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	<title>Was uns von den Tieren unterscheidet Archive - www.tcboyle.de</title>
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	<title>Was uns von den Tieren unterscheidet Archive - www.tcboyle.de</title>
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		<title>What&#8217;s New? 28/08/2010</title>
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		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Aug 2010 08:24:40 +0000</pubDate>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-28-08-2010/">What&#8217;s New? 28/08/2010</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Sabine Anders</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2020/08/news_135i1.jpg" alt="" width="169" height="300" class="alignleft size-full wp-image-3416" />Ja, ich weiß, in meiner letzten Meldung habe ich versprochen, Euch etwas Neues von meinen Veröffentlichungen zu berichten, und das habe ich auch vor, aber zuerst gibt es etwas eher Enttäuschendes aus dem persönlichen Bereich zu berichten: Ich bin die nächsten acht bis zehn Wochen außer Gefecht, mindestens, und musste meine Auftritte beim Cork Literaturfestival und bei der Purdue Universität im September absagen. Warum? Weil das Schicksal, oder wie immer wir die willkürlichen Kräfte nennen wollen, die unser erbärmliches, kleines Leben manipulieren, mir einen Streich gespielt haben. Und zwar folgenden:<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;An einem Dienstag, als ich mein tägliches Pensum an meinem neuen Roman, <a href="https://www.tcboyle.de/romane/san-miguel/"><em>San Miguel</em></a>, abgeschlossen hatte, nutzte ich den Nachmittag für eine Wanderung in der Red Rock Gegend des Santa Ynez Flusses. Es war 42 Grad heiß und ich wusste, dass bei der Hitze niemand weiter als bis zum ersten Teich wandern würde &#8211; niemand außer mir, heißt das. Und so hatte ich große Freude daran, etwas über zwei Meilen weit über ziemlich rauen Boden zu wandern &#8211; über vom Wasser schlüpfrige Steine und Felsbrocken, die einem im Handumdrehen den Knöchel oder das Bein brechen konnten, wenn man einen falschen Tritt machte. Ich war schwimmen und tollte im Wasser umher und wanderte zurück und alles war wunderbar. Dann ging ich ins Haus, stolperte über den Wohnzimmertisch und brach mir ein Bein.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Ja, ich weiß, genau so passieren solche Sachen. Aber wie langweilig. Am schlimmsten finde ich, dass ich still sitzen und mich entspannen soll (kann man »hyperaktiv« sagen?), und genau das muss ich tun – und mich strikt daran halten – oder riskieren, dass der Bruch nicht zusammenwächst, was bedeutet, dass ich eine Operation bräuchte, um die Stelle mit Metallplatten und Schrauben zu fixieren – eine Prozedur, der ich auf jeden Fall entgehen will. Ich bin bereits auf niederschmetternde Weise gelangweilt und frustriert, aber natürlich kann ich immer noch schreiben, und ich hoffe, dass diese unfreiwillige Periode der sitzenden Lebensweise es mir ermöglichen wird, schneller mit dem Roman voranzukommen. Entweder das, oder ich bringe mich um. Bleibt am Ball.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Was die Veröffentlichungen angeht: Viking bringt den neuen Roman, <a href="https://www.tcboyle.de/romane/wenn-das-schlachten-vorbei-ist/"><em>Wenn das Schlachten vorbei ist</em></a>, im Februar heraus, und ich rechne fest damit, dass ich mich bis zu der Tour, die mit der Veröffentlichung einhergehen wird, erholt haben werde. Zur gleichen Zeit wird Penguin die Taschenbuchausgabe von <a href="https://www.tcboyle.de/kurzgeschichten/wild-child/"><em>Wild Child</em></a> herausbringen sowie (im Januar) eine neu aufgemachte Sonderausgabe von <a href="https://www.tcboyle.de/romane/america/"><em>América</em></a> mit einigen erstaunlichen Kunstwerken von einem Tätowierungskünstler. Ein Auszug von <em>Wenn das Schlachten vorbei ist</em> erscheint in der September/Oktober-Ausgabe von Orion (<em>Scorpion Ranch</em>), zusätzlich zu dem, der vor kurzem in McSweeney’s abgedruckt war. Ein letzter Auszug wird in der Zeitschrift meiner Alma Mater veröffentlicht, The Iowa Review, für die ich in den 70ern als Assistent von Robert Coover, dem Herausgeber für den Belletristikteil, gearbeitet habe, und dann, für ein Jahr, selbst Herausgeber für den Belletristikteil war. Neue Geschichten erscheinen in drei Zeitschriften. <em>What Separates Us From the Animals</em> ist für die Oktober-Ausgabe von Harper geplant und <em>Good Home</em> und <em>In the Zone</em> werden jeweils in zukünftigen Ausgaben des Playboy und der Kenyon Review erscheinen. Und eine Geschichte aus meiner ersten Sammlung, <em>We Are Norseman</em>, wurde gerade in einer neuen Anthologie abgedruckt, herausgegeben von Peter S. Beagle mit dem Titel <a href="https://www.goodreads.com/book/show/7850063-the-secret-history-of-fantasy" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><em>The Secret History of Fantasy</em></a>. Die Idee, die dahinter steckt, ist, dass Autoren von Literatur manchmal etwas erschaffen, das man Fantasy nennen könnte, während Fantasy-Autoren oft literarische Werke schreiben. Alles eine Sache der Definition, nehme ich an.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Aber, ach, mein armer schmerzender Körper. Und nein, ich nehme keine Schmerztabletten oder schütte Alkohol in mich hinein – noch nicht jedenfalls. Ich will einen klaren Kopf behalten, um an dem neuen Roman weiterzuarbeiten, und vielleicht sogar langsamer tun und das gemütliche und zurückgezogene Leben genießen (ertragen?). Gestern erst, als ich auf der Terrasse in der Sonne las, hörte ich die Vögel alle zwitschern und die Eichhörnchen das Ihre tun. Das nennt man Erfahrung. Oder vielleicht Entropie. Und als ich ins Bett ging, die Beine ganz steif, wurde ich unaufhörlich von diesen perfekten Turnern und Akrobaten unterhalten, den Ratten, als sie an den Wänden und der Decke zeigten, was sie draufhatten. Bei ihnen gab es keine gebrochenen Beine, den kleinen Mistviechern.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Ciao.</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 28. August 2010 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Sabine Anders.</span></p>
<hr/>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-28-08-2010/">What&#8217;s New? 28/08/2010</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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		<title>What&#8217;s New? 27/04/2010</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-27-04-2010/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Apr 2010 09:18:41 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn die Tage vorbeifliegen wie in einem der alten Kalender in Kinofilmen, wo die Zahlen sich bewegen und auf der Leinwand tanzen, versuche ich gerade, mit meinem Finger auf einen Tag oder vielleicht eine Woche zu zeigen und alles anzuhalten. Oder wenigstens ein bisschen zu verlangsamen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-27-04-2010/">What&#8217;s New? 27/04/2010</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Sabine Anders</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2020/04/news_131i1.jpg" alt="" width="300" height="201" class="alignleft size-full wp-image-3257" />Wenn die Tage vorbeifliegen wie in einem der alten Kalender in Kinofilmen, wo die Zahlen sich bewegen und auf der Leinwand tanzen, versuche ich gerade, mit meinem Finger auf einen Tag oder vielleicht eine Woche zu zeigen und alles anzuhalten. Oder wenigstens ein bisschen zu verlangsamen. Was ich damit meine, ist: Ich bin am Ende einer Phase angelangt und stehe genau heute in einer köstlichen Pause zwischen der Fertigstellung einer ganzen Menge Dinge und dem Anfang des nächsten Projekts. Deshalb ist es eine ideale Zeit für mich, hier an meinem Schreibtisch zu sitzen, an diesem wundervoll verhangenen und nebligen Tag an der kalifornischen Küste, und meinen monatlichen Blog auf den neuesten Stand zu bringen, um ein paar Neuigkeiten mit Euch zu teilen.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Wie dieser unerschrockene Diskussionsteilnehmer James im Forum berichtet hat, hatte ich letztes Wochenende mehrere Auftritte auf der Buchmesse in Los Angeles, einschließlich einer Vorführung meiner neuesten und letzten Geschichte, vor einem vollen und gemütlichen Haus, die ich in dieser nun abgelaufenen Epoche des Kalenderjahres geschrieben habe, ganz zu schweigen vom natürlichen Jahr, nämlich das, nach dem wir alle dazu tanzen, wie sich die Erde stöhnend um ihre abgenutzte, alte Achse dreht. (Die sich, laut National Geographic, einen ganzen Inch verschieben wird wegen der Wassermassen, die sich hinter dem Dreischluchtendamm aufstauen, den die Chinesen gerade bauen.) Die Geschichte, die ich erst letzte Woche zu Ende geschrieben habe, heißt <em>In the Zone</em> und beschäftigt sich mit den Folgen der Atomkatastrophe von Tschernobyl im Jahre 1986. Das Bemerkenswerteste daran ist, dass die dort heimischen Tiere zurückkehren, die während der Nutzung des Landes durch den Menschen selten geworden oder ganz verschwunden waren. Wie ich zum Publikum gesagt habe, habe ich im Sommer 1987 zufällig im Westen Irlands gewohnt, zu einer Zeit, als meine Kleinen die einheimische Milch nicht trinken konnten, weil das Grass wegen der radioaktiven Wolke verseucht war, die im Jahr zuvor von der Ukraine herüber geweht war. Darüber habe ich sehr lange nachgedacht – und natürlich war ich schon immer von dem Gedanken fasziniert, dass die Natur sich wieder erholt, egal wie angeschlagen oder verseucht sie ist. Und daher: <em>In the Zone</em>. Die Geschichte spielt 1989 und schildert die Rückkehr zweier älterer Leute in ihren Heimatort in der Todeszone. Ich werde sie mit Euch teilen, wenn sie veröffentlicht ist.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;In der Zwischenzeit bleibt uns der Anfang von <a href="https://www.tcboyle.de/romane/wenn-das-schlachten-vorbei-ist/"><em>Wenn das Schlachten vorbei ist</em></a> (von Viking für den nächsten März vorgesehen) in der aktuellen Ausgabe von McSweeney’s, und die Kurzgeschichte <em>The Silence</em>, in der neuen Ausgabe des Literaturmagazins des Atlantic’s. In Europa, wie uns Holger von tcboyle.de freundlicherweise mitteilte, hat <a href="https://www.tcboyle.de/romane/das-wilde-kind/"><em>Das wilde Kind</em></a>, die allein veröffentlichte Erzählung, in Deutschland, der Schweiz und Österreich für viel Wirbel gesorgt. Und während ich mich in der Recherche für den nächsten Roman einrichte – ein Prozess, der morgen anfängt – kann ich Euch Neuigkeiten bieten, was in der Zwischenzeit zwischen diesem, was ich hier schreibe, und der Veröffentlichung von <em>Killing</em> demnächst erscheint: Harper’s wird die vierte Geschichte der neue Sammlung veröffentlichen, <em>What Separates Us From the Animals</em>, und der Playboy wird die fünfte bringen, <em>Good Home</em>, die von dem »Sport« Hundekämpfe inspiriert ist. All das ist in Ordnung und ich bin an diesem Punkt genau dann angekommen, als ich gehofft hatte.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Und jetzt? Jetzt richte ich mich für eine Runde Lesen und Notizen machen ein und für mindestens eine Fahrt zu dem Schauplatz des nächsten Romans. Und wo könnte das sein? Ich fürchte, ich bin noch nicht ganz bereit, das jetzt schon preiszugeben. In der Zwischenzeit gedeiht bitte und freut Euch und bleibt glücklich. Und bedankt Euch bei Sonya Sones für das Foto anbei, das mich in dem (im wahrsten Sinne des Wortes) grünen Zimmer zeigt, kurz bevor ich letzten Sonntag die Bühne betrat. </p>
<hr>
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 27. April 2010 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Foto: Sonya Sones. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Sabine Anders.</span></p>
<hr/>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-27-04-2010/">What&#8217;s New? 27/04/2010</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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		<title>What&#8217;s New? 27/03/2010</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-27-03-2010/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Mar 2010 13:21:31 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Leider ist die Regenzeit vorbei, aber der Frühling ist da. In den letzten zwei Wochen hatten wir hauptsächlich schönes Wetter, abgesehen davon, dass sich der Morgennebel vom Meer manchmal etwas länger hielt, und jetzt ist es gerade sonnig und um die 20 Grad.  Wie immer begann ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-27-03-2010/">What&#8217;s New? 27/03/2010</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Sabine Anders</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-3224" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2020/03/news_130i1.jpg" alt="" width="300" height="285">Leider ist die Regenzeit vorbei, aber der Frühling ist da. In den letzten zwei Wochen hatten wir hauptsächlich schönes Wetter, abgesehen davon, dass sich der Morgennebel vom Meer manchmal etwas länger hielt, und jetzt ist es gerade sonnig und um die 20 Grad. Wie immer begann mein Frühling nicht mit Osterblumen oder der Rückkehr der Zugvögel oder so etwas, sondern damit, dass diese kleinen, liebenswerten, jugendlichen Stubenfliegen wiederkamen, frisch ausgebrütet aus den Maden, die in den toten Ratten in der Wand und im Keller hausen. Sie sind so niedlich, diese Fliegen, wie sie aus den Wänden krabbeln und sich an den Fenstern versammeln, bis ihre mit Schleim überzogenen Flügel trocken genug sind, sodass sie damit fliegen können. Und der Geruch von verfaulendem Rattenfleisch ist auch sehr aromatisch. Frühling, ja genau.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Etwas positiver betrachtet bin ich ziemlich froschvoll (lest <em>Hopes Rise</em>, wenn Ihr eine Figur kennenlernen wollt, die wirklich reich an Amphibien ist). Ein Freund (ein junger Kerl ungefähr in meinem Alter, der seine volle Haarpracht lang wachsen lässt) und ich haben uns in letzter Zeit in einer Bar zu Besprechungen getroffen, abseits und im Stillen, sodass die nicht Eingeweihten denken könnten, wir heckten eine Art Drogen-Deal aus. Dabei haben wir nichts dergleichen getan: Stattdessen handelte es sich um einen Froschhandel. Dieser Freund hat erst vor drei Nächten ein paar von unseren sehr lautstarken und winzigen Baumfröschen gefangen und in meinen Teich gesetzt, in dem sie, sobald die Sonne untergeht, heiser vor Leben werden. Eidechsen, die still sind und weghuschen, sind etwas ganz anderes. Vorletzten Winter, als ich das Haus im Sequoia Nationalpark eröffnete, habe ich eine Zauneidechse über den Flur krabbeln sehen. Sie hat anscheinend im Feuerholz überwintert, und als ich den Holzofen anwarf und das Haus anfing, warm zu werden, kam sie heraus, etwas schwach auf den Beinen, weil sie dachte, es wäre Frühling, obwohl es mitten im Dezember war. Ich habe sie nach Hause nach Santa Barbara gebracht (nachdem ich mich schlau gemacht hatte, dass ihre Art im ganzen Staat weit verbreitet ist, damit ich keine ökologische Katastrophe heraufbeschwöre), wo sie jetzt anscheinend eine ganze neue Generation an Eidechsen hervorgebracht hat. Ich nehme an, sie war schwanger, als sie im Winterschlaf war. Entweder das, oder sie hat vor Ort einen Liebhaber gefunden.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;So stehen die Dinge hier also, wenigstens im Hinblick auf die Natur, oder das, was von ihr übrig ist. Was neue Veröffentlichungen betrifft: Wer sich dafür interessiert, kann sich auf die kommende Ausgabe von McSweeney’s (#34) freuen, mit einem Teil aus <a href="https://www.tcboyle.de/romane/wenn-das-schlachten-vorbei-ist/"><em>Wenn das Schlachten vorbei ist</em></a>, mit dem Titel <em>The Wreck of Beverly B.</em>, und auf das Atlantic Magazin, mit einer neuen Geschichte namens <em>The Silence</em>. Ich habe auch erfahren, dass Orion einen weiteren Teil des Romans abdrucken wird, genannt <em>Scorpion Ranch</em>, während Harper’s, das gerade erst <em>My Pain is Worse than Your Pain</em> in der Januar-Ausgabe abgedruckt hat, nun gegen Ende des Jahres auch die vierte von den neuen Geschichten veröffentlichen wird, <em>What Separates Us From the Animals</em>. Was die Hörbücher angeht, so ist die Blackstone Version von <a href="https://www.tcboyle.de/kurzgeschichten/wild-child/"><em>Wild Child</em></a>, gelesen vom Autor, erschienen, und hat eine tolle Rezension im AudioFile Magazin bekommen, in dem mein Akzent als »westlich« beschrieben wird. Das ist sehr interessant, in der Tat, besonders wenn ich den Mund aufmache und »dog« oder »coffee« sage. (Ich spiele außerdem mit dem Gedanken, <em>My Pain is Worse Than Your Pain</em> bei meinem alljährlichen Auftritt auf der Los Angeles Buchmesse zu lesen, am Sonntag, 25. April, um 3 Uhr nachmittags, und für diese Geschichte braucht man einen etwas ländlichen Akzent, zu dem ich leider nicht in der Lage bin, fürchte ich.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Aber zurück zur Natur: Schießt der Saft, wo so viele von Euch leben, die diese Seite besuchen? Ich erinnere mich daran, dass ich als Jugendlicher im College aus den Eimern getrunken habe, die an den Ahornbäumen im Staat New York hingen. Ich habe das mehr als einmal gemacht. Spät in der Nacht. Als ich von Bar zu Bar zog. Der Saft schmeckt wie sehr kaltes, leicht süßliches Wasser, wunderbar erfrischend, aber er hatte die erstaunliche Nebenwirkung, dass ich zu meiner jetzigen Größe in die Höhe schoss. Ich war nur fünf Fuß, als ich den ersten solchen kühlen Eimer mit den Lippen berührte, und am nächsten Tag war meine Hose mir schon zu kurz. Verdammt, hätte ich nur ein bisschen mehr getrunken, hätte ich vielleicht ein Basketball-Stipendium bekommen.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Jedenfalls wünsche ich Euch auf der nördlichen Halbkugel einen schönen blühenden und warmen Frühling, ganz zu schweigen von den Insekten. Bleibt gesund. Atmet tief. Und grabt Eure kurzen Hosen und Badeanzüge aus. </p>
<hr>
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 27. März 2010 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Sabine Anders.</span></p>
<hr/>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-27-03-2010/">What&#8217;s New? 27/03/2010</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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		<title>What&#8217;s New? 24/02/2010</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-24-02-2010/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Feb 2010 12:05:33 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Ich sitze zur Zeit nicht in einem Flugzeugsitz oder in einem von jenen anonymen Stühlen im Wartebereich eines Flughafens, und noch nicht einmal im Beifahrersitz eines Autos meiner Eskorte auf dem Weg zu einer Veranstaltung (oder einem Auftritt, wie ich es gerne nenne, ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-24-02-2010/">What&#8217;s New? 24/02/2010</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Sabine Anders</em></p>
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<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2020/02/news_129i1.jpg" alt="" width="200" height="300" class="alignleft size-full wp-image-3173" />Ich sitze zur Zeit nicht in einem Flugzeugsitz oder in einem von jenen anonymen Stühlen im Wartebereich eines Flughafens, und noch nicht einmal im Beifahrersitz eines Autos meiner Eskorte auf dem Weg zu einer Veranstaltung (oder einem Auftritt, wie ich es gerne nenne, weil ich mich dann besser fühle), sondern dort, wo ich meiner Meinung nach wirklich hingehöre: genau hier an meinem Schreibtisch. Ja, die Lesereise ist endlich vorbei, und ich bin gerade dabei, mich langsam wieder in das wirkliche Leben einzufinden (das heißt, ich krabble in Lumpen gehüllt herum und putze meiner Frau hinterher, leere Katzenklos aus und so, und gehe vielleicht sogar hin und wieder ein bisschen dem Schreiben nach). Ich hatte den Rohentwurf einer Geschichte fertig, kurz bevor ich Ende Januar auf Tour ging, und jetzt hatte ich Gelegenheit, die Geschichte zu überarbeiten und zur Veröffentlichung wegzuschicken. Sie heißt <em>What separates us from the animals</em> und ist eine Ich-Erzählung, die eine sehr geschwätzige Frau zum Besten gibt, die auf einer Insel vor der Küste von Maine lebt. Es kommt ein Arzt in der Geschichte vor. Er ist groß und schlampig. Meine Erzählerin &#8211; Margaret McKenzie &#8211; ist klein und präzise. Es kommt zu Komplikationen. Und wie ich vor ungefähr einer Woche im Forum erwähnt habe, wird die zweite Geschichte der neuen Reihe, <em>The Silence</em>, über einen buddhistischen Rückzugsort, bald im Atlantic-Magazin erscheinen, da das Erscheinungsdatum vom nächsten auf dieses gesegnete Jahr vorverlegt wurde. Für diejenigen unter Euch, die schon früher einen Vorgeschmack auf den nächsten Roman haben möchten, veröffentlicht McSweeney&#8217;s außerdem einen Auszug aus <a href="https://www.tcboyle.de/romane/wenn-das-schlachten-vorbei-ist/"><em>Wenn das Schlachten vorbei ist</em></a> in ihrer nächsten Ausgabe. Der Titel lautet <em>The Wreck of the Beverly B</em>.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Zu allem Überfluss gibt es Neuigkeiten vom Film: Joshua Leonard hat seine Verfilmung von <em>The Lie</em> in Spielfilmlänge abgeschlossen &#8211; das ist genau die Geschichte, die ich auf der Wild-Child-Tournee mit Freude dem Publikum präsentiert habe, und er hofft, die Verfilmung rechtzeitig für Cannes geschnitten zu haben, während Jamieson Fry seinen ziemlich erstaunlich wundervollen Buch-Trailer für <a href="https://www.tcboyle.de/kurzgeschichten/wild-child/"><em>Wild Child</em></a> fertig und online gestellt hat. Dieser Trailer ist, genau wie sein Trailer zu <a href="https://www.tcboyle.de/romane/die-frauen/"><em>Die Frauen</em></a>, auf der im Milo-Stil umgebauten Homepage meiner Website zu sehen; oder geht auf <a href="https://www.jamiesonfry.com/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">www.jamiesonfry.com</a>, wenn Ihr die Videos sehen wollt. (Die Siamesische Katze im Fadenkreuz in <em>Question 62</em>? Ja, das ist unsere eigene alternde Schönheit. Das schmollende kleine Mädchen in <em>Balto</em>? Meine Nichte. Was für ein Spaß! Und Jamieson hat versprochen, den Trailer von <a href="https://www.tcboyle.de/romane/wenn-das-schlachten-vorbei-ist/"><em>Wenn das Schlachten vorbei ist</em></a> diesen Herbst fertig zu haben, lange bevor das Buch nächsten März erscheint.)<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Gestern, es war mein erster ganzer Tag zu Hause, haben ich einen Journalisten und einen Fotografen von Paris Match empfangen, als Teil der Werbekampagne für die Veröffentlichung von <em>Les Femmes</em> in Frankreich. Zudem ist die Erzählung <a href="https://www.tcboyle.de/romane/das-wilde-kind/" rel="noopener noreferrer" target="_blank"><em>Das wilde Kind</em></a> gerade vom <a href="https://www.hanser-literaturverlage.de/" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Hanser Verlag</a> in Deutschland als alleinstehendes Buch erschienen und wurde, wie ich gehört habe, schon 20.000 Mal verkauft, ziemlich gut für einen schmalen Literaturband. Ich bin meinen treuen Lesern in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu Dank verpflichtet und wünsche ihnen viel Spaß beim Lesen, während der harte Winter in den fünften harten Monat geht. Am Kamin zu lesen ist eine Winterfreude, der sogar wir Kalifornier frönen können. Es regnet gerade, in Strömen, und ich bin vollkommen bereit, mich später am heutigen Tag vor dem Kamin auf der Couch auszustrecken, mit einem Buch und der Katze jeweils auf meinem Brustbein und meinem Bauch aufgeschlagen, während unser Hund in der Wolke seines eigenen Gestanks in aller Nähe unter dem Stuhl döst.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Das wär&#8217;s dann, Leute. Ich hoffe, dass ich noch eine oder zwei Geschichten entdecke, bevor ich mich später diesen Frühling der Recherche für den nächsten Roman zuwende. In der Zwischenzeit ist alles in Ordnung und ich bin sehr glücklich, endlich zu Hause zu sein.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Bleibt trocken. Und warm.</p>
<p>PS: Das Foto anbei, von Steve Levin, mit freundlicher Unterstützung von Gary Millman, zeigt mich in meinem roten Anzug in der Bibliothek von Chicago, nach einem Auftritt, einen Stift in der Hand. Lasst Euch nicht von meinem Gesichtsausdruck abschrecken &#8211; glaubt mir, ich habe Spaß, aber vielleicht ist ein ganz klein bisschen Müdigkeit dabei. </p>
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<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 24. Februar 2010 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Sabine Anders. Foto: Steve Levin/Gary Millman</span></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-24-02-2010/">What&#8217;s New? 24/02/2010</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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