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	<title>Costa Rica Archive - www.tcboyle.de</title>
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	<description>Die deutschsprachige Website über T.C. Boyle</description>
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	<title>Costa Rica Archive - www.tcboyle.de</title>
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		<title>What&#8217;s New? 31/07/2014</title>
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		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 31 Jul 2014 21:50:35 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die meisten Leute haben anscheinend richtig Spaß daran, im Verkehr Stoßstange an Stoßstange im Stau zu stehen, bei zweindvierzig Grad Hitze, während sie die Diesel-Abgase von LKWs einatmen und wie in einer Art Wachtraum abwechselnd das Gas- und das Bremspedal bearbeiten. Ich nicht.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-31-07-2014/">What&#8217;s New? 31/07/2014</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2024/07/news_181i1.jpg" alt="" width="300" height="300" class="alignleft size-full wp-image-7824" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2024/07/news_181i1.jpg 300w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2024/07/news_181i1-150x150.jpg 150w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Die meisten Leute haben anscheinend richtig Spaß daran, im Verkehr Stoßstange an Stoßstange im Stau zu stehen, bei zweindvierzig Grad Hitze, während sie die Diesel-Abgase von LKWs einatmen und wie in einer Art Wachtraum abwechselnd das Gas- und das Bremspedal bearbeiten. Ich nicht. Vielmehr empfinde ich jede Art von Verkehrsstau als einen persönlichen Affront (wieso können sich all diese Menschen nicht irgendwo anders an einem anderen Tag zusammenrotten?), und ich nehme gern jeden Umweg von hundert Kilometern in Kauf, nur um einen Stau zu vermeiden. So war es auch an einem vor Hitze flirrenden Nachmittag in der vergangenen Woche, als ich die viereinhalbstündige Rückfahrt aus den südlichen Sierras antrat und hinter einer Wand aus gegossenem Stahl, bestehend aus Fahrzeugen, zum Stehen kam. Sie erstreckte sich vom nördlichen Ende des Grapevine-Passes auf der Interstate 5 bis zum Horizont. Ich wusste nicht, was da weit oben auf dem Bergpass los war, aber ein Warnhinweis blinkte auf: Zwei Spuren gesperrt. Zweifellos ein Unfall. Unbeabsichtigt verursacht von unaufmerksamen Menschen, Menschen, die keine Ahnung davon hatten, dass der Rückspiegel erfunden und serienmäßig in ihre Fahrzeuge eingebaut worden war, die mit hundertzwanzig unterwegs waren und sich mit ihren Fingernägeln beschäftigten, sich mit blauer Tinte selbst Tattoos auf ihre Waden malten, SMS und Sexnachrichten verschickten und auf Burgern mit doppelt Käse und doppelt Schinken herumkauten, wobei die Spezial-Soße zwischen ihre Schenkel tropfte und sie ihre neuen weißen Jeans mit zusammengeknüllten Servietten bearbeiten mussten. Ich hatte natürlich keine Zeit, mir auszumalen, was diesen Leuten widerfahren sein mochte, weil ich es verdammt nochmal eilig hatte. Unser Familienmotto lautet nämlich, hier auf Englisch wiedergegeben zum Nutzen derjenigen unter Euch, die kein Latein können: <em>We are always in a hurry</em> [Wir haben es immer eilig.] Merken die Tausenden von Menschen, in ihren Tausenden feststeckenden Fahrzeugen, dies nicht? Diese Rücksichtslosigkeit von ihnen, mehr als alles andere, mehr als ihre kriminelle Unaufmerksamkeit, war es, die mich aufbrachte.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Mit heldenhaftem Bemühen schaffte ich es, mich durch die verstopften Fahrspuren bis zur allerletzten Ausfahrt vor dem »Punkt ohne Wiederkehr« durchzukämpfen und fand mich bald auf einer Straße wieder, die unter der Interstate hindurch zu den freien Fahrspuren in Richtung Norden führte. Alles klar. Mit Hilfe von Frau B. und ihrem iPhone konnte ich eine Route finden, die entlang der Berge nach Westen verlief, die wiederum zur Route 33 führte, einer zweispurigen Asphaltstraße, die sich ihren eigenen verschlungenen Weg nach Süden durch den Los Padres National Forest bahnte, in der Nähe der Sespe-Wilderness und damit in Richtung des mächtigen Pazifik, der irgendwo dahinter lag. Dabei hatten wir einige der spektakulärsten Ausblicke, die uns je untergekommen sind, so als wären wir in einen der Nationalparks versetzt worden – und wir waren so ziemlich die einzigen auf der Straße. Was machte es da schon, dass wir anderthalb Stunden länger brauchten, um nach Hause zu kommen? Plötzlich hatte ich es nicht mehr eilig. Wie heißt es so schön – mach langsam und schnupper an den totgefahrenen Tieren?<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;In der Sespe-Wilderness wurden übrigens die ersten in Gefangenschaft aufgezogenen Kondore in die Freiheit entlassen, nachdem zuvor alle noch vorhandenen freien Exemplare eingefangen und als Übergangslösung zur Erhaltung der Art in Gefangenschaft gehalten worden waren. Ich sagte meiner Frau, sie solle nach <em>Gymnogyps californianus</em> Ausschau halten, diesem hochfliegenden altertümlichen Geier mit einer Flügelspannweite von knapp drei Metern, der wie ein Piper-Flugzeug aussähe, wenn er nicht einen Kopf (gelb-orange) hätte und sich flügelschlagend fortbewegen würde. Wir beobachteten den Himmel, aber kein Kondor ließ sich blicken. Nächste Tankstelle achtzig Kilometer. Haarnadelkurven. Felsformationen. Kein einziger liegengebliebener LKW in Sicht. Was machte es da schon. wenn wir spät nach Hause kamen? Alles, was wir nach unserer Ankunft zu tun hatten, war, den Schutt nach einer Woche Abwesenheit zu beseitigen, die Legionen von Ratten zu bekämpfen, die sich während unserer Abwesenheit vergnügt hatten, also klar Schiff zu machen, um unser normales Leben auf Meereshöhe wieder aufnehmen zu können. Hat jemand Lust, essen zu gehen?<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Doch genug von meinen aufregenden Abenteuern. Bei den E-Mails, die sich in meiner Abwesenheit angestaut hatten, warteten einige Neuigkeiten auf mich: <em>Harper’s</em> wird <em>No Slant to the Sun</em> veröffentlichen, das erste Kapitel von <a href="https://www.tcboyle.de/werke/hart-auf-hart/"><em>Hart auf hart</em></a>, was, wie Ihr sehen werdet, als eigenständige Geschichte funktionieren kann. Sie stellt Sten Stenson, eine der drei Hauptfiguren, vor, spielt in Costa Rica und dreht sich um eine einzelne Gewalttat, die dazu dient, in die Überlegungen über amerikanische Gewalt und den Antiautoritarismus und deren Erforschung, mit der sich der Roman befasst, einzuführen. Das dem Buch vorangestellte Zitat stammt, wie ich hier bereits erwähnt habe, aus D.H. Lawrences <em>Studies in Classic American Literature</em>: »Die amerikanische Seele ist ihrem Wesen nach hart, einzelgängerisch, stoisch und ein Mörder. Sie ist noch nicht geschmolzen.« Also, ich weiß nicht. Und ich frage mich zum Beispiel auch, wie Rick aus <em>Babymörder</em> darüber gedacht hätte, ganz zu schweigen vom alten Bill Faulkner, der sie von Grund auf kannte.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Jedenfalls werde ich es Euch wissen lassen, wann die Geschichte erscheinen wird (höchstwahrscheinlich Anfang nächsten Jahres, da der Roman am 31. März herauskommen soll, ein Tag, der zweifellos glorios in die Geschichte eingehen und allein gewaltige Verkehrsstaus hervorrufen wird, wenn die Menschen panikartig die Buchläden stürmen, aus Angst, keine Erstausgabe mehr zu ergattern, während die schmerzerfüllten Schreie »Fahr den Laster hier weg, du Wichser!« und »Krieg deinen Arsch hoch!« klagend durch die Gegend schallen). Das wäre mal ein Stau, der mir gefallen könnte.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Okay. Das wär’s für heute. Aber denkt daran, den Finger am Abzug und den Fuß auf dem Gas zu halten.</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 31. Juli 2014 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann. </span></p>
<hr />
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		<title>What&#8217;s New? 31/07/2013</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-31-07-2013/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Jul 2013 21:21:50 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Oben in den Sequoias, als ich das schreibe, bevor ich den Berg hinabsteige, um es zu Euch zu bringen. Ein Tag mit außergewöhnlichem Wetter, wirklich ein Wunder: Wasser ist in seinem natürlichen Zustand erschienen, wenn auch kaum genug davon, um den Staub zu legen, geschweige denn ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-31-07-2013/">What&#8217;s New? 31/07/2013</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Sabine Anders</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2023/07/news_169i1.jpg" alt="" width="225" height="300" class="alignleft size-full wp-image-7186" />Oben in den Sequoias, als ich das schreibe, bevor ich den Berg hinabsteige, um es zu Euch zu bringen. Ein Tag mit außergewöhnlichem Wetter, wirklich ein Wunder: Wasser ist in seinem natürlichen Zustand erschienen, wenn auch kaum genug davon, um den Staub zu legen, geschweige denn die ausgetrockneten Flüsse oder den unschwimmbaren See aufzufüllen, von dem jetzt nicht mehr übrig ist als knapp ein Meter tiefes, trübes Wasser, unglückliches Seegras und ein Fundament aus einem reinen, reichhaltigen, stinkenden Schlamm. Trotzdem muntern die Wolken und die Feuchtigkeit mich auf – wie ich hier schon einmal erwähnte, habe ich so viel Sonnenschein gehabt, dass es mir für sechs Lebensspannen reichen würde. (Ah, Irland, grüne Insel meiner Vorfahren, wie konnte ich deine Nebel, deine Finsternis, deinen duftenden Regen, deinen Whisky für einen Wüstenort wie diesen verlassen!) Jedenfalls ist das alles nur Vorspiel für das Leitthema der Depesche dieses Monats: Grundbesitz.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Ja, trotz meiner anderslautenden Proteste, bin ich an diese Berge gebunden, sogar in der trockensten der trockenen Zeiten, und nach so vielen Jahren als Mieter bin ich schließlich eingeknickt und habe ernsthaft darüber nachgedacht, mir selbst eine kleine, schöne Hütte zu kaufen (und danke, meine Leser, dass Ihr mir durch den großzügigen und enthusiastischen Kauf meiner Bücher das Einkommen dafür beschert habt). Wie ihr auf dem Bild anbei sehen könnt, muss man ein bisschen Arbeit hineinstecken (ich denke an Wände, einen Boden und ein Dach, für den Anfang), aber Ihr müsst das Positive sehen: sie ist sicher gut durchlüftet. Und einladend. Und sie ist ein Paradebeispiel für das Mantra der Grundstücksmakler: Standort, Standort, Standort.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Ich neige hier oben wirklich dazu, länger und härter zu arbeiten, wenn auch vielleicht nur wegen des Langeweilefaktors, und ohne das Gefrett des wirklichen Lebens habe ich mehr Zeit zum Lesen, Nachdenken, die Natur anzustarren und natürlich tägliche Besuche bei der Hütte, um einen gleichgültigen Rotwein auf der Terrasse unter der Schirmherrschaft der großen Kiefern und der Zitterpappeln zu trinken. Jeden Tag nach der Arbeit mache ich mit dem Hund eine Wanderung, die normalerweise an der besagten Hütte endet, die von dort, wo ich jetzt sitze, ungefähr eine halbe Meile die Straße hinauf liegt. Aber ich entscheide mich für den längeren Weg, durch den Wald und dann eine Holzfällerstraße entlang und schließlich den fast immer verlassenen Western Divide Highway hinauf, eine Reise von ungefähr drei Waden massierenden Meilen. Nach der Hütte kehre ich wieder nach Hause zurück, zu dem Topf Marinara, den ich letzten Monat erwähnt habe (immer noch genießbar, oder zum Großteil), mehr Lektüre, ein Film, geliefert in diesem antiken Format (eine DVD, geliehen aus der S.B. Bücherei) und dann ab ins Bett mit diesem ehrenwerten Dampfkessel, Frau Boyle (sie in ihrem Kopftuch und ich mit meiner Mütze, bereit für ein langes Sommerschläfchen).<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Wie ich hier bereits erwähnt habe, heißt der Roman <em>The Harder They Come</em> (dt. <a href="https://www.tcboyle.de/werke/hart-auf-hart/"><em>Hart auf hart</em></a>), beschäftigt sich mit amerikanischer Gewalt und spielt in der Gegenwart. Der Epigraf stammt aus D.H. Lawrences <em>Studies in Classic American Literature: The essential American soul is hard, isolate, stoic and a killer. It has not yet melted</em>. (Die essenzielle amerikanische Seele ist hart, abgesondert, stoisch und ein Killer. Sie ist noch nicht geschmolzen.) Das Buch eröffnet in Costa Rica (wo ich vor vier Jahren im Sommer war, und seht Euch bitte den <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-09-08-2009/">Blogeintrag vom 9. August 2009</a> im Archiv an für ein lebhaftes Bild und grausige Details), wechselt dann aber für die meiste Zeit nach Nordkalifornien. Es läuft so gut, dass der Roman, wenn ich den Herbst über hier in den Bergen bleiben könnte, vielleicht früher fertig wäre, aber die Pflicht ruft. Angenehme Pflicht. Denn in der zweiten Augustwoche werde ich im Studio sein und den letzten Teil der <a href="https://www.tcboyle.de/werke/t-c-boyle-stories-ii/"><em>T.C. Boyle Stories II</em></a> für Blackstone aufnehmen und dann, Anfang September, werde ich an Bord des großen Vogels steigen und nach Wien fliegen, weil die Stadt <a href="https://www.tcboyle.de/werke/america/">América</a> feiert, in Werner Richters Übersetzung, wonach ich die deutsche Tour für <a href="https://www.tcboyle.de/werke/san-miguel/"><em>San Miguel</em></a>, in Dirk Van Gunsterens Übersetzung, fortsetzen werde. Im Oktober (Details gibt es bald) wird die US-Tour für <a href="https://www.tcboyle.de/werke/t-c-boyle-stories-ii/"><em>T.C. Boyle Stories II</em></a> beginnen und im November werde ich als Gast der USC leben, atmen und herausgeben. Okay. Schön. Schriftsteller schreiben, aber sie machen auch andere Sachen, gewöhnen wir uns also daran. Abgesehen davon, wenn ich ohne Pause weiter bis zum Ende von <a href="https://www.tcboyle.de/werke/hart-auf-hart/"><em>Hart auf hart</em></a> durcharbeiten würde, was würde ich mit dem Rest meines Lebens anfangen?<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Zu guter Letzt, meine Freunde, muss ich Euch mitteilen, dass ich gerade, neben anderen, einen wundervollen Roman wiedergelesen habe, <em>Herzog</em>, von Saul Bellow, dem Philosoph-Komödiant, den ich all diese Jahre nicht gelesen habe. Er ist eine Freude. Hier ist meine Lieblingsstelle, die ich paraphrasieren werde: Als er zum ersten Mal jemanden Klavierspielen hört, bemerkte der Wilde, <em>»You fight ‘im, ‘e cry.«</em> (»Du kämpfst mit ihm, er weint.«) Toll. Genau was ich mit meiner eigenen, schweißbefleckten Tastatur mache.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Auf Wiedersehen, meine Damen und Herren. Bis zum nächsten Mal.</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 31. Juli 2013 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Sabine Anders.</span></p>
<hr/>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-31-07-2013/">What&#8217;s New? 31/07/2013</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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		<title>What&#8217;s New? 09/08/2009</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-09-08-2009/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Aug 2009 10:07:22 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p><em>Bienvenidos, amigos.</em> Ich fühle mich etwas ertappt hier draußen angesichts der Tatsache, dass ich die letzten fünf Tage geschwänzt habe, während der ganze Rest von Euch das zehnjährige Jubiläum dieser Seite (www.tcboyle.com) gefeiert hat. Ich wollte bei Euch sein, nicht nur um ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-09-08-2009/">What&#8217;s New? 09/08/2009</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Sabine Anders</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2019/08/news_123i1.jpg" alt="" width="300" height="225" class="alignleft size-full wp-image-2916" /><em>Bienvenidos, amigos.</em> Ich fühle mich etwas ertappt hier draußen angesichts der Tatsache, dass ich die letzten fünf Tage geschwänzt habe, während der ganze Rest von Euch das zehnjährige Jubiläum dieser Seite (<a href="http://www.tcboyle.com/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">www.tcboyle.com</a>) gefeiert hat. Ich wollte bei Euch sein, nicht nur um der tiefen Bindungen zu gedenken, die zwischen so vielen regelmäßigen Besuchern dieser Website entstanden sind, sondern auch um ein Glas auf meinen Sohn Milo zu trinken, der als Zehntklässler an der Laguna Blanca Highschool beschlossen hat, dass sein armer alter Papa einen Internetauftritt braucht.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Sein Vater konnte kaum ahnen, dass er in Ermangelung eines anderen Kandidaten einer der ersten Blogger im Netz werden würde, ungefähr sechs oder sieben Jahre, bevor er den Begriff überhaupt zum ersten Mal hörte. Und er konnte auch kaum ahnen, was für eine Freude dieses Forum so vielen Leuten bereiten würde. Deshalb stoße ich also, mit einiger Verspätung, mit einem Glas Flor de Cana Siete Anos auf Milo und Euch alle, die diese Seite so reichhaltig und tiefsinnig und lohnend gemacht haben, an.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Ach ja &#8211; aber was ist meine Entschuldigung? Was könnte mich nur vom Computer und unserer virtuellen Feier weggezogen haben? Vielleicht gibt der oben erwähnte Rum Aufschluss. Nein, ich war nicht in Nicaragua, woher dieses wundervolle Getränk stammt, sondern in dem kleinen Land gleich südlich davon: Costa Rica.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Normalerweise geht es mir &#8211; magenmäßig gesehen &#8211; in den Tropen nicht so gut, und ich hatte ein oder zwei Tage lang einen kleinen Kampf mit aufdringlicher innerer Flora, aber es war die Freude an den Erlebnissen mit den Tieren im Freien, die mich wieder gesund machte. (Glaubt mir, wann immer Ihr an dem erkrankt, was in Mexico Montezumas Rache heißt, schmeißt einfach einen lebenden Skorpion ein, oder zwei &#8211; sie sind nicht nur lecker und proteinhaltig, sondern sie vertreiben auch sehr schnell sämtliche inneren Dilemmas, die Ihr haben könntet.) Es war ein Familienausflug, wir fuhren eine Woche lang über Straßen, die WIRKLICH EIN BISSCHEN BESSER SEIN KÖNNTEN UND NÄCHSTES MAL WERDE ICH DIE HANDYNUMMER VOM COSTARICANISCHEN PRÄSIDENT VERLANGEN ODER ICH KOMME EINFACH NICHT, LEUTE, und dann ließen wir uns in einem rustikalen Dschungelhotel nieder, das einem Freund von mir gehört. Das Hotel ist in Cabo Matapalo, an der Spitze der Osa Halbinsel, und es ist ein kleines Wunder. Überall Wildnis, Agoutis, Coatis, die vier Affenarten, Baumfaultiere, Schmetterlinge, Schlangen, Eidechsen und zahllose Vögel, und während keine der Katzen (Margay, Ozelot, Jaguarundi, Puma, Jaguar) sich sehen ließ, waren sie da draußen im Urwald, vermehrten sich, schissen und töteten. Was, für mich zumindest, ein sehr beruhigender Gedanke ist. Hinaus zu gehen (oder sogar nach innen &#8211; siehe der oben genannte Skorpion) heißt, zu jeder Tages- und Nachtzeit Lebewesen zu begegnen, ein Wunder in dieser traurigen alten heruntergekommenen Welt.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Ich werde mir nicht die Mühe machen, detailliert vom Kampf auf Leben und Tod zu erzählen, den wir in tiefster Nacht draußen im Golfo Dulce ausfochten, als der Motor vom Boot meines Freundes ausfiel und wir durch die Unendlichkeit humpelten, ohne Radio- oder Handyempfang, während Dinge in der Größe von Booten um uns herum auftauchten, oder von den angeschwollenen Flüssen, die wir auf der Route 126 nach La Paz mit dem Auto durchwateten, und von seiner arbeitenden Bevölkerung und den matschigen, aufgeblähten Hügeln, die mich an die Unterseite meiner Geschichte <em>La Conchita</em> erinnerten. Nein. Das würde dem Geiste der Unternehmung nicht gerecht. Also was soll&#8217;s, wenn ich fünfzig Tode starb und meine mageren Glieder zum Ergötzen von Insekten darbot, die noch nicht einmal entdeckt wurden? So etwas nennt man Abenteuer.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Und jetzt bin ich wieder da. Meine nächste Reise wird nicht ganz so abenteuerlich werden, dünkt mich. Und höffte mich. Am 16. Oktober werde ich auf dem New Yorker Festival sein und zusammen mit Mary Gaitskill lesen, und am darauffolgenden Abend werde ich im Paramount Theater in meiner Heimatstadt Peekskill meine Show abziehen, wo die ganze Gemeinde <a href="https://www.tcboyle.de/romane/worlds-end/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><em>World&#8217;s End</em></a> gelesen hat, und danach wird es eine kostenlose Vorführung von Alan Parkers Verfilmung von <a href="https://www.tcboyle.de/romane/willkommen-in-wellville/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><em>Willkommen in Wellville</em></a> geben. Ich habe nicht vor, zumindest während ich dies schreibe noch nicht, auf der Bühne lebende Skorpione zu verspeisen, obwohl ich, wenn ich in der richtigen Stimmung bin, vielleicht ein oder zwei Hühnern den Kopf abbeißen werde.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Wir sehen uns dann dort, meine Freunde. </p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 09. August 2009 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Sabine Anders.</span></p>
<hr/>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-09-08-2009/">What&#8217;s New? 09/08/2009</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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