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	<title>Eichhörnchen Archive - www.tcboyle.de</title>
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	<description>Die deutschsprachige Website über T.C. Boyle</description>
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	<title>Eichhörnchen Archive - www.tcboyle.de</title>
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		<title>What&#8217;s New? 25/05/2011</title>
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		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 May 2011 09:35:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[What's New?]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Neuigkeiten dieses Monats sind hauptsächlich meteorologischer und ökologischer Art. Nach den strahlenden Freuden der L.A. Buchmesse und der langen Tournee für <em>Wenn das Schlachten vorbei ist</em> hatte ich die Gelegenheit, auf meinen Berg zu fliehen, und zwar alleine. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-25-05-2011/">What&#8217;s New? 25/05/2011</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Sabine Anders</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2021/05/news_143i1.jpg" alt="" width="300" height="225" class="alignleft size-full wp-image-5911" />Die Neuigkeiten dieses Monats sind hauptsächlich meteorologischer und ökologischer Art. Nach den strahlenden Freuden der L.A. Buchmesse und der langen Tournee für <a href="https://www.tcboyle.de/werke/wenn-das-schlachten-vorbei-ist/"><em>Wenn das Schlachten vorbei ist</em></a> hatte ich die Gelegenheit, auf meinen Berg zu fliehen, und zwar alleine. Ja, ich ging in die Wildnis ohne Hund, Frau oder Kinder, ohne Handy, Internetzugang oder Fernsehen, und kam deshalb als ein besserer Mensch zurück. Glaube ich. Auf jeden Fall war ich in demselben Haus, das ich schon die letzten drei Jahre gemietet hatte, und wurde von den ansässigen Kreaturen herzlich begrüßt, die mich wegen der winterlichen Verhältnisse dringend brauchten – oder vielmehr die Nahrung, die ich mitbrachte. Es gab drei Schneestürme in den zwei Wochen, die ich dort war, nicht mehr als dreißig Zentimeter oder so blieben liegen, aber das taten sie auf den übriggebliebenen Verwehungen, so dass ich, als ich letzte Woche herunterkam, eine Dezember-Winter-Festung zurückließ, überall Schnee, bis in die obersten Äste der Kiefern. Espen? Vergesst es! Sie hatten gerade erst ihre Knospen ausgefahren und sahen mächtig entmutigt aus. Die Tiere, die mir durch ihre Dienste an dem Brett, das an das Geländer vor dem Küchenfenster angenagelt ist (es dient als Vogel- und Alles-Futter-Stelle), Gesellschaft leisteten, kamen in regelmäßigen Schichten von frühmorgens bis spätabends. Es fing wie immer mit den brillanten Eichelhähern an, gefolgt von dem einheimischen braunen Eichhörnchen, einem Paar fetter Ringeltauben, einer Schar kleiner schwarzer Vögel, die ich nicht so einfach einordnen konnte, einem großen und sehr misstrauischen Raben, und dann, nach Einbruch der Dunkelheit, dem fliegenden Eichhörnchen und der Waschbärin, die mich seit drei Jahren besucht (genau die, die einen Gastauftritt in <a href="https://www.tcboyle.de/werke/wenn-das-schlachten-vorbei-ist/"><em>Wenn das Schlachten vorbei ist</em></a> hatte). Das war meine ganze Gesellschaft, abgesehen von den drei oder vier depressiven Menschen, die sich an der Bar in der Hütte versammelten, während sie dabei zusahen, wie der Schnee den achten Wintermonat in Folge alles mit einem Schleier überzog. Kurz gesagt: was für eine Freude!<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Natürlich habe ich auch geschrieben und gelesen und nicht nur im Schnee gestöbert und die Waldbewohner ernährt. Der neue Roman, <a href="https://www.tcboyle.de/werke/san-miguel/"><em>San Miguel</em></a>, schreitet fort, und ich hoffe, dass ich ihn fertig – oder fast fertig – habe, wenn ich im August in den großen glänzenden Flieger steige und meinen Auftritt auf den Festivals in Killarney und Edinburgh habe. Und die letzte von dem neuesten Bündel Geschichten – <em>In der Zone</em>, die in Tschernobyl spielt, drei Jahre nach dem Reaktorunglück, und letztes Jahr im April fertig geworden ist – ist für die April-Ausgabe der <em>Kenyon Review</em> geplant, die Korrekturabzüge dafür gehen heute per Post raus. Ich hoffe, dass ich zu der Zeit, wenn sie gedruckt wird, an neuen Kurzgeschichten schreibe, um die nächste Sammlung zu vervollständigen, die entweder als eigenständiger Band erscheinen wird – <em>Tod in Kitchawank und andere Geschichten</em> oder – und das wird immer wahrscheinlicher – in <a href="https://www.tcboyle.de/werke/t-c-boyle-stories-ii/"><em>T.C. Boyle Stories II</em></a> integriert wird, den zweiten dicken, reichhaltigen und saftigen Band mit gesammelten Kurzgeschichten. Wenn das der Fall sein sollte, werden wir diesen Wälzer vielleicht in zwei Jahren in den Händen halten, nachdem <a href="https://www.tcboyle.de/werke/san-miguel/"><em>San Miguel</em></a> eine Chance hatte, in den Bücherregalen aufzutauchen und in dem winzigen, komplexen Irrgarten auf Silikonbasis in den Eingeweiden von Kindle. Jedenfalls: plant voraus, das ist mein Motto. Das gibt einem etwas, das man anstreben kann.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Am Ende, denke ich, sollte ich Euch mehr Gerüchte aus dem Literaturbetrieb anbieten und zum Beispiel die schlüpfrigen Details der Kokain-, Alkohol- und Sexparties festhalten, an denen ich regelmäßig zusammen mit anderen gediegenen Berühmtheiten teilnehme, oder verraten, dass ich heimlich (und in Bigamie) mit der Königin von Burundi verheiratet bin oder dass ich sechsundneunzig Kilo zugenommen habe und kaum noch in meine Badehose passe, aber ich überlasse das der Boulevard-Presse und zukünftigen Biografen, während ich mich hier auf die erbaulicheren Neuigkeiten beschränke.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Und in diesem Sinne, auf Wiedersehen. Ich werde bald auf den Berg zurückkehren, wo mir die große Ehre zuteil werden wird, einer der Richter beim jährlichen Chili-Koch-Festival zu sein (das ist bei Gott wirklich die Gelegenheit, sich in Glanz und Gerüchten zu suhlen).</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 25. Mai 2011 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Sabine Anders.</span></p>
<hr/>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-25-05-2011/">What&#8217;s New? 25/05/2011</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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		<title>What&#8217;s New? 04/08/2010</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-04-08-2010/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Aug 2010 09:22:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[What's New?]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jetzt bin ich mal dort, wo ich bei dieser günstigen Gelegenheit sein sollte, nachdem ich mich speziell deswegen aus den Bergen herunter gewagt habe, um den elften Geburtstag meiner Website mit Euch zu feiern – Ihr unvergleichlichen Diskussionsteilnehmer ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-04-08-2010/">What&#8217;s New? 04/08/2010</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Sabine Anders</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2020/08/news_134i1-cover.jpg" alt="" width="200" height="300" class="alignleft size-full wp-image-3400" />Jetzt bin ich mal dort, wo ich bei dieser günstigen Gelegenheit sein sollte, nachdem ich mich speziell deswegen aus den Bergen herunter gewagt habe, um den elften Geburtstag meiner Website mit Euch zu feiern – Ihr unvergleichlichen Diskussionsteilnehmer, stillen Teilnehmer und Pizzaliebhaber. Der Nostalgie zuliebe ging ich auf das Nachrichtenarchiv und klickte den allerersten Blog an, den zu schreiben ich mein ganzes Leben geträumt habe (oder mindestens ein halbes Jahrzehnt, bevor ich den Ausdruck zum ersten Mal gehört habe). Es ist interessant festzustellen, dass ich meinen Zielen für diese Seite treu geblieben bin, die sich ganz von selbst viel weiter entwickelt hat, als ich mir je hätte träumen lassen. Ich habe allerdings auch festgestellt, dass ich damals meine Tournee in Australien verfrüht angekündigt habe, die ich leider aus Gründen, an die ich mich nicht mehr erinnere, absagen musste – ich weiß nur noch, dass ich damals (wie heute) von diesen ganzen Meilen, die dabei anfallen, überwältigt bin. Ach, Ihr herrlichen Australier, bitte verzeiht mir! Ich hoffe, dass ich Euch alle irgendwann besuchen werde und dass ich dann nicht nur in einem Hotelzimmer in Sydney herumsitze und eine Runde Interviews gebe, sondern rausgehe und mich schmutzig mache – im Outback und im Inback, dass ich dann aufgewühlt bin und schäume und mit den ganzen pelzigen Kreaturen feiere und obendrein vielleicht sogar auf ein paar von diesen alten Salzwasserkrokodilen reite. Davon abgesehen – den Kreis hier ausweitend – lasst mich bei dieser Gelegenheit, die mich Demut lehrt, Euch allen auf der ganzen Welt viel Glück wünschen. Geht einen heben. Geht eine heben. Oder, je nach dem, geht einen heben, der nicht aus Glas ist.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Eine kleine Neuigkeit, die ich Euch direkt aus dem bluttropfenden Zähne- und Klauenbereich der Natur zuwerfe: Die wieder einmal säugende Waschbärin, die in dem Haus in den Bergen drei Stockwerke überwand, um an das Vogelfutter und den Schrot zu kommen, hat sich so sehr an den Platz gewöhnt, dass sie jetzt immer mehrere Stunden pro Nacht dort verbringt, ganz froh, nehme ich an, dass sie ihre anspruchsvolle, flohgeplagte, hinten in ihrem Schlupfwinkel untergebrachte Nachkommenschaft dann los ist. Leider hat sie in ihrer großen Freude und übergreifenden Ruhe meinen anderen kleinen Freund, das fliegende Eichhörnchen, geschnappt und aufgegessen. Übrig geblieben sind nur ein ordentlicher, kleiner Haufen von Eichhörnchen-Innereien und ein unverdautes Blatt (vom verstorbenen Eichhörnchen unverdaut, heißt das) und ein bisschen Fell. Alles andere, sogar einschließlich des Schädels, wurde aufgegessen. Mahlzeit. Und ich werde nicht einmal erwähnen, dass ich nur eine warnende Schrecksekunde (nicht so schnell, sagte ich mir) davon entfernt war, den Bär zu überfahren, als er oder sie in gestrecktem Galopp über die dunkle Straße flüchtete.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;So, das war’s. Ich werde mich bald wieder mit Neuigkeiten von Veröffentlichungen zurückmelden, die am Überlaufen sind. Und bitte genießt das Foto anbei, von dem ich wünschte, dass man darauf die gefräßige Waschbärin oder den sprintenden Bär sehen könnte, das aber stattdessen leider das Cover vom neuen Roman, <a href="https://www.tcboyle.de/romane/wenn-das-schlachten-vorbei-ist/"><em>Wenn das Schlachten vorbei ist</em></a>, zeigt, nach dem sich einige Diskussionsteilnehmer erkundigt haben. Es ist eine vollendete Tatsache. Ich hoffe, es gefällt.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Ciao.</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 04. August 2010 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Sabine Anders.</span></p>
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<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-04-08-2010/">What&#8217;s New? 04/08/2010</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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