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	<title>Frau Boyle Archive - www.tcboyle.de</title>
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	<description>Die deutschsprachige Website über T.C. Boyle</description>
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	<title>Frau Boyle Archive - www.tcboyle.de</title>
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		<title>What&#8217;s New? 27/01/2026</title>
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		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Jan 2026 22:07:35 +0000</pubDate>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-27-01-2026/">What&#8217;s New? 27/01/2026</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2026/02/news_313i1.jpg" alt="" width="225" height="300" class="alignleft size-full wp-image-8534" />Es fällt mir schwer, hier in den von der Sonne durchtränkten Tagen eines trockenen Januar optimistisch zu sein, wenn mein Land von den Rüpeln des Präsidenten verwüstet wird und mein Halt und mein Beschützer für mehr als fünfzig Jahre gestorben ist. Georges Borchardt war seit dem College mein Agent und hat dreiunddreißig meiner Bücher im In- und Ausland bis zum Druck geführt. Mehr noch: Da er kurz nach dem Tod meines Vaters in mein Leben trat, war er ein Vater für mich. Georges war einer der brillantesten, großzügigsten und geistreichsten Menschen, denen ich je begegnet bin, und er war immer auf meiner Seite – normalerweise gehe ich nicht ans Telefon, aber wenn Georges anrief, nahm ich immer ab, da er mir ausnahmslos gute Nachrichten überbrachte. Vor zwölf Jahren, bei der Hochzeit meines Sohnes in New York, sagte ich Georges, er sei auf dieser Welt jemand, der einem Vater am nächsten komme, er widersprach mir und dankte mir dafür, dass ich so empfand. Aber weil er ein schlauer Kerl war, schickte er ein paar Minuten später seine Frau Anne zu mir, ich stand gerade bei einer anderen Gruppe von Gästen, und sie tippte mir auf die Schulter und sagte: „Georges hat nochmal darüber nachgedacht: Er möchte lieber dein großer Bruder sein.“ Ich bin in vielerlei Hinsicht gesegnet und dass ich Georges traf, vergleiche ich mit meiner Begegnung mit Frau Boyle (damals Fräulein K.), als ich studierte, oder als ich in Tujunga Griff Stevens traf, so dass ich mir mit den Ventilators die Seele aus dem Leib schreien konnte (siehe meine Version von <a href="https://tcboyle.com/base.html?5" target="_blank"><em>I Put A Spell On You</em></a> auf tcboyle.com zur Verdeutlichung. Und zu Eurer Freude. So etwas können wir gerade jetzt wirklich gut gebrauchen.)<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Optimismus? Nun, ich bleibe bei Georges Borchardts Firma, die jetzt von Georges‘ und Annes Tochter Valerie geleitet wird, und im April kommt ein neuer Roman von mir heraus (<a href="https://www.tcboyle.de/werke/no-way-home/"><em>No Way Home</em></a>) und im nächsten Jahr eine neue Sammlung von Kurzgeschichten (<em>The End Is Only A Beginning</em>); außerdem werden wir alle im November zur Wahl gehen und einen ersten Schlag unternehmen, um einen Regierungswechsel herbeizuführen. Der Pflaumenbaum stehen in voller Blüte. Die Hügel sind grün. In etwa einer Woche könnte der Regen kommen.</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 27. Januar 2026 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann.</span></p>
<hr>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-27-01-2026/">What&#8217;s New? 27/01/2026</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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		<item>
		<title>What&#8217;s New? 31/10/2025</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-31-10-2025/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Oct 2025 22:10:36 +0000</pubDate>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-31-10-2025/">What&#8217;s New? 31/10/2025</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2025/11/news_310i1.jpg" alt="" width="725" height="380" class="aligncenter size-full wp-image-8414" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2025/11/news_310i1.jpg 725w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2025/11/news_310i1-480x252.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 725px, 100vw" /></p>
<p>Wieder einmal Halloween, doch dieses Mal ist es das gruseligste von allen. Wieso? Seht Euch nur die Horde Kobolde an, die das Weiße Haus heimsucht. Ich zittere. Ich sabbere. Ich lebe in Angst. Trotz alledem möchte ich diesen Tag genießen, der mich ins untere Dorf führen wird, um dort zu feiern, während Hunderte von Kindern, darunter auch zwei unserer Enkel, auf den Gehwegen auf und ab ziehen und Süßigkeiten sammeln. Die amerikanische Zahnärztevereinigung begrüßt dies von ganzem Herzen, ihre Mitglieder schauen auf die Süßigkeitenbeutel und hören das Surren der Bohrer und das leise Rascheln der Schecks, die durch den Briefschlitz fallen. Frau Boyle wird mich begleiten, wenn sie nicht zu sehr unter dem Jetlag leidet (sie ist gestern von einer dreiwöchigen Reise durch China und Japan, zusammen mit ihren drei Schwestern, zurückgekehrt), und wir werden in einem anderen Restaurant als beim Chinesen oder beim Japaner essen.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Was Neuigkeiten angeht, bereite ich mich gerade auf meine eigene Auslandsreise vor, die mich im kommenden Monat für die <a href="https://www.tcboyle.de/no-way-home-tour-2025/">»No Way Home-Tournee«</a> nach Österreich und Deutschland führt, mit Bühnen-Events in Wien, Berlin, Hamburg, München, Stuttgart und Düsseldorf und dazwischen einer ganzen Reihe von Medienauftritten. Meine Tochter wird mit dabei sein, um mir die schwere Arbeit abzunehmen, wie auch meine treuen Verbündeten vom Hanser Verlag, Christina Knecht und Annette Pohnert. Diese Tourneen bereiten mir immer großen Spaß, sind aber auch äußerst anstrengend, und in diesem Fall wird die beginnende Arbeit am nächsten Roman unterbrochen, über den ich zum jetzigen Zeitpunkt Absolut Nichts sagen werde. Diejenigen unter Euch, die mir hier und auf <a href="https://www.tcboyle.com/" target="_blank">tcboyle.com</a>, Twitter und <a href="https://bsky.app/profile/tcboyle.com" target="_blank">Bluesky</a> gefolgt sind, werden wissen, dass die amerikanische Fassung des Romans hier im April auf Englisch erscheinen wird und dass die neue Kurzgeschichtensammlung <em>The End Is Only A Beginning</em> im darauffolgenden Jahr sowohl in Europa als auch in Amerika veröffentlicht wird.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Zum Schluss möchte ich noch Folgendes sagen: Setzt Eure Masken auf und zieht Eure zerrissenen Verkleidungen an, seht dem Horror direkt ins Gesicht und lacht so seltsam und kreischt dabei wie die Hyänen. Viel Spaß damit. Und denkt an Euren Zahnarzt, wenn schon nicht an Euren Leberspezialisten.</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 31. Oktober 2025 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann.</span></p>
<hr>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-31-10-2025/">What&#8217;s New? 31/10/2025</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>What&#8217;s New? 28/08/2025</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-28-08-2025/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Aug 2025 21:47:54 +0000</pubDate>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-28-08-2025/">What&#8217;s New? 28/08/2025</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2025/09/news_308i1.jpg" alt="" width="286" height="286" class="alignleft size-full wp-image-8313" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2025/09/news_308i1.jpg 286w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2025/09/news_308i1-150x150.jpg 150w" sizes="(max-width: 286px) 100vw, 286px" />Hochsommer. Wie viele von Euch wissen werden, habe ich letzten Monat drei Wochen in New York verbracht, und seit meiner Rückkehr habe ich die Recherchen für meinen nächsten Roman vorangetrieben und meine Wunden in der Natur geheilt, was jede Menge Spaziergänge am Strand im Morgengrauen und Schwimmen nach der Arbeit bedeutet, sowie Kajakfahren, unter mir die wimmelnden Geschöpfe, die sich unter der Wasseroberfläche, der Heimat unserer Vorfahren, fortbewegen. Trotz meiner Wut und Verzweiflung über die faschistische Schlinge, die sich um unseren Hals zuzieht, habe ich die tiefe Ruhe dieser letzten Wochen genossen, mich an den kleinen Routinen des Alltags erfreut und war einfach dankbar, ein fühlendes Wesen auf diesem seltsamen und unerklärbaren Planeten zu sein. Wer braucht schon Erklärungen? Wer braucht Gott? Wer braucht mehr als diesen Tag – und Frieden, vor allem Frieden?<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Als wir Frau B.s Schwester und ihren Mann in Buffalo besuchten, sind wir über die Peace Bridge nach Kanada gefahren, um chinesisch zu essen, und hatten dabei einen einzigartigen Blick nach Süden auf Amerika auf der anderen Seite des Niagara River. Der Grenzbeamte – auf der kanadischen Seite – war, gelinde gesagt, gereizt. Er ließ uns zwar einreisen, aber erst, nachdem wir eine Menge Mist über uns ergehen lassen mussten (schließlich sagte ich einfach: »Lass gut sein, Canuck, macht nur weiter so und ihr werdet der einundfünfzigste Bundesstaat!«) Das war natürlich nur ein Witz, aber der Witz geht auf unsere Kosten, auf Kosten von uns allen, Kanadiern wie Amerikanern, und das alles wegen der Willkür eines einzigen Größenwahnsinnigen. Und wegen seiner Erlasse. Und wegen Hass. Aber damit will ich jetzt nicht anfangen. Der heutige Beitrag handelt vom Frieden, oder? Hey, es ist ja nicht so, als würden Bundestruppen in den Straßen der Hauptstadt patroullieren oder so was &#8230; Okay, okay, genug davon.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Hier das Neueste: Ich habe gerade erfahren, dass <em>The New Yorker</em> im September die letzte der neuen Kurzgeschichten, <em>The Pool</em>, bringen wird, so dass Ihr noch vor Erscheinen der Geschichte <em>Cold Summer</em> in <em>McSweeney’s</em> ein neues Werk von mir lesen könnt (oder vielleicht gleichzeitig – mir wurde gesagt, dass sie bereits erschienen ist oder bald erscheinen wird). Und wie ich schon erwähnt habe, wird der neue Roman, <a href="https://www.tcboyle.de/werke/no-way-home/"><em>No Way Home</em></a>, in diesem Herbst in der deutschen Übersetzung von Dirk van Gunsteren beim Hanser Verlag erscheinen, während die amerikanische Originalversion für das Frühjahr geplant ist.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Im Moment ertrage ich die Hitzewelle hier &#8211; Mittags 22 Grad Gelsius bei bedecktem Himmel &#8211; und träume vom nächsten Roman. Jetzt erstmal ciao.</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 28. August 2025 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann.</span></p>
<hr>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-28-08-2025/">What&#8217;s New? 28/08/2025</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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		<title>What&#8217;s New? 22/08/2024</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-22-08-2024/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Aug 2024 21:16:49 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Nach dreizehn Monaten überschwänglicher Freude, des Grauens, des Hirntods und der Selbstmordgedanken habe ich jetzt den neuen Roman, mein zweiunddreißigstes Buch der Belletristik, fertig, einen Roman mit dem Titel <em>No Direction Home</em>. Wie ich mich fühle? Ich will den letzten Absatz meines ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-22-08-2024/">What&#8217;s New? 22/08/2024</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2024/08/news_296i1.jpg" alt="" width="725" height="380" class="aligncenter size-full wp-image-7845" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2024/08/news_296i1.jpg 725w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2024/08/news_296i1-480x252.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 725px, 100vw" /></p>
<p>Nach dreizehn Monaten überschwänglicher Freude, des Grauens, des Hirntods und der Selbstmordgedanken habe ich jetzt den neuen Roman, mein zweiunddreißigstes Buch der Belletristik, fertig, einen Roman mit dem Arbeitstitel <a href="https://www.tcboyle.de/werke/no-way-home/"><em>No Direction Home</em></a>. Wie ich mich fühle? Ich will den letzten Absatz meines Essays <a href="https://www.tcboyle.de/this-monkey-my-back/"><em>This Monkey, My Back</em></a> zitieren, in dem ich fiktionales Schreiben mit Drogensucht vergleiche: </p>
<blockquote><p>»Das ist das Schöne an dieser Sucht – man muss weitermachen, kein Ruhestand, blicke voraus, obwohl du nicht sehen kannst, wo du hingehst. Zuerst hast du gar nichts, und dann, erstaunlicherweise, nachdem du dir dein Hirn und dein Herz herausgerissen hast und deine Freunde und Ex-Geliebten betrogen hast und wie ein Zombie geträumt hast wegen einer Seite, bis du weder hören noch riechen oder schmecken kannst, dann hast du etwas. Etwas Neues. Etwas Wertvolles. Etwas, was man hochhalten und bewundern kann. Und dann? Nun, du bist auf Droge, nicht wahr? Und du fängst wieder von vorn an, mit gar nichts.«</p></blockquote>
<p>Postpartale Depression? Dafür ist keine Zeit. In den Tagen, als es noch keine Computer gab, habe ich die Monate nach Fertigstellung damit zugebracht, eine saubere Endfassung auf meiner manuellen Olivetti-Schreibmaschine zu tippen, die mir meine Mutter geschenkt hatte, als ich aufs College ging, eine quasi mittelalterliche Beschäftigung, die mich so absorbierte, wie wohl das Material den Bildhauer absorbiert. (Meine Güte, was für kräftige Finger, Finger aus Stahl, die die ganze Welt in Balance halten könnten, ohne einen Tropfen zu verschütten!) Jetzt gehe ich zurück zur ersten Seite, nehme Korrekturen vor, überprüfe den Inhalt auf Folgerichtigkeit, Sinnhaftigkeit und Emotionen, klicke auf Senden und schicke alles an meinen Agenten, damit ich von den Fähigkeiten seiner Augäpfel und seines Gehirn profitieren kann, der dann wiederum auf Senden klickt und es meinem Lektor schickt.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Okay. Gut. Zauber der Elektronik. Aber was soll ich denn jetzt mit mir anfangen? Da ist der Strand, an dem ich an den meisten Tagen aufkreuze, früh im Morgennebel, und dann später, entweder um zu lesen und ins Wasser zu springen, oder das Paddel des Kajaks zu schwingen. Und all das ist natürlich reines Hobby, denn meine wahre Berufung ist es, hinter Frau Boyle aufzuräumen und sicherzustellen, dass alle ihre Bedürfnisse mehr als erfüllt werden. Wie diejenigen von Euch, die mir auf <a href="https://x.com/tcboyle" rel="noopener" target="_blank">X</a> oder auf <a href="https://tcboyle.com/" rel="noopener" target="_blank">tcboyle.com</a> folgen, wissen werden, arbeite ich in Bezug auf meiner Bücher in einer bestimmten Abfolge – Roman, ein halbes Buch mit Erzählungen, Roman, die zweite Hälfte des Erzählungsbandes – und hier befinde ich mich jetzt. Die ersten sechs Geschichten für die nächste Sammlung habe ich vor dem gerade abgeschlossenen Roman geschrieben, und nun hoffe ich, da das Jahr immer schlanker und kälter und nasser wird und seine hungrigen Zähne zeigt, mich wieder den Kurzgeschichten zuzuwenden. Ihr habt schon einige der ersten sechs im <em>New Yorker</em> und im <em>Esquire</em> lesen können und erst kürzlich (<em>The Maneater</em>) in der aktuellen Ausgabe von <em>Narrative</em>.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Puh! Jetzt bin ich fertig!<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;(Jedenfalls vorläufig.)</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 22. August 2024 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann.</span></p>
<hr>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-22-08-2024/">What&#8217;s New? 22/08/2024</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>What&#8217;s New? 12/11/2023</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-12-11-2023/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Nov 2023 22:51:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[What's New?]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>War gerade zweieinhalb Wochen an der Ostküste, wo Frau B. und ich uns am Herbstlaub erfreuen durften, ein seltenes Vergnügen für ein Paar, das im Land des ewigens Grüns (und Brauns) lebt. Die Reise fing an der State University in Potsdam, New York, unserer Alma Mater, an ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-12-11-2023/">What&#8217;s New? 12/11/2023</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2023/11/tcb-wn-1123-vb.jpg" alt="" width="725" height="380" class="aligncenter size-full wp-image-7323" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2023/11/tcb-wn-1123-vb.jpg 725w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2023/11/tcb-wn-1123-vb-480x252.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 725px, 100vw" /></p>
<p>War gerade zweieinhalb Wochen an der Ostküste, wo Frau B. und ich uns am Herbstlaub erfreuen durften, ein seltenes Vergnügen für ein Paar, das im Land des ewigens Grüns (und Brauns) lebt. Die Reise fing an der State University in Potsdam, New York, unserer Alma Mater, an, wo ich eine öffentliche Lesung abhielt und mit Studentinnen und Studenten zusammentraf, um sie zu unterhalten und zu ermutigen und ganz allgemein um mich auszutoben und in Sprache zu schwelgen. Die Studenten waren grün, das Laub war rot, und alle hatten viel Spaß. Danach fuhren wir durch die Adirondacks, frühstückten in Tupper Lake und übernachteten im weitgehend touristenlosen Lake George, wo wir eine Kneipe direkt am See voll mit grölenden, betrunkenen Einheimischen fanden. Wir grölten mit. Und sahen Blätter, jede Menge Blätter, die Bäume schmückten sich damit und der Erdboden war knöcheltief mit ihnen bedeckt. Sowohl Frau B. als auch ich sind im Staat New York aufgewachsen, und damals waren Blätter nichts weiter als ein Zeichen dafür, dass das Jahr dahinschlich, der Auftakt zu den langen, trostlosen Wintern und zu der Zeit, in der wir wie hypnotisiert stumpf aus den Fenstern des Klassenzimmers starrten. Heute ist das anders. Wovon ich rede ist die Nostalgie, und wir suhlten uns in den vergangenen zwei Wochen ausgiebig darin, und ja, ich werde schon sehr bald in den großen Vogel steigen, um abermals ostwärts zu fliegen – genauer gesagt am Freitag, wenn ich die Miami Book Fair besuchen werde, um eine Lesung zu halten und mich im intensiven Grün von Floridas immergrüner Vegetation zu baden. (Für die Interessierten unter Euch: Mein Auftritt ist am Samstag um halb fünf nachmittags.)<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Mittlerweile habe ich mich schließlich an die Westküsten-Zeit gewöhnt (und an die Zeitumstellung – hatte man uns nicht versprochen, sie abzuschaffen?), während ich mich erneut umgewöhnen muss. Flugreisen. Zeitzonen. Was tun wir uns da an? Oder, genauer gesagt, was tue ich mir an? Diejenigen unter Euch, die in Florida leben, sollten zu meinem Auftritt kommen und es herausfinden.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Ciao erstmal. Es gibt bald mehr. Viel mehr (Ich habe Euch noch gar nichts über den neuen Roman erzählt, der zu einem Drittel fertig ist, gut hundert Seiten.) Bleibt dran.</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 12. November 2023 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann.</span></p>
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		<title>What&#8217;s New? 31/03/2023</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-31-03-2023/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Mar 2023 21:48:47 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Es regnet immer noch. Zum Glück. Nach drei Jahren ohne Wasser, mitten in der schlimmsten Dürre seit 1200 Jahren ist diese Regenzeit ein wahrer Segen für uns (zumindest für diejenigen, die nicht überflutet worden sind und denen ich mein Mitgefühl ausspreche). </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-31-03-2023/">What&#8217;s New? 31/03/2023</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2023/04/tcb-wn-310323-vb.jpg" alt="" width="725" height="380" class="aligncenter size-full wp-image-7024" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2023/04/tcb-wn-310323-vb.jpg 725w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2023/04/tcb-wn-310323-vb-480x252.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 725px, 100vw" /></p>
<p>Es regnet immer noch. Zum Glück. Nach drei Jahren ohne Wasser, mitten in der schlimmsten Dürre seit 1200 Jahren ist diese Regenzeit ein wahrer Segen für uns (zumindest für diejenigen, die nicht überflutet worden sind und denen ich mein Mitgefühl ausspreche). Unser Stausee, Lake Cachuma, ist derzeit gut gefüllt, und der Santa Ynez River braust und tost mal wieder. Die Frösche sind begeistert. Wenn Ihr dies auf tcboyle.com/tcboyle.de lest, könnt Ihr auch das stimmungsvolle Wetterbild sehen, das ich gestern abend während des ständigen Wolkenbruchs aufgenommen habe. Das Ganze passierte, als ich die Runde durch meine Lieblingsbars in der Stadt machte, um das letzte Unwetter zu feiern, und mir allein einen Film ansah (meine Frau befindet sich gerade in London und besucht ihren Bruder, und ich fühle mich total allein gelassen, weil ich niemanden habe, hinter der ich aufräumen kann). P.S. Ihr könnt mir auch auf <a href="https://twitter.com/tcboyle" rel="noopener" target="_blank">Twitter</a> folgen, wo ich ungefähr ein Dutzend Bilder pro Tag  poste, die meine Aktivitäten auf verwirrte, skurrile und lebensfrohe Art dokumentieren. Das macht mir viel Spaß. Schaut mal rein.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Zu den Neuigkeiten: Der Tag der Veröffentlichung von <a href="https://www.tcboyle.de/werke/blue-skies/" rel="noopener" target="_blank"><em>Blue Skies</em></a> rückt hierzulande und im Ausland näher und näher, und das bedeutet eine Menge Interviews, sowohl persönlich als auch via Zoom und E-Mail. Macht das Spaß? Für viele Autoren mag es eine Last sein, doch für mich ist es das reine Vergnügen. Nachdem der Roman und seine Figuren mich mit all ihren Problemen und Mühen verfolgt haben – und das waren viele Probleme, das könnt ihr mir glauben – finde ich es nun aufregend, darüber zu reden, so wie man etwa über eine neue Liebe redet. Apropos Probleme: Unter den vielen unerwarteten Szenen in dem Roman ist eines meiner Lieblinge, als unsere Heldin Cat Cooper, sechsundzwanzig Jahre alt und angeheitert, auf dem Rückweg von der Bar zu ihrem Strandhaus in Florida auf einer überschwemmten Straße entlanggeht und bemerkt, dass eine andere Lebensform neben ihr her wackelt: ein Alligator. Eigentlich liebt sie Reptilien – von der ophidischen Sorte – doch dieses große wilde Etwas ist ein bisschen zu viel für sie, als sie im knietiefen Wasser versucht, zu den Stufen ihres Hauses zu gelangen. Können Alligatoren Treppen steigen? Ich kann das bejahen, ich habe es nämlich herausgefunden, als ich in den Okefenokee-Sümpfen für meinen Roman <a href="https://www.tcboyle.de/werke/der-samurai-von-savannah/" rel="noopener" target="_blank"><em>Der Samurai von Savannah</em></a> recherchiert habe. Wie reagiert Cat darauf? Ihr werdet es bald erfahren.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Inzwischen, in diesem Moment, während meine Finger über die Tastatur fliegen, schaue ich von meinem Schreibtisch hinauf in den wolkenverhangenen Himmel über den schneebedeckten Bergen und hoffe, dass wir wenigstens noch ein paar Tropfen von dem, was manche Hydrologen »Gotteswasser« nennen, frei Haus geliefert bekommen, ohne dass man dafür Dämme bräuchte oder Kanäle oder Wasserwerke. Lasst es regnen.</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 31. März 2023 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann.</span></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-31-03-2023/">What&#8217;s New? 31/03/2023</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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		<title>What&#8217;s New? 31/10/2022</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-31-10-2022/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Oct 2022 22:12:52 +0000</pubDate>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-31-10-2022/">What&#8217;s New? 31/10/2022</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2022/11/news_276i1.jpg" alt="" width="300" height="300" class="alignleft size-full wp-image-6863" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2022/11/news_276i1.jpg 300w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2022/11/news_276i1-150x150.jpg 150w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Als Kind wuchs ich in New York auf, und die Jahreszeit wechselte von den herrlichen schulfreien Tagen des Sommers zu den elenden Herbsttagen im Klassenzimmer, während die Blätter bunt leuchteten. Wir nahmen kaum Notiz davon – die Blätter waren da, sie wechselten ihre Farbe, sie fielen vom Baum, alles war wie jedes Jahr. Jetzt ist es anders. Jetzt lebe ich an der kalifornischen Küste, wo die Mehrzahl der Bäume und Sträucher ihr Laub nicht abwirft und die Farbe der Blätter sich auch nur wenig ändert. Dieses Jahr jedoch war ich genau in den ersten zwei Oktoberwochen in New York und traf sowohl meine Lektoren und meinen Agenten als auch Freunde und Familie und konnte sehen, wie sich die Blätter verfärbten, ein zutiefst nostalgisches Erlebnis. Ich wanderte auf meinen Lieblingswegen im Fahnestock Park, fuhr langsam und mehrfach durch die Straßen meiner Heimatstadt und sprach leise mit mir selbst, während mir die Tränen die Wangen herunterliefen (vgl. Bergman: <em>Wilde Erdbeeren</em>). Meine Mutter, die mit siebenundfünfzig Jahren starb, hat immer darüber geklagt, wie schnell die Jahre vorbeirauschen und wie die Zukunft mit einem breiten Todesgrinsen auf uns zustürmt. Damals wusste ich nicht, wovon sie sprach, denn meine Existenz war unendlich und die Zeit schlich nur so dahin. Jetzt weiß ich es. Daher die Blätter und die langen Träumereien auf den Straßen und in den Wäldern meiner Jugend.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Doch halt, wartet: Ich hätte fast das Wunder vergessen – eines Abends fiel tatsächlich Feuchtigkeit vom Himmel, und ich war so verwirrt ob dieses Phänomens, dass ich einen Passanten anhalten und ihn fragen musste, was hier los sei. »Das ist Regen, Mann«, sagte er, und ich war völlig baff. Kann das wirklich Regen sein? Hier in Kalifornien haben wir seit dem 30. April keinen Regen gesehen, deswegen ist es verzeihlich, dass ich ihn nicht erkannt habe.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Wieder zu Hause angekommen habe ich die fünfte der neuen Kurzgeschichten zu Ende geschrieben, seit ich <a href="https://www.tcboyle.de/blue-skies-im-mai-2023/"><em>Blue Skies</em></a>, meinen neunzehnten Roman, fertiggestellt und abgeliefert hatte, der im Mai herauskommen wird, und ich habe die Korrekturfahnen von <em>Princess</em> durchgesehen, diese Geschichte erscheint in der Ausgabe vom 9. November des <a href="https://www.newyorker.com/books/this-week-in-fiction/t-coraghessan-boyle-11-07-22" rel="noopener" target="_blank"><em>New Yorker</em></a>. Und was noch besser ist, ich hatte eine Lesung im Santa Barbara Museum of Art, die mich, wie sich herausstellte, wahnsinnig glücklich gemacht hat, mehr als jede andere der zahllosen Lesungen, die ich in vielen Jahren gegeben habe. Und warum? Nun, die Geschichte hieß <em>The Shape of a Teardrop</em> aus der neuesten Sammlung <em>I Walk Between the Raindrops</em>, in der zwei Ich-Erzähler vorkommen, eine geduldige Mutter und ihr verirrter Sohn, und ich hatte einen besonderen Gast für die Rolle der Mutter. Und da kam sie aus den Tiefen des Auditoriums, in einem altmodischen Hosenanzug, mit grauer Perücke und riesiger Brille, wie sie alte Frauen tragen, die sie auf die Nase geklemmt hatte. Ich stellte sie als meine Mutter vor, was ein erstauntes Raunen seitens des Publikums hervorrief, auch als sie schildkrötig den Mittelgang entlang humpelte und mühsam die Stufen zur Bühne erklomm. Nach der Lesung, als wir uns verbeugten, sagte ich: »Nimm die Perücke ab«, und als sie das machte, fiel herrliches, langes (gar nicht graues) Haar herunter. Als ich dann erzählte, das sie in Wirklichkeit meine Tochter Kerrie sei, Autorin, Filmemacherin, Schauspielerin, da flippte das Publikum aus. Lieber Gott, das hat Spaß gemacht.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Inzwischen ist mein Lieblingsfeiertag wieder da. Frau B. und ich werden an den Festivitäten im Lower Village teilnehmen, was ich zu Eurem Vergnügen für meinen <a href="https://twitter.com/tcboyle" rel="noopener" target="_blank">Twitter-Account</a> aufnehmen und auch auf tcboyle.com posten werde.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Viel Spaß Euch allen. Bis später.</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 31. Oktober 2022 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann.</span></p>
<hr>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-31-10-2022/">What&#8217;s New? 31/10/2022</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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		<item>
		<title>What&#8217;s New? 28/09/2022</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-28-09-2022/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Sep 2022 21:24:55 +0000</pubDate>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-28-09-2022/">What&#8217;s New? 28/09/2022</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2022/10/news_275i1-vb.jpg" alt="" width="725" height="380" class="aligncenter size-full wp-image-6832" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2022/10/news_275i1-vb.jpg 725w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2022/10/news_275i1-vb-480x252.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 725px, 100vw" /></p>
<p>Ich habe seit meiner letzten Mitteilung einige Meilensteine erreicht: Meine zwölfte Geschichtensammlung, <em>I Walk Between the Raindrops</em>, ist herausgekommen, und ich bemühe mich währenddessen auch schon, neue Geschichten zu schreiben; und ich habe Ratte Nummer 300 (gezählt über die letzten fünf Jahre) lebend gefangen und in die nahen Berge gebracht, was die dortigen Kojoten sehr zu schätzen wissen. Ich habe nichts gegen die Ratten – sie waren vor mir in diesem Haus und werden sich noch lange nach mir in seinen Wänden tummeln – aber sie neigen dazu, auf den Kabeln der Autos herumzukauen, was Tausende Dollar an Reparaturkosten zur Folge hat, ganz zu schweigen davon, dass sie in die Frühstücksflocken kacken. Deswegen die Deportation. Ich verwende eine Havahart-Lebendfalle und bestücke sie mit Skippy Superchunk Erdnussbutter. Oh, was haben Ratten für einen Verstand! Man kann eine mit einer Schnappfalle töten, aber die anderen beobachten das und werden besagte Falle in Zukunft meiden; aber mit einer Lebendfalle sehen sie lediglich, wie ihre Schwester, Mutter, ihr Vater, Bruder, Onkel oder Opa völlig unversehrt Erdnussbutter mampft. Und wenn sie oder er am folgenden Abend verschwunden ist, nun, es gibt seltsamere und grausamere Dinge in einem Rattenleben; und falls die Erdnussbutter erneut auftaucht, wie kann die nächste Ratte da widerstehen? (Für weitergehende Lektüre siehe meine Geschichten <em>Dreizehnhundert Ratten</em> und <em>Der Flüchtling</em>.)<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Und nun zu den Geschichten. Den Leuten scheinen sie zu gefallen. Ich hoffe nur, es kommt nicht zu Aufständen in den Buchläden, wenn das Buch ausverkauft ist, schließlich stehen die Feiertage vor der Tür, und die Menschen wollen dringend etwas anderes lesen als deprimierende Nachrichten über die Klimakatastrophe und die Einschüchterungsmethoden der extremen Rechten, womit wir jeden Tag konfrontiert werden. Also: erfreut Euch daran. Inzwischen habe ich vier neue Kurzgeschichten geschrieben, seit ich den neuen Roman, <em>Blue Skies</em>, abgeliefert habe, der im Frühjahr herauskommen wird. Wie ich schon letzten Monat erwähnt habe, wird die erste Geschichte, <em>Princess</em>, in einer der nächsten Ausgaben des <em>New Yorker</em> erscheinen. Genießt sie ebenfalls.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Darüber hinaus verlaufen meine Tage auf ruhige, erholsame Art, und ich nutze den Strand ein paar Tage die Woche, fast immer ganz für mich allein, allerdings leistet mir Dr. Boyle der Jüngere Gesellschaft, wenn das Krankenhaus ihm für ein paar Minuten frei gibt, was recht selten vorkommt, und er sich von L.A. auf den Weg hierher macht. Frau Boyle? Vergesst es. Sie hasst das Meer, den Strand, die Sonne – und wenn sie mich begleiten wollte, müsste sie vom Sofa aufstehen. Aber wir trinken durchaus Wein zusammen, sitzen im Garten und sehen zu, wie sich abends das Licht verändert, während wir auf den Herbst zusteuern, der »Zeit der Feuchte und der Fruchtbarkeit«, wie Keats es ausdrückte, und vergebens auf Regen warten.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Und schließlich hat mein älterer Sohn Milo die Website <a href="https://tcboyle.com/" rel="noopener" target="_blank">tcboyle.com</a> aktualisiert, damit die Benutzung leichter ist und man den Text auch wirklich ohne Lupe auf dem Handy lesen kann. Milo hat die Website für mich 1999 erstellt, als er noch zur Schule ging. Damals war sie sehr bedeutend – alle, die sich über Literatur informieren und austauschen wollten, haben sich dort versammelt – aber mit dem Aufkommen der sozialen Medien wurde sie weniger wichtig. Leider mussten wir mit der neuen Ausgestaltung das Message Board aufgeben, weil es schwer wurde, es zu kontrollieren, mit den ganzen Pornbots, den Politicobots und den ganz normalen Botbots. Ich blicke wehmütig zurück auf all die Jahre voll von anregenden und lustigen Gesprächen mit den vielen guten Freunden, die ich durch das Forum gewonnen habe: DMAC, Sandye Utley, Robb Kunkel, Eric Eyre, Kaytie, Lynn, Fons, den Toadster und so viele andere. Ich hoffe, sie sind auch auf <a href="https://twitter.com/tcboyle" rel="noopener" target="_blank">Twitter</a> mit dabei, was ich mir auch von Euch allen erhoffe, und halten die Gespräche am Laufen.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Ciao fürs Erste.</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 28. September 2022 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann.</span></p>
<hr>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-28-09-2022/">What&#8217;s New? 28/09/2022</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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		<item>
		<title>What&#8217;s New? 28/07/2022</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-28-07-2022/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Jul 2022 21:14:40 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Neulich bin ich am Strand spazierengegangen, um dann zu schwimmen und ein bisschen Bodysurfing zu betreiben, und da traf ich auf den Kadaver eines Delfins. Er war, selbst im Tode, ein elegantes und dynamisches Geschöpf. Ich war hocherfreut, ihn aus der Nähe studieren zu können ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-28-07-2022/">What&#8217;s New? 28/07/2022</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2022/08/news_273i1.jpg" alt="" width="300" height="300" class="alignleft size-full wp-image-6557" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2022/08/news_273i1.jpg 300w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2022/08/news_273i1-150x150.jpg 150w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Neulich bin ich am Strand spazierengegangen, um dann zu schwimmen und ein bisschen Bodysurfing zu betreiben, und da traf ich auf den Kadaver eines Delfins. Er war, selbst im Tode, ein elegantes und dynamisches Geschöpf. Ich war hocherfreut, ihn aus der Nähe studieren zu können (ein Meter achtzig lang, mit Zähnen wie ein Sägeblatt), jedoch bestürzte mich der Anblick eines ordentlichen Lochs mit einem guten Zentimeter Durchmesser in seinem Nacken. Ansonsten war er vollkommen. Ich habe Seehunde gesehen, sowohl tote wie lebendige, die durch Haie verursachte Verwüstungen trugen, aber noch nie so etwas wie das hier. Jedenfalls erfreuten sich die Möwen an dem Ganzen, und mein Hund musste davon abgehalten werden, sich an dem Kadaver zu schaffen zu machen, der bereits einen gewaltigen Gestank verbreitete.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Wir hatten Glück, dass wir bisher von der extremen Hitze verschont geblieben sind, die in großen Teilen der USA und Europas wütet. Die Temperaturen lagen im normalen Bereich für diese Jahreszeit – mit Höchstwerten etwas über 20 Grad Celsius – und die Meeresschicht, die uns den grauen Mai und die Juni-Tristesse beschert, hat sich auch den Juli hindurch gehalten. Hab&#8216; ich schon erwähnt, dass ich die Sonne hasse? Das einzige Wetter, das mir hier zusagt, ist strömender Regen, ein Wetter, das wir höchstwahrscheinlich nie mehr erleben werden; davon abgesehen, fühle ich mich wohl bei trübem Wetter und Nächten mit höchstens fünfzehn Grad Celsius, die es Frau B. und mir erlauben, eingekuschelt in zwei Decken bei offenem Fenster zu schlafen. Als Junge in New York hatte ich mein Zimmer auf dem teilweise ausgebauten Dachboden, ohne Isolation, nach Süden gelegen und mit nur einem Fenster. Es war wie in einer Sauna. Und natürlich kühlte es bei der hohen Luftfeuchtigkeit nie vernünftig ab, nicht einmal mitten in der Nacht. Ein Gewitter, das ab und zu durchzog, war ein Segen, die Temperatur sank drastisch, ein Phänomen, das ich kurz in der Geschichte <em>Tod in Kitchawank</em> aufgriff.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Ich vermisse das. Was ich nicht vermisse, ist die Schwüle und die Mücken, Vertreter des Stammes der Arthropoden, die hier auf Grund des extremen Wassermangels so gut wie verschwunden sind, denn sie brauchen das Wasser, damit sie Eier legen können und die Brut schlüpfen kann. Ich bin am überlegen: Soll ich eine Kampagne zur Rettung der Mücken gründen?<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Also  paddle ich in meinem Kajak, schwimme im saukalten Wasser ein- oder zweimal die Woche, zittere mit einem Becher Sake in der Hand und einer Poké Bowl, und kümmere mich um die Maßnahmen, die dieses Haus vor dem Einsturz bewahren sollen, lese, schreibe und lasse mich durch einen goldenen (wenn auch durch Dürre und Sorge getrübten) sommerlichen Dunst treiben. Die dritte der neuen Kurzgeschichten ist fertig, sie heißt <em>The End Is Only A Beginning</em>, eine weitere F.X. Riley-Geschichte, über einen Autor wie mich und doch nicht wie mich; vielleicht wird irgendwann in der Zukunft ein Buch daraus (ich liebe Updikes Bech-Bücher). Übrigens habe ich es während des größten Teils meines schreibenden Lebens verabscheut, Autoren als Protagonisten zu nehmen, weil das alle Schriftsteller machen, beflügelt von dem Grundsatz: »Schreib&#8216; über das, was du kennst.« Ich war jedoch immer der Meinung, wie ich auch schon an anderer Stelle gesagt habe: »Schreib&#8216; über das, was du nicht kennst, und du entdeckst vielleicht etwas.« Natürlich habe ich zweihundert Kurzgeschichten über jedes erdenkliche Thema und auch auf viele Arten geschrieben, und dazu noch achtzehn Romane, und schließlich hab&#8216; ich gedacht, warum sollte ich Vorurteile gegenüber Schriftstellern haben? So kam Riley zustande. Jedenfalls macht es mir großen Spaß, ihm Leid zuzufügen – und einige der Themen zu verwenden, die ich beim Schreiben von <em>Blue Skies</em> auf Eis gelegt hatte. Im Augenblick ist der Himmel hier grau, genau wie ich es mag, und aus den Lautsprechern tönt Etta James mit <em>I’d Rather Go Blind</em>.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Genießt den Sommer, Freunde.</p>
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<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 28. Juli 2022 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann.</span></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-28-07-2022/">What&#8217;s New? 28/07/2022</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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		<title>What&#8217;s New? 26/05/2022</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-26-05-2022/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 May 2022 21:12:39 +0000</pubDate>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-26-05-2022/">What&#8217;s New? 26/05/2022</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
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<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2022/06/news_271i1.jpg" alt="" width="225" height="300" class="alignleft size-full wp-image-6506" />Irgendwie, wie durch ein Wunder, habe ich mich auf meiner Reise nach Iowa City und New York Anfang des Monats nicht mit COVID-19 angesteckt. Ich hab‘ die ganze Zeit auf dem Flughafen und im Flieger eine Maske getragen (Frau B. allerdings nicht, was meine Vorsichtsmaßnahmen zunichte gemacht hat, denn was sie kriegt, krieg‘ ich auch und umgekehrt, so intim, wie unsere Beziehung ist). Ich verbrachte vier überaus nostalgische Tage in Iowa City, wo ich an einem Abend für die Reihe »Literarische Legenden« gelesen habe und an einem anderen auf der Bühne mit Andrew Sherburne von FilmScene geplaudert habe, bevor Alan Parkers Verfilmung meines Romans <a href="https://www.tcboyle.de/werke/willkommen-in-wellville/"><em>Willkommen in Wellville</em></a> aus dem Jahr 1994 gezeigt wurde (Anthony Hopkins verlieh der Rolle des Dr. Kellogg seine ganze urkomische Bosheit). In New York besuchte ich Familie und Freunde, traf meinen Agenten und fuhr mit dem Metro-North-Zug in die Stadt und wieder hinaus. Vor allem aber genoss ich den Frühling in vollen Zügen – der sich wegen des kühlen Wetters verspätete. Diejenigen von Euch, die mir auf <a href="https://twitter.com/tcboyle" rel="noopener" target="_blank">Twitter</a> folgen, werden Bilder von meinen Wanderungen in den Wäldern gesehen haben, besonders von derjenigen, die mich zu meinem Lieblings-Biberbau sowie zu meinem Lieblingsteich im tiefen Wald des Fahnestock-Parks führte. Jetzt bin ich wieder hier, mitten in der kalifornischen Dürre, und führe mein Leben weiter.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Übrigens, irgendwohin zu fliegen, egal wann oder aus welchem Grund, ist angesichts der Inkompetenz und Gleichgültigkeit der Fluglinien, ein ständiger Albtraum. Von meinen ungefähr dreißig Flügen (Anschlussflüge mitgerechnet) in den letzten drei Monaten starteten und landeten nur DREI planmäßig. Ich hab‘ das schon einmal gesagt, und ich sage es nochmal: Die Fluggesellschaften besitzen ein Monopol und haben deshalb solche Feinheiten wie Kundenfreundlichkeit nicht nötig: »Wenn dir nicht gefällt, wie wir die Dinge erledigen, dann lauf doch nach New York und guck, wie dir das gefällt.« Ein Beispiel: der Flug von Chicago nach LaGuardia an einem klaren Nachmittag ohne irgendwelche Wetterkapriolen. Ich war erstaunt, dass Frau B. und ich ein Upgrade zur ersten Klasse bekommen hatten und war sehr erfreut, dass wir als erste an Bord gehen und es uns bequem machen konnten, während die Stewardess uns Sekt servierte. Doch bevor ich mein Glas an die Lippen setzen konnte, wurde der Flug gestrichen (sie machten mechanische Probleme geltend, aber das war eine Ausrede, denn in Wahrheit gab es zu wenige Passagiere, die man berücksichtigen musste, und die konnte man alle auf dem nächsten Flug unterbringen). Ich verbrachte die nächsten zwei Stunden damit, von einer Stelle zu anderen zu rennen, bevor wir schließlich auf dem besagten Flug unterkommen konnten (im Viehwaggon, versteht sich). Und hier ist der Haken: Wenn sowas passiert, bist du tatsächlich dafür dankbar, dass du überhaupt im Flugzeug sitzst, in irgendeinem, egal wohin.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Was hat das mit meinem literarischen Leben zu tun? Alles. (Siehe meine Geschichte <em>Guten Flug</em> über aufsässige Passagiere). Und nehmt zur Kenntnis, dass <em>Blue Skies</em> sich jetzt in den Händen des Lektorats befindet und planmäßig im nächsten Jahr erscheinen wird. Inzwischen sind die Vorabexemplare von <em>I Walk Between the Raindrops</em> eingetroffen, ebenso wie die Bloomsbury-Taschenbuchausgabe von <a href="https://www.tcboyle.de/werke/sprich-mit-mir/" rel="noopener" target="_blank"><em>Sprich mit mir</em></a>. Und ich habe gerade erfahren, dass die neue Geschichte <em>Dog Lab</em>, die die Sammlung abschließt, in der aktuellen Ausgabe von <em>McSweeny’s</em> erschienen ist. (Diese Geschichte hat mir ein befreundeter Arzt erzählt, der im Medizinstudium zu Übungszwecken narkotisierte Hunde operieren musste. Herzzerreißend.)<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Nichtsdestotrotz wünsche ich Euch allen das Beste in dieser verkommenen Welt. Denkt nicht an die Ukraine, an Amokläufe in Schulen, den Aufstieg der extremen Rechten oder das Artensterben – wendet Euer Gesicht einfach der Sonne zu und lebt in diesem herrlichen Spätfrühling in der nördlichen Hemisphäre (oder des Spätherbstes für diejenigen von Euch, die südlich des Äquators leben). Trotz all des Schmerzes und all der Trauer haben wir Bücher, Musik und vor allem Liebe, die uns Halt geben. »All you need is love«, haben die Beatles gesagt, und die lagen nicht falsch. Oder doch?</p>
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<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 26. Mai 2022 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann.</span></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-26-05-2022/">What&#8217;s New? 26/05/2022</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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