>The Dark Side</em> rede, unter dem Vorsitz von Deborah Treisman. Und davor, am achtzehnten, werde ich hier in Santa Barbara sein und auf der Bühne mit dem Regisseur und dem Star von <em>The Lie</em>, Joshua Leonard, darüber reden, wie die Geschichte zu einem Film wurde. Wenn ich noch weiter vorausschaue, sehe ich, dass mein Presseagent eine Mini-Tournee für die Veröffentlichung der Taschenbuchausgabe von <a href="https://www.tcboyle.de/werke/wenn-das-schlachten-vorbei-ist/"><em>Wenn das Schlachten vorbei ist</em></a> organisiert. Das wird im März stattfinden und mich neben L.A., San Francisco, St. Louis, Kansas City und Denver in Städte bringen, die ich bei solchen Anlässen selten besuche: Tucson, Nashville und Austin. Wenigstens halten sie mich im Westen, so dass ich nicht die Strapazen einer Reise von Küste zu Küste auf mich nehmen muss. Und natürlich kann ich mir gut vorstellen, dass die Tournee für <a href="https://www.tcboyle.de/werke/san-miguel/"><em>San Miguel</em></a> (geplant für 2012?) mich ganz gewiss wieder an die Ostküste bringen wird.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Jetzt im Moment aber sehne ich mich nach neuen Geschichten und ich gehe davon aus, dass ich sie in nicht allzu ferner Zukunft schreiben werde. Auf die Hoffnung &#8230;</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 27. August 2011 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Sabine Anders.</span></p>
<hr/>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-27-08-2011/">What&#8217;s New? 27/08/2011</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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		<title>What&#8217;s New? 31/10/2005</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-31-10-2005/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Oct 2005 22:46:25 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Beate Walz</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2025/10/news_79i1.jpg" alt="" width="725" height="380" class="aligncenter size-full wp-image-8389" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2025/10/news_79i1.jpg 725w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2025/10/news_79i1-480x252.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 725px, 100vw" /></p>
<p>Zuallererst kann ich nur sagen, wie gut es ist, wieder zurück zu sein, rechtzeitig, um Euch allen ein reizendes und phantasievolles Halloween zu wünschen. Was mich betrifft, so habe ich erwogen, mich entweder als Osama oder als George Bush zu verkleiden (vermutlich werde ich mich für eine Doppelmaske entscheiden, Osama auf der einen Seite, George auf der anderen). Eines denkwürdigen Tages (denkwürdig nur für mich persönlich) ging ich verkleidet als Fleckenforelle. Das war natürlich ein &#8211; im wahrsten Sinne des Wortes &#8211; größeres Modell. Ich hatte eine angeklebte Pappfinne an meinem Rücken, aufgemalte Kiemen und eine Menge Tupfen. Und dann wäre da noch mein altes, bewährtes Kostüm, das einfachste in meinem Repertoire: Ich gehe als ich selbst, aber mit einem fleischfarbenen Puppenarm an meine Stirn geheftet, befestigt mit schwarzem Isolierband. Wenn die Leute fragen: »Als was gehst du?«, dann gebe ich die korrekte Antwort: »Als liederlicher Esser.«<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Aber genug davon. Lasst uns auf Einzelheiten eingehen. Zunächst muss gesagt werden, dass die Tour mein Herz gepfählt hat. Obwohl es schöne Momente gab &#8211; etwa die New-Yorker-Lesung mit David Bezmozgis, die Miami-Lesung, bei der ein Zuhörer während zwei Drittel von <em>Chicxulub</em> nur schluchzte, die Entdeckung, noch im allerkleinsten Zeitungskiosk eines Flughafens im Nirgendwo die <a href="https://www.wortmax.de/bob-dylan-chronicles-vol1/" target="_blank"><em>Chronicles</em> von Dylan</a> zwischen Unlesbarem und Unerwähnenswertem stecken zu sehen, das Interview mit dem unvergleichlichen Joe Williams in der aparten Umgebung von St. Louis &#8211; alles in allem, Leute, bin ich durch und durch des Reisens müde. Um ehrlich zu sein, wünschte ich mir, gleich am Anfang meiner Karriere den Thomas Pynchon gegeben zu haben. Meine Freunde, glaubt mir, ich habe kein Leben. Ja, ja, ich weiß. Jemand muss das Reisen übernehmen, in trés chic Hotels mit völliger Handlungsfreiheit übernachten, sich von Tausenden verehren lassen, und doch hungere ich nach ein wenig Ruhe.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Und gerade dieses Wochenende fing ich an, etwas Frieden zu bekommen. Letzte Woche, als ich eigentlich damit begonnen haben sollte, wieder durchzuatmen, mussten wir aus dem Haus ausziehen, während es für eine Ausräucherung in Planen gehüllt wurde. Diese Aktion bedeutete ein Mehr an unnötigem Stress für mein Leben, jedoch war es nichts im Vergleich, was uns auferlegt wurde von den Termiten, Ratten, Mäusen, Motten, Flöhen, Zecken, Sandflöhen, Springspinnen und Silberfischen. Nun sind sie kapores. Wenigstens für dieses Mal. Aber die Momente der Ruhe erlaubten mir gerade gestern erst, eine weitere neue Story zu vollenden, auch wenn ich anfange, für einen neuen Roman zu recherchieren. Ich hoffe, einige weitere kurze Stücke zu schreiben, um mich dann für eine lange Weile der Ruhe und des Studierens einzugraben. Die neue Story heißt übrigens <em>Balto</em> und gehört, in absteigender Reihenfolge, zu den Stücken <em>La Conchita</em>, <em>Hände</em>, <em>Die unglückliche Mutter von Aquiles Maldonado</em> und <em>Frage 62</em>. Was gibt es sonst noch? Ich habe kürzlich die polnische Übersetzung von <a href="https://www.tcboyle.de/werke/drop-city/"><em>Drop City</em></a> zugeschickt bekommen, zudem die gebundene Brigitte-Buch-Club-Neuauflage von <a href="https://www.tcboyle.de/werke/america/"><em>América</em></a> (in der deutschen Übersetzung von Werner Richter), und die sich für Januar abzeichnende Bloomsbury-Ausgabe von <a href="https://www.tcboyle.de/werke/zaehne-und-klauen/">Zähne und Klauen</a>. Haltet Ausschau nach der Weihnachtsstory <em>Three Quarters of the Way to Hell</em>, welche in der Dezember-Ausgabe des amerikanischen <em>Playboy</em> erscheinen wird. Unterdessen thront die fette, editierte Manuskriptkopie von <a href="https://www.tcboyle.de/werke/talk-talk/"><em>Talk Talk</em></a> auf meinem Schreibtisch, noch unbesehen, aber ich werde sie durchgehen und an Viking zurücksenden, rechtzeitig vor all unseren kleinen Verabredungen im Zusammenhang mit einer Veröffentlichung im Juli.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Also, fröhliches Spuken &#8211; ich werde vermutlich früh genug von der Bar zurück sein, um vor dem prasselnden Kaminfeuer ein paar Schokoriegel zu knabbern, während die Türglocke nicht schellt, und die wundervollen, kitschigen alten Schwarz-Weiß-Gruselfilme auf TCM laufen &#8211; und ja, ich sehe Euch dann alle auf der Lesung am 16. November in Sacramento.</p>
<p>P.S. Das beigefügte Bild, schauderlich genug, wie ich annehme, sollte selbsterklärend sein. Die 25-Jahre-Jubiläums-Edition von <a href="https://www.tcboyle.de/werke/wassermusik/"><em>Wassermusik</em></a> wird im Juli 2006 erscheinen, zusammen mit der Taschenbuchausgabe von <a href="https://www.tcboyle.de/werke/zaehne-und-klauen/"><em>Zähne und Klauen</em></a> und dem oben erwähnten <a href="https://www.tcboyle.de/werke/talk-talk/"><em>Talk Talk</em></a>.</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 31. Oktober 2005 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Beate Walz.</p>
<hr/>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-31-10-2005/">What&#8217;s New? 31/10/2005</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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		<title>What&#8217;s New? 07/09/2005</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-07-09-2005/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Sep 2005 21:13:03 +0000</pubDate>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-07-09-2005/">What&#8217;s New? 07/09/2005</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Beate Walz</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2025/09/news_78i1.jpg" alt="" width="300" height="300" class="alignleft size-full wp-image-8319" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2025/09/news_78i1.jpg 300w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2025/09/news_78i1-150x150.jpg 150w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Für diejenigen unter Euch, die schon sehnsüchtig auf Neuigkeiten von der Veröffentlichung von <a href="https://www.tcboyle.de/werke/zaehne-und-klauen/"><em>Zähne und Klauen</em></a> und der kommenden Lesetour gewartet haben, hier sind sie: Viking wird den Sammelband am 12. September herausbringen, zeitgleich mit Penguins Veröffentlichung der Taschenbuchausgabe von <a href="https://www.tcboyle.de/werke/dr-sex/"><em>Dr. Sex</em></a> (für welche mit einer ganzseitigen Anzeige in der kommenden Sonntagsausgabe der <em>New York Times Book Review</em> geworben wird, wie man mir sagte). Obwohl ich bis jetzt noch keine Abzüge meiner Kurzgeschichten aus der Penguin/Speaks Young Adult Anthologie <a href="https://www.tcboyle.de/werke/der-fliegenmensch/"><em>Der Fliegenmensch</em></a> zu sehen bekam, erwarte ich, dass sie doch baldigst in den Regalen stehen wird. Ist alles sehr aufregend. Und diese hektischen Aktivitäten, mit denen der Oktober beginnt, könnten in eine nette ruhevolle Phase auspendeln und mich in einen tiefen Winterschlaf lullen bis zur Unbill der Tour für <a href="https://www.tcboyle.de/werke/talk-talk/"><em>Talk Talk</em></a> im nächsten Juli. In der Zwischenzeit fahre ich fort, neue Kurzgeschichten zu schreiben. Gerade habe ich eine vollendet, in der ich den letzten harten Winter hier thematisiere (nichts im Vergleich zu dem, was an der Golfküste passiert, mehr darüber weiter unten), und ich hoffe, an neuen Storys bis über das Jahresende hinaus zu arbeiten. Danach, wenn alles gut läuft, möchte ich noch vor der Tour zu <a href="https://www.tcboyle.de/werke/talk-talk/"><em>Talk Talk</em></a> mit dem nächsten Roman beginnen. Wir werden sehen, wie sich das alles entwickelt. Nun zu den Tourdaten: </p>
<ul style="padding-left: 30px;">
<li>9/14, 6:30: <strong>San Francisco</strong> &#8211; The Commonwealth Club, 509 Market St.</li>
<li>9/15, 7:00: <strong>Los Angeles</strong> &#8211; Beverly Hills Public Library, 440 N. Rexford Drive</li>
<li>9/21, 7:00: <strong>New York</strong> &#8211; Barnes &#038; Noble, Lincoln Center</li>
<li>9/22, 6:00: <strong>Boston</strong> &#8211; Brattle Theater, Harvard Square, Cambridge</li>
<li>9/23, 7:00: <strong>New York</strong> &#8211; New Yorker Festival, The Newspace, 530 W. 21st St.</li>
<li>9/24, 12:00 &#8211; 1:00: <strong>New York</strong> &#8211; Barnes &#038; Noble, Union Square, Signing only</li>
<li>9/25, 3:00: <strong>Baltimore</strong> &#8211; Baltimore Book Festival, 600 Block North Charles St.</li>
<li>9/26, 7:00: <strong>Arlington</strong> &#8211; D.C. Olssons Courthouse Store, 2111 Wilson Blvd.</li>
<li>9/27, 8:00: <strong>Miami</strong> &#8211; Books &#038; Books, 265 Aragon Ave., Coral Gables</li>
<li>9/28, 7:00: <strong>St. Louis</strong> &#8211; Left Bank Books, Offsite</li>
<li>10/6, 1:00: <strong>Los Angeles</strong> &#8211; USC, Doheny Library</li>
<li>10/20: <strong>Sierra Madre</strong> &#8211; One Book/One Community, The Tortilla Curtain, Details to come</li>
<li>11/16, 7:30: <strong>Sacramento</strong> &#8211; CA Lectures,Crest Theater, 1013 K St.</li>
</ul>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Das wäre es bis jetzt, obschon auch Radio- und Zeitungsinterviews und vielleicht TV in dieser oder jener Stadt dazukommen. Allein das Abtippen der Liste macht mich schwach und atemlos, obwohl sie nichts ist im Vergleich zu den letzten Lesereisen &#8211; und oh Gott oh Gott, die Tour zu <a href="https://www.tcboyle.de/werke/talk-talk/"><em>Talk Talk</em></a> wird diese wie ein Nickerchen aussehen lassen. Es ist immer noch eine Menge an Reisezielen übrig und das ist recht besorgniserregend, aber ich werde mein Bestes geben, um jeden Abend frisch und geistreich zu sein und versuche, meine Reserven mit der superben Bordküche aufzutanken, um für Euch in Form zu bleiben.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Nun zu einem ernsteren Thema: Ich möchte meine Anteilnahme all jenen vom Hurrikan Katrina Betroffenen aussprechen. Die Verwüstungen sind wahrlich unfassbar, selbst für die sensibelsten Gemüter, und wir hier in Kalifornien beginnen gerade zu begreifen, was ihr durchmacht. Meine Schwägerin lebt in einer kleinen Stadt in der Nähe von Lafayette, und sie und ihre Familie haben in ihr von größeren Schäden verschont gebliebenes Haus eine vierköpfige Familie aufgenommen, völlig Fremde, die es geschafft haben, der Überschwemmung zu entkommen, nach Nächten in einem verlassenen Haus, und denen nichts geblieben ist, außer ihrem Leben. Ohne Ausweis, ohne Geld, ohne Scheckbuch, ohne Kreditkarten. Und der einzige Lebensmittelladen am Ort, ein Walmart, wurde komplett ausgeräumt. Ich fühle mich an Faulkners Story des dürren Gefangenen und dem über die Ufer getretenen Mississippi (<em>Old Man</em>?) erinnert, und ich weiß, alles wird besser; ich denke dabei ebenso an Robert Coovers <em>In Bed One Night</em>, wo eigene Betten zu einem Luxus werden, den sich die Welt nicht mehr leisten kann, und ich weiß, alles wird schlimmer. Materieller Komfort, Privatsphäre, das Recht des Individuums, sich die Welt zu Nutzen zu machen, all dies ist im Strudel untergegangen. Einer unserer Messagistas, Gary76, meinte, die Naturgewalt des Hurrikans erinnere ihn an meinen Roman <a href="https://www.tcboyle.de/werke/ein-freund-der-erde/"><em>Ein Freund der Erde</em></a>, doch für mich kommt es eher einer meiner jüngsten Short Storys, <em>Chicxulub</em>, nahe, wo uns das Universum sein gleichgültiges Gesicht zuwendet.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<em>Bon santé</em> Euch allen. </p>
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<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 07. September 2005 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Beate Walz.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-07-09-2005/">What&#8217;s New? 07/09/2005</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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