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	<title>Iowa Archive - www.tcboyle.de</title>
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	<title>Iowa Archive - www.tcboyle.de</title>
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		<title>What&#8217;s New? 04/07/2011</title>
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		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Jul 2011 15:52:53 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Ich hatte vor, das Datum zu frisieren – das heißt, die News auf den 30. Juni zu datieren – nur damit ich für jeden Monat einen Blog-Eintrag habe, wie es meinen analfixierten Neigungen entspricht, aber hier bin ich und schreibe wirklich an diesem glückverheißenden Tag zu Euch.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-04-07-2011/">What&#8217;s New? 04/07/2011</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Sabine Anders</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2021/07/news_144i1.jpg" alt="" width="300" height="199" class="alignleft size-full wp-image-5945" />Ich hatte vor, das Datum zu frisieren – das heißt, die News auf den 30. Juni zu datieren – nur damit ich für jeden Monat einen Blog-Eintrag habe, wie es meinen analfixierten Neigungen entspricht, aber hier bin ich und schreibe wirklich an diesem glückverheißenden Tag zu Euch, voller Stolz, ein echter Amerikaner zu sein. Wie stolz genau, das lasst mich anhand einer kleinen Geschichte vom Vatertag vor zwei Wochen illustrieren. Ich fand mich oben auf dem Berg wieder und nahm an einer kleinen Feier auf der Terrasse der Hütte teil. Eine Band war dort aufgestellt, vier Mitglieder, alte Kerle aus Porterville, die hauptsächlich Country Musik mit einem Einschlag der frühen Stones und was auch immer spielten, und es waren vielleicht dreißig Einheimische da, zwei Motorradfahrer in voller Uniform und fünf Ü-30-Leute aus Amsterdam mit einem kleinen Baby im Schlepptau. Ich dachte darüber nach, dass diese holländischen Touristen das echte Amerika zu sehen bekamen und keine Disney-Version davon, und wie toll das war: auf unserer Seite standen weiße, reaktionäre Hinterwäldler, Hank Williams und der rundlichere der zwei Biker, der sich fast eine Stunde lang in aller Stille am Ende der Terrasse übergab. Und was haben die Holländer? Staatliche Museen?<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Was den Chili-Kochwettbewerb angeht, den ich in meiner letzten Meldung hier erwähnt habe, der über das Memorial-Day-Wochenende stattfand (wie die Zeit vergeht, nicht wahr?) – das war eine Katastrophe. Als ich aufwachte, lagen über dreißig Zentimeter Schnee und den ganzen Tag heulte ein Sturm. Nur vier unerschrockene Teilnehmer waren da anstatt der rund fünfzehn, die da hätten sein sollen, und sie kochten in ihren Zelten zusammengekauert auf dem Parkplatz, während der Rest von uns sich in der sehr überfüllten Bar die Zeit vertrieb. Was die eigentliche Beurteilung angeht, so saßen wir zwei Richter draußen über die verschiedenen Proben gebeugt und einer von uns – das heißt ich – wäre an der ungeschützten Seite fast erfroren. Die Band (eine andere Gruppe, etwas jünger und darauf fixiert, Rock’n’Roll Standardsongs genauso so zu spielen, wie sie auf den CDs klingen!) hatte sich drinnen ein sicheres Plätzchen eingerichtet, und alle hatten Spaß, außer Mary, die Betreiberin der Hütte, weil die Straßen sehr schlecht befahrbar waren und das Publikum sehr viel kleiner. Es konnte zum Beispiel keiner der Biker raufkommen, die in ihren üblichen Horden und Zahlen zwei Liter Tequila getrunken und dreizehn Hotdogs pro Kopf gegessen hätten. Da habt Ihr es. Das ist es. Das ist die Zusammenfassung des glamourösen Lebens, das ich als stolzer Amerikaner auf dem Gipfel eines isolierten amerikanischen Berges im weiten rauen Westen von Amerika selbst gelebt habe.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Dazu kommt, wie mehrere der Diskussionsteilnehmer in unserem Forum [tcboyle.com] wissen – vor allem Mr. P. und Lynnbarry –, dass ich von dem Berg herunter gesaust bin, um für die Santa Barbara Schriftstellerkonferenz in einem der Ferienorte an der Küste hier aufzutreten und dem Publikum dort zwei Tochter-Geschichten zu servieren: <em>Zurück ins Eozän</em> und <em>Chicxulub</em>. Das Publikum war betrunken, gelassen und leicht zum Lachen zu bringen und bei der ersten Geschichte wälzten sie sich in Ekstase. Die zweite hat das Blatt jedoch wirklich gewendet. Oh, das ist eine düstere und erschreckende Geschichte. Gesichter wurden weiß, Tränen flossen, und nach meiner Zählung gab es drei Selbstmordversuche (alle glücklicherweise verhindert). Und ja, Anfang des Monats kletterte ich in die große Todesfalle aus Stahl und schoss quer über den Himmel nach Iowa, wo ich an den Feierlichkeiten teilnahm, die rund um den 75. Jahrestag einer zurecht verehrten Einrichtung, des Writer’s Workshops, stattfanden. Ich wies das Publikum darauf hin, dass ich dort zum 50. Jahrestag auf der Bühne stand (bei dem ich Teil einer Diskussionsrunde mit Ray Carver, Stephanie Vaughn, Jim McPherson und Bob Shacochis war, bei der wir über die Renaissance der Kurzgeschichte redeten), und ich versicherte ihnen, dass ich ganz sicher zum 100. Jahrestag wiederkommen würde. Diesmal war ich allerdings alleine und mein Thema war »Die Zukunft der Kurzgeschichte«. Da meine Zeit auf der Bühne auf eine Viertelstunde begrenzt war, musste ich mich zu dem Thema natürlich kurz fassen, aber es gelang mir, hoffe ich, etwas Wertvolles zu sagen und meinen Mentoren aus Iowa Anerkennung und Dank zukommen zu lassen: Vance Bourjaily, John Cheever, John Irving, Frederick P.W. McDowell (der Vorsitzende meines Doktorarbeitsausschusses), Miriam Gilbert, John Huntley und Dave Morrell.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Aber Iowa. Seit unserer Studentenzeit stehen wir alle in Konkurrenz zueinander, ganz egal, wie sehr wir versuchen, das zu verleugnen, und Solidarität schwören, und so ist es bis zum heutigen Tag geblieben. Das war ein Treffen der Platzhirsche der Literatur. Meine Vorgehensweise? Ich stand da mit einem Cocktail in der Hand und wartete, bis einer von ihnen sich umdrehte und ich an sein/ihr Bein pinkeln konnte. Aber nein, im Ernst, meine Freunde, war ich über solche Kleinlichkeit erhaben und habe die ganze Nostalgie-Reise sehr genossen, vor allem die verschiedenen Sitzungen über Literatur und die Gespräche nach Konferenzende in den dunklen und stinkenden Bars, die sich seit meiner Studienzeit nicht im geringsten verändert haben, außer vielleicht, dass es jetzt in den Toiletten ein oder zwei neue Seifen mehr gibt.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Bevor ich es vergesse und mich an die Arbeit mache, während ich Euch ein schönes Feiertagswochenende hier in Amerika wünsche (wie ich von diesen ehrwürdigen Historikern, Ms. Bachmann und Ms. Palin, höre, haben wir die vereinigten Flotten von Russland, Polen und China im Jahre 1632 mit dem einfachen Trick besiegt, dass wir ihre Kommunikation per Radio gestört haben, daher die Feier), sollte ich sagen, dass ich so fleißig arbeite wie je zuvor, damit ich <a href="https://www.tcboyle.de/werke/san-miguel/"><em>San Miguel</em></a> fertig habe, wenn ich mich das nächste Mal hier zu Wort melde. Das hoffe ich zumindest brennend. Bis dahin, <em>cin cin</em>.</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 04. Juli 2011 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Sabine Anders.</span></p>
<hr/>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-04-07-2011/">What&#8217;s New? 04/07/2011</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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		<title>What&#8217;s New? 30/09/2010</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-30-09-2010/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Sep 2010 08:08:39 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Hier bin ich und werde philosophisch, im zweiten Monat meiner Genesung, ein Leser, ein Sitzender, ein Beobachter der Natur im engsten Rahmen, und was habe ich von meinen Mühen gelernt? Nichts, was ich nicht schon wusste. Ich musste einfach eine Geschichte schreiben ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-30-09-2010/">What&#8217;s New? 30/09/2010</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Sabine Anders</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2020/09/news_136i1.jpg" alt="" width="300" height="198" class="alignleft size-full wp-image-4715" />Hier bin ich und werde philosophisch, im zweiten Monat meiner Genesung, ein Leser, ein Sitzender, ein Beobachter der Natur im engsten Rahmen, und was habe ich von meinen Mühen gelernt? Nichts, was ich nicht schon wusste. Ich musste einfach eine Geschichte schreiben, die <em>My Pain is Worse Than Your Pain</em> heißt, in der sich der Erzähler das Bein bricht – zweimal – und so das Schicksal herausfordern, aber meine Beteiligung an dieser Geschichte war rein theoretischer Natur und nicht körperlicher, was ihr die Art von Tiefe verliehen hätte, die ich erlebt habe, seit ich in meine eigene Zwangspause gestolpert bin. Nennt es Recherche. Wenigstens weiß ich jetzt, dass ich es vermeiden sollte, irgendeiner von meinen Figuren einen Gehirntumor aufzubürden.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Ich denke an meinen Jugendfreund Paul Delaney, der schon früh ein Bein verloren hat und den Rest seines überschwänglichen und freudigen Lebens mit einem auskommen musste, während Krücken für ihn so selbstverständlich wurden wie für den Rest von uns zwei Beine. Oder an Jamieson, der mir vor ein paar Monaten erzählt hat, dass er an die Ostküste zurückkehren musste, um seiner Mutter zu helfen, die sich den Knöchel gebrochen hatte. Ich konnte nicht ganz verstehen, was das alles sollte – wer zum Teufel braucht schon einen Knöchel? Lasst uns einfach alle mit unseren Stummeln herumhüpfen. Jetzt weiß ich es besser. Und meine Verletzung war tatsächlich noch sehr leicht – der Gips ist weg, ich treibe wieder Sport, und in einem Monat oder so sollte ich wieder laufen können, wenn alles gut geht.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Ich denke an Audens <em>Musée des Beaux Arts</em>. Wie sehr hat mich dieses Gedicht gerührt, als ich es während meiner Studienzeit in Iowa zum ersten Mal entdeckte, wie sehr rührt es mich immer noch, da es den Gedanken ausspricht, dass uns der Schmerz, der andere betrifft, die Art, wie jeder andere Körper außer unserem eigenen tickt, vollkommen ungerührt lässt: </p>
<blockquote><p><em>»Was das Leiden betrifft, lagen sie nie falsch, die alten Meister; wie gut verstanden sie seine Stellung im menschlichen Leben: Wie es passiert, während jemand isst oder ein Fenster öffnet oder einfach gedankenlos vorbeigeht.«</em> (<em>Sin Dolor</em>, irgendjemand?) </p></blockquote>
<p>Na gut. Genug. Aber bevor ich mich den Neuigkeiten zuwende, würde ich gerne ein paar Worte über den Tod von Vance Bourjaily verlieren, der mein Freund und Mentor in Iowa war. Vance gab seinen Studenten Unterstützung, war uns ein Vorbild (ich erinnere mich noch an die Spannung, die den Seminarraum in Atem hielt, als er uns erzählte, wie er sich fühlte, nachdem er sich für eine Karriere als Künstler entschieden hatte, und jemand fragte, womit er seinen Lebensunterhalt verdiente, und er ohne jede Verlegenheit antworten konnte: »Ich schreibe Romane«) und, was am wichtigsten ist, glaube ich, er beruhigte uns, wenn wir selbst Angst hatten oder uns über unser Können Sorgen machten. Er war eine der überragenden Größen in meinem Leben und ohne ihn wäre ich heute nicht der Schriftsteller, der ich bin. Um von etwas fröhlicherem zu sprechen, möchte ich einer der anderen wichtigen Persönlichkeiten in meinem Leben, meinem Agenten Georges Borchardt, gratulieren, der Ende dieses Monats in der französischen Botschaft in New York für seinen Beitrag zur Literatur ausgezeichnet und in die Ehrenlegion aufgenommen wird. Ich wünschte nur, ich könnte dort sein, um mit ihm zu feiern. Er hat sich für Tausende unserer besten Schriftsteller eingesetzt und unermüdlich für ihre Rechte gekämpft. Sein Verstand und seine Ehrenhaftigkeit sind unübertroffen. Als Dichter und Schriftsteller ihn letztes Jahr ausführlich interviewten, wurde er gebeten, sich zu einer Bemerkung zu äußern, die ich einmal über ihn gemacht hatte, nämlich als ich ihn als den allerbesten Menschen in der Geschichte unserer Art bezeichnet hatte. Georges sagte: »Nun ja, wie ihr wisst, neigt Tom zu Übertreibungen.« Pause. »Aber er hat oft recht.«<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Neuigkeiten? Ich habe immer noch vor, zu meinen Auftritten in Las Vegas am 3. November und in Boise am 10. zu erscheinen, selbst wenn ich krabbeln muss. Ich freue mich darauf, wieder aus dem Haus zu kommen und auf der Bühne zu stehen. Ehrlich gesagt kann ich es kaum erwarten. Was neue Veröffentlichungen angeht, so werden viele von Euch bereits wissen, dass die aktuelle Ausgabe von Harper’s eine der sechs neuen Geschichten bringt, <em>What Separates Us From the Animals</em>. Ich habe noch keine Nachricht, wann die restlichen beiden – <em>Good Home</em> und <em>In the Zone</em> – im Playboy bzw. in der Kenyon Review erscheinen, aber ich werde Euch auf dem Laufenden halten. Ich habe gerade erst die Korrekturabzüge des letzten Auszugs aus <a href="https://www.tcboyle.de/werke/wenn-das-schlachten-vorbei-ist/"><em>Wenn das Schlachten vorbei ist</em></a> an die Iowa Review zurückgeschickt (die ersten beiden sind in McSweeney’s und Orion erschienen). Mir wurde gesagt, dass der Auszug – <em>The Rat Savior</em> – im Dezember erscheinen soll.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Aber das ist alles. Jetzt muss ich wieder an die Arbeit. Ciao.</p>
<p>P.S.: Das Bild anbei ist Bruegels »Landschaft mit dem Sturz des Ikarus«, das die Inspiration für Audens Gedicht war.</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 30. September 2010 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Sabine Anders.</span></p>
<hr/>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-30-09-2010/">What&#8217;s New? 30/09/2010</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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		<item>
		<title>What&#8217;s New? 16/02/2005</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-16-02-2005/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Feb 2005 22:42:21 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Ganz große Klasse. Heute abend habe ich Frau Boyle ins Café del Sol ausgeführt. Wir nahmen Regenschirme mit - in Erwartung eines feuchten Spaziergangs im Regen, da es den ganzen Tag geregnet hatte - aber es hatte aufgeklart und wir brauchten die Schirme nicht, und uns schienen ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-16-02-2005/">What&#8217;s New? 16/02/2005</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Beate Walz</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2025/02/news_71i1.jpg" alt="" width="200" height="300" class="alignleft size-full wp-image-8102" />Ganz große Klasse. Heute abend habe ich Frau Boyle ins Café del Sol ausgeführt. Wir nahmen Regenschirme mit &#8211; in Erwartung eines feuchten Spaziergangs im Regen, da es den ganzen Tag geregnet hatte &#8211; aber es hatte aufgeklart und wir brauchten die Schirme nicht, und uns schienen noch einige späte Sonnenstrahlen ins Antlitz, die uns fassungslos machten, der Sonnenuntergang erschien wie von einem Psychopathen gemalt, übersättigt mit gebieterisch geformten Wolken.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Solcherart sind die Miseren des Winters in Südkalifornien. Jedenfalls dachte ich, es wäre besser nach Hause zu hoppeln und Euch mit den letzten Ereignissen vertraut zu machen. Erstens, wie Ihr an der Grafik anbei ersehen könnt, ist mein erster Young Adult Titel (YA) für das Herbstprogramm von Penguin fertig. Eine Kollektion von bekannten Storys (und einer neuen Story), zusammengestellt von meinem Herausgeber für den Jugendbuchmarkt. Wie ich mich dabei fühle? Sehr gut. Ich weiß, dass etliche junge und jüngere Leute auf diesen Internetseiten surfen und auch chatten, so wie es sein soll, und ich hoffe, sie werden mehr erfreut sein als beleidigt ob dieser neuesten Entwicklung. Das Buch ist, soweit ich weiß, eine weitere Kollektion, eine, wie sie die Deutschen im Laufe der Jahre zusammengestellt haben. Und egal welchen Markt sie ansprechen soll, YA, OA, MAA und MIAA &#8211; es ist ein Gewinn. Hier eine Aufstellung der Storys, die vom Penguin-Herausgeber ausgewählt wurden: <em>The Human Fly, The Champ, Rara Avis, Beat, Greasy Lake, The Love of My Life, Achates McNeil, 56-0, The Hit Man, Almost Shooting an Elephant, Juliana Cloth</em> und <em>Heart of a Champion</em>. Der Titel des Buches lautet: <em>The Human Fly</em>. (dt: <a href="https://www.tcboyle.de/werke/der-fliegenmensch/">Der Fliegenmensch</a>).<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Andere Neuigkeiten: Wir arbeiten an einem Cover für den neuen Sammelband <a href="https://www.tcboyle.de/werke/zaehne-und-klauen/"><em>Zähne und Klauen</em></a>, der ebenfalls in diesen Herbst erscheinen wird. Wenn die Abteilung Künstlerische Gestaltung die Arbeiten am Design beendet hat, werde ich es hier präsentieren und von Euch billigen lassen. Die Korrekturen für <em>The Swift Passage of the Animals</em> sind an den <em>Playboy</em> zurückgegangen, und ich erwarte, die Story binnen kurzem gedruckt zu sehen; wie schon in dieser Kolumne erwähnt, wird <em>Three Quarters of the Way to Hell: A Christmas Story</em>, in der Dezember-Ausgabe erscheinen, was zu spät wäre, um sie noch in <a href="https://www.tcboyle.de/werke/zaehne-und-klauen/"><em>Zähne und Klauen</em></a> mit hineinzunehmen. Und das war es unglücklicherweise auch schon wieder an neuen Kurzgeschichten, aber der Roman <a href="https://www.tcboyle.de/werke/talk-talk/"><em>Talk Talk</em></a> hat bereits einen Umfang von 300 Seiten, und ich gedenke, ihn diesen Sommer zu beenden und abzuliefern, sofern das alte (sehr alte und oft missbrauchte) Gehirn mitspielt. Ich hoffe jedoch, Euch allen noch einige weitere dieser unnachahmlich kurzen Erleuchtungen bieten zu können.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Das war&#8217;s, nur noch dieses: Das Datum der Lesung in Iowa mit John Irving, zu Ehren meines lieben Freundes Frank Conroy, der als Kopf der Arbeitsgruppe zurücktritt, wurde auf den 22. April verlegt. Also, all ihr Iowaner, Nebraskaner, Illinoiser, Minnesoter, Missourier und ihr bunt gemischten schweizer, deutschen, kenianischen, südkoreanischen und indonesischen Fans, seid auf der Hut! Es wird lustig. Sehe Euch dort. </p>
<p>P.S. Auch ich war einst, vor Äonen, ein YA, ein Young Adult.</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 16. Februar 2005 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Beate Walz.</span></p>
<hr/>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-16-02-2005/">What&#8217;s New? 16/02/2005</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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		<item>
		<title>What&#8217;s New? 12/06/2003</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-12-06-2003/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Jun 2003 21:14:56 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Bin jetzt seit zwei Wochen zu Hause. Schön. Hier an der kalifornischen Küste erleben wir gerade unseren »düsteren Juni«, wenn kühlfeuchte Luft vom Meer hereinstömt und Nebel und tiefhängende Wolken an die Küste drängen. Ich glaube, ich habe es hier schon letztes Jahr um diese Zeit erzählt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-12-06-2003/">What&#8217;s New? 12/06/2003</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
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<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2023/06/news_52i1.jpg" alt="" width="200" height="275" class="alignleft size-full wp-image-7136" />Bin jetzt seit zwei Wochen zu Hause. Schön. Hier an der kalifornischen Küste erleben wir gerade unseren »düsteren Juni«, wenn kühlfeuchte Luft vom Meer hereinstömt und Nebel und tiefhängende Wolken an die Küste drängen. Ich glaube, ich habe es hier schon letztes Jahr um diese Zeit erzählt: Ich liebe das, aber da bin ich ganz bestimmt in der Minderheit. Tatsächlich war es so, dass, nachdem ich am Unterricht meines Sohnes in der Santa Barbara Highschool teilgenommen hatte, und wir (meine Frau, meine Tochter und ich) zu Mittag in einem meiner Lieblingslokale auf der State Street gegessen haben, wir die einzigen Gäste dort waren. Ohne Sonne keine Touristen.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Das letzte europäische Abenteuer war ziemlich nervig (der Flug, die Hotels, die ganze Verehrung), ich habe aber in London und an einem der seltenen sonnigen Tage in Amsterdam ein paar Stunden für mich gehabt. Genauer gesagt, als am ersten Tag in Amsterdam die Interviews vorbei waren, hatte ich nichts zu tun und konnte mit einem Buch in der Hand die Kanäle entlang spazieren. Und das war, ja, entspannend, und Entspannung ist etwas, das bei mir in letzter Zeit zu kurz gekommen ist. Das war auch schön, denn Amsterdam war die erste europäische Stadt, in der ich jemals gewesen war, und ich wohnte diesmal in derselben Straße (Herengracht), und eineinhalb Ecken entfernt von der Billigabsteige, die ich vor vielen Jahren als erstes heimgesucht hatte. (Noch was zu Amsterdam: Ich habe jetzt einen neuen niederländischen Verlag, Ambos/Anthos, während ich früher von Contact verlegt wurde, und beim ersten Mal besuchte ich im Auftrag dieses Unternehmens den Verleger selbst und aß zu Abend bei ihm zuhause, einem Haus, das in den 1600er Jahren erbaut worden war; nach den Cocktails und ein bisschen Geplauder über sehr Altes, konnte ich stolz verkünden, dass ich  in L.A. im ältesten Haus der Straße wohnte, erbaut vor sehr langer Zeit, 1949.) Jedenfalls hat es mir dort gefallen, und in Dublin ebenso, wo ich mit ein paar alten Freunden aß, quatschte und einen klitzekleinen Schluck John Powers Whiskey kippte. Ah ja, und bevor ich den Boogaloo-Club in London vergesse, erwähne ich ihn hier und jetzt, wo Richard Price und ich ein gut aufgelegtes Publikum unterhielten, und auch »The Kitchen« in Den Haag, wo Louis Behre ein verrücktes und wunderschönes Publikum dazu brachte, einem Non-Stop-Monolog, einigen gut ausgearbeiteten Witzen und einer Lesung aus <a href="https://www.tcboyle.de/werke/drop-city/"><em>Drop City</em></a> zuzuhören, außerdem dem alten Dauerbrenner <em>Ende der Nahrungskette</em>.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Zu den Neuigkeiten: Ich habe noch einen Auftritt, bevor im Sommer alles zum Stillstand kommt und ich hinauf in die Berge eilen kann, um letzte Hand an <a href="https://www.tcboyle.de/werke/dr-sex/"><em>Dr. Sex</em></a> zu legen, das jetzt auch schon ziemlich dicht vor der Vollendung steht. Der Auftritt ist in San Diego am Montag, 16. Juni. Zuerst bin ich in der ersten Folge von »Book Club of the Air« auf KPBS um 18:30, Moderator ist Dirk Sutro. (Jawohl, ihr habt es erraten: <em>The Tortilla Curtain</em> (<a href="https://www.tcboyle.de/werke/america/"><em>América</em></a>).) Nach der Radiosendung gehe ich nach nebenan ins Backdoor, einem Club auf dem Campus der San Diego State University, wo ich ein bisschen lese und Bücher signiere. Alle San Diegoer sind eingeladen (genau wie alle anderen, die Leute aus Indiana, aus Ohio, aus Iowa und Hinz und Kunz, obwohl die Anfahrt für einige vielleicht ein kleines bisschen zu weit ist). Übrigens, eines der befriedigendsten Dinge in London war eine ähnliche Radiosendung über Bücher auf BBC, präsentiert von James Naughtie – dieses Format mochte ich wirklich. Von allen, die <a href="https://www.tcboyle.de/werke/america/"><em>América</em></a> gelesen und besprochen hatten wurden zwanzig ausgewählt, ins Studio zu kommen und mit uns an der Live-Diskussion teilzunehmen. Was war so toll daran? Der Grad der Begeisterung, die offensichtlich spannungsgeladene Atmosphäre und wie durchdacht die gestellten Fragen waren. Für mich – wie für jeden Autoren – ein kurzer Besuch im Himmel.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Also. Mein Knie tut weh. Mein Kopf tut weh. Mein Ellbogen tut weh. Aber ich weiß ja, dass die Kniescheibe mit dem Oberschenkelknochen verbunden ist und der Oberschenkelknochen mit dem Was-auch-immer-Knochen, und das hält mich aufrecht – und so begebe ich mich hinaus in die nahen Berge, um schön in Süßwasser zu baden (man fährt hoch über den San Marcos Pass und schwuppdiwupp ist man im schönsten Sonnenschein). Ich fühle mich ein wenig besser, während ich hier sitze und von einer Abschweifung abschweife, aber ich erlebte am Montag vor einer Woche zum ersten Mal, dass ich, ausgestreckt auf der Couch in meinem Büro liegend, für gut drei Stunden am Lesen und Musikhören war, nachdem ich mich ausgezogen hatte, geschwommen war, mich wieder angezogen hatte und ein wenig gewandert war, plötzlich eine Bewegung auf meiner Haut spürte, dieser kostbaren Haut, genau oberhalb des zuvor erwähnten Hüftknochens. Möchte jemand wetten? Genau, es war der Cousin der Hirschzecke, die mich <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-15-05-2003/">letzten Monat</a> erwischt hatte, doch diese hier hatte noch nicht meinen süßen, empfindlichen Punkt gefunden, und ich beförderte sie (oder ihn?) an einen dunklen und stürmischen Ort, ich ich hoffe wirklich, um aller Parasiten willen, dass sie (er?) schwimmen kann.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Ciao erstmal – ich widme mich jetzt einem guten Buch.</p>
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<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 12. Juni 2003 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann.</span></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-12-06-2003/">What&#8217;s New? 12/06/2003</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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