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	<title>Der Fünf-Pfund-Burrito Archive - www.tcboyle.de</title>
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	<description>Die deutschsprachige Website über T.C. Boyle</description>
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	<title>Der Fünf-Pfund-Burrito Archive - www.tcboyle.de</title>
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		<title>What&#8217;s New? 02/05/2024</title>
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		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 May 2024 21:53:56 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Zitat aus meiner Erzählung <em>Der Fünf-Pfund-Burrito</em>: »Wir durchleben unsere Zeit auf Erden in einer Anhäufung von Millisekunden, Sekunden, Minuten, Stunden, Tagen und Jahren, und das Leben ist ein Weg, dem wir alle, ausnahmslos, bis zum Ende folgen müssen.« </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-02-05-2024/">What&#8217;s New? 02/05/2024</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2024/05/news_294i1.jpg" alt="" width="725" height="380" class="aligncenter size-full wp-image-7770" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2024/05/news_294i1.jpg 725w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2024/05/news_294i1-480x252.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 725px, 100vw" /></p>
<p>Ein Zitat aus meiner Erzählung <em>Der Fünf-Pfund-Burrito</em>: »Wir durchleben unsere Zeit auf Erden in einer Anhäufung von Millisekunden, Sekunden, Minuten, Stunden, Tagen und Jahren, und das Leben ist ein Weg, dem wir alle, ausnahmslos, bis zum Ende folgen müssen. Gibt es Veränderung – oder auch nur eine Hoffnung darauf? Ja, aber Veränderungen sind strapaziös, schlecht für die Nerven und fast immer eine Wendung zum Schlechteren.« (Übersetzung von Dirk van Gunsteren.) So war es auch für Salvador, Protagonist der Geschichte und Erschaffer des titelgebenden Burrito, aber was ist mit uns anderen? In einem von Woody Allens Filmen sagt die Ehefrau: »„Du hast Angst vor Veränderungen«, und der Mann erwidert: »Veränderungen bedeuten den Tod.«<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Ich für meinen Teil mag einen netten, sanften Verlauf, ohne Überraschungen, und Neues will ich lediglich in meiner Arbeit. Und so verlief der vergangene Monat in einem vertrauten, entspannten und mir Sicherheit gebenden Rhythmus. Ich unternahm zwei Reisen – zum Tucson Book Festival und nach Port Angeles im Staat Washington zum Raymond Carver Fest – aber die waren bemerkenswert stressfrei und eine kleine Freude für sich. In Tucson hielt ich eine Solo-Lesung und nahm an einer Podiumsdiskussion mit zwei Autoren teil, die ich kenne und schätze – Lisa See und Viet Thanh Nguyen – und in Port Angeles unterhielt ich das Publikum, indem ich <em>Chicxulub</em> und die Burrito-Geschichte brachte, wegen des Gegensatzes. Den Rest des Monats jedoch widerstand ich jeglicher Abwechslung, obwohl natürlich jedes Gerät in meiner unmittelbaren Umgebung ständig kaputt war, aber das ist eine Art von Kontinuum, die dem Gefäßsystem des Lebens selbst innewohnt: Veränderung ist gleich Abnutzung, wie uns Coetzee in <em>Schande</em> mit dem Motiv des Abgenutzten/Auf-gebrauchten in Erinnerung ruft.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;In letzter Zeit habe ich meine Tage so zugebracht, wie es mir am besten gefällt – ich habe geschrieben, gelesen und mich so oft wie möglich in der freien Natur aufgehalten, und ja, ich habe in meinem eigenen Bett geschlafen, mit weit geöffnetem Fenster, um die Kühle der nebelverhangenen Nacht hereinzulassen. Auch meine Abenteuer in der Natur waren harmonisch, obwohl ich am Ende das Leben von ein paar hundert meiner Mitgeschöpfe auf verhängnisvolle Weise verändert habe – Mückenlarven, von denen meine Regentonne nur so wimmelte. Sie werden sich nie verpuppen oder sich auch nur das kleinste Molekül Säugetierblut schmecken lassen – das ist eine echte Tragödie im Buch der Überträger von Krankheiten. Andererseits hatte ich ein magisches Erlebnis mit einem Rotluchs, der mir aus einer Entfernung von vielleicht zehn Metern in die Augen starrte und zwar volle fünf Minuten lang, bis ein Auto auf der Straße hinter mir vorbeifuhr und er wie lebendiger Rauch verschwand.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Heute werde ich an meinem neuen Roman arbeiten, feiere aber auch die Herausgabe der dicken spanischen Übersetzung meiner ausgewählten Erzählungen und die bevorstehende Veröffentlichung der letzten Kollektion <a href="https://www.tcboyle.de/werke/i-walk-between-the-raindrops/"><em>I Walk Between the Raindrops</em></a> in der deutschen Übersetzung. Wenn ich für heute fertig bin, kann ich hoffentlich ins Waldesgestrüpp gehen und mit allen möglichen Kreaturen kommunizieren, wobei neugierige Luchse und auffliegende Habichte ganz oben auf meiner Liste stehen und weit unten Mücken, zusammen mit ihren Gliederfüßler-Genossen, den Zecken. Ich habe vor, mein ganzes Blut da zu behalten, wo es hingehört, aber man weiß ja nie &#8230;<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Ciao.</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 02. Mai 2024 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann.</span></p>
<hr>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-02-05-2024/">What&#8217;s New? 02/05/2024</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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		<title>What&#8217;s New? 28/02/2021</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-28-02-2021/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Feb 2021 18:51:26 +0000</pubDate>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-28-02-2021/">What&#8217;s New? 28/02/2021</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2021/03/tcb-wn-0221.jpg" alt="" width="725" height="380" class="aligncenter size-full wp-image-5787" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2021/03/tcb-wn-0221.jpg 725w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2021/03/tcb-wn-0221-480x252.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 725px, 100vw" /></p>
<p>Nachdem <a href="https://www.tcboyle.de/werke/sprich-mit-mir/"><em>Sprich mit mir</em></a> fertig geschrieben und abgeliefert war, habe ich mich letztes Jahr um diese Zeit wieder den Kurzgeschichten zugewandt, um die neue Sammlung <em>I Walk Between the Raindrops</em> zu vervollständigen, die im nächsten Jahr herauskommen soll. Die zweite dieser Geschichten sprach etwas an, was damals ein örtlich begrenzter Ausbruch eines neuen Coronavirus war, das rätselhafterweise als COVID-19 bezeichnet wurde. Die Geschichte heißt <em>The Thirteenth Day</em>, und sie wird aus der Sicht eines älteren Mannes aus Buenos Aires erzählt, der zusammen mit seiner Frau auf einem Kreuzfahrtschiff festhängt, das auf Grund eines Ausbruchs an Bord in keinen Hafen einlaufen darf. Die Geschichte ist lustig, voll schwarzem Humor, skurril und klingt sogar ein kleines bisschen nach Jorge Luis Borges. Das war damals, in einer weit weniger bedrückenden Zeit. Ich hatte keine Ahnung, was auf uns alle zukommen sollte, obwohl ich ja schon das Fundament dafür gelegt hatte, in <em>Nach der Pest</em> und in meinem Roman <a href="https://www.tcboyle.de/werke/ein-freund-der-erde/"><em>Ein Freund der Erde</em></a>. Ich habe die Erzählung Anfang März in einem kleinen Gasthaus am Meer vollendet, ein Stück von hier die Küste hinauf (hier, das heißt in Santa Barbara). Wo kann man sie lesen? Nirgends. Jedenfalls noch nicht. Mein Agent meinte, wir sollten sie zurückhalten, da sich die Ereignisse um die Pandemie herum so schlimm entwickelt haben.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Und nun? Na ja, ich bin seitdem nicht von zu Hause weg gewesen, dieweil das Virus unsere Spezies auf so Furcht einflößende Weise heimsucht und der Lockdown kommt und geht wie der Wechsel der Jahreszeiten, und die Tournee für meinen neuen Roman, der jetzt in Deutschland, Österreich und der Schweiz erschienen ist (in der Übersetzung von Dirk van Gunsteren: <em>Sprich mit mir</em>), ist ausschließlich virtuell. Wie ich schon in früheren Mitteilungen an Euch geschrieben habe, habe ich großes Glück, hier zu leben, wo ich Wanderungen unternehmen und am Strand spazierengehen kann; und natürlich habe ich immer schon zu Hause gearbeitet, aber trotzdem vermisse ich das Leben hier im Ort und auch woanders. Wenn die aktuelle Infektionswelle sich weiter abschwächt und immer mehr Menschen geimpft werden, hoffe ich, dass ich raus kann und das Leben in Restaurants und Bars wieder genießen kann, gar nicht zu reden von Konzertsälen, Theatern und Kinos.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Der erste Test wird das Einlesen der neuen Kurzgeschichte (<em>The Shape of a Teardrop</em>) für den <em>New Yorker</em> sein, welcher dieselbe in Kürze veröffentlichen wird. Ich habe alle meine Geschichten, die in dieser Zeitschrift erschienen sind, aufgenommen, in einem hiesigen, unabhängig geführten Studio, und ich hoffe, mit dieser genauso zu verfahren. Ja, ich könnte sie auch zu Hause aufnehmen, aber das wäre nicht annähernd das Gleiche wie mit Dom ins Studio zu gehen und es dort zu machen. Wir werden sehen. Um eine gute Nachricht zu nennen: <a href="https://wordtheatre.com/" rel="noopener" target="_blank"><em>WordTheatre</em></a> hat diesen Monat eine Podcastserie aufgelegt, zunächst mit neun meiner Erzählungen, alle live während der letzten Jahre aufgenommen, meistens mit mir im Publikum. Den Anfang machte Jeff Goldblums urkomische Darbietung von <em>Mein Schmerz ist größer als deiner</em>, und es ging weiter mit einigen meiner Lieblingsauftritte, darunter Elisabeth Perkins‘ Version von <em>Hände</em>, <em>Sin Dolor</em> von Miguel Sandoval und Bill Pullmans <em>Keimende Hoffnung</em>. Eine Geschichte kommt noch – <em>Slate Mountain</em> – aber wir haben sie neulich noch schön verpackt und mit einer Extra-Schleife versehen, bei einem Zoom-Auftritt, der mich regelrecht umgehauen hat und der gezeigt hat, wie intim Zoom sein kann. Mit sorgenvollem Gesicht, völlig verlassen wirkend, füllte Bill den Bildschirm, als er <em>Chicxulub</em> vortrug, und ich konnte mich nur mit Mühe davon abhalten, in meine große blaue Teetasse zu schluchzen. Und dann kam Miguel, mit seinem so wunderbar wandlungsfähigen Gesicht, und er fing jede Nuance von <em>Der Fünf-Pfund-Burrito</em> ein. Urkomisch. Brilliant. Es geht doch nichts über einen Live-Auftritt. Außer ein Live-Auftritt in Fleisch und Blut. Und der wird kommen, meine Freunde, jedenfalls erzählen uns das die Mediziner und die Politiker. Haltet alle durch, da draußen, und haltet Eure Masken gerade – der Himmel fängt an aufzuklaren.</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 28. Februar 2021 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann. Foto: Holger Reichard</span></p>
<hr>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-28-02-2021/">What&#8217;s New? 28/02/2021</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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		<title>What&#8217;s New? 30/01/2016</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-30-01-2016/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 Jan 2016 22:19:19 +0000</pubDate>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-30-01-2016/">What&#8217;s New? 30/01/2016</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2026/01/news_199i1.jpg" alt="" width="300" height="300" class="alignleft size-full wp-image-8525" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2026/01/news_199i1.jpg 300w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2026/01/news_199i1-150x150.jpg 150w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Das war ein Monat, der es irgendwie geschafft hat, sich so vorbeizuschleichen, dass ich es kaum mitgekriegt habe. Wie diejenigen, die mir auf Twitter folgen, wissen, habe ich etwas für mich sehr Ungewöhnliches gemacht – eine kleine Erholungsreise. Frau B. und ich haben uns, zusammen mit dem Hund, ein paar Tage an der Küste in Zentralkalifornien vergnügt, wir wohnten in einer Unterkunft direkt am kalten, kalten Ozeanstrand, wo es mir gelang, ein paar Lebewesen zu beobachten, die nicht zu meiner eigenen Spezies gehören, was mir immer Freude bereitet, aber ich habe noch nicht einmal den Versuch unternommen, mich auf einem Schaumbrett in die Wellen zu stürzen. Viel zu kalt. In Cambria machte ich, während Frau B. ihrer Leidenschaft frönte, Schätze in Trödelläden auszugraben, einen schönen Spaziergang den Berg hoch zum Cambria-Friedhof (zwei Meilen hin und zurück), wo ich las und mich sonnte und mir ziemlich sicher war, noch nicht zu den Toten zu gehören. Und dann besuchte ich letzte Woche auf Wunsch von aus Florida angereisten Freunden zum ersten Mal den Death Valley National Park (das war tatsächlich mein erster Besuch in einem Nationalpark, mea culpa). Ich bin kein Wüstenliebhaber und wusste nicht, was mich erwartete. Die Fahrt lohnte sich jedoch, ein Canyon nach dem anderen öffnete sich, Salzebenen, Borax-Lagerstätten und Ähnliches, und ich habe glücklich den Tiefpunkt meines Lebens erreicht, etwa 65 Meter unter dem Meeresspiegel. Vielleicht nichts Besonderes für Cousteau, aber für mich eine Riesensache. (Siehe das beigefügte Foto dieses dramatischen Augenblicks.)<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Jetzt zu den Neuigkeiten. Ich habe meinem Lektor bei Ecco die Korrekturfahnen von <a href="https://www.tcboyle.de/werke/die-terranauten/"><em>Die Terranauten</em></a> zurückgeschickt, und wir haben uns vorläufig auf einen Veröffentlichungstermin im Herbst geeinigt (Wahl? Welche Wahl?). Der Hanser Verlag wird am ersten Februar eine gebundene Ausgabe meines zweiten Romans <a href="https://www.tcboyle.de/werke/gruen-ist-die-hoffnung/"><em>Grün ist die Hoffnung</em></a> in Dirk van Gunsterens neuer Übersetzung herausbringen und plant für Januar 2017 die Veröffentlichung von <a href="https://www.tcboyle.de/werke/die-terranauten/"><em>Die Terranauten</em></a>, während Grasset im März Bernard Turles Übersetzung von <a href="https://www.tcboyle.de/werke/hart-auf-hart/"><em>Hart auf hart</em></a> (<em>Les vrais durs</em>) herausbringen wird. Zu diesem Zeitpunkt werde ich nach Paris schwimmen, mit dem Kajak paddeln und mit dem Fahrrad fahren, um Interviews zu geben. Ich weiß noch nicht, ob öffentliche Veranstaltungen geplant sind, aber ich werde es Euch wissen lassen.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;An der Film-Front (übrigens, für diejenigen, die mit diesem Begriff nicht vertraut sind, Filme sind diese Dinge, die so farbenfroh projiziert werden und für die man früher in Lichtspieltheatern bezahlt hat, bevor Urheberrechtsverletzungen dies überflüssig machten), treibt Robert Marciniak sein gewaltiges Projekt voran, <a href="https://www.tcboyle.de/werke/wassermusik/"><em>Wassermusik</em></a> zu verfilmen (ein Halleluja der Green-Screen-Technologie), hat Condé-Nast bei der Geschichte <em>Wiedererleben</em> noch mal für einen Spielfilm nachgelegt, hat Amazon die Option für eine Serie nach <a href="https://www.tcboyle.de/werke/gruen-ist-die-hoffnung/"><em>Grün ist die Hoffnung</em></a>; und <a href="https://www.tcboyle.de/werke/die-terranauten/"><em>Die Terranauten</em></a> macht derzeit die Runde, um zu sehen, ob jemand klug genug ist, es zu verfilmen. Auch andere Projekte schreiten voran, und ich werde versuchen, Euch darüber auf dem Laufenden zu halten, während wir uns auf dem Weg in dieses neue Jahr befinden, das sich in Bezug auf Umweltzerstörung und zwischenmenschliche Konflikte nicht wesentlich vom alten unterscheidet, aber darauf möchte ich heute Vormittag wirklich nicht eingehen – ich hebe mir meine Ängste für die neuen Kurzgeschichten auf.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Von denen ist eine fertig und eine in Arbeit. Die fertige Geschichte heißt <em>Ein Tod weniger</em> und ist eine Art Fortsetzung von <em>Der Marlbane Manchester Musser Preis</em>, da sie ein neues Abenteuer des mürrischen Protagonisten der früheren Geschichte darstellt. Das ist Neuland für mich. Davor war die einzige Fortsetzung <em>Die Affenfrau im Ruhestand</em>, die einige Jahre im Leben von Konrad vorwärts springt, dem Schimpansen mit beeindruckender Intelligenz (und sexueller Potenz) aus <em>Abstammung des Menschen</em>. Ich hoffe, die nächsten Monate mit dem Schreiben von Geschichten verbringen zu können, um die Sammlung mit dem Titel <em>The Relive Box and Other Stories</em> zu vervollständigen, die bisher die fünf Geschichten enthält, die ich geschrieben hatte, bevor ich mich in <a href="https://www.tcboyle.de/werke/die-terranauten/"><em>Die Terranauten</em></a> vertiefte: <em>Wiedererleben</em>, <em>Diebstahl und andere Sachen</em>, <em>Der Fünf-Pfund-Burrito</em>, <em>Was Wasser wert ist, weißt du (erst, wenn du keins mehr hast)</em> und <em>Die argentinische Ameise</em> (Anmerkung des Übersetzers 2026: alle inzwischen auf Deutsch erschienen in <a href="https://www.tcboyle.de/werke/sind-wir-nicht-menschen/"><em>Sind wir nicht Menschen</em></a>). Die zuletzt genannte Erzählung ist noch nicht im Druck erhältlich, ist aber für die nächste Ausgabe von <em>McSweeney&#8217;s</em> geplant. Ich schreibe also neue Geschichten und hoffe, dass genug zusammenkommen um die Sammlung zu vervollständigen, bis ich mit dem nächsten Roman anfange, dessen Bild gerade erst beginnt, in der Ferne vor meinem geistigen Auge aufzuscheinen, wie eine Fata Morgana, die über dem toten, verbrannten Wüstenboden des Death Valley schwebt.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Zwischendurch werde ich, wenn Ihr verzeiht, versuchen das zu tun, was mir in diesem Leben am schwersten zu fallen scheint: mich zu entspannen.</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 30. Januar 2016 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann. </span></p>
<hr />
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-30-01-2016/">What&#8217;s New? 30/01/2016</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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		<title>What&#8217;s New? 22/05/2015</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-22-05-2015/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 May 2015 21:45:43 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Wie schön ist es doch, nach den Strapazen der Reise wieder zu Hause zu sein. Natürlich vermisse ich Frau B., meinen Hund, das vertraute Bett und das ganze Leben, das hier um mich herum sprießt, während sich unser karger Frühling entfaltet (ich habe neulich erst Ratte Nr. 69 in die Berge gebracht) ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-22-05-2015/">What&#8217;s New? 22/05/2015</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
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<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2025/05/news_191i1.jpg" alt="" width="300" height="300" class="alignleft size-full wp-image-8201" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2025/05/news_191i1.jpg 300w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2025/05/news_191i1-150x150.jpg 150w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Wie schön ist es doch, nach den Strapazen der Reise wieder zu Hause zu sein. Natürlich vermisse ich Frau B., meinen Hund, das vertraute Bett und das ganze Leben, das hier um mich herum sprießt, während sich unser karger Frühling entfaltet (ich habe neulich erst Ratte Nr. 69 in die Berge gebracht), aber am meisten vermisse ich meine Musik. Ich nehme weder einen i-Pod noch meinen Laptop mit, denn ich reise mit leichtem Gepäck, nur ich mit meinen beiden Umhängetaschen, vollgestopft mit Unterwäsche in verschiedenen Stadien der Sauberkeit oder Schmutzigkeit. Zu Hause begleitet mich Musik während des ganzen Tages, und sie hält mich auf eine Weise aufrecht, die mir solange nicht wirklich klar ist, bis sie mir vorenthalten wird. Unterwegs. Dort esse ich dreimal am Tag im Restaurant, wenn auch für gewöhnlich in einem sehr guten Restaurant. Aber je besser das Essen ist, desto mehr isst man, und natürlich versetzen sie alles reichlich mit Butter, Zucker und Salz, sogar Brokkoli, weshalb man immer wiederkommt. Jetzt bin ich also zu Hause. Ich habe die Frau, den Hund, den Garten, die Berge, die Hausmannskost – und das Bett, hier oben im Bild. Ich fühle mich gut.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Und die Neuigkeiten? <a href="https://www.tcboyle.de/werke/hart-auf-hart/"><em>Hart auf hart</em></a> kam wohl besser an als alle anderen meiner letzten Bücher, wurde sehr häufig besprochen und verkaufte sich gut – und verkauft sich immer noch. Wir warten nun auf die Veröffentlichung als Taschenbuch im nächsten Jahr und, wenn ich es bis dahin fertigstellen kann, die Erstveröffentlichung von <a href="https://www.tcboyle.de/werke/die-terranauten/"><em>Die Terranauten</em></a> im Jahr darauf, mit dem ich mich jetzt endlich wieder beschäftige. Ich muss immer mit mir kämpfen, wieder dort weiterzumachen, wo ich aufgehört habe (und nein, ich versuche gar nicht erst zu schreiben, wenn ich unterwegs bin; Schreiben ist so gut wie heilig für mich, und muss in einer geheiligten Umgebung erfolgen). Aber ich bin daran gewöhnt. Das letzte Buch, das ich in einem Rutsch zu Ende schreiben konnte, ohne Unterbrechungen durch Lesereisen im In- und Ausland, war <a href="https://www.tcboyle.de/werke/riven-rock/"><em>Riven Rock</em></a>, damals gegen Ende des letzten Jahrhunderts. Warum das so war, weiß ich nicht mehr, aber zwischen der Veröffentlichung von <a href="https://www.tcboyle.de/werke/america/"><em>América</em></a> im Jahr 1995 und der von <a href="https://www.tcboyle.de/werke/riven-rock/"><em>Riven Rock</em></a> und dann von <a href="https://www.tcboyle.de/werke/t-c-boyle-stories/"><em>T.C Boyle Stories</em></a> 1998 lagen drei Jahre, und das könnte etwas damit zu tun haben. Wie dem auch sei, ich bin wieder bei der Arbeit und fange an, mich wieder in meine Figuren hineinzufühlen (<a href="https://www.tcboyle.de/werke/die-terranauten/"><em>Die Terranauten</em></a> ist ein Buch mit drei Ich-Erzählern bzw. –Erzählerinnen) und hoffe auf das Beste, also wie sich Themen und Ereignisse aus mir ergießen und mich auf das Ende hin mitreißen werden.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Und damit komme ich zu den Franzosen. Mein langjähriger Verlag, Grasset, hat gerade <em>Une Mort à Kitchawank</em> herausgebracht, übersetzt von Simone Arous; enthalten sind die vierzehn neuen Kurzgeschichten aus <a href="https://www.tcboyle.de/werke/t-c-boyle-stories-ii/"><em>T.C. Boyle Stories II</em></a>, die in Sektion IV unter dem Titel <em>A Death in Kitchawank</em> zu finden sind, plus eine längere Geschichte, die in früheren französischen Sammlungen nicht enthalten war, <em>Die Unwägbarkeit des Wassers</em>, um dem Ganzen noch mehr Gewicht zu verleihen. Da bekommt man wirklich etwas für seine Euros. Wegen der anstrengenden 23-Städte-Tour durch Amerika war ich noch nicht bereit, zur Veröffentlichung des Buches nach Frankreich zu reisen, so wie es bei der Veröffentlichung von <a href="https://www.tcboyle.de/werke/hart-auf-hart/"><em>Hart auf hart</em></a> in Großbritannien durch Bloomsbury Anfang des Monats der Fall war. Tut mir leid, aber ich bin einfach erschöpft. Übrigens hat Grasset im letzten Frühjahr <a href="https://www.tcboyle.de/werke/san-miguel/"><em>San Miguel</em></a> in der Übersetzung von Bernard Turle herausgebracht, ich war jedoch nicht in der Lage, zur Veröffentlichung nach Paris zu fliegen, da ich hier in den USA schon für einige Sachen gebucht war, bevor ich für Paris angefragt wurde (ich habe versprochen, im nächsten März zu reisen, wenn <a href="https://www.tcboyle.de/werke/hart-auf-hart/"><em>Hart auf hart</em></a>, was Bernard gerade übersetzt, auf Französisch erscheint). Das Kuriose im letzten Frühjahr, als ich nicht kommen konnte, war: Anstatt nach Paris zu fliegen, um mich mit Journalisten zu treffen, meine vielen lieben alten Freunde zu sehen, exquisit zu speisen und im feinen, ruhigen und mir vertrauten Hotel in der Rue des Saints-Pères zu übernachten – alles inklusive – bin ich nach Arizona gefahren und fand mich auf eigene Kosten auf dem Salat-Fest in Yuma wieder. Ein schöner Tausch, oder?<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Jedenfalls haben viele von Euch wohl mibekommen, dass ich inzwischen in Twitter vernarrt bin, weil mein amerikanischer Verlag (Ecco) ein Twitter-Konto für mich eingerichtet hat. Das macht mir viel Spaß, ich entwickle verschiedene Routinen, dokumentiere meinen überaus aufregenden Alltag und so weiter, aber ich weiß nicht, wie lange ich damit beschäftigt sein werde. Darüber hinaus warten wir immer noch auf die Veröffentlichung der neuen Kurzgeschichten <em>Der Fünf-Pfund-Burrito</em> in <em>The Kenyon Review</em> und <em>Die argentinische Ameise</em> in <em>McSweeney’s</em>, während die Essays, die ich anlässlich der Veröffentlichung von <a href="https://www.tcboyle.de/werke/hart-auf-hart/"><em>Hart auf hart</em></a> geschrieben habe, inzwischen online sind: einer über meine augenblicklichen Lieblings-Rocksongs auf der Website <a href="https://largeheartedboy.com/" target="_blank">Largehearted Boy</a> und einer über Schizophrenie auf Buzzfeed. Und schließlich enthält die aktuelle Online-Ausgabe von <em>Narrative</em> meine Erzählung über die Dürre <em>Was Wasser wert ist, weißt du (erst, wenn du keins mehr hast)</em>, die Joe Spano am vergangenen Sonntag und am Montag bei <em>Speaking of Stories</em> hier in Santa Barbara so brillant (und urkomisch) vorgetragen hat.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;So, das war’s. Erstmal. Guckt euch den Twitter-Feed an, solange er noch da ist. Und ihr Twitterer, die ihr auf dieser ehrwürdigen Seite hier vorbeischaut, um auf dem Message Board weiter zu diskutieren, seid willkommen. Wir sehen uns alle bald wieder. Irgendwo. Vielleicht in den Bergen. Und bevor ich es vergesse: Braucht jemand Ratten? Ich habe Unmengen davon.</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 22. Mai 2015 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann. </span></p>
<hr />
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-22-05-2015/">What&#8217;s New? 22/05/2015</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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		<title>What&#8217;s New? 31/10/2014</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-31-10-2014/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Oct 2014 22:36:07 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Halloween steht wieder vor der Tür und mein »Süßes sonst gibt’s Saures« ist dieses Jahr berghoch – das heißt, nicht unbedingt gigantisch, aber es findet in einer bergigen Umgebung statt. Hier oben gibt es keine Kinder (jedenfalls keine unter fünfzig) und erfreulich wenige, die Party machen ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-31-10-2014/">What&#8217;s New? 31/10/2014</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2024/10/news_184i1.jpg" alt="" width="300" height="225" class="alignleft size-full wp-image-7983" />Halloween steht wieder vor der Tür und mein »Süßes sonst gibt’s Saures« ist dieses Jahr berghoch – das heißt, nicht unbedingt gigantisch, aber es findet in einer bergigen Umgebung statt. Hier oben gibt es keine Kinder (jedenfalls keine unter fünfzig) und erfreulich wenige, die Party machen, da an diesem Wochenende die Bevölkerung mit der Ankunft der Wochenendausflügler auf vielleicht dreißig angewachsen ist. Das ist gut so. Wie die Leser dieses Blogs wissen werden, habe ich in den letzten Monaten viele Partys mitgemacht, die meisten davon fanden in 11.000 Metern Höhe inmitten von Fremden statt, die mit den verschiedensten Krankheiten infiziert waren (hat hier einer Lust auf Ebola?), während wir in einer heulenden Todesfalle aus Stahl eingesperrt waren. Apropos Ebola, die Messagistas hier haben mich darauf hingewiesen, dass meine Kurzgeschichte von 2001, <em>Nach der Pest</em>, die mit einem Verweis auf Ebola beginnt, gerade so etwas wie ein trauriges Revival erlebt. Die Geschichte fängt so an: </p>
<blockquote><p>»Nach der Pest – eigentlich war es eine Mutation des Ebola-Virus, von Hand zu Hand und von Nase zu Nase übertragen wie eine banale Erkältung – war das Leben anders. Entspannter und überschwänglicher, einfach natürlicher. Die Hektik war vorbei, die Autobahnen waren frei von Staus bis rauf nach Sacramento, unser armer schrumpfender, ausgeplünderter Planet war auf einmal wieder groß und geheimnisvoll.« (Übersetzung des Zitats von Werner Richter).</p></blockquote>
<p>Ich will jetzt nicht bagatellisieren, was unsere verunsicherte Spezies quält und heimsucht, und ich fühle mit den Menschen in Westafrika, die durch den Zufall ihrer Geburt viel mehr betroffen sind als wir in der westlichen Welt, aber es ist doch so, dass wir alle zu ein und derselben Art gehören und miteinander verbunden sind, wie uns das Auftreten von Ebola in Texas und New York deutlich vor Augen geführt hat. Halloween macht uns in der Tat Angst.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Trotz dieser traurigen Erinnerung daran, dass wir alle miteinander sterblich sind, gehen wir weiterhin unseren Geschäften nach – was bleibt uns auch anderes übrig? Und was will ein Umweltschützer letztendlich mehr als Raum, unbewohnten Raum? Ich habe mit dieser Vorstellung in <a href="https://www.tcboyle.de/werke/ein-freund-der-erde/"><em>Ein Freund der Erde</em></a> und in verschiedenen Kurzgeschichten  wie z.B <em>In der Zone</em> gespielt, die in der Sperrzone um Tschernobyl herum angesiedelt ist, wo durch die Abwesenheit von Menschen die Tiere prächtig gedeihen. Für die nicht-menschlichen Bewohner dieses Planeten ist jeder Tag Halloween.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Was gibt’s Neues? Ich habe die dritte Woche dieses Monats an der University of Southern California verbracht, in meiner neuen Funktion als Writer in Residence, wo ich mich mit Studenten jeden Tag und den ganzen Tag über zu Einzelgesprächen getroffen und zwei Vorlesungen vor kleinen Gruppen gehalten habe (<em>Wiedererleben</em> und <em>Der Fünf-Pfund-Burrito</em>) und mich nach Kräften bemüht habe, mich an dem perfekten Wetter in L.A. zu erfreuen. An einem Abend traf ich mich zum Essen und Trinken im coolen-vielleicht-zu-coolen Ace Hotel am Broadway mit meiner Tochter, während  ein (mutmaßlicher) Obdachloser seinen Durchfall an der Heckklappe meines Autos hinterließ. Die Freuden des Stadtlebens. Hier oben in den Bergen passiert so etwas oft, aber hier ist eher irgendeine andere Säugetier- oder Vogelart dafür verantwortlich. Doch zurück zu diesem Burrito: Ich habe erfahren, dass <em>The Kenyon Review</em> ihn nächstes Jahr veröffentlichen wird. Zwischenzeitlich warte ich auf den Auszug aus <a href="https://www.tcboyle.de/werke/hart-auf-hart/"><em>Hart auf hart</em></a> in <em>Harper’s</em>, <em>Was Wasser wert ist</em> in <em>Narrative</em>, <em>Diebstahl und andere Sachen</em> im <em>Playboy</em> und <em>Die argentinische Ameise</em> in <em>McSweeny’s</em>, die kommen alle in Bälde, entweder im Dezember oder Anfang des nächsten Jahres.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Bis dahin setzt Eure Masken auf, zieht Eure Nicht-alltäglichen-Klamotten an und schleicht durch die Dunkelheit. Irgendjemand muss es ja tun.</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 31. Oktober 2014 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann. </span></p>
<hr />
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-31-10-2014/">What&#8217;s New? 31/10/2014</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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		<title>What&#8217;s New? 04/10/2014</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-04-10-2014/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Oct 2014 21:22:51 +0000</pubDate>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-04-10-2014/">What&#8217;s New? 04/10/2014</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2024/10/news_183i1.jpg" alt="" width="725" height="380" class="aligncenter size-full wp-image-7956" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2024/10/news_183i1.jpg 725w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2024/10/news_183i1-480x252.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 725px, 100vw" /></p>
<p>Das Message Board brachte heute Morgen einen Beitrag von Mimi Carmen, in dem sie einen vor einem Jahr begonnenen Thread wieder aufnahm, der sich mit der <em>Harper’s</em>-Ausgabe vom Oktober 2013 befasste, in der meine Erzählung <em>Sic Transit</em> erschienen war. Es freute mich, dass die Geschichte erneut diskutiert wurde, ich war aber auch überrascht und nicht wenig schockiert, als ich feststellte, dass ein ganzes Jahr wie ein Kometenschweif vorbeigerauscht war. Das brachte mich unweigerlich dazu, an den Ruhm dieser Welt zu denken und wie schnell er vergeht, und was ich während dieser so geschwind vergangenen Zeit getan habe. Also gut: <a href="https://www.tcboyle.de/werke/t-c-boyle-stories-ii/"><em>T.C. Boyle Stories II</em></a> ist im letzten Herbst erschienen und jetzt ist die Taschenbuch-Ausgabe da, gerade herausgekommen (was mich vor zwei Tagen hinunter nach L.A. und zu Skylight Books geführt hat, doch darüber später mehr). Ich bin in Flugzeuge gestiegen und wieder ausgestiegen. Ich habe Seidenpflanzen für die Monarchfalter gesetzt (siehe den <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-25-08-2014/">Eintrag vom letzten Monat</a>). Ich habe einen trockenen Winter überstanden, aber ich konnte auch mit meinem Hündchen im Schnee herumtollen (siehe den <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-16-02-2014/">Eintrag vom 16. Februar</a>), während ich im weiteren Verlauf des Jahres die unerfreuliche Beobachtung machen musste, wie der Bergsee zu einem Nichts schrumpfte. Ich schrieb fünf neue Kurzgeschichten, darunter <em>Wiedererleben</em>, welche im Januar im <em>New Yorker</em> erschien, und warte auf die Veröffentlichung der anderen vier. Als der Sommer fortschritt und ich grübelnd durch den verdorrten Wald auf meinem Berg wanderte, las ich viel und schrieb mein Notizbuch voll mit Recherchen für den nächsten Roman, <a href="https://www.tcboyle.de/werke/die-terranauten/"><em>Die Terranauten</em></a>, der am 13. August erstmals auf meinem Computer auftauchte und jetzt das Ende des zweiten Abschnitts erreicht hat, bei etwa 50 Seiten. Das ist alles sehr schön. Aber dennoch: Wohin ist dieses Jahr entschwunden?<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Wie viele von Euch wissen werden, feierten wir heute vor zwei Wochen mit 180 Gästen Hochzeit hier im Haus, drei von ihnen (und Ihr wisst, wer Ihr seid!) waren immer noch dabei, als die Morgendämmerung etwa um halb sieben Uhr ihre rosigen Finger über dem breiten Bauch des Pazifik ausstreckte. Kerrie und Jamieson hatten ihre Hochzeit selbst gestaltet, so als würden sie eine Filmkulisse für einen ihrer Filme entwerfen, und alles lief perfekt (oder beinahe: Nach drei Stunden, um acht Uhr abends,  platzte ein Typ vom Elektrizitätswerk in die Hochzeit und meinte, er würde den Strom wegen eines Problems in der Leitung für sechs Stunden abstellen, aber wir konnten ihn glücklicherweise davon abbringen – oder vielmehr haben wir ihn gekillt, gebraten und aufgegessen. Ich hab&#8216; noch seine Mütze, falls jemand ein Gebot abgeben möchte.) Das Motto war Schwarz und Weiß, und es war, wie soll ich sagen, fantastisch, anzusehen, wie alle Gäste sich entsprechend herausgeputzt hatten. Es war rundum ein wunderschönes und denkwürdiges Ereignis, auch wenn es dem Vater der Braut mehr als nur ein bisschen Sorgen bereitete, in dessen kostbare und streng gehütete Sphäre man eingedrungen war, wenn es auch Freunde und Familie waren. Lass los, okay? Nimm den Fuß vom Gas. <em>Sic transit</em>. Ja, klar. Aber ich räume immer noch auf.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Damit ich hier nicht ein bisschen zu griesgrämig wirke, möchte ich erwähnen, dass wir die neueste Version des Films <em>Der Vater der Braut</em> gesehen haben (ich habe ihn nur zur Hälfte geschafft, er ist wirklich zu leicht verdauliche Kost), und mir hat die Szene gefallen, wo die Frau bezüglich seiner Tochter und ihrer Hochzeit zu ihrem Mann sagt: »Es geht hier nicht um dich, es geht um sie.« Hä? Mein Gott, ich dachte, alles dreht sich um mich. Jedenfalls war es eine großartige Sache, und es hat mein angeschlagenes Herz tief berührt. Wir haben vor, das Ganze zum dreißigsten Hochzeitstag zu wiederholen (<em>Wiedererleben</em>, okay?)<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Nun zu Skylight Books vor zwei Abenden. Richard Lange stellte Kerrie und mich vor. Kerrie las (brillant) <em>Hände</em> und ich <em>Der Fünf-Pfund-Burrito</em>. Dazwischen sahen wir ein Video mit zwei der neuesten Trailer von Kerrie und Jamieson, <a href="https://www.tcboyle.de/werke/t-c-boyle-stories-ii/"><em>T.C. Boyle Stories II</em></a> und <a href="https://www.tcboyle.de/werke/wild-child/"><em>Das wilde Kind</em></a>. Falls Ihr sie verpasst habt, als sie herauskamen, klickt einfach auf die entsprechenden Pfeile und Ihr könnt sie euch jetzt ansehen. Ich flog am Wochenende davor auch hinauf nach Seattle/Tacoma, um <a href="https://www.tcboyle.de/werke/hart-auf-hart/"><em>Hart auf hart</em></a> bei der Zusammenkunft der Pacific Northwest Booksellers Association vorzustellen. Und wieder eine Woche vorher präsentierte ich hier in Santa Barbara bei einer Wohltätigkeitsveranstaltung für <em>Speaking of Stories</em> die ersten beiden Szenen meiner Kurzgeschichte zum Thema Dürre <em>Was Wasser wert ist, weißt du (erst, wenn du keins mehr hast)</em>, wodurch es mir gelang, der ausgetrockneten Psychen der Zuhörer etwas zum Nachdenken zu geben. Die Zeile, die sie wirklich packte? </p>
<blockquote><p>»(Meine Frau) und ich badeten einmal pro Woche – in der Wanne, gemeinsam  – danach wuschen wir in der Wanne unsere Kleider und Bettlaken, bevor wir es in Eimern hinaustrugen, um die Zitrusbäume zu gießen.« (Zitat übersetzt von Dirk van Gunsteren.)</p></blockquote>
<p>Als Nächstes reise ich nach Newport News (Virginia), dort habe ich die Gelegenheit, eine Gruppe von Studenten, Englischlehrern und Bibliothekaren, meine Lieblingsmenschen, zu unterhalten und zu begeistern, dann geht es weiter zu meiner Writer-in-Residence-Stelle an der University of Southern California und dann kehre ich, wie ich inbrünstig hoffe, in meine Berge zurück, um zu sehen, wie sich die Blätter der Erlen golden färben und, Schmetterlingen gleich, im Winde flattern. Und falls Ihr euch fragt, was mit den richtigen Schmetterlingen, den Monarchfaltern, ist, für die ich die letzten paar Monate verantwortlich war, ihnen geht es großartig, danke der Nachfrage, ihre geflügelten Paarungstänze sind ein Fest für die Augen. Was will ich damit sagen? Die Welt dreht sich weiter, die Atmosphäre hält die Schwärze des Weltalls zurück, und wir leben hier auf dem Planeten Erde in einem fortwährenden Traum. Wenn er nur nicht so kurz wäre. </p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 04. Oktober 2014 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann. </span></p>
<hr />
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-04-10-2014/">What&#8217;s New? 04/10/2014</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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		<title>What&#8217;s New? 25/08/2014</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-25-08-2014/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Aug 2014 10:16:40 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Dies ist die Verpuppungsausgabe Eures freundlichen Nachbarschaftsblogs, der vorigen Monat in sein sechzehntes Jahr getreten ist, und das heutige Datum liefert auch einen Grund zum Feiern, denn heute fängt unser zweindzwanzigstes Jahr in diesem alten Haus an, das 1909 erbaut wurde ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
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<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2024/08/news_182i3.png" alt="" width="725" height="380" class="aligncenter size-full wp-image-7840" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2024/08/news_182i3.png 725w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2024/08/news_182i3-480x252.png 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 725px, 100vw" /></p>
<p>Dies ist die Verpuppungsausgabe Eures freundlichen Nachbarschaftsblogs, der vorigen Monat in sein sechzehntes Jahr getreten ist, und das heutige Datum liefert auch einen Grund zum Feiern, denn heute fängt unser zweindzwanzigstes Jahr in diesem alten Haus an, das 1909 erbaut wurde, als ich noch ein kleiner Junge in kurzen Hosen war. Zweindzwanzig Jahre sind mehr, als wir je an demselben Ort gewohnt haben. In unseren gemieteten Häusern und Wohnungen in New York haben wir nie länger als ungefähr ein Jahr gelebt (einschließlich des besten, des Torhauses des Osborne Castle in Garrison). Und in Iowa City hatten wir drei Jahre eine Studentenbude und dann so etwa zwei Jahre ein gemietetes Haus. Dann ging es nach L.A., zuerst ins Gartenviertel Tujunga, wo wir fünfeinhalb Jahre ohne jegliches Nachtleben verbrachten (die Wanderungen in den San Gabriel-Bergen haben sicherlich dabei geholfen, ebenso wie der Loch Ness Monster Pub in Pasadena), danach dann ein Umzug nach Woodland Hills (dort hat mich das Wandern im Topanga Canon gerettet, ebenso die Reggae-Abende im Something’s Fishy am Ventura Boulevard), dort waren wir knapp zehn Jahre, und jetzt sind wir hier in Santa Barbara. Aber das ist keine Verpuppung, oder? Das ist das Erscheinen eines Schmetterlings, schätze ich. Der nächste Schritt? Auf den Friedhof. Falls wir so viel Glück haben.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Ich habe in einem früheren Blog schon mal erwähnt, dass ich der Natur in dieser Saison bezüglich der Monarchfalter-Population in größerem Umfang unter die Arme greife. Der hintere Teil unseres Grundstücks ist als »umweltsensibel« eingestuft worden, da er ein Lebensraum für überwinternde Schmetterlinge ist (war). Früher, bis vor vielleicht acht oder zehn Jahren, schmückten diese die Bäume im Spätherbst jeden Morgen in langen grauen Strängen, da sie sich in den kühlen Stunden der Nacht aneinander klammerten, und nachmittags flatterten sie zu Tausenden herum. In letzter Zeit ist ihre Zahl stark zurückgegangen. Ich habe Seidenpflanzen eingesetzt, um ihnen zu helfen, und das Ergebnis war eine reiche Ausbeute an fetten gefräßigen Raupen und grazilen flügelschlagenden Wesen über mindestens drei Generationen allein in diesem Sommer. Es sieht so aus, als züchte ich auch Eidechsen. Und Frösche im Teich. Ich mag das, also ein kleines Naturreservat inmitten meines Vorstadt-Bereichs zu schaffen, in dem sich die Geschöpfe nach Belieben bewegen und freien Umgang mit den Ratten pflegen können, die hier wahrscheinlich in der Überzahl sind – abgesehen von den Ameisen vielleicht.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Übrigens, für die, die es vielleicht nicht erkennen: Das beigefügte Foto ist der unglaubliche Kokon des Monarchfalters. Ich weiß ja, ich weiß. Er sieht so aus, als sei er aus Marzipan – oder, was wahrscheinlicher ist, aus Plastik – hergestellt in einer Fabrik in Hanshin. Aber hier ist er. Meine Frage an alle Lepidopteraphilen da draußen: warum ein so farbenfroher und damit auffälliger Kokon? Aus demselben Grund, aus dem auch die Raupe und der ausgewachsene Schmetterling bunt sind? Also um potentielle Fressfeinde daran zu erinnern, dass sie nicht gut schmecken, weil sie giftige Herzglycoside aus der Seidenpflaze enthalten? Oder wollen sie einfach nur schön sein, auch während ihrer zauberhaften Metamorphose?<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Nun ja, gut. Genug davon. Was gibt’s Neues? Wie ich schon letzten Monat erwähnt habe, wird <em>Harper’s</em> <em>No Slant to the Sun</em> veröffentlichen, einen Auszug, der aus dem ersten Kapitel von <a href="https://www.tcboyle.de/werke/hart-auf-hart/"><em>Hart auf hart</em></a> besteht, was Ecco hier am 31. März und der Hanser Verlag im Januar herausbringen wird (jawohl, die Übersetzung erscheint vor dem Original!). Ich habe kürzlich erfahren, dass ich während der letzten beiden glorreichen Februarwochen in den deutschsprachigen Ländern auf Tour sein werde. Ob ich wohl abends ein Jacket brauche? Eine weitere Neuigkeit: Die vorletzte Erzählung <em>Was Wasser wert ist, weißt du (erst, wenn du keins mehr hast)</em> hat ein Zuhause gefunden, <em>Narrative</em>, das in der Vergangenheit schon Auszüge aus einigen meiner Romane gebracht hat, wird die Geschichte später in diesem Jahr, im Dezember, denke ich, veröffentlichen (zur selben Zeit wird der <em>Playboy</em> <em>Diebstahl und andere Sachen</em> bringen, und <em>McSweeney’s</em> hat <em>Die argentinische Ameise</em> versprochen. Die verbleibende Erzählung, <em>Der Fünf-Pfund-Burrito</em>, die wegen ihrer absoluten, uneingeschränkten Zügellosigkeit zu meinen Lieblingen in der neuen Gruppe von Geschichten gehört, wartet immer noch auf die Entscheidung eines Redakteurs, während ich das hier in die Tasten haue. Ich lasse Euch wissen, wie die Entscheidung ausfällt, sobald ich davon erfahre.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Die größten Neuigkeiten sind für mich jedoch persönliche, und zwar an zwei Fronten. Erstens, und das ist am wichtigsten, habe ich erfahren, dass Kerrie und Jamieson nach einigen gemeinsamen Jahren beschlossen haben zu heiraten (ich werde Euch im nächsten Monat berichten, wie alles abläuft, denn ich möchte keine Details im Voraus preisgeben, da ich fürchte, die Kardashians könnten die Party stürmen). Zweitens, und auch das ist insofern von Bedeutung, als es mich höchstwahrscheinlich noch eine Weile vom Selbstmord abhalten wird, habe ich mit dem nächsten Roman angefangen. Er befindet sich in einem sehr frühen Stadium, Leute, und ich kann  noch gar nichts darüber erzählen, aus Angst, die mit dem Schaffensprozess verbundenen Voodoo-Kräfte freizusetzen, aber ich kann sagen, dass mich das Thema wieder zur Umweltproblematik zurückführt. Wenn es funktioniert – wenn es auf bunten Flügeln dahinsegelt wie die Monarchfalter vor meinem Fenster &#8211; lasse ich es Euch wissen.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Bis dahin ciao.</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 25. August 2014 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann. </span></p>
<hr />
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		<title>What&#8217;s New? 30/06/2014</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-30-06-2014/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Jun 2014 21:37:50 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn ich Euch früher in diesem Monat ein Lied vom Kampf auf Leben und Tod gesungen habe (ich, das Kanu, unter der Brücke eingeklemmt wie in einem Grab, die einströmende Flut), bringe ich Euch heute einen Text voller Ruhe und Frieden. Ich bin gerade vom Berg zurückgekommen ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-30-06-2014/">What&#8217;s New? 30/06/2014</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2024/07/news_180i1.jpg" alt="" width="300" height="300" class="alignleft size-full wp-image-7815" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2024/07/news_180i1.jpg 300w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2024/07/news_180i1-150x150.jpg 150w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Wenn ich Euch <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-05-06-2014/">früher in diesem Monat ein Lied vom Kampf auf Leben und Tod</a> gesungen habe (ich, das Kanu, unter der Brücke eingeklemmt wie in einem Grab, die einströmende Flut), bringe ich Euch heute einen Text voller Ruhe und Frieden. Ich bin gerade vom Berg zurückgekommen, wo ich eine lange ruhige Woche mit Lesen und Kontemplation verbracht habe, ganz ohne Stress. Die letzte Runde des Geschichtenschreibens ist vorbei, die fünf neuen Erzählungen sind jetzt fertig und verstaut, und ich habe meine Arbeitstage mit Lesen und Anfertigen von Notizen verbracht, mit Blick auf den nächsten Roman. Nach der Arbeit bin ich hinaus in den Wald gegangen, wo das tiefe Gras einer Bergwiese meine schlanke Gestalt willkommen hieß, eine halbe Meile von meinem Haus entfernt, wo ich mich ausstreckte, um ein wenig zu lesen und zu meditieren, oder auch in der Nähe eines meiner Lieblingsbäche, die aufgrund der anhaltenden Trockenheit auf einen traurigen Rest zusammengeschmolzen sind. Die ganze Woche ist nichts passiert. Keine Notfälle. Keine Telefonanrufe. Kein Druck, irgendwo zu sein. Abends, nach dem Essen, noch mehr lesen oder einen Film ansehen, den ich mir aus der Bibliothek ausgeliehen habe (ja, eine DVD, denn auf dem Berg gibt es kein Internet, und die Technik hinkt gnädigerweise hinterher). Dann in völliger Dunkelheit ein Spaziergang mit dem Hund um den ehemaligen See, wobei unsere Schritte nur vom fernen Schimmer lebender und toter Sterne beleuchtet wurden, und dann ab ins Bett.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Das war’s also. Das sind die Neuigkeiten. Euer Autor hatte endlich die Gelegenheit sich zu entspannen und freut sich darauf, dies bald wieder zu tun. Aber jetzt, wo ich zu Hause bin und E-Mails bearbeite und auch die Schneckenpost durchpflüge (Rechnungen, Werbung, Drohungen) kann ich Euch konkretere Neuigkeiten über meine Aktivitäten abseits des Berges mitteilen, wo das Thermometer neulich morgens knackige drei Grad Celsius anzeigte. Ich habe erfahren, dass ich, zusätzlich zu meinem geplanten Auftritt in Newport News (Virginia) am 9. Oktober um 19 Uhr für das Virginia Peninsula Literary Consortium in der David Studentenvereinigung der Chistopher University, außerdem in New York für Selected Shorts auftreten werde, wo ein Abend zur Feier der Anthologie <em>Best American Short Stories 2014</em>, herausgegeben von Jennifer Egan, stattfinden wird.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Da wir gerade beim Thema Geschichten sind, möchte ich erwähnen, dass die erste der neuen Geschichten, wie viele inzwischen wissen werden, in der Ausgabe des <em>New Yorker</em> vom 17. März erschienen ist (<em>Wiedererleben</em>), und dass die zweite in dieser Reihe, <em>Diebstahl und andere Sachen</em>, in einer kommenden Ausgabe des <em>Playboy</em> veröffentlicht wird. Die fünfte – <em>Die argentinische Ameise</em> – wird im Dezember in <em>McSweeney’s</em> erscheinen. Die restlichen beiden – <em>Der Fünf-Pfund-Burrito</em> und <em>Was Wasser wert ist, weißt du (erst, wenn du keins mehr hast)</em> – sind noch auf der Suche nach ihrer endgültigen Bestimmung.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Doch ein Wort noch zur vergangenen Woche: Da war ich, am Rande dieser langen Wiese, der Hund schlief neben mir, der Wind rüttelte in den Bäumen, und hielt ein Nickerchen im hohen Gras. Und wenn ich kurz aufblickte, aufmerksam geworden durch eine Bewegung fünfhundert Meter entfernt am Waldrand, kam mir das wie ein Traum vor. Ein Liebespaar mittleren Alters, sie im weißen Kleid, er mit Sombrero, umarmten sich dort, umarmt von der Natur, und Faune und Nymphen tollten um sie herum. Dagegen ist nichts einzuwenden. Und so schloss ich die Augen und schlief weiter.</p>
<p>P.S. Wie das beigefügte Bild zeigt, schwimme ich dieses Jahr nicht im See. Ich stehe an einer Stelle, wo das Wasser normalerweise bis über meinen Kopf gehen müsste.</p>
<p>P.P.S. In dem Moment, in dem ich dies schreibe, weckt eine Bewegung im Wald meine Aufmerksamkeit, keine dreißig Meter von meinem Schreibtisch entfernt. Ein Habicht sitzt auf einem Akazienzweig und macht Mittagspause (es ist kurz nach zwölf). Ein Neigen des Kopfes, ein roter Klumpen Fleisch, ein grimmiger Blick in die Runde, dass auch niemand es wagen sollte &#8230; Ich kann nicht genau erkennen, welchem Wesen er/sie das Leben genommen hat &#8211; hier etwas Weißes, etwas Graues, vielleicht eines der Kaninchen, die ich hier abends immer wieder wie verrückt herumhuschen gesehen habe. Ein Häschen also, das den nächsten Regen nicht mehr erleben wird.</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 30. Juni 2014 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann. </span></p>
<hr />
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-30-06-2014/">What&#8217;s New? 30/06/2014</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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		<title>What&#8217;s New? 26/04/2014</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-26-04-2014/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 26 Apr 2014 21:28:02 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>In letzter Zeit fühle ich mich, na ja, sehr <em>naturverbunden</em>, obwohl ich es nicht geschafft habe, wieder in die Berge zurückzukehren, seitdem ich diese halb verschneite und vollständig mit Wald bedeckte Gegend vor fast zwei Monaten verlassen habe (siehe die News im Februar).</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-26-04-2014/">What&#8217;s New? 26/04/2014</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-7729" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2024/04/news_178i1.jpg" alt="" width="199" height="300" />In letzter Zeit fühle ich mich, na ja, sehr <em>naturverbunden</em>, obwohl ich es nicht geschafft habe, wieder in die Berge zurückzukehren, seitdem ich diese halb verschneite und vollständig mit Wald bedeckte Gegend vor fast zwei Monaten verlassen habe (siehe die <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-16-02-2014/">News im Februar</a>). Ich habe den Teich so nach und nach entschlammt, sehr zur Freude und zur geschmacklichen Erbauung der Schwarzbarsche (aller drei) und der Sonnenbarsche, der Koboldkärpflinge, der Elritzen, der Glanzfische und der Goldfische, die dort zu Hause sind, und ich habe Wolfsmilch gepflanzt, um die erste Generation an fetten, gestreiften Monarchfalter-Raupen zu ernähren, und bin immer wieder darüber erstaunt, wie schnell sie von pulsierenden, winzigkleinen gelben Punkten zu diesen großen Fressern heranwachsen. Letztendlich werden sie sich in ihren Kokons verkriechen (die mich immer an die Sternstunde der filmischen Naturschilderung, <em>Alien</em>, erinnern), dann als Schmetterlinge schlüpfen, ihr Leben mit ein wenig Nahrungsaufnahme und einer Menge Sex verbringen und ihre Eier, die nächste Generation, in den ausgelaugten Büschen ablegen, während ich zur Gärtnerei eile, um mehr Wolfsmilch herbeizuschaffen.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Inzwischen habe ich die jüngste der neuen Kurzgeschichten fertig geschrieben, <em>Was Wasser wert ist, weißt du (erst, wenn du keins mehr hast)</em>, ein weiterer meiner Ausflüge in die fikive Naturbetrachtung und eine traurige, verzeifelte Klage über unsere anhaltende Dürre, und ich werde in Kürze zur Post gehen, um das lektorierte Manuskript von <a href="https://www.tcboyle.de/werke/hart-auf-hart/"><em>Hart auf hart</em></a> abzuliefern, das im kommenden März in meinem neuen Verlag Ecco Harper/Collins veröffentlicht werden wird. Außerdem habe ich eine Frühlingswoche an der University of South California unterrichtet, war auch auf der L.A.Times Book Fair (Fons hat einen Link zu einem Videointerview, das ich dort gegeben habe, ins Message Board gestellt, falls es Euch interessiert) und bin nach Philadelphia gereist, um im Kelly Writers‘ House an der Penn State University zu lehren. Was das reinste Vergnügen war (auf ihrer Website könnt Ihr sehen, wie ich <em>Der Fünf-Pfund-Burrito</em> zum Besten gebe, wenn Ihr auch daran interessiert seid).<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Aber zurück zur Naturverbundenheit und zu meinem geheimnisvollen Hinweis auf meine bevorstehende Reise nach Boston im <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-17-03-2014/">Eintrag vom letzten Monat</a>. Ich kann jetzt den Grund dafür nennen, wie das beigefügte Bild deutlich macht. Mit Freude, voller Dankbarkeit und Bescheidenheit werde ich am 7. Mai den Henry David Thoreau Preis für herausragende Naturschilderungen entgegennehmen. Besonders freue ich mich nicht nur über die Anerkennung meiner belletristischen Werke auf diesem Gebiet, (wenn wir an Naturschilderungen denken, haben wir für gewöhnlich Sachbücher im Sinn), sondern auch darüber, in die Fußstapfen zweier meiner persönlichen Helden zu treten, Peter Matthiessen und E.O. Wilson, sowie in die einer alten Freundin aus Santa Barbara, Gretel Erlich. Ich werde am 7. Mai mein Bestes geben, um alle und jeden zu unterhalten. Die Veranstaltung findet um 18:30 im Barton Theater des MIT statt und ist öffentlich. Ich hoffe, Euch dort zu sehen. Ich bin mir noch nicht sicher, was ich vorlesen will, aber es gibt viele Möglichkeiten, wie <em>Ende der Nahrungskette</em>, <em>Geblendet</em> und <em>Keimende Hoffnung</em>, neben anderen. Wir werden sehen.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Jedenfalls möchte ich Euch zum Abschluss die wilden Naturereignisse gestern Abend hier im von der Trockenheit geplagten Santa Barbara schildern. Wir hatten einen für diese Jahreszeit (außerhalb der Regenzeit?) recht späten Regenschauer, der etwa sechzehn Tropfen Wasser brachte, verteilt über den gesamten Bezirk. Ich stand draußen, hob mein Gesicht zum Himmel und spürte auf meinen Wangen und meiner Stirn einen ganz leichten Anflug einer Art von Niederschlag. Es könnte Regen gewesen sein. Aber vielleicht waren es auch nur die Ausscheidungen eines dort oben fliegenden Vogels. Oh, wie sind wir doch arm dran!<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Aber ich will Euch mit einem Zitat aufmuntern, welches <a href="https://www.tcboyle.de/werke/wassermusik/"><em>Wassermusik</em></a> vorangestellt ist und das vollständige Gedicht von William Merwin <em>The Old Boast</em> darstellt:</p>
<blockquote><p><em>Listen native of a dry place<br />
From the harpist’s fingers<br />
rain</em></p></blockquote>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 26. April 2014 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann. </span></p>
<hr />
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-26-04-2014/">What&#8217;s New? 26/04/2014</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>What&#8217;s New? 16/02/2014</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-16-02-2014/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Feb 2014 22:05:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[What's New?]]></category>
		<category><![CDATA[Der Fünf-Pfund-Burrito]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Neueste, das Brandaktuellste, was ohne Zweifel Twitter in helle Aufregung versetzt, ist, dass ich, wie früher schon Mohammed, vom Berg herabgestiegen bin (und nein, der Berg kam ursprünglich nicht zu mir; ich kam zum Berg, genau wie so etwas normalerweise abläuft). </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-16-02-2014/">What&#8217;s New? 16/02/2014</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2024/02/news_176i1.jpg" alt="" width="224" height="300" class="alignleft size-full wp-image-7682" />Das Neueste, das Brandaktuellste, was ohne Zweifel Twitter in helle Aufregung versetzt, ist, dass ich, wie früher schon Mohammed, vom Berg herabgestiegen bin (und nein, der Berg kam ursprünglich nicht zu mir; ich kam zum Berg, genau wie so etwas normalerweise abläuft). Anders als Mohammed habe ich jedoch eine neue Kurzgeschichte mitgebracht. Sie heißt <em>Diebstahl und andere Sachen</em> und ist eine Rückkehr zu der Sorte Geschichten, die uns lauthals zum Lachen bringen und die ich schon immer so geliebt habe. Ich weiß noch nicht, wann und wo sie erscheinen wird, aber ich werde Euch hier auf dem Laufenden halten. Der Vorgänger, <em>Wiedererleben</em>, die erste der neuen Geschichten seit der Fertigstellung von <a href="https://www.tcboyle.de/werke/hart-auf-hart/"><em>Hart auf hart</em></a>, wird, wie ich im Eintrag des vorigen Monats berichtet habe, im <em>New Yorker</em> erscheinen (irgendwann im nächsten Monat, wie mir gesagt wurde). Und die neueste neue Kurzgeschichte, <em>Der Fünf-Pfund-Burrito</em>, wurde erst vor vier Tagen gefüllt und wie eine Socke zusammengerollt. Apropos Socke: Euch Strumpffetischisten da draußen wird es vielleicht interessieren, dass ich auch meine Sockensammlung vom Berg mitgebracht habe, zusammen mit allem anderen, was ich im Dezember in der Hütte verstaut hatte. Ich hatte geplant, diesen Monat da oben zu verbringen, doch verschiedene Aufgaben und Pflichten kamen dazwischen, und noch dazu hatte mich das anhaltend trockene Wetter und der kahle Boden verdammt deprimiert, und so verwarf ich die Idee.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Wunder geschehen: Ende Januar beglückte uns ein schöner kleiner Sturm, für den ich sehr dankbar bin, ebenso wie die Geschöpfe der Berge und die Pflanzenwelt, von der sie leben. Der Schnee, der damit einherging, bescherte mir einen zweistündigen Waldspaziergang wie im Muir-Nationalpark, in Begleitung meines Hundes, wobei ich durch schönen, knackigen Pulverschnee stapfte, der auf nassem und kompaktem Untergrund lag. Das erwies sich als genau das Richtige, um meine Stimmung am späten Nachmittag zu heben, denn der Schnee wies noch keinerlei Spuren auf (bis auf die von ein paar Eichhörnchen und einem einsamen Kojoten), der dunkle, drückende Tag ging zu Ende, ein schwerer Nebel kam über uns, als die Wolken auf den Erdboden trafen, und das Haus mit seinem Ofen – und dem Wein – war nicht mehr als zwei Meilen entfernt. Schön. Sehr schön. Und, was den Schnee angeht, ein guter Anfang, obwohl, wie ich den einheimischen Ganzjahresbewohnern (ihre Anzahl ist inzwischen auf neunzehn geschrumpft) erklärt habe, bis Ende Mai jeden Tag diese bescheidenen fünfzehn bis zwanzig Zentimeter Schnee fallen müssten, um auch nur ansatzweise den Feuchtigkeitsgehalt eines normalen Jahres zu erreichen.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Was kann man tun, außer nach Rangun zu ziehen? Wasser sparen, zum Beispiel. Seit ich nach Kalifornien gezogen bin, bin ich in dieser Hinsicht ein bisschen zum Fanatiker geworden; ich sammle Regenwasser in Zisternen und habe die ganze Zeit eine große Alkuminiumschüssel in der Spüle stehen, für das Spülwasser, und das trage ich alles mit eigener Kraft nach draußen und gieße damit die Pflanzen. Unsere Lokalzeitung weist darauf hin, dass der größte Wasserverbraucher in unserer Gemeinde – zu der auch ein paar Golfplätze und mehrere Hotels gehören – eine gewisse Talkshow-Milliardärin ist, die kürzlich in einem der populären Filme des letzten Herbstes mitgespielt hat. Landschaftspflege verbraucht den größten Teil unseres Wassers (meines auch, obwohl ich den Rasen nur minimal bewässere und da, wo es ging, einheimische Gewächse gepflanzt habe) Was will ich damit sagen? Wehe uns, denke ich. Und ein Lebewohl dem elektrischen Strom, den wir mit unseren Wasserkraftwerken erzeugen.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Abschließend und mit zunehmender Freude habe ich zwei Ankündigungen zu machen. Die erste betrifft den geheimnisvollen Termin in Neuengland, den ich im letzten Beitrag erwähnt habe. Es sieht so aus, dass ich am 8. Mai am Massachussetts Institute of Technology auftreten werde – ich werde Euch Einzelheiten mitteilen, wenn das Datum näher rückt. Die zweite betrifft <a href="https://www.tcboyle.de/werke/hart-auf-hart/"><em>Hart auf hart</em></a>. Achtet in den nächsten Wochen auf eine Pressemitteilung, die ein wenig mehr Klarheit bringen sollte – wir wissen immer noch nicht, wann das Buch erscheinen wird. Das könnte schon diesen Herbst oder erst im Frühjahr des nächsten Jahres der Fall sein. Wir werden sehen. Und ich werde Euch auf jeden Fall informieren, wenn die Presseveröffentlichung, nun ja, veröffentlicht wird.</p>
<p>P.S. Noch mal zu den Socken: Als ich in Iowa studierte, riet mir ein Kommilitone und guter und weiser Freund, Socken von nur einer Farbe und Marke zu tragen, um die Zuordnung der Paare zu erleichtern. Seitdem bin ich diesem Grundsatz treu geblieben, und ich weiß wirklich nicht, wie viele Stunden ich insgesamt die ganzen Jahre in der Waschküche eingespart habe. (Na gut, ja, ich habe vor vielen Jahren in der Letterman-Show ein absurdes Paar karierte Socken getragen, aber das war nur zum Spaß. Ich meine, Spaß mit Socken.)</p>
<p>P.P.S. Das war’s. Viel Spaß. Wir sehen uns nächstes Mal.</p>
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<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 16. Februar 2014 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann. </span></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-16-02-2014/">What&#8217;s New? 16/02/2014</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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