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	<title>Ein Freund der Erde Archive - www.tcboyle.de</title>
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	<description>Die deutschsprachige Website über T.C. Boyle</description>
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	<title>Ein Freund der Erde Archive - www.tcboyle.de</title>
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		<title>What&#8217;s New? 31/07/2026</title>
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		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Jul 2026 21:05:51 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2026/08/news_319i1.jpg" alt="" width="300" height="300" class="alignleft size-full wp-image-8742" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2026/08/news_319i1.jpg 300w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2026/08/news_319i1-150x150.jpg 150w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Heute arbeite ich, während im Hintergrund die Kettensägen ihre Musik machen. Der Klimawandel macht die Sommer länger und heißer, was bedeutet, dass die Pflanzen jetzt schon vertrocknet sind, und obwohl es keine Möglichkeit gibt, das Feuer aufzuhalten, sollte es sich auf Grund der Launen des Windes entschließen, hierher zu kommen, um uns zu verschlingen, so versuchen wir trotz alledem, mit unseren geringen Mitteln, dem zuvorzukommen. Unser Haus ist von dichtem Wald umgeben. Es ist selbst ganz aus Holz gebaut. Als wir vor vierunddreißig Jahren eingezogen sind, haben wir das Holzdach durch Schindeln aus Verbundstoff ersetzt, die sowohl in Schnitt wie in der Färbung ganz wie das Originalholz aussehen, und wir schneiden die Bäume jedes Jahr zurück, weg vom Haus, aber diesmal fällen wir einige von ihnen, die zu nah am Haus stehen (darunter eine Avocado). Ein Autor, den ich sehr mag, schrieb im Jahr 2000 einen Roman, der in das absurd weit in der Zukunft liegende Jahr 2025 blickte und der das Klima, das zwischen Überschwemmungen und Waldbränden pendelt, zum Thema hatte. Jetzt erleben wir es hautnah. Jedes Mal, wenn ich eine Sirene höre, hoffe ich, dass sie von einem Krankenwagen stammt und nicht von einem Feuerwehrwagen. (Menschen sterben an Herzinfarkten, das ist schlimm genug, aber diese Bäume und dieses Haus sind Stützen für meine Seele.)<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Und so singen die Kettensägen, und ich beiße die Zähne zusammen, meine Arbeit kommt ins Stocken und die Äste fallen zu Boden, und ich hoffe auf das Beste. Lest dazu bitte meine Romane <a href="https://www.tcboyle.de/werke/america/"><em>América</em></a> und <a href="https://www.tcboyle.de/werke/ein-freund-der-erde/"><em>Ein Freund der Erde</em></a>, und auch die Kurzgeschichte <a href="https://www.tcboyle.de/werke/good-home/"><em>Aschermontag</em></a>, um eine genauere Vorstellung von den Auswirkungen des Klimawandels hier im »Golden State« Kalifornien zu bekommen und wünscht mir das Allerbeste in dieser von Zufällen regierten Welt. Wünscht mir Glück. Oder, noch besser, wünscht mir Regen.</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 31. Juli 2026 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann.</span></p>
<hr>
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		<title>What&#8217;s New? 30/09/2023</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-30-09-2023/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 Sep 2023 21:43:18 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Neulich bin ich losgezogen und habe drei Kürbisse gekauft, Sinnbilder der bevorstehenden Jahreszeit. Herrlicher, für diese Zeit untypischer Regen ist für heute angesagt, wenn auch nur ein oder zwei Tröpfchen, und die Temperatur soll um zehn Celsiusgrade fallen. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-30-09-2023/">What&#8217;s New? 30/09/2023</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2023/10/tcbwn-30092023.jpg" alt="" width="725" height="380" class="aligncenter size-full wp-image-7221" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2023/10/tcbwn-30092023.jpg 725w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2023/10/tcbwn-30092023-480x252.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 725px, 100vw" /></p>
<p>Neulich bin ich losgezogen und habe drei Kürbisse gekauft, Sinnbilder der bevorstehenden Jahreszeit. Herrlicher, für diese Zeit untypischer Regen ist für heute angesagt, wenn auch nur ein oder zwei Tröpfchen, und die Temperatur soll um zehn Celsiusgrade fallen. Was bedeutet, dass ich endlich die Gelegenheit bekomme, mich an einigen Ästen von dem Treibholz zu erwärmen, das ich wie besessen am Strand aufgesammelt habe, seit die gewaltigen Stürme im letzten Winter uns das ganze Zeug aus dem Ozean beschert haben. Wie ich in meinem letzten Eintrag berichtet habe, war der vergangene Sommer überaus erholsam für mich (nach den Strapazen der Blue-Skies-Touren), aber ich bin bereit für den Wechsel der Jahreszeiten. Besonders für den Winter, wenn wir relativ sicher vor Waldbränden sind. Bis dahin singe ich ein Hosianna auf den bedeckten Himmel. Bleibt dran. Ich habe einen nassen Winter bestellt, aber mit gemächlich fallendem Regen und ohne diese schrecklichen Felsabbrüche und Schutt-Anspülungen (siehe <a href="https://www.tcboyle.de/werke/america/"><em>América</em></a> und <a href="https://www.tcboyle.de/werke/ein-freund-der-erde/"><em>Ein Freund der Erde</em></a>).<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Nun zu den Neuigkeiten: Ich habe gerade erfahren, dass der Hanser Verlag die deutsche Übersetzung von <em>I Walk Between the Raindrops</em> im Mai 2024 herausbringen wird und dass die Büchergilde Gutenberg diesen Herbst ihre Ausgabe von <a href="https://www.tcboyle.de/werke/blue-skies/"><em>Blue Skies</em></a> veröffentlicht. Noch nichts Neues über die drei letzten der sechs neuen Erzählungen, aber ich werde euch auf jeden Fall darüber unterrichten, wann und wo sie erscheinen. Wir können jetzt ebenfalls anfangen, über die Verfilmung von <a href="https://www.tcboyle.de/werke/blue-skies/"><em>Blue Skies</em></a> nachzudenken, jetzt wo der Streik der Drehbuchautoren endlich vorüber ist. Das Projekt liegt seit der Veröffentlichung des Buches auf Eis, trotz der Tatsache, dass das Drehbuch (von meiner Tochter, Kerrie Kvashay-Boyle) fertig bereit liegt. Obwohl ich mit den Filmversionen meiner Bücher nichts zu tun habe (mein Job ist es, Belletristik zu schreiben), finde ich es toll zu sehen, wie sie auf der großen Leinwand und dem kleinen Bildschirm umgesetzt werden.  Ich warte auch darauf, dass einige andere Projekte, die während des Streiks geruht haben, wieder hervorgeholt werden. Wenn das der Fall ist, lasse ich es euch hier wissen.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Mittlerweile mache ich das, wofür ich geboren bin: Prosa schreiben. Zur Zeit arbeite ich an einem neuen Roman, der sich noch in der Anfangsphase befindet, aber mir jetzt Tag für Tag mehr sein schemenhaftes Wesen offenbart. Was mich daran erinnert &#8230;<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Okay. Basta. Jetzt erstmal Ciao.</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 30. September 2023 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann.</span></p>
<hr>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-30-09-2023/">What&#8217;s New? 30/09/2023</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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		<title>What&#8217;s New? 30/04/2023</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-30-04-2023/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Apr 2023 21:26:18 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2023/04/news_282i1.jpg" alt="" width="199" height="300" class="alignleft size-full wp-image-7054" />In letzter Zeit ist der Himmel grau und nicht blau, genau so wie er für mich sein soll. Trotz allem schien die Sonne für uns alle am vergangenen Wochenende beim L.A. Times Festival of Books, wo ich <a href="https://www.tcboyle.de/werke/blue-skies/"><em>Blue Skies</em></a> zum ersten Mal vorgestellt habe (vor der Veröffentlichung sowohl der hiesigen als auch der deutschen Ausgabe Mitte Mai). Es ist immer eine Herausforderung, einen Auszug für die Lesung zu wählen, und in diesem Fall habe ich mich für die Anfangsszenen entschieden, die keiner einführenden Erklärung bedürfen und den Zuhörer sofort mitten ins Geschehen hineinreißen. Der Auszug, der in Kürze auf <a href="https://tcboyle.com/" rel="noopener" target="_blank">www.tcboyle.com</a> veröffentlicht wird (und derzeit online auf <em>Narrative</em> erscheint) stellt die Hauptfigur, Catherine (Cat) Cullen, vor, sechsundzwanzig Jahre alt und neu in Florida, die von Kalifornien in den Sunshine State gezogen ist, um dort in einem Strandhaus zu wohnen, das ihr Verlobter nach dem plötzlichen Tod seiner Mutter geerbt hat. Die beiden anderen Hauptfiguren, ihre Mutter und ihr Bruder, bleiben zurück in einer Küstenstadt, die sehr stark der ähnelt, in der ich jetzt sitze und diese Nachricht an Euch schreibe: Santa Barbara. Dieses Setup zweier konkurrierender Küsten ermöglicht es mir, meteorologische Bedingungen gegenüberzustellen (Dürren und Feuer versus Anstieg des Meeresspiegels und Überschwemmungen), und gleichzeitig zu erforschen, was es bedeutet, mit dem Klimawandel zu leben, der uns jetzt alle betrifft, egal, wo wir leben.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Das Buch ist ein Gegenstück zu <a href="https://www.tcboyle.de/werke/ein-freund-der-erde/"><em>Ein Freund der Erde</em></a> aus dem Jahr 2000, welches ins Jahr 2026 vorausschaute und uns Dürre, Regen, Tilapia Sushi, zahme Hyänen, eine Epidemie und einige ernsthaft engagierte Umweltaktivisten bescherte. <a href="https://www.tcboyle.de/werke/blue-skies/"><em>Blue Skies</em></a> fängt dort an, wo wir heute stehen und blickt voraus in die unmittelbare Zukunft mit Wetterkatastrophen, Insektenapokalypse, Riesensturmfluten und so weiter. Zu Beginn folgen wir Cat, die gelangweilt und ruhelos ist, während ihr Freund sich intensiv mit seinem Auto beschäftigt, und die nach etwas auf der Suche ist, das ihre Aufmerksamkeit fesselt und ihren Tag ins Gleichgewicht bringt. Sie stößt auf einen Laden namens Herps und wird von einer gewaltigen burmesischen Pythonschlange angezogen, die im Schaufenster ausgestellt ist. Ja, sie geht shoppen und betrachtet unsere ophidischen Freunde im Wesentlichen als Mode-Accessoires. Sie kauft eine junge Burma-Schlange in der Absicht, sie um den Hals zu tragen, um sowohl online (sie ist Möchtegern-Influencerin) als auch in der Öffentlichkeit Aufmerksamkeit zu erregen. Eine Schlange in der Handtasche in der Eröffnungsszene eines Romans ist natürlich, wie es ein Journalist beschrieb, so etwas wie eine Pistole auf dem Kaminsims im ersten Akt eines Theaterstücks von Tschechow.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Ich werde einige öffentliche Auftritte für das Buch absolvieren und lasse es Euch sowohl hier als auch auf <a href="https://twitter.com/tcboyle" rel="noopener" target="_blank">Twitter</a> wissen, sobald ein endgültiger Zeitplan vorliegt. Bisher weiß ich, dass ich Mitte Mai in Miami und St. Petersburg (Florida) sein werde, auch in Austin und Santa Barbara, und in der zweiten und dritten Juniwoche in Deutschland und Österreich. Wieder einmal werde ich mich in den nicht ganz so freundlichen Himmel erheben, aber ich werde ganz bestimmt keine Schlangen, ob klein oder groß, mit ins Flugzeug nehmen. Finden das alle okay?</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 30. April 2023 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann.</span></p>
<hr>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-30-04-2023/">What&#8217;s New? 30/04/2023</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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		<title>What&#8217;s New? 31/01/2023</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-31-01-2023/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Jan 2023 22:24:59 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der Regen. Das war hier das große Ding seit meinem letzten Eintrag. Endlich, trotz all der Vorhersagen über eine dritte regenlose Regenzeit in Folge, wurden wir überflutet. Wie in meinem Roman von 2000, <em>Ein Freund der Erde</em>, kamen wir von einer hartnäckigen Dürre zu katastrophalem Regen ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-31-01-2023/">What&#8217;s New? 31/01/2023</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2023/02/news_279i1.jpg" alt="" width="216" height="300" class="alignleft size-full wp-image-6983" />Der Regen. Das war hier das große Ding seit meinem letzten Eintrag. Endlich, trotz all der Vorhersagen über eine dritte regenlose Regenzeit in Folge, wurden wir überflutet. Wie in meinem Roman von 2000, <a href="https://www.tcboyle.de/werke/ein-freund-der-erde/"><em>Ein Freund der Erde</em></a>, kamen wir von einer hartnäckigen Dürre zu katastrophalem Regen, wobei der Klimawandel sowohl die Heftigkeit der Stürme als auch die Dauer der Trockenperioden intensiviert hat. Als ich diesen Roman schrieb, der vom Jahr 2000 aus auf heute schaut (übrigens: Frohes Neues Jahr), dachte ich, unsere derzeitige Klimakrise würde uns in der Realität nicht vor einem relativ weit entfernten Zeitpunkt treffen (2050?), aber jetzt sind wir schon da. Ich hätte das Buch nie schreiben dürfen. Seht, was ich angerichtet habe. Und nein, haltet mich nicht für abergläubisch, haltet mich ruhig für abergläubisch. Ich schreibe es nieder, und es wird wahr.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Der in Kürze erscheinende Roman <a href="https://www.tcboyle.de/werke/blue-skies/"><em>Blue Skies</em></a> befasst sich mit einem ähnlichen Szenario, das sich in einer unsicheren Gegenwart abspielt und sich über mehrere noch ungewissere Jahre hinzieht. Er handelt davon, wie normale Leute wie du und ich mit der neuen Normalität leben werden und was das in dem größeren Zusammenhang unserer fragilen tierischen Existenz auf diesem großen rasend schnellen Felsbrocken, den wir unsere Heimat nennen, bedeuten könnte. Natürlich ist es eine Komödie, wenn auch eine ganz schön düstere. Annie Proulx, eine unserer wahrlich großen Meisterinnen der dunklen Komödie, sagt über dieses Buch: »Ein schwarzer Pfeil unvorstellbaren Grauens schießt mitten durch den Roman«, und das trifft es meiner Meinung nach ziemlich gut. Ich will an dieser Stelle nicht zu viel verraten, aber seid beruhigt – es steckt auch viel Freude und natürliche Schönheit darin. Und was könnte ergreifender sein als eine stark übertriebene Aneinanderreihung von düsteren Prognosen, abgemildert durch den Flügelschlag eines Schmetterlings, wenn unsere prächtigen verschwindenden Monarchfalter tapfer gegen das Aussterben ankämpfen? Ja, es gibt Hoffnung, jederzeit – sowohl für die Klarsichtigen als auch für die Wahnsinnigen.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Apropos Untergang, Ich muss Euch auch mal eine Vorschau auf <em>Sanctuary</em> geben. Das ist eine der sechs neuen Kurzgeschichten und wird demnächst im <em>Esquire</em> veröffentlicht (<em>Princess</em>, die zweite Geschichte, ist in der Ausgabe vom 6. November des <em>New Yorker</em> erschienen). <em>Sanctuary</em> ist die erste Geschichte, die ich geschrieben habe, nachdem ich <a href="https://www.tcboyle.de/werke/blue-skies/"><em>Blue Skies</em></a> abgeschlossen hatte, und sie wirft einen kleinen Blick auf die Gesinnung hinter »Make America Great Again«, insbesondere wenn die Politik konfrontativ mit den Krisen in der Natur umgeht. Ich habe vor kurzem die letzte dieser Geschichten fertiggestellt, und jetzt lese ich und mache mir Notizen für die verschwommene Idee eines neuen Romans. Was daraus wird, kann ich noch nicht sagen. Ihr sollt wissen, dass ich auf der Suche bin und dass ich in den kommenden Monaten jeglichen Fortschritt (oder das Gegenteil davon) hier vermelden werde. Wie viele von Euch wissen, besteht mein Rhythmus aus dem Schreiben eines Romans, dann eines halben Buches mit Kurzgeschichten, eines weiteren Romans und dann der zweiten Hälfte der besagten Geschichtensammlung. So habe ich das immer gehandhabt – ich engagiere mich für beide Genres gleichermaßen.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Was persönliche Auftritte zur Unterstützung des neuen Romans angeht, so lasse ich es Euch wissen, wenn der Tourplan feststeht. Mein neuer Verlag, Liverton/Norton, wird das Buch hierzulande im Mai herausbringen und der Hanser Verlag die deutsche Übersetzung (vom hervorragenden Dirk van Gunsteren) im Juni. Die <a href="https://www.tcboyle.de/lesereise-2023/">deutsch-östereichische Tournee</a> nimmt bereits Gestalt an, wie meine Korrespondenten auf Twitter zeigten, indem sie Bilder von ihren Tickets für die kommenden Auftritte gepostet haben. Im nächsten Monat werde ich auf der Savannah Book Fair erscheinen, zur Unterstützung von <em>I Walk Between the Raindrops</em>.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Im Moment lebe ich jedoch in einem sehr kalten Haus, in dem die Heizung ausgefallen ist. In meinem Büro komme ich zurecht mit einem Heizlüfter und im Wohnzimmer mit dem Kamin, ich schreibe mit schmerzenden Fingern und freue mich darauf, bald zu einer kleinen Recherchereise in den großen ausgedörrten »Silberstaat« Nevada aufzubrechen. Bleibt dran.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&#038; Ciao.</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 31. Januar 2023 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann.</span></p>
<hr>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-31-01-2023/">What&#8217;s New? 31/01/2023</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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		<title>What&#8217;s New? 30/04/2022</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-30-04-2022/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 Apr 2022 21:54:39 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Vor zweiundzwanzig Jahren, zur Jahrtausendwende, auf der Kippe zwischen der unruhigen Vergangenheit und der unvorstellbaren Zukunft, habe ich <em>Ein Freund der Erde</em> veröffentlicht, das einen Blick auf das Jahr 2026 warf und sich mit Klimawandel und massenhaftem Artensterben ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-30-04-2022/">What&#8217;s New? 30/04/2022</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
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<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2022/05/news_270i1.jpg" alt="" width="300" height="300" class="alignleft size-full wp-image-6489" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2022/05/news_270i1.jpg 300w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2022/05/news_270i1-150x150.jpg 150w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Vor zweiundzwanzig Jahren, zur Jahrtausendwende, auf der Kippe zwischen der unruhigen Vergangenheit und der unvorstellbaren Zukunft, habe ich <a href="https://www.tcboyle.de/werke/ein-freund-der-erde/"><em>Ein Freund der Erde</em></a> veröffentlicht, das einen Blick auf das Jahr 2026 warf und sich mit Klimawandel und massenhaftem Artensterben beschäftigte (es kam sogar eine Pandemie vor). Mein neuer Roman, <em>Blue Skies</em>, der nächstes Jahr erscheint, greft diese Themen auf und blickt von heute zehn Jahre in die Zukunft. Außerdem räumt die Kurzgeschichte, die ich im März 2020 geschrieben habe, als COVID-19 gerade frisch bei uns ausgebrütet worden war (<em>The Thirteenth Day</em> in der aktuellen <a href="https://www.esquire.com/entertainment/books/a38748598/the-thirteenth-day-tc-boyle/" rel="noopener" target="_blank"><em>Esquire</em></a>) der Mikrobe einen Ehrenplatz ein, die sich aufgemacht hat, unsere Spezies auf der ganzen Welt heimzusuchen. Auf letzteres möchte ich kurz eingehen.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Letzte Woche habe ich mein Erscheinen auf der L.A. Times Buchmesse abgesagt, auf den ich mich nach zwei Jahren Zoom sehr gefreut hatte, der erste Auftritt von Hunderten und Aberhunderten, den ich absagen musste. Aus welchem Grunde? Ich hatte mir ein paar Tage vor der Buchmesse eine ernste Infektion der oberen Atemwege eingefangen – zwei COVID-Tests waren glücklicherweise negativ – und wollte keinen meiner Fans oder Mitautoren anstecken, und darüber hinaus machte mich die Infektion besonders anfällig für COVID. Mein Arzt überzeugte mich davon, nicht zu reisen; er teilte mir sehr nachdrücklich in einer Textnachricht mit: »Sie sind für das Virus wie ein nasser Schwamm.« Gut. Okay, Ich hab‘ verstanden. Ich bin noch nicht bereit zu sterben. Die Sache ist die, obwohl ich es kommen sah, habe ich nicht richtig geglaubt, dass es passieren würde, nicht so, nicht in der Art und Weise, wie unser Leben heute aussieht. Die Welt da draußen ist gefährlich.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Nichtsdestotrotz werde ich nächste Woche wieder in ein Flugzeug steigen, um zunächst nach Iowa City zu fliegen, wo ich eine Lesung abhalten und einer Vorführung von Alan Parkers Film <a href="https://www.tcboyle.de/werke/willkommen-in-wellville/"><em>Willkommen in Wellville</em></a> beiwohnen werde, und um dann nach New York weiterzufliegen, wo ich meinen Agenten und meine Verleger treffe und auch meine Familie und Freunde besuche. Ich werde meine Maske tragen, obwohl der größte Teil der Affenhorde maskenlos sein wird, getreu einer Entscheidung eines von Trump ernannten Richters, die die Autorität der Nationalen Gesundheitsbehörde aushebelte. Ich hoffe inständig zu überleben.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Bleibt dran. Ich melde meine Abenteuer über <a href="https://twitter.com/tcboyle" rel="noopener" target="_blank">Twitter</a> und gebe mein Bestes, um eine großartige Show zu liefern und umarme alle (natürlich maskiert), die sich aufgemacht haben, um sich zu amüsieren. Und nein, ich werde kein Ganzkörperkondom tragen oder mir die Blase vom Jungen in der Blase ausleihen, der sie leider nicht mehr braucht.</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 30. April 2022 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann.</span></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-30-04-2022/">What&#8217;s New? 30/04/2022</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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		<title>What&#8217;s New? 01/04/2022</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-01-04-2022/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Apr 2022 21:03:13 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[BA.2-Variante]]></category>
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		<category><![CDATA[Tennessee Tech]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist wieder der 1. April und ich kann mich kaum dazu aufraffen, Witze zu machen, so trostlos, unharmonisch und erschreckend ist die Welt in letzter Zeit. Ukraine, die BA.2-Variante, die Dürre im Westen der Vereinigten Staaten, die die ersten zweiundzwanzig Jahre dieses Jahrhunderts ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-01-04-2022/">What&#8217;s New? 01/04/2022</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2022/04/tcb-010422-vb.jpg" alt="" width="725" height="380" class="aligncenter size-full wp-image-6455" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2022/04/tcb-010422-vb.jpg 725w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2022/04/tcb-010422-vb-480x252.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 725px, 100vw" /></p>
<p>Es ist wieder der 1. April und ich kann mich kaum dazu aufraffen, Witze zu machen, so trostlos, unharmonisch und erschreckend ist die Welt in letzter Zeit. Ukraine, die BA.2-Variante, die Dürre im Westen der Vereinigten Staaten, die die ersten zweiundzwanzig Jahre dieses Jahrhunderts zur trockensten Periode im Südwesten seit zwölfhundert Jahren macht. Als ich 2014 um diese Jahreszeit die Geschichte <em>You Don&#8217;t Miss Your Water (Til the Well Runs Dry)</em> schrieb, machte ich mir einen Spaß aus unseren schlimmsten Befürchtungen, die sich inzwischen ein Dutzend Mal bewahrheitet haben. Lasst mich nicht damit anfangen. Erinnert Ihr Euch an meinen Roman <a href="https://www.tcboyle.de/werke/ein-freund-der-erde/"><em>Ein Freund der Erde</em></a>, in dem es um die globale Erwärmung und eine virale Pandemie im Jahr 2000 ging? Oder an die Geschichte <em>Surtsey</em> aus der Sammlung <a href="https://www.tcboyle.de/the-relive-box/"><em>The Relive Box</em></a>? Die Zukunft ist da, und sie ist gar nicht so lustig. Wir werden in Kalifornien brennen, wieder und wieder. Aber hier ist die gute Nachricht: Selbst wenn ich verkohlt wie ein Brikett in meinem Bett liege, wenn die Waldbrände über uns hinwegfegen, werden wenigstens einige von Euch das Szenario meines im nächsten Jahr erscheinenden Romans <em>Blue Skies</em> genießen können, der diese zerstörte Umwelt zehn Jahre in die Zukunft verlegt. Und ja, schon gut, es ist lustig, aber nur per Definition. Also, einen schönen 1. April.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Damit komme ich zu den Neuigkeiten, der Daseinsberechtigung dieses Blogs, in dem ich jeden Monat Neuigkeiten präsentiere, die bis ins Jahr vor der Veröffentlichung von <em>Ein Freund der Erde</em> zurückreichen, und die hier in einem delirierenden Durcheinander von Ereignissen, Gedanken und Witzen aus nunmehr dreiundzwanzig Jahren archiviert sind. Zuerst die Nachricht, dass mein aktueller Roman <a href="https://www.tcboyle.de/werke/sprich-mit-mir/"><em>Sprich mit mir</em></a> im Juni als Taschenbuch erscheinen wird, und danach, im September, wird die neue Kurzgeschichtensammlung <em>I Walk Between the Raindrops</em> veröffentlicht. <em>Big Mary</em>, eine der Geschichten in dieser Sammlung, ist gerade in der aktuellen Ausgabe von <em>Narrative online</em> erschienen. Sie wird von einem Musiker in einer Barkapelle erzählt und ist anzuhören wie ein Bluesstück, wenn auch nicht ganz so wie meine Robert-Johnson-Geschichte <em>Stones in My Passway, Hellhound on My Trail</em>. Der Blues. Ich liebe den Blues.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Nachdem ich das Euch das letzte Mal geschrieben hatte, unternahm ich meinen ersten Ausflug in die Hölle der Flugreisen, eine Reise Anfang des Monats, die mich nach Tennessee Tech führte, um eine Lesung zu halten, und dann nach Tucson, um dasselbe auf der Tucson Book Fair zu tun. Es war sehr belebend, wieder auf der Bühne zu stehen und mit einem Publikum zu interagieren. Ich habe es geliebt. Ich will mehr davon. Aber die Flüge! Mehr denn je ein Albtraum (könnt Ihr sagen: »Verspätung«, »verpasster Anschluss«, »wie wild durch die Flughäfen rennen und trotzdem den Flug verpassen«?) Im College gab es einen Typen, der sich ständig beschwerte, alt vor seiner Zeit. Wir nannten ihn den <em>Great Complainer</em> oder kurz G.C.. Jetzt habe ich seine Rolle übernommen. In nächster Zeit stehen jedoch zwei weitere Flüge und mit dem L.A. Times Festival of Books eine weitere Buchmesse an. Nächste Woche, wenn ich so lange lebe, bin ich hoffentlich am Elizabethtown College in Pennsylvania, und Anfang Mai hoffe ich, für eine Lesung und ein wenig Nostalgiepflege wieder in Iowa City zu sein, bevor ich schließlich nach New York weiterfahre, um meinen Agenten und meinen Verleger zu treffen.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Bis dahin wünsche ich Euch allen große Becher der Freude, um das langsame, stetige Schleichen des weltlichen Elends auszugleichen.</p>
<p>P.S. Für eine echte Dosis Aprilscherz gibt es hier meinen <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-01-04-2016/">Blogeintrag vom 1. April 2016</a>, dem ersten Tag von Donald J. Trumps selbstsüchtiger Präsidentschaft.</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 01. April 2022 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann.</span></p>
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		<title>What&#8217;s New? 25/01/2022</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-25-01-2022/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Jan 2022 22:26:09 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die große Neuigkeit hier (zumindest für mich) ist, dass ich den neuen Roman <em>Blue Skies</em> am 9. Januar fertiggestellt, ihn noch einmal gelesen, überarbeitet und an meinen Agenten geschickt habe. Der Roman spielt, wie schon <em>Ein Freund der Erde</em>, in der nahen Zukunft und handelt, wie jenes Buch ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-25-01-2022/">What&#8217;s New? 25/01/2022</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2022/02/news_267i1.jpg" alt="" width="300" height="300" class="alignleft size-full wp-image-6400" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2022/02/news_267i1.jpg 300w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2022/02/news_267i1-150x150.jpg 150w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Die große Neuigkeit hier (zumindest für mich) ist, dass ich den neuen Roman <em>Blue Skies</em> am 9. Januar fertiggestellt, ihn noch einmal gelesen, überarbeitet und an meinen Agenten geschickt habe. Der Roman spielt, wie schon <a href="https://www.tcboyle.de/werke/ein-freund-der-erde/"><em>Ein Freund der Erde</em></a>, in der nahen Zukunft und handelt, wie jenes Buch aus dem Jahr 2000, vom Klimawandel, dem Massensterben unserer Mitgeschöpfe und einem Himmel, der weniger heiter als bedrückend ist. Leider gibt es darin keine Hyänen oder Löwen, aber Maclovio Pulchris wird erwähnt, und Reptilien und Insekten, insbesondere Blutsauger, stehen im Mittelpunkt. Es ist natürlich eine Komödie, wenn auch eine etwas düstere. Außerdem habe ich die dreizehn neuen Geschichten von <em>I Walk Between the Raindrops</em>, die im Laufe des Jahres bei Ecco erscheinen werden, einer letzten Überarbeitung unterzogen. Noch bevor das Buch erscheint, werdet Ihr Gelegenheit haben, einige dieser neuen Storys in Magazinen zu lesen, darunter auch meine COVID-Geschichte (geschrieben im März 2020, bevor wir wirklich wussten, was uns bevorstand). Sie trägt den Titel <a href="https://www.esquire.com/entertainment/books/a38748598/the-thirteenth-day-tc-boyle/" rel="noopener" target="_blank"><em>The Thirteenth Day</em></a> und wird demnächst im <em>Esquire</em> veröffentlicht.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Nun gut. Das sind also eine ganze Menge Neuigkeiten, aber das Wichtigste für mich ist im Moment der Berg der Langeweile, den ich in den kommenden Wochen erklimmen muss, weil das nächste Projekt noch nicht einmal am Horizont zu sehen ist. Ich weiß, ich weiß: Urlaub machen, richtig? Es juckt mich in den Fingern, einen Roadtrip zu machen, mal was anderes zu sehen und zu tun, aber Omikron steht mir im Weg. Zum jetzigen Zeitpunkt beabsichtige ich immerhin, wenn möglich, die verschiedenen Auftritte, die wegen Delta verschoben wurden, wahrzunehmen, sodass ich ab März herumfliegen werde, um live vor Publikum aufzutreten. Ich werde Euch darüber auf dem Laufenden halten, wenn wir dem Ganzen näherkommen. Aber zurück zur Langeweile. Ja, ich erfreue mich jeder Menge Liebe von Frau B., den Haustieren und dem Rest der Familie, und ich habe Bücher und Filme und Wein, Wein, Wein sowie den Strand und die Berge (wenn Ihr mir auf <a href="https://twitter.com/tcboyle" rel="noopener" target="_blank">Twitter</a> folgt, könnt Ihr meinen täglichen Fortschritt durch die wechselnden Konturen des ambulanten Lebens verfolgen), aber ich fühle mich nicht richtig wohl, wenn ich nicht aktiv schreibe. Also: Wir werden sehen.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Bis dahin hinterlasse ich Euch das Bild von einem dieser Blutsauger, die in <em>Blue Skies</em> eine wichtige Rolle spielen. Hör auf zu jucken. Das ist genau die Kreatur (<em>Ixodes scapularis</em>), die mich letztes Jahr um diese Zeit angegriffen und mir große Schmerzen bereitet hat, was natürlich im Sinne von tiefstem Voodoo und ungebremstem <em>Woo-Wooismus</em> darauf hindeutete, dass sie eine Hauptrolle in meinem neuen Roman erhalten sollte. Ist das geheimnisvoll genug für Euch? Zu gegebener Zeit wird alles enthüllt. Ciao fürs Erste.</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 25. Januar 2022 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann.</span></p>
<hr>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-25-01-2022/">What&#8217;s New? 25/01/2022</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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		<item>
		<title>What&#8217;s New? 05/10/2021</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-05-10-2021/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Oct 2021 21:47:32 +0000</pubDate>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-05-10-2021/">What&#8217;s New? 05/10/2021</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2021/10/tcb-wn-051021.jpg" alt="" width="725" height="380" class="aligncenter size-full wp-image-6050" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2021/10/tcb-wn-051021.jpg 725w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2021/10/tcb-wn-051021-480x252.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 725px, 100vw" /></p>
<p>Hier bin ich wieder, mit meinem monatlichen Bericht, auch wenn es nichts zu berichten gibt. Der Herbst schleicht zügig voran, der Sommer ist vorbei (obwohl ich gestern mit dem Kajak die Weiten des gewaltigen Pazifik befahren habe und durch seine schäumenden Wellen geschwommen bin), und mein Leben geht auf die bestmögliche Art weiter: ruhig und friedlich. Jeder Tag ist wie der vorige: vormittags bis in den Nachmittag arbeiten, gefolgt von einer Wanderung oder einer Paddelbootstour, dann nach Hause, ein Glas Wein und Abendessen mit meiner Frau, ein Buch, ein Film, das Bett. Ich langweile mich nicht. Nicht sehr. Ich mag es, wie sich die Stunden elastisch dehnen und amüsiere mich am Strand oder im Garten oder draußen auf den Wanderwegen. Was die Arbeit betrifft, so bin ich voll und ganz mit dem neuen Roman beschäftigt, <em>Blue Skies</em>, auch wenn ich mich gleichzeitig auf das letzte der Interviews für <em><a href="https://www.tcboyle.de/werke/sprich-mit-mir/">Sprich mit mir</a></em> vorbereite, die alle bis auf eins virtuell waren, für das ein wirklicher Reporter in Fleisch und Blut tatsächlich in mein Haus gekommen ist. Kaum zu glauben!<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Was Live-Musik betrifft: Danach sehne ich mich, und auch nach Live-Gesellschaft. Kalifornien ist der am meisten durchgeimpfte Staat in den USA, und da Frau B. und ich nun unsere dritte Impfung  bekommen haben, denke ich über ein paar Kurzreisen mit Übernachtung in die nähere Umgebung nach, einfach um ein paar kürzlich abgestorbene Bäume und tote Sträucher zu sehen (zu diesem Thema siehe auch meine Geschichte aus <a href="https://www.tcboyle.de/werke/sind-wir-nicht-menschen/"><em>Sind wir nicht Menschen</em></a>: <em>Was Wasser wert ist, weißt du (erst, wenn du keins mehr hast)</em>. Laut den Vorhersagen wird die Dürre ewig währen. Wir sehnen uns alle nach Wasser, so wie wir uns nach Liebe und Essen und Musik sehnen. Gestern nachmittag gab es ein sehr seltenes Ereignis: Blitz und Donner, und wir sahen siebenunddreißig Tropfen staubigen Wassers auf dem Bürgersteig; wir brauchen jedoch noch mehr, viel mehr. <a href="https://www.tcboyle.de/werke/ein-freund-der-erde/"><em>Ein Freund der Erde</em></a>, welches ich 2000 veröffentlicht habe, blickte voraus ins Jahr 2026 und schilderte die meteorologischen und epidemiologischen Katastrophen, die wir jetzt erleben. Das deprimierte uns damals und deprimiert uns heute, da die Realität die Fiktion eingeholt hat, noch viel mehr. Vor vielen Jahren sagte einer der Mitarbeiter meines deutschen Verlags, Hanser, auf meiner ersten Deutschland-Tour zu mir: »Wir verlegen gerade einen englischen Romanautor, der über ein kleines Dorf schreibt, wo alle freundlich sind und so Sachen zusammen machen wie Tee trinken.« Pause. »Aber über sowas schreiben Sie nicht, oder?«<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Ich verlasse Euch nun mit einem Foto, das ich letzte Woche gemacht habe, nachdem ich vom Strand aus den Berg hinauf gestiegen bin. Ich war schwimmen und hatte etwa eine Stunde unter einer Art primitivem Gerüst gelegen, über das ich eine alte Decke geworfen hatte, um ein bisschen Schatten zu haben. Ich habe gelesen und auf das sonnenüberflutete Wasser geschaut. Dann bin ich nach Hause gegangen, um mit Frau B. ein Glas Wein zu trinken. Gibt es irgendeinen Grund, sich über ein solches Szenarium zu beschweren? Nein. Keinen einzigen. Nicht ein bisschen. Aber ich wünsche mir wirklich, dass es regnet &#8230;</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 05. Oktober 2021 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann.</span></p>
<hr>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-05-10-2021/">What&#8217;s New? 05/10/2021</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>What&#8217;s New? 28/02/2021</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-28-02-2021/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Feb 2021 18:51:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[What's New?]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nachdem <em>Sprich mit mir fertig</em> geschrieben und abgeliefert war, habe ich mich letztes Jahr um diese Zeit wieder den Kurzgeschichten zugewandt, um die neue Sammlung <em>I Walk Between the Raindrops</em> zu vervollständigen, die im nächsten Jahr herauskommen soll. Die zweite dieser Geschichten ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
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<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2021/03/tcb-wn-0221.jpg" alt="" width="725" height="380" class="aligncenter size-full wp-image-5787" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2021/03/tcb-wn-0221.jpg 725w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2021/03/tcb-wn-0221-480x252.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 725px, 100vw" /></p>
<p>Nachdem <a href="https://www.tcboyle.de/werke/sprich-mit-mir/"><em>Sprich mit mir</em></a> fertig geschrieben und abgeliefert war, habe ich mich letztes Jahr um diese Zeit wieder den Kurzgeschichten zugewandt, um die neue Sammlung <em>I Walk Between the Raindrops</em> zu vervollständigen, die im nächsten Jahr herauskommen soll. Die zweite dieser Geschichten sprach etwas an, was damals ein örtlich begrenzter Ausbruch eines neuen Coronavirus war, das rätselhafterweise als COVID-19 bezeichnet wurde. Die Geschichte heißt <em>The Thirteenth Day</em>, und sie wird aus der Sicht eines älteren Mannes aus Buenos Aires erzählt, der zusammen mit seiner Frau auf einem Kreuzfahrtschiff festhängt, das auf Grund eines Ausbruchs an Bord in keinen Hafen einlaufen darf. Die Geschichte ist lustig, voll schwarzem Humor, skurril und klingt sogar ein kleines bisschen nach Jorge Luis Borges. Das war damals, in einer weit weniger bedrückenden Zeit. Ich hatte keine Ahnung, was auf uns alle zukommen sollte, obwohl ich ja schon das Fundament dafür gelegt hatte, in <em>Nach der Pest</em> und in meinem Roman <a href="https://www.tcboyle.de/werke/ein-freund-der-erde/"><em>Ein Freund der Erde</em></a>. Ich habe die Erzählung Anfang März in einem kleinen Gasthaus am Meer vollendet, ein Stück von hier die Küste hinauf (hier, das heißt in Santa Barbara). Wo kann man sie lesen? Nirgends. Jedenfalls noch nicht. Mein Agent meinte, wir sollten sie zurückhalten, da sich die Ereignisse um die Pandemie herum so schlimm entwickelt haben.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Und nun? Na ja, ich bin seitdem nicht von zu Hause weg gewesen, dieweil das Virus unsere Spezies auf so Furcht einflößende Weise heimsucht und der Lockdown kommt und geht wie der Wechsel der Jahreszeiten, und die Tournee für meinen neuen Roman, der jetzt in Deutschland, Österreich und der Schweiz erschienen ist (in der Übersetzung von Dirk van Gunsteren: <em>Sprich mit mir</em>), ist ausschließlich virtuell. Wie ich schon in früheren Mitteilungen an Euch geschrieben habe, habe ich großes Glück, hier zu leben, wo ich Wanderungen unternehmen und am Strand spazierengehen kann; und natürlich habe ich immer schon zu Hause gearbeitet, aber trotzdem vermisse ich das Leben hier im Ort und auch woanders. Wenn die aktuelle Infektionswelle sich weiter abschwächt und immer mehr Menschen geimpft werden, hoffe ich, dass ich raus kann und das Leben in Restaurants und Bars wieder genießen kann, gar nicht zu reden von Konzertsälen, Theatern und Kinos.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Der erste Test wird das Einlesen der neuen Kurzgeschichte (<em>The Shape of a Teardrop</em>) für den <em>New Yorker</em> sein, welcher dieselbe in Kürze veröffentlichen wird. Ich habe alle meine Geschichten, die in dieser Zeitschrift erschienen sind, aufgenommen, in einem hiesigen, unabhängig geführten Studio, und ich hoffe, mit dieser genauso zu verfahren. Ja, ich könnte sie auch zu Hause aufnehmen, aber das wäre nicht annähernd das Gleiche wie mit Dom ins Studio zu gehen und es dort zu machen. Wir werden sehen. Um eine gute Nachricht zu nennen: <a href="https://wordtheatre.com/" rel="noopener" target="_blank"><em>WordTheatre</em></a> hat diesen Monat eine Podcastserie aufgelegt, zunächst mit neun meiner Erzählungen, alle live während der letzten Jahre aufgenommen, meistens mit mir im Publikum. Den Anfang machte Jeff Goldblums urkomische Darbietung von <em>Mein Schmerz ist größer als deiner</em>, und es ging weiter mit einigen meiner Lieblingsauftritte, darunter Elisabeth Perkins‘ Version von <em>Hände</em>, <em>Sin Dolor</em> von Miguel Sandoval und Bill Pullmans <em>Keimende Hoffnung</em>. Eine Geschichte kommt noch – <em>Slate Mountain</em> – aber wir haben sie neulich noch schön verpackt und mit einer Extra-Schleife versehen, bei einem Zoom-Auftritt, der mich regelrecht umgehauen hat und der gezeigt hat, wie intim Zoom sein kann. Mit sorgenvollem Gesicht, völlig verlassen wirkend, füllte Bill den Bildschirm, als er <em>Chicxulub</em> vortrug, und ich konnte mich nur mit Mühe davon abhalten, in meine große blaue Teetasse zu schluchzen. Und dann kam Miguel, mit seinem so wunderbar wandlungsfähigen Gesicht, und er fing jede Nuance von <em>Der Fünf-Pfund-Burrito</em> ein. Urkomisch. Brilliant. Es geht doch nichts über einen Live-Auftritt. Außer ein Live-Auftritt in Fleisch und Blut. Und der wird kommen, meine Freunde, jedenfalls erzählen uns das die Mediziner und die Politiker. Haltet alle durch, da draußen, und haltet Eure Masken gerade – der Himmel fängt an aufzuklaren.</p>
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<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 28. Februar 2021 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann. Foto: Holger Reichard</span></p>
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		<title>What&#8217;s New? 10/08/2020</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-10-08-2020/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Aug 2020 15:37:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[What's New?]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgangssperre]]></category>
		<category><![CDATA[Bars]]></category>
		<category><![CDATA[Ein Freund der Erde]]></category>
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		<category><![CDATA[Hanser Verlag]]></category>
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		<category><![CDATA[Nach der Pest]]></category>
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		<category><![CDATA[Sprich mit mir]]></category>
		<category><![CDATA[Tournee]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In der Titelgeschichte meiner Sammlung von 2001, <i>Nach der Pest</i>, in der eine globale Pandemie 99,9999% der Menschheit vom Antlitz der Erde fegt, gibt es ein witziges Detail, nämlich dass es in unmittelbarer Zukunft nicht möglich sein wird, gepflegt auswärts zu essen. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-10-08-2020/">What&#8217;s New? 10/08/2020</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
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<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2020/08/news_250i1.jpg" alt="" width="225" height="300" class="alignleft size-full wp-image-3404" />In der Titelgeschichte meiner Sammlung von 2001, <em>Nach der Pest</em>, in der eine globale Pandemie 99,9999% der Menschheit vom Antlitz der Erde fegt, gibt es ein witziges Detail, nämlich dass es in unmittelbarer Zukunft nicht möglich sein wird, gepflegt auswärts zu essen. Und in meinem Roman <a href="https://www.tcboyle.de/romane/ein-freund-der-erde/"><em>Ein Freund der Erde</em></a> aus dem Jahr 2000 sorgt eine Pandemie namens Mucosa dafür, dass alle zu Hause hocken, während die Stürme des Klimawandels über sie hinwegbrausen und sie sich darüber ereifern, dass sie Gesichtsmasken tragen sollen. Das war damals alles ziemlich lustig und der Autor, dieser Klugscheißer, hätte nie gedacht, dass wir das schon so bald real erleben sollten, aber jetzt ist es soweit.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Als um den Memorial Day herum hier in Kalifornien alles wieder öffnete, schickte ein Freund Bilder von sich und noch zwei anderen herum, in unserer Lieblingsbar, ohne Masken, wie sie auf die neue Freiheit tranken. Ich beschloss, mich ihnen nicht anzuschließen. Und jetzt, na klar, befinden wir uns am Rande einer neuen Ausgangssperre, und die Gesundheitsbehörden erzählen uns, dass Bars die gefährlichsten Orte sind bezüglich der Übertragung des Virus. Ich trinke zu Hause, im Garten, mit Frau B., meiner Tochter, ihrem  Mann und deren einjährigen Sohn (wir erlauben ihm mit Rücksicht auf sein Alter nicht mehr als drei Bier, aber hier will keiner einen Ausweis sehen). Doch dies ist kein Nachtclub und auch kein CBGB, und mein Körper wird zu Stein vor lauter Langeweile, von den Zehennägeln bis hinauf zu meinen Gehirngängen, aber so bleibe ich der Nachwelt wenigstens als Fossil erhalten.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Ich liebe Partys (vor allem wenn ich Gast und nicht Gastgeber bin), aber wir werden hier wohl in voraussehbarer Zukunft keine veranstalten, wenn wir nicht wollen, dass der Rote Tod plötzlich mittendrin auftaucht. Und wir verzichten auf Tourneen. Ich habe gerade mit meinem deutschen Verlag (Hanser) besprochen, dass wir keine Tournee mit <em>Sprich mit mir</em> veranstalten, wenn der Roman im Januar in deutscher Übersetzung erscheint (ich werde im Jahr darauf mit gleich zwei Büchern kommen, wenn die neue Sammlung mit Erzählungen veröffentlicht wird), außerdem hoffe ich ja, dass wir im Mai einen Impfstoff haben und ich dann in den USA mit diesem wunderbaren Roman herumreisen kann.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;So sieht’s aus. Doch lasst mich zum Schluss noch sagen, mit den Worten von 2001: </p>
<blockquote><p><em>Nach der Pest – eigentlich war es eine Mutation des Ebola-Virus, von Hand zu Hand und von Nase zu Nase übertragen wie eine banale Erkältung – war das Leben anders. Entspannter und überschwänglicher, einfach natürlicher. Die Hektik war vorbei, die Autobahnen waren frei von Staus bis rauf nach Sacramento, und unser armer schrumpfender, ausgeplünderter Planet war auf einmal wieder groß und geheimnisvoll.</em></p></blockquote>
<p>Ja, klar. Und hier sind wir nun und hängen am seidenen Faden. Weh uns!</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 10. August 2020 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann. Foto: T.C. Boyle.</span></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-10-08-2020/">What&#8217;s New? 10/08/2020</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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