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	<title>Dürre Archive - www.tcboyle.de</title>
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	<title>Dürre Archive - www.tcboyle.de</title>
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		<title>What&#8217;s New? 01/04/2022</title>
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		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Apr 2022 21:03:13 +0000</pubDate>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-01-04-2022/">What&#8217;s New? 01/04/2022</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2022/04/tcb-010422-vb.jpg" alt="" width="725" height="380" class="aligncenter size-full wp-image-6455" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2022/04/tcb-010422-vb.jpg 725w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2022/04/tcb-010422-vb-480x252.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 725px, 100vw" /></p>
<p>Es ist wieder der 1. April und ich kann mich kaum dazu aufraffen, Witze zu machen, so trostlos, unharmonisch und erschreckend ist die Welt in letzter Zeit. Ukraine, die BA.2-Variante, die Dürre im Westen der Vereinigten Staaten, die die ersten zweiundzwanzig Jahre dieses Jahrhunderts zur trockensten Periode im Südwesten seit zwölfhundert Jahren macht. Als ich 2014 um diese Jahreszeit die Geschichte <em>You Don&#8217;t Miss Your Water (Til the Well Runs Dry)</em> schrieb, machte ich mir einen Spaß aus unseren schlimmsten Befürchtungen, die sich inzwischen ein Dutzend Mal bewahrheitet haben. Lasst mich nicht damit anfangen. Erinnert Ihr Euch an meinen Roman <a href="https://www.tcboyle.de/werke/ein-freund-der-erde/"><em>Ein Freund der Erde</em></a>, in dem es um die globale Erwärmung und eine virale Pandemie im Jahr 2000 ging? Oder an die Geschichte <em>Surtsey</em> aus der Sammlung <a href="https://www.tcboyle.de/the-relive-box/"><em>The Relive Box</em></a>? Die Zukunft ist da, und sie ist gar nicht so lustig. Wir werden in Kalifornien brennen, wieder und wieder. Aber hier ist die gute Nachricht: Selbst wenn ich verkohlt wie ein Brikett in meinem Bett liege, wenn die Waldbrände über uns hinwegfegen, werden wenigstens einige von Euch das Szenario meines im nächsten Jahr erscheinenden Romans <em>Blue Skies</em> genießen können, der diese zerstörte Umwelt zehn Jahre in die Zukunft verlegt. Und ja, schon gut, es ist lustig, aber nur per Definition. Also, einen schönen 1. April.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Damit komme ich zu den Neuigkeiten, der Daseinsberechtigung dieses Blogs, in dem ich jeden Monat Neuigkeiten präsentiere, die bis ins Jahr vor der Veröffentlichung von <em>Ein Freund der Erde</em> zurückreichen, und die hier in einem delirierenden Durcheinander von Ereignissen, Gedanken und Witzen aus nunmehr dreiundzwanzig Jahren archiviert sind. Zuerst die Nachricht, dass mein aktueller Roman <a href="https://www.tcboyle.de/werke/sprich-mit-mir/"><em>Sprich mit mir</em></a> im Juni als Taschenbuch erscheinen wird, und danach, im September, wird die neue Kurzgeschichtensammlung <em>I Walk Between the Raindrops</em> veröffentlicht. <em>Big Mary</em>, eine der Geschichten in dieser Sammlung, ist gerade in der aktuellen Ausgabe von <em>Narrative online</em> erschienen. Sie wird von einem Musiker in einer Barkapelle erzählt und ist anzuhören wie ein Bluesstück, wenn auch nicht ganz so wie meine Robert-Johnson-Geschichte <em>Stones in My Passway, Hellhound on My Trail</em>. Der Blues. Ich liebe den Blues.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Nachdem ich das Euch das letzte Mal geschrieben hatte, unternahm ich meinen ersten Ausflug in die Hölle der Flugreisen, eine Reise Anfang des Monats, die mich nach Tennessee Tech führte, um eine Lesung zu halten, und dann nach Tucson, um dasselbe auf der Tucson Book Fair zu tun. Es war sehr belebend, wieder auf der Bühne zu stehen und mit einem Publikum zu interagieren. Ich habe es geliebt. Ich will mehr davon. Aber die Flüge! Mehr denn je ein Albtraum (könnt Ihr sagen: »Verspätung«, »verpasster Anschluss«, »wie wild durch die Flughäfen rennen und trotzdem den Flug verpassen«?) Im College gab es einen Typen, der sich ständig beschwerte, alt vor seiner Zeit. Wir nannten ihn den <em>Great Complainer</em> oder kurz G.C.. Jetzt habe ich seine Rolle übernommen. In nächster Zeit stehen jedoch zwei weitere Flüge und mit dem L.A. Times Festival of Books eine weitere Buchmesse an. Nächste Woche, wenn ich so lange lebe, bin ich hoffentlich am Elizabethtown College in Pennsylvania, und Anfang Mai hoffe ich, für eine Lesung und ein wenig Nostalgiepflege wieder in Iowa City zu sein, bevor ich schließlich nach New York weiterfahre, um meinen Agenten und meinen Verleger zu treffen.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Bis dahin wünsche ich Euch allen große Becher der Freude, um das langsame, stetige Schleichen des weltlichen Elends auszugleichen.</p>
<p>P.S. Für eine echte Dosis Aprilscherz gibt es hier meinen <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-01-04-2016/">Blogeintrag vom 1. April 2016</a>, dem ersten Tag von Donald J. Trumps selbstsüchtiger Präsidentschaft.</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 01. April 2022 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann.</span></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-01-04-2022/">What&#8217;s New? 01/04/2022</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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		<title>What&#8217;s New? 17/01/2014</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-17-01-2014/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Jan 2014 22:03:25 +0000</pubDate>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-17-01-2014/">What&#8217;s New? 17/01/2014</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2024/01/news_175i1.jpg" alt="" width="196" height="300" class="alignleft size-full wp-image-7658" />Gestern habe ich also den Rest des Weihnachts-Eierlikörs getrunken (Lucerne Light, mit dem Verfallsdatum 4. Januar), nachdem ich zuerst zur Probe ausgiebig an ihm geschnüffelt und dann einen ordentlichen Schuss davon in den supergroßen Teepott gegeben hatte, den ich mir jeden Morgen gönne, um mein Gehirn auf Touren zu bringen, bevor ich mich an die Arbeit setze. Was die Feiertage selbst betrifft, an die erinnere ich mich ansonsten nur schwach, und das ist wohl auch gut so, trotzdem kann ich nicht umhin festzustellen, dass es nur noch 329 Tage Einkaufstage bis Weihnachten sind. Die Nachrichten, die immer wiederkehrenden Nachrichten: die Dürre. Hier in den Sierras auf 2.200 Metern Höhe liegen die Temperaturen am Tage bei etwa zehn bis fünfzehn Grad Celsius, und das bisschen Schnee, das letzten Monat gefallen ist, ist so gut wie geschmolzen und hat Pfützen hinterlassen, die nachts wieder zufrieren und trügerische Festigkeit vorgaukeln. In einem normalen Jahr haben wir hier über fünf Meter Schnee, und in einem El-Nino-Jahr ist es doppelt so viel. Dieses Jahr ist kein El-Nino-Jahr, sondern eher ein El-Viejo-Jahr, vertrocknet und zahnlos, und wir haben große, große Probleme. Der See ist verschwunden, der Fluss Tule zu einem Rinnsal geschrumpft, die Hunderte Millionen Kiefern halten kaum noch durch. Vögel sind selten geworden, die Kojoten ausgemergelt. Ungefähr die einzigen Kreaturen, die gedeihen, sind die Borkenkäfer, die hier in einem Winter leben, der zu mild ist um sie umzubringen, wobei die Bäume im Wald zu gestresst sind, um den Saft zu produzieren, der die Käfer normalerweise in Schach hält. Was tue ich dagegen? Ich bringe dem Regengott und seinem Bruder, dem Meister des Schnees, Ziegenopfer dar, verschmiere das Blut besagter Ziegen auf meinem Körper und renne acht Stunden pro Tag nackt durch den Wald, während ich die ganze Zeit aus voller Kehle uralte Regengesänge intoniere.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Es funktioniert nicht.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Und deshalb fahre ich morgen in ein noch trockeneres Santa Barbara zurück, wo wir dann spätestens im Hochsommer unten am Butterfly-Strand unserer Kleider gegen die Felsen schlagen und unsere Zähne mit Sand putzen werden. Das ist natürlich ganz unverständlich für Euch Bewohner der feuchteren Gegenden – etwa so, als würde man versuchen, jemandem einen Schmerz zu beschreiben, der ihn nicht verspürt und auch nie verspüren wird. Hab‘ ich schon gesagt, dass ich die Sonne hasse? Dass ich alles andere als ein sonniges Gemüt habe? Dass der glücklichste Sommer meines Lebens sich in den dreieinhalb Monaten im County Cork entfaltete, als die Sonne in der ganzen Zeit genau drei Tage schien? (Nach zwei Wochen andauernden Nieselregens begegnete ich der Frau, die nebenan wohnte, als sie an der Straße ihre feuchte Post aus dem schimmeligen Briefkasten holte, und ich meinte, dass es doch ziemlich nass sei. Sie lachte auf. »Das ist doch gar nichts«, sagte sie. »Warte nur, bis es anfängt zu regnen.« Und tatsächlich, am selben Abend fing es an, und der Regen ließ seitdem nicht nach, auch als ich drei Monate später das Flugzeug bestieg, das mich zurück nach Los Angeles brachte.) Seht ihr? Das macht die Dürre mit einem. Ich fühle mich wie ein ausgehungerter Mann, der von Eclairs, Beignets und Fettpudding träumt.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Und doch muss das Leben weitergehen, auch wenn es darauf hinausläuft, dass wir uns Burnus und Kefije zulegen, um den Wüstensand von unseren Poren und Kehlen fernzuhalten, und die Dürre ist nur der naheliegendste Grund, weshalb ich mich <em>manana</em> nach Hause aufmache. Der eigentliche Grund, abgesehen davon, dass ich natürlich hinter Frau Boyle aufräumen muss, die es vorzog, vergangene Woche am Meer zu bleiben, ist, dass ich am Dienstag in die Sound Design Studios gehen werde, um zwei Erzählungen von Donald Barthelme für den New Yorker-Podcast aufzunehmen. Die beiden Stories gehören zu meinen Lieblingsgeschichten von Barthelme: <em>The School</em> und <em>Game</em>. Das wird mir viel Spaß machen. Und wenn ich mich recht erinnere, wird Dom Camardella, der Studioboss, Flaschen kostbaren Wassers bereithalten, so dass ich mich daran gütlich tun und damit gurgeln und meinen Gaumen und mein Gebiss damit umspülen kann. Und übrigens, da wir gerade beim Thema <em>The New Yorker</em> sind, habe ich am Montag über das antiquierte, aber gelegentlich immer noch effektive Medium Festnetztelefon erfahren, dass diese ehrwürdige Zeitschrift <em>Wiedererleben</em> veröffentlichen wird, die erste der neuen Erzählungen, die auf meinen fertigen Roman <a href="https://www.tcboyle.de/werke/hart-auf-hart/"><em>Hart auf Hart</em></a> folgen. Was diesen Roman betrifft, der seit Ende August fertig in der Schublade liegt, so werde ich bald seine Veröffentlichung ankündigen.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Zu guter Letzt, für die von Euch, die für das Frühjahr Reisepläne schmieden – insbesondere für Euch Luxemburger – möchte ich sagen, dass ich am 6. März in Flagstaff und am Ende des Monats an der Penn State University auf der Bühne stehen werde, worauf ich im April beim L.A. Times Book Fest und im Mai an einem noch geheimen Ort in Neu-England auftreten werde. Dazu später mehr. Jetzt hab‘ ich jedoch erstmal meine Schreibkünste geübt, um Euch diesen Bericht zu liefern, und mein Hirn arbeitet auf Hochtouren (mit Unterstützung des zuvor erwähnten Teepotts, heute aufgepeppt durch fettfreie Milch statt durch längst abgelaufenen Eierlikör). Und das bedeutet, ich sollte mich besser an die Arbeit machen.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Ciao für heute.</p>
<p>P.S.Das nebenstehende Bild ist das Cover der neuen gebundenen Ausgabe von <a href="https://www.tcboyle.de/werke/wassermusik/"><em>Wassermusik</em></a> in einer neuen Übersetzung von Dirk van Gunsteren, die im März bei Hanser herauskommt.</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 17. Januar 2014 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann. </span></p>
<hr/>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-17-01-2014/">What&#8217;s New? 17/01/2014</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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		<item>
		<title>What&#8217;s New? 01/07/2013</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-01-07-2013/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Jul 2013 21:08:10 +0000</pubDate>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-01-07-2013/">What&#8217;s New? 01/07/2013</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Sabine Anders</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2023/06/news_168i1-vb.jpg" alt="" width="725" height="380" class="aligncenter size-full wp-image-7158" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2023/06/news_168i1-vb.jpg 725w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2023/06/news_168i1-vb-480x252.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 725px, 100vw" /></p>
<p>Wenn der letzte Blogeintrag sich mit Reisen befasste und mit der Freude (und dem Frust) darüber, dem Schreibtisch, dem Computer und der Arbeit an dem aktuellen Roman zu entgehen, so muss ich jetzt ein Loblied auf die Stabilität und die Arbeit als tägliches Regime singen (das ist besser für dich als Multivitamintabletten und fettarme Milch). Ich bin am Mittwoch spät hierher zurückgekehrt nach neun Tagen Isolation in den Bergen, wo ich ohne Ablenkung durch das reale Leben in guten fünf-Stunden-Tagen an dem neuen Roman geschrieben habe, nach denen der Hund und ich uns tief in die Wälder begaben, um herumzutollen und nachzudenken, bevor wir uns auf den langen, waldigen Rückweg zur Hütte machten, wo ich mir etwas Rotwein genehmigte und sie sich für ein Nickerchen zusammenrollte. Abends nahm ich einen Löffel von dem riesigen Topf Marinara-Soße, den ich am ersten Tag gemacht habe (serviert auf gedünstetem Spinat und Pasta), setzte mich dann an den See, um ein Buch zu lesen und die Moskitos zu füttern, bis die Nacht anbrach, woraufhin ein alter Videofilm auf dem Programm stand, dann eine Runde um den See mit dem Köter, und dann bin ich ins Bett gefallen, wo der Vollmond mich durch die Fenster, die von der Decke bis zum Boden reichen, in ein silbernes Licht tauchte. Es war schön. Sehr schön. Ich habe jetzt mehr als ein Drittel des Buches fertig und schon vor Augen, wie sich zukünftige Szenen abspielen. Kurz gesagt: Ich bin zufrieden. Und glücklich.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Aber natürlich ist Glück in Anbetracht der Lebensbedingungen auf diesem Planeten immer getrübt. Trüben wir es jetzt, indem wir von der Dürre sprechen, die uns Kalifornier im Griff hält. Sie tritt am deutlichsten auf meinem Berg zutage, wo der See (menschengemacht und mehr als 200 Meter lang) jetzt so wenig Wasser hat, wie ich es noch nie gesehen habe. Schwimmen ist für mich nicht drin, außer ich will mir den Bauch am Grund aufschürfen, was ich nicht tue, und kein Raum zu atmen für die Lebewesen im Wasser, die Gefahr laufen, diesen Winter festzufrieren, wenn die niedrigen Temperaturen sich gegen den Regen durchsetzen. Flüsse trocknen aus. Der Wald ist Zündholz. Ein Vorteil ist, dass die Enten anscheinend prächtig gedeihen, die erste der beiden Familien hat fünf Küken, die zweite elf. Und ja, ich weiß, Küken schmecken gut, und ich bin sicher, dass mehr als nur einige wenige von ihnen Opfer der Kojoten, Wiesel und Habichte werden, aber noch ist alles in Ordnung im Entenland.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Was Veröffentlichungen und Tour-News angeht, habe ich gehört, dass die neueste Kurzgeschichte, <em>The Marlbane Manchester Musser Award</em>, jetzt in der aktuellen Ausgabe vom <em>Playboy</em> erschienen ist. Ich habe noch kein Autorenexemplar bekommen, aber ein paar der Forummitglieder haben sich die Zeitschrift gekauft und sich die Geschichte einverleibt. Es gab bereits einige Diskussionen darüber im Forum, wodurch ich überhaupt entdeckt habe, dass die Geschichte veröffentlicht worden ist. Viel Spaß damit. Ich habe auch gehört, dass wir einen weiteren Termin zur deutschen Lesereise hinzugefügt haben, der auf das »Eine Stadt, ein Buch«-Programm in Wien im September folgt. Der Termin ist in der ehrenwerten – und riesigen und einladenden – Muffathalle in München und wird am Samstag, den 21. September, stattfinden (zusätzlich zu den Terminen in Hamburg, Berlin, Stuttgart und Köln in der Woche davor). Wir sehen uns dort, Leute. </p>
<p>P.S. Das Foto anbei zeigt den Buchrücken und die Rückseite von <a href="https://www.tcboyle.de/werke/t-c-boyle-stories-ii/"><em>T.C. Boyle Stories II</em></a>. Das ergänzt den Schutzumschlag, dessen Vorderseite – mit dem Jamieson-Fry-Foto des Autors – ich mit dem <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-31-03-2013/">Blogeintrag vom 31. März</a> veröffentlicht habe und die Ihr Euch hier anschauen könnt.</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 01. Juli 2013 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Sabine Anders.</span></p>
<hr/>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-01-07-2013/">What&#8217;s New? 01/07/2013</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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		<item>
		<title>What&#8217;s New? 22/07/2012</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-22-07-2012/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Jul 2012 21:11:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[What's New?]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nachdem ich gerade aus der Küche komme, von einem Bagel und der Lektüre der Sonntagsausgaben der L.A. Times und Santa Barbara News Press, muss ich sagen, dass ich ziemlich deprimiert bin. Schon wieder war ein Verrückter unter uns, voll ausgerüstet mit einer Rüstung aus Kevlar ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-22-07-2012/">What&#8217;s New? 22/07/2012</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Sabine Anders</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2022/07/news_157i1.jpg" alt="" width="300" height="300" class="alignleft size-full wp-image-6541" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2022/07/news_157i1.jpg 300w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2022/07/news_157i1-150x150.jpg 150w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Nachdem ich gerade aus der Küche komme, von einem Bagel und der Lektüre der Sonntagsausgaben der L.A. Times und Santa Barbara News Press, muss ich sagen, dass ich ziemlich deprimiert bin. Schon wieder war ein Verrückter unter uns, voll ausgerüstet mit einer Rüstung aus Kevlar und leicht erhältlichen Waffen und Munition, Syrien kämpft mit dem Tod, Afrika verhungert, Dürre plagt die USA und die Weltbevölkerung explodiert. Die Times bringt eine fünfteilige Serie über das Bevölkerungsproblem, ein Dilemma, über das sich Alma Boyd Takesue, die Heldin von <a href="https://www.tcboyle.de/werke/wenn-das-schlachten-vorbei-ist/"><em>Wenn das Schlachten vorbei ist</em></a>, Sorgen macht, und dem sich Ty Tierwater direkter annimmt, der Protagonist von <a href="https://www.tcboyle.de/werke/ein-freund-der-erde/"><em>Ein Freund der Erde</em></a> (auch bekannt als »die menschliche Hyäne«, weil er vergeblich versucht hat, ein Trinkwasserreservoir zu vergiften). Wir sind eine produktive Art und eine maßlos erfolgreiche, aber der Planet ist endlich und unsere Zukunft sieht düster aus. Aber wartet, wartet: Es gab einen Hoffnungsschimmer in all diesen deprimierenden Nachrichten – die Behauptung, von Peter Howorth, einem lokalen Ozeanografen (lokal in Santa Barbara, heißt das), dass alle Zeichen darauf hindeuten, dass es ein El-Niño-Jahr geben wird. Das könnte überdurchschnittliche Niederschläge für diese ausgedorrte Region bedeuten – und vielleicht sogar für den Mittleren Westen, in den Fängen der schrecklichsten Dürre seiner Geschichte. Natürlich könnte das wiederum das Aus für viele Meeresbewohner bedeuten, wie mein verstorbener Freund Mike DeGruy in seinem Film über die Auswirkungen von El Niño auf solche normalerweise fröhlichen Camper wie die Seelöwen gezeigt hat, deren Beute nach Norden wandert, während der Ozean sich aufheizt. Manche gewinnen, manche verlieren.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Zufällig war ich während der Dürre von 1988 in Iowa. Frank Conroy, der damals im zweiten Jahr den Iowa Writers Workshop geleitet hat, hatte mich gebeten, für das Semester nach Iowa City zu kommen, um den Lehrkörper zu unterstützen, und so zog ich in ein gemietetes Haus, das einem Professor für Asienstudien gehörte, der das Jahr in Japan verbrachte (ein glücklicher Zufall, da ich damals gerade an <a href="https://www.tcboyle.de/werke/der-samurai-von-savannah/"><em>Der Samurai von Savannah</em></a> schrieb und freien Zugang zu seinem Arbeitszimmer und seiner Bibliothek hatte). Ich kam dort mit meiner Familie Ende August an und erbte den Gemüsegarten des besagten Professors, der am Vertrocknen war. Ich hatte keine andere Wahl als ihn weiter verdorren zu lassen, da es zu dem Zeitpunkt sinnlos schien, Wasser zu verschwenden. Die Temperaturen waren hoch. Die Felder gelb. Aber der Workshop war eine Freude (in dem Semester stieß mein alter Freund und früherer Klassenkamerad Allan Gurganus zur Fakultät), die Straßen lagen im Schatten und in den ehrenhaften Bars floss kaltes Bier und Eiswürfel klirrten in Cocktailgläsern. Es hat vielleicht ein- oder zweimal geregnet, aber es kam bald der Herbst und der Bann war gebrochen. Ich reiste im Dezember ab, während ein Eissturm aufzog, und schlitterte den ganzen Weg zur Westküste zurück, möglicherweise für einen nassen Winter (daran erinnere ich mich nicht mehr genau, und aus dieser Distanz habe ich kein Verlangen, in den Wetteraufzeichnungen nachzusehen). Jedenfalls sehe ich vor meinem inneren Auge den Regen auf die Wasseroberfläche im Swimming Pool prasseln, während all die kleinen Kreaturen aus dem Wald und Busch vorsichtig daraus tranken.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Und jetzt fragt Ihr vielleicht nach all diesen Abschweifungen, was es Neues gibt? Neu ist, dass die letzte der Geschichten für <a href="https://www.tcboyle.de/werke/t-c-boyle-stories-ii/"><em>T.C. Boyle Stories II</em></a>, Band II der <em>Collected Stories</em>, fertig ist, und ich meine Gedanken jetzt dem nächsten Roman zuwenden werde – jetzt bereits zuwende. Ich war den Großteil der letzten zwei Monate oben in den Bergen, wo, wie ich glücklich berichten kann, nicht mehr viel an den Freeman Grove Brand erinnert, obwohl es nicht geregnet hat, zumindest nicht solange ich dort war. Die alte Waschbärin – die aus der Szene in <em>Killing</em> – klettert immer noch in den meisten Nächten die drei Stockwerke des Hauses hinauf, um sich mit Vogelfutter vollzustopfen, die brillanten Häher machen so viel Lärm wie eh und je und ein junger Rabe, so groß wie ein Truthahn, landet jeden Morgen und isst, was er kann. Die Flüsse trocknen aus und der Wasserspiegel des Sees ist niedrig, obwohl sich das Wasser auf Schwimmtemperatur aufgeheizt hat. Ich wandere durch die Wälder und lese und denke darüber nach, was als nächstes kommt.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Wie ich im Forum erwähnt habe, gibt es einen neuen Filmvertrag für <a href="https://www.tcboyle.de/werke/wassermusik/"><em>Wassermusik</em></a>, das ein deutscher Produzent für eine internationale Verfilmung gekauft hat. Bei vielen anderen Dingen bleiben die Optionen offen, darunter <a href="https://www.tcboyle.de/werke/talk-talk/"><em>Talk Talk</em></a> und <a href="https://www.tcboyle.de/werke/america/"><em>América</em></a>, die tapfer weitermachen. Es gibt nichts Neues von den Geschichten zu berichten, außer was ich schon erzählt habe: dass <em>Birnam Wood</em> bald im <em>New Yorker</em> erscheinen wird und <em>The Way You Look Tonight</em> im <em>Playboy</em> (September). In der Zwischenzeit habe ich Interviews für das Erscheinungsdatum 18. September von <a href="https://www.tcboyle.de/werke/san-miguel/"><em>San Miguel</em></a>, dem neuen Roman, gegeben, und ich erwarte, hier bald einen vollständigen Tourenplan zu veröffentlichen sowie eine Vorschau auf das Buch, mit einem Auszug und ein paar Worten vom Autor, dem entsprechend, was wir für jedes Buch vorgestellt haben, wofür der Beweis nur einen Klick entfernt ist. Dazu kommt, dass Jamieson und Kerrie, nachdem sie ihre Arbeit an einer Internetserie für Warner’s beendet haben, ihre Aufmerksamkeit jetzt der Verfilmung eines Buchtrailers für <em>San Miguel</em> zuwenden, den wir hier einstellen werden, sobald er seine endgültige Gestalt angenommen hat.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Habt Spaß, bleibt gesund und tragt keine enge Kleidung, wenigstens bis die Hitze nachlässt. Falls sie das je tun wird.</p>
<p><strong>Tour Dates &#038; Cities for SAN MIGUEL</strong></p>
<p>TULSA, OK<br />
Tuesday, September 18<br />
7:00PM Talk &#038; Signing<br />
CAIN’S BALLROOM (2nd Stage)<br />
»Literary Rockstar: An Evening with T.C. Boyle«<br />
423 N Main St, Tulsa, OK 74103</p>
<p>BOSTON, MA<br />
Wednesday, September 19<br />
6:30 PM Talk &#038; Signing<br />
BOSTON PUBLIC LIBRARY<br />
700 Boylston St, Boston, MA 02116</p>
<p>NEW YORK, NY<br />
Thursday, September 20<br />
7:00P PM Talk &#038; Signing<br />
BARNES &#038; NOBLE UPPER EAST SIDE<br />
150 E 86th St, New York, NY 10028</p>
<p>WASHINGTON, DC<br />
Saturday, September 22<br />
2:30 PM &#8211; 3:30 PM Signing<br />
4:25 PM &#8211; 5:10 PM Reading<br />
NATIONAL BOOK FESTIVAL</p>
<p>SEATTLE, WA<br />
Monday, September 24<br />
7:30 PM Talk &#038; Signing<br />
SEATTLE ARTS &#038; LECTURES<br />
Meany Hall for the Performing Arts<br />
UNIVERSITY OF WASHINGTON</p>
<p>BELLINGHAM, WA<br />
Tuesday, September 25<br />
6:30 PM Radio Show,<br />
With booksigning to follow<br />
CHUCKANAUT RADIO SHOW<br />
Hosted by Village Books<br />
Community College in the Heiner Theater<br />
237 W. Kellogg Road, Bellingham, WA, 98226</p>
<p>SANTA ROSA, CA<br />
Wednesday, September 26<br />
7:00 PM Talk &#038; Signing<br />
COPPERFIELD’S BOOKS &#038; MUSIC<br />
Authors in the Village Court<br />
Outdoor Summer Series<br />
775 Village Court, Santa Rosa, CA</p>
<p>SANTA MONICA, CA<br />
Thursday, September 27<br />
6:30-7:30 PM Reception<br />
8:00PM Talk &#038; Signing<br />
LIVE TALKS LA @<br />
TRACK 16 GALLERY<br />
Smart Art Press<br />
2525 Michigan Avenue, Bldg C-1<br />
Santa Monica, CA 90404</p>
<p>SANTA BARBARA, CA<br />
Tuesday, October 2<br />
7:00 PM SIGNING<br />
CHAUCER’S BOOKSTORE<br />
3321 State Street<br />
Santa Barbara, CA 93105</p>
<p>HOUSTON, TX<br />
Monday, October 15<br />
7:30 PM Talk &#038; Signing<br />
INPRINT MARGARETT ROOT BROWN READING SERIES<br />
Hubbard Stage, Alley Theatre<br />
615 Texas Avenue, Houston, TX</p>
<p>SAN DIEGO, CA<br />
Monday, October 22<br />
7:00 PM Talk &#038; Signing<br />
UNIVERSITY OF CALIFORNIA AT SAN DIEGO<br />
REVELLE FORUM<br />
@ The Institute of the Americas<br />
10111 N. Torrey Pines Rd, La Jolla, CA</p>
<p>PASADENA, CA<br />
Tuesday, October 23<br />
6:45 PM Arrival<br />
7:00 PM Talk &#038; Signing<br />
VROMAN’S BOOKSTORE<br />
695 E Colorado Blvd, Pasadena, CA 91101</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 22. Juli 2012 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Sabine Anders.</span></p>
<hr/>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-22-07-2012/">What&#8217;s New? 22/07/2012</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>What&#8217;s New? 08/06/2002</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-08-06-2002/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 08 Jun 2002 21:50:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[What's New?]]></category>
		<category><![CDATA[Bloomsbury]]></category>
		<category><![CDATA[Cover]]></category>
		<category><![CDATA[Dave Eggers]]></category>
		<category><![CDATA[Der freundliche Mörder]]></category>
		<category><![CDATA[Dinoflagellaten-Blüte]]></category>
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		<category><![CDATA[Santa Monica]]></category>
		<category><![CDATA[The New Yorker]]></category>
		<category><![CDATA[Tod]]></category>
		<category><![CDATA[Viking]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hier war es die letzten paar Wochen neblig und feucht, ein Phänomen, das in dieser Gegend als »Juni-Tristesse« bekannt ist. Dies wird veursacht, soweit ich es verstanden habe, durch die Aufheizung des Landesinneren, wodurch wiederum vom Meer feuchte Luft angezogen wird ...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2022/06/news_39i1.jpg" alt="" width="233" height="300" class="alignleft size-full wp-image-6513" />Hier war es die letzten paar Wochen neblig und feucht, ein Phänomen, das in dieser Gegend als »Juni-Tristesse« bekannt ist. Dies wird veursacht, soweit ich es verstanden habe, durch die Aufheizung des Landesinneren, wodurch wiederum vom Meer feuchte Luft angezogen wird, die dann auf die Orte an der Küste herabfällt. Für die meisten meiner Nachbarn ist dieses Wetter eine Enttäuschung. Wie Ihr jedoch wohl erraten habt, liebe ich es – ein wenig Düsternis ist genau das, was ich brauche, um meine ganze Energie auf die Arbeit zu konzentrieren (sie ermöglicht es mir auch, eine Weile zu vergessen, dass wir uns im Griff einer schweren Dürre befinden, die die Berge ausgetrocknet hat, bis sie in Flammen aufgingen; das Feuer, das im Wald um Ojai herum immer noch wütet, bedroht das Sespe-Condor-Schutzgebiet). Es gibt Anzeichen, dass ein El Nino bevorsteht – die kleinen Quallen, die man unter dem Namen »Die-mit-dem-Wind-segeln« kennt, wurden vor einigen Wochen zu Millionen an die Strände gespült, und zur gleichen Zeit vergiftetete eine Dinoflagellaten-Blüte eine ganze Reihe Robben und Seevögel mit Domoinsäure. Ich habe zwei tote braune Pelikane gesehen, einen hier in Santa Barbara und den anderen nahe Santa Monica, angespült an der Gezeitenlinie, mit ausgebreiteten Flügeln bis in den Tod wunderschön anzusehen. Was will ich damit sagen? Der Tod ist überall, das ist ganz sicher, aber wir wurschteln uns durch mit Hilfe von Cocktails, Taquitos und neuer Fiktion.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Und damit kommen wir zu den (nicht-meteorologischen) Neuigkeiten. Ich bin jetzt fertig mit den neuen Kurzgeschichten – es sind sieben ganz neue, plus die zwei älteren Geschichten, die ich mit Blick auf die nächste Kollektion umgeschrieben habe. Diese hoffe ich nach dem Roman herauszubringen, über den ich angefangen habe ernsthaft nachzudenken. Anstatt jeden Tag zu schreiben, habe ich die letzten anderthalb Wochen gelesen und mir Notizen gemacht. Zu welchem Thema? Jaaa, gut, das sind die wahren Neuigkeiten, aber ich bin mir noch nicht sicher genug, um Euch diese Information zu enthüllen. Wenn ich einmal mit dem Schreiben angefangen habe, werde ich’s Euch verraten, aber ich kann schon sagen, dass ich noch ein kleines Stück weiter in die Vergangenheit reisen werde als bei <a href="https://www.tcboyle.de/werke/drop-city/"><em>Drop City</em></a>, was 1970 spielt. Was ich jetzt gelesen habe, war über die späten vierziger und frühen fünfziger Jahre.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;An der Veröffentlichungsfront ist es so, dass die Korrekturfahnen für die kommende Veröffentlichung im <em>New Yorker</em> eingetroffen sind: <em>Als ich heute morgen aufwachte, war alles weg, was ich mal hatte</em>; deshalb rechne ich mit dem baldigen Erscheinen. Eine weitere der neuen Kurzgeschichten, <em>Geblendet</em>, wird von Dave Eggers in <em>McSweeney’s</em> herausgebracht, und die letzte, die in diesem Zeitraum angenommen worden ist, <em>Der freundliche Mörder</em>, wird im September im <em>GQ</em> erscheinen. Viking arbeitet zur Zeit gerade an der Titelbild-Gestaltung für <a href="https://www.tcboyle.de/werke/drop-city/"><em>Drop City</em></a>, und sobald das fertig ist, werde ich es für Euch hier posten; inzwischen hat sich Bloomsbury, mein Verleger im U.K., ein schön unheimliches und geheimnisvolles Cover einfallen lassen, das Ihr hier seht. Und schließlich, wenn meine Technikabteilung mitmacht, hoffen wir einen neuen Wettbewerb irgendwann in diesem Sommer zu starten, bei dem Kopien der gebundenen Druckfahnen von <a href="https://www.tcboyle.de/werke/drop-city/"><em>Drop City</em></a> vergeben werden. Bleibt dran wegen der Details.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;So, das ist alles. Auf zum Recherchieren, zum intensiven Nachdenken, und zur Terrasse des Café del Sol, wo ich es genießen werde, das bunte Treiben der Vögel über dem Rand meines Margarita-Glases zu beobachten. Das Leben ist hart.</p>
<hr>
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 08. Juni 2002 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann.</span></p>
<hr/>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-08-06-2002/">What&#8217;s New? 08/06/2002</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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