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	<title>Halloween Archive - www.tcboyle.de</title>
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	<title>Halloween Archive - www.tcboyle.de</title>
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		<title>What&#8217;s New? 31/10/2025</title>
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		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Oct 2025 22:10:36 +0000</pubDate>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-31-10-2025/">What&#8217;s New? 31/10/2025</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2025/11/news_310i1.jpg" alt="" width="725" height="380" class="aligncenter size-full wp-image-8414" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2025/11/news_310i1.jpg 725w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2025/11/news_310i1-480x252.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 725px, 100vw" /></p>
<p>Wieder einmal Halloween, doch dieses Mal ist es das gruseligste von allen. Wieso? Seht Euch nur die Horde Kobolde an, die das Weiße Haus heimsucht. Ich zittere. Ich sabbere. Ich lebe in Angst. Trotz alledem möchte ich diesen Tag genießen, der mich ins untere Dorf führen wird, um dort zu feiern, während Hunderte von Kindern, darunter auch zwei unserer Enkel, auf den Gehwegen auf und ab ziehen und Süßigkeiten sammeln. Die amerikanische Zahnärztevereinigung begrüßt dies von ganzem Herzen, ihre Mitglieder schauen auf die Süßigkeitenbeutel und hören das Surren der Bohrer und das leise Rascheln der Schecks, die durch den Briefschlitz fallen. Frau Boyle wird mich begleiten, wenn sie nicht zu sehr unter dem Jetlag leidet (sie ist gestern von einer dreiwöchigen Reise durch China und Japan, zusammen mit ihren drei Schwestern, zurückgekehrt), und wir werden in einem anderen Restaurant als beim Chinesen oder beim Japaner essen.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Was Neuigkeiten angeht, bereite ich mich gerade auf meine eigene Auslandsreise vor, die mich im kommenden Monat für die <a href="https://www.tcboyle.de/no-way-home-tour-2025/">»No Way Home-Tournee«</a> nach Österreich und Deutschland führt, mit Bühnen-Events in Wien, Berlin, Hamburg, München, Stuttgart und Düsseldorf und dazwischen einer ganzen Reihe von Medienauftritten. Meine Tochter wird mit dabei sein, um mir die schwere Arbeit abzunehmen, wie auch meine treuen Verbündeten vom Hanser Verlag, Christina Knecht und Annette Pohnert. Diese Tourneen bereiten mir immer großen Spaß, sind aber auch äußerst anstrengend, und in diesem Fall wird die beginnende Arbeit am nächsten Roman unterbrochen, über den ich zum jetzigen Zeitpunkt Absolut Nichts sagen werde. Diejenigen unter Euch, die mir hier und auf <a href="https://www.tcboyle.com/" target="_blank">tcboyle.com</a>, Twitter und <a href="https://bsky.app/profile/tcboyle.com" target="_blank">Bluesky</a> gefolgt sind, werden wissen, dass die amerikanische Fassung des Romans hier im April auf Englisch erscheinen wird und dass die neue Kurzgeschichtensammlung <em>The End Is Only A Beginning</em> im darauffolgenden Jahr sowohl in Europa als auch in Amerika veröffentlicht wird.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Zum Schluss möchte ich noch Folgendes sagen: Setzt Eure Masken auf und zieht Eure zerrissenen Verkleidungen an, seht dem Horror direkt ins Gesicht und lacht so seltsam und kreischt dabei wie die Hyänen. Viel Spaß damit. Und denkt an Euren Zahnarzt, wenn schon nicht an Euren Leberspezialisten.</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 31. Oktober 2025 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann.</span></p>
<hr>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-31-10-2025/">What&#8217;s New? 31/10/2025</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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		<title>What&#8217;s New? 31/10/2024</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-31-10-2024/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 31 Oct 2024 22:55:54 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Als ich ein Kind war und in einem Vorort im Westchester County im Staat New York aufwuchs, da war Halloween der Höhepunkt des Jahres. Was sollte es, wenn dieser Feiertag von Zahnärzten erfunden wurde? Was machte es schon, wenn wir am nächsten Tag zur Schule mussten? </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-31-10-2024/">What&#8217;s New? 31/10/2024</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2024/11/news_299i1.jpg" alt="" width="725" height="380" class="aligncenter size-full wp-image-8007" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2024/11/news_299i1.jpg 725w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2024/11/news_299i1-480x252.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 725px, 100vw" /></p>
<p>Als ich ein Kind war und in einem Vorort im Westchester County im Staat New York aufwuchs, da war Halloween der Höhepunkt des Jahres. Was sollte es, wenn dieser Feiertag von Zahnärzten erfunden wurde? Was machte es schon, wenn wir am nächsten Tag zur Schule mussten? Dies war der eine Abend ohne elterliche Aufsicht, ein Abend, um sich zu verkleiden und uns (sicher und nicht übermäßig) auszutoben. In einem Jahr – ich muss so zehn oder elf gewesen sein, in einem Alter, in dem ich begierig begonnen hatte, den Unterschied zwischen den Geschlechtern schätzen zu lernen – hab ich mich mit der Hilfe meiner Mutter als Mädchen/Frau verkleidet. Lippenstift, Perücke, Rock, Büstenhalter, Bluse, hohe Absätze: Ich war verwandelt, und war das nicht besser, als ein Landstreicher oder Dracula zu sein? Ich hab den Abend als Mann begonnen, jetzt war ich eine Frau – keiner hätte mich jemals wiedererkennen können. Es war aufregend. Dann ging ich hinüber zum ersten Haus, direkt gegenüber, klingelte an der Tür und rief: »Süßes oder Saures!« Mr. O’Kane öffnete die Tür. Er reichte mir einen Schokoriegel und sagte: »Einen schönen Abend noch, Tommy.« Im nächsten Jahr ging ich wieder als Landstreicher. Und ich machte weiter mit »Süßes oder Saures« bis in meine frühen Teenagerjahre, wenigstens so lange, bis ich größer war als die Erwachsenen, die die Tür öffneten.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Heute ist das anders. Es gibt nur wenige sichere Bereiche, in denen sich Kinder frei im Dunkeln bewegen können und das Süßes-oder-Saures-Spielen wird von besorgten Eltern reglementiert und beaufsichtigt. In Ordnung. Ich verstehe das. Wir leben in einer Zeit der Schießereien an Schulen, von Argwohn und Hass, von Trump. Heute abend werden wir hinunter ins untere Dorf bummeln, wo alle Geschäfte Fässer mit Süßigkeiten rausgestellt haben, so dass man sich bedienen kann, und Hunderte kostümierter Kinder – die Eltern im Schlepptau &#8211;  tollen auf der Straße herum. Und heute Morgen, bevor ich mich niederließ, um mit Euch allen zu kommunizieren, hatte ich das ungetrübte Vergnügen, am Halloween-Umzug in der Grundschule meines Enkels (er ist in der Vorschule) teilzunehmen, und es war die reine Freude und wunderschön und erinnerte mich stark an meine eigene unbeschwerte (oder kaum beschwerte) Kindheit in der Vorstadt in New York.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Inzwischen habe ich die erste des neuen Schwungs an Kurzgeschichten fertiggestellt, die, wenn alles gut geht, zusammen mit den sechs, die ich geschrieben hatte, bevor ich mich in den gerade beendeten Roman vertieft habe (<em>Princess</em>, <em>The Maneater</em>, <em>The End Is Only a Beginning</em>), die nächste Kollektion bilden soll. Die neue Geschichte heißt <em>Go With the Soft</em>, und jetzt hoffe ich inständig, dass in den nächsten Monaten noch weitere folgen werden. Wovon handelt sie? Von Gewalt. Genauer, von der Gewalt, die Kindern bei Amokläufen in Schulen angetan wird und deren psychologischen Konsequenzen. Ein wirklich beängstigendes Thema. Ich lasse es Euch wissen, wann und wo sie erscheinen wird, sobald es feststeht.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Was ich sagen will, ist, dass die Welt nach wie vor kostbar, voller Freuden und quicklebendig ist, trotz der Machenschaften von Trump, Putin, Orbán und anderen, und Ihr sollt alle rausgehen und Euch daran erfreuen. Lasst Euch nur auf die sanfteste und vorhersehbarste Weise erschrecken.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Happy Halloween.</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 31. Oktober 2024 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann.</span></p>
<hr>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-31-10-2024/">What&#8217;s New? 31/10/2024</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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		<title>What&#8217;s New? 31/10/2021</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-31-10-2021/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 Oct 2021 21:26:04 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Letztes Jahr um diese Zeit war Halloween furchterregender, als es sich jeder Meister des Horrors erträumt haben könnte: Die WAHL stand direkt bevor. Erinnert Ihr euch an die Erleichterung, als der Diktator in Wartestellung so klar geschlagen wurde? Was waren wir doch für Narren.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-31-10-2021/">What&#8217;s New? 31/10/2021</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2021/11/news_264i1.jpg" alt="" width="300" height="300" class="alignleft size-full wp-image-6212" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2021/11/news_264i1.jpg 300w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2021/11/news_264i1-150x150.jpg 150w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Letztes Jahr um diese Zeit war Halloween furchterregender, als es sich jeder Meister des Horrors erträumt haben könnte: Die WAHL stand direkt bevor. Erinnert Ihr euch an die Erleichterung, als der Diktator in Wartestellung so klar geschlagen wurde? Was waren wir doch für Narren. Wer konnte sich vorstellen, dass er versuchen würde, die Wahl für nichtig zu erklären und die Demokratie in Amerika zu zerschlagen? Und er ist immer noch da draußen, unberührt, ungestraft, und ohne Reue wartet er auf seine große Chance. Und das ist für mich wirklich beängstigend. Aber genug davon. Jetzt sind wir ein Jahr weiter, und das Virus ist auf dem Rückzug, zumindest hier in Amerika, und ich hoffe, wir können die Gelegenheit ergreifen, und wenigstens ein kleines bisschen Freude empfinden, so wie wir sie als Kinder empfunden haben. Was ich sagen will: »Happy Halloween«. Möge der Geist von Ichabod Crane und Brom Bones uns leiten.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Was gibt’s Neues? Ich arbeite jeden Tag am neuen Roman, <em>Blue Skies</em>, und die verbleibenden Geschichten von den dreizehn neuen aus <em>I Walk Between the Raindrops</em> werden demnächst in verschiedenen Zeitschriften veröffentlicht. <em>The Hyena</em> wurde gerade in der Herbstausgabe von <em>Zoetrope</em> abgedruckt, und ich habe die Korrekturfahnen von <em>Dog Lab</em>, was für die nächste Ausgabe von <em>McSweeneys</em> geplant ist, zurückgeschickt, während <em>The Thirteenth Day</em>, mein Blick auf die Frühphase der Pandemie, im <em>Esquire</em> Anfang des nächsten Jahres erscheinen wird. Ich bin ein Schreiber. Und das ist es, was ich mache: schreiben. Jedoch, seit dem 5. Oktober, als mich ein schmerzhafter Unfall ereilte, bin ich wahrhaftig an den Schreibtisch gefesselt. Kniescheibe gebrochen. Mindestens noch drei Wochen mit einer Kniebandage. Das Gute daran ist, dass ich ohne Krücken herumlaufen kann, so dass ich die Hände frei habe, um hinter meiner Ehefrau her zu räumen, allerdings werde ich bis auf weiteres nicht auf Händen und Knien den Küchenboden schrubben können.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Ich verbleibe mit dieser Remineszenz an ein Halloween in der Kindheit, welche wie ich glaube einige Erinnerungen in Euch wachrufen wird. Viel Vergnügen damit und genießt den Feiertag. Ciao.</p>
<p><a href="https://www.tcboyle.de/leber-und-zwiebeln/"><strong>Leber und Zwiebeln</strong></a></p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 31. Oktober 2021 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann.</span></p>
<hr/>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-31-10-2021/">What&#8217;s New? 31/10/2021</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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		<title>What&#8217;s New? 31/10/2020</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-31-10-2020/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 31 Oct 2020 22:51:40 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der Zauber der Kindheit geht uns viel zu schnell verloren, wenn wir begreifen, dass nicht Fantasie und Spaß die Welt beherrschen, sondern die raue Wirklichkeit des Konkurrenzkampfs, der wir nicht entrinnen können, und die unerbittliche Erkenntnis, dass wir sterblich sind. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-31-10-2020/">What&#8217;s New? 31/10/2020</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2020/10/tcb-wn-31102020.jpg" alt="" width="725" height="380" class="aligncenter size-full wp-image-5154" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2020/10/tcb-wn-31102020.jpg 725w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2020/10/tcb-wn-31102020-480x252.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 725px, 100vw" /></p>
<p>Der Zauber der Kindheit geht uns viel zu schnell verloren, wenn wir begreifen, dass nicht Fantasie und Spaß die Welt beherrschen, sondern die raue Wirklichkeit des Konkurrenzkampfs, der wir nicht entrinnen können, und die unerbittliche Erkenntnis, dass wir sterblich sind. Ich schreibe, um dieser Wirklichkeit zu entfliehen und um zu versuchen, einen Teil des Kitzels, den uns die Fantasie verschafft, wiederzuerlangen. Und ich finde Trost in der Natur und in den Ritualen, die uns begleiten, von Jahreszeit zu Jahreszeit, von Festtag zu Festtag. Halloween ist mein Lieblingsfest unter all den Festen hier in den USA, und zwar genau deswegen, weil es mir den Zauber der Kindheit wiederbringt, als das Dunkel der Nacht und die sorgfältig in Szene gesetzten Spukgestalten uns Schauer über den Rücken laufen ließen. Ein Spuk, der sich beim Morgengrauen in Luft aufgelöst hat. Diesmal jedoch ist alles anders. Die Gefahr ist real, und das Fest ist weniger eine Gelegenheit, sich an den Schauder von damals zu erinnern, als eine furchtbare Mahnung, dass der virale Tod da draußen mit jedem Atemzug gegenwärtig ist. Und schlimmer noch: Drei Tage danach das Schreckgespenst der folgenreichsten Wahl unserer Geschichte. Wir erleben den Albtraum nun seit vier langen Jahren, und die Aussicht auf vier weitere ist viel furchterregender als die ganzen Wiedergänger, Vampire und Ghule aller Zeiten zusammengenommen. Süßes oder Saures, wirklich wahr. Schlicht und einfach gesagt: Wählt blau für die Demokratie und rot für den Pflock in ihr Herz.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Und doch, und wegen alledem, habe ich vor, dieses Halloween so weit es mir möglich ist zu genießen. Ich bin hier seit März quasi eingesperrt und sehe nur die engste Familie – Frau B., die das Bett neben mir wärmt, und meine Tochter und ihren Mann und ihren Einjährigen, die nebenan wohnen und uns jeden Tag durch das Gartentor besuchen kommen. Wir werden uns verkleiden, Gesichter in Kürbisse schneiden und eingeschränkt und etwas zaghaft feiern. Morgens wird die Sonne scheinen, ja, klar, aber das Schreckgespenst wird drohend über unseren Köpfen hängen. </p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 31. Oktober 2020 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann. Foto: T.C. Boyle.</span></p>
<hr/>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-31-10-2020/">What&#8217;s New? 31/10/2020</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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		<title>What&#8217;s New? 31/10/2019</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-31-10-2019/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 31 Oct 2019 10:32:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[What's New?]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Happy Halloween zusammen! Diesen Feiertag liebe ich wirklich, nicht so sehr wegen der Gelegenheit die Toten zu ehren oder um das schreckliche Geheimnis unseres Lebens als lebendige, atmende, denkende Wesen in einem unergründlichen Universum zu feiern, sondern um des ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-31-10-2019/">What&#8217;s New? 31/10/2019</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2019/11/tcb-whatsnew-31102019.jpg" alt="" width="725" height="380" class="aligncenter size-full wp-image-2977" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2019/11/tcb-whatsnew-31102019.jpg 725w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2019/11/tcb-whatsnew-31102019-480x252.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 725px, 100vw" /></p>
<p>Happy Halloween zusammen! Diesen Feiertag liebe ich wirklich, nicht so sehr wegen der Gelegenheit die Toten zu ehren oder um das schreckliche Geheimnis unseres Lebens als lebendige, atmende, denkende Wesen in einem unergründlichen Universum zu feiern, sondern um des reinen, befreienden Vergnügens willen. Heute abend, in Gesellschaft unserer tollen und wunderschönen Freunde, die aus dem County Cork zu Besuch sind, werden Frau B. und ich uns auf den Weg zum Lower Vilage machen, um mit Horden zuckerfreudiger, verkleideter Kindern zu feiern, die wie wahnsinnig die Straßen rauf und runter flitzen. Das alles macht großen Spaß, ist aber ein bisschen zahm verglichen mit dem Süßes-sonst-gibt’s-Saures, das wir als Kinder damals im Staat New York veranstaltet hatten, als wir das Neubaugebiet unsicher machten, ohne elterliche Supervision, wodurch alles so viel aufregender war. Ah, nun ja. Wenn die Weltbevölkerung sich seitdem verdoppelt hat, dann ja wohl auch die Anzahl der Massenmörder, der Pädophilen und derjenigen, die kleine Nadeln in Äpfeln verstecken (oder diese Populationen sind wohl eher exponentiell gewachsen). Jedenfalls hoffe ich, dem Geist dieser Veranstaltung treu zu bleiben, so kindgerecht ich es vermag, ohne Rücksicht auf das Elend dieser Welt. Wünscht mir Glück. (Übrigens, Wein hilft dabei.)<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Nächste Woche fliege ich nach New York um den Kenyon-Review-Preis in Empfang zu nehmen, eine Ehre, die ich erfreut und dankbar annehme. Wie ich zuvor schon an dieser Stelle gesagt habe, arbeiten wir Romanciers und Dichter innerhalb der dunklen Grenzen unseres Verstandes ohne Input von der äußeren Welt, und deshalb ist es besonders befriedigend zu wissen, dass unsere Arbeit Auswirkungen auf diese Welt hat. Nach New York fliege ich nach Ohio, um am Kenyon College zu lesen, von wo ich dann wieder für etwa eine Woche nach New York zurückkehre. Am Ende des Monats fliege ich noch einmal nach Osten zur Buchmesse in Miami (24. November), was bedeutet, dass der neue Roman eine kleine Pause aushalten muss, wenigstens solange diese nicht unerfreulichen Unterbrechungen andauern. <em>The Familiar</em> ist jetzt zu zwei Dritteln fertig. Ich hoffe, den Roman bis zum Frühjahr zu beenden, durchzusehen und abzuliefern, und dann habe ich vor, die neuen Kurzgeschichten zu schreiben, die die nächste Sammlung <em>I Walk Between the Raindrops</em> komplettieren sollen. Und danach? Ich plane mich anzuschnallen und das weite Erdenrund zu umkreisen in der Hoffnung, dass eines Tages der nächste Roman aus dem Nebel auftauchen wird. Was für ein Leben!</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 31. Oktober 2019 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann. Foto: T.C. Boyle.</span></p>
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		<title>What&#8217;s New? 31/10/2018</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-31-10-2018/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Oct 2018 10:19:34 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
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<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2018/11/boyle-wn-311018.jpg" alt="" width="725" height="380" class="aligncenter size-full wp-image-2382" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2018/11/boyle-wn-311018.jpg 725w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2018/11/boyle-wn-311018-480x252.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 725px, 100vw" /></p>
<p><em>Mais, où sont les citrouilles d&#8217;antan?</em> Das frage ich mich, während ich für das alljährliche Halloween-Porträt posiere, mit einem Paar frischer und noch nicht ausgehöhlter Exemplare. Es ist zu warm hier, zu trocken, und die Nächte ziehen sich hin, weil die Sommerzeit bis Halloween geht und nicht vorher endet, so wie früher. Nichtsdestotrotz bewahre ich mir Halloween wegen des Zaubers, den es für mich hatte, als ich Kind war, und ich habe vor es zu feiern, indem ich an der Ghost-Village-Road-Feier im unteren Dorf teilnehme, bei der Hunderte von Kindern von Geschäft zu Geschäft ziehen, Süßes sonst gibt&#8217;s Saures, und Frau B. und ich unsere Masken spenden und in die Nacht hinaus heulen. Wenn dies so ganz anders abläuft als in unserer Kindheit, um so schlimmer &#8211; ich werde mich mit Wordsworth trösten.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Der Herbst war gut zu mir. Seit ich letzten Monat aus den Bergen zurückgekommen bin, hab ich viel gelesen und mir Notizen gemacht für meinen nächsten Roman, und ich hab meine Reisen auf kurze Trips in die Umgebung beschränkt, nachzulesen in meinen täglichen Twitternachrichten. Zwischenzeitlich habe ich einige der Erzählungen und die Roman-Auszüge durchgesehen, in Vorbereitung auf die Veröffentlichung von <a href="https://www.tcboyle.de/romane/das-licht/"><em>Das Licht</em></a> Anfang nächsten Jahres. Die Zeitschrift Esquire wird die neue Erzählung <em>What&#8217;s Love Got To Do With It?</em> im März veröffentlichen. Narrative bringt den Auszug <em>The Session</em> und The Kenyon Review <em>Bicycle Day</em>, was als Auftakt zum Roman dient, und wo die Ereignisse im Zusammenhang mit dem ersten LSD-Trip auf diesem Planeten geschildert werden, eingenommen von dem Mann, der die Droge als erster synthetisiert hat, Albert Hofmann.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Die größte Neuigkeit ist jedoch, jedenfalls von einem denkbaren Standpunkt aus, dass Ratte Nummer 200 aufgetaucht ist und um eine Reise in die umliegenden Berge gebettelt hat, wo die Kojoten schon das Lied ihrer Ankunft singen. Wie Dave LaJoy aus <a href="https://www.tcboyle.de/romane/wenn-das-schlachten-vorbei-ist/"><em>Wenn das Schlachten vorbei ist</em></a> bin ich so was wie ein Rattenfreund geworden, trotz der Tatsache, dass diese undankbaren und trügerischen Nager neulich ein Loch in eines der Redwood-Bretter unseres Hauses genagt haben, um aus einer Ecke des Kellers eine Ratten-Latrine zu machen, bevor sie darangingen, an den Kabeln von Frau B.&#8217;s Auto herumzukauen, nach der Melodie eines 4500 Dollar-Schadens. Klar, wenn sie sich entschließen würden, en masse, anderswo zu wohnen (zum Beispiel in den Häusern und Kraftfahrzeugen von Euch, die ihr dies hier lest), ich würde sie nicht vermissen. Ich werde oft gefragt, wie es kommt, dass diese wohlhabende vorstädtische Enklave so anziehend für Ratten ist, und ich kann mir vorstellen, dass sie aus den gleichen Gründen wie wir hier sind: die angenehmen Temperaturen, die lauen Seewinde, der Überfluss an allem, was Mensch und Ratte nur wünschen können, von Escargots und prallen Valencia-Apfelsinen bis hin zu Bioplastic-ummantelten Kabeln. So ist nun mal das Leben auf der Erde.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Zum Schluss nur noch dies: Ich werde in der ersten Dezemberwoche für eine Lesung eine kleine Reise nach Iowa City unternehmen, schon in Vorbereitung auf die Tour für den neuen Roman, sowohl hier (im April) als auch in Europa (im Februar). Ich habe den Winter in Iowa nicht mehr erlebt, seit ich vor vielen Jahren als Student in der Schreibwerkstatt war, aber trotz der Erderwärmung erwarte ich ein wenig kühlere Temperaturen als die, an die ich mich hier in Santa Barbara gewöhnt habe. Ich werde vorbereitet sein, im gleichen Outfit wie früher: rote Converse, schwarze Jeans, Kapuzenpulli und Lederjacke. Pustet, ihr Winde, und macht dicke Backen!<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Happy Halloween, Ihr alle!</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 31. Oktober 2018 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann. Foto: T.C. Boyle.</span></p>
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		<title>What&#8217;s New? 31/10/2015</title>
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		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 31 Oct 2015 22:36:49 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
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<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2025/10/news_196i1.jpg" alt="" width="300" height="300" class="alignleft size-full wp-image-8395" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2025/10/news_196i1.jpg 300w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2025/10/news_196i1-150x150.jpg 150w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Das war ein Monat voller Gegensätze. Die ersten anderthalb Wochen verbrachte ich oben im Sequoia National Monument, wo ich <a href="https://www.tcboyle.de/werke/die-terranauten/"><em>Die Terranauten</em></a> zweimal sehr genau von Anfang bis Ende durchlas, bevor ich es an meinen Lektor schickte. Wie ich bereits erwähnt habe, sind die Manuskripte, die ich abliefere, fertig und entsprechen mehr oder weniger dem, was Ihr dann im Druck sehen werdet. Aber ich muss genau auf das achten, was im Kino Kontinuität genannt wird, und sicherstellen, dass kleine Charaktereigenschaften und besonders die Zeitachse in sich konsistent sind. Die Haupthandlung des Buches erstreckt sich über einen Zeitraum von zwei Jahren, und jedesmal, wenn die Zeit voranschreitet (»An diesem Freitag«, »Zwei Wochen später machte er&#8230;«, »Im November tat sie&#8230;«), muss ich sicher sein, dass alles stimmt – d.h., ich muss alle Dinge schön geordnet wie die Enten in einer Schießbude vor mir haben. Aber ich habe gar keine Enten. Ich kenne nicht einmal welche. Und seitdem der Teich hier auf dem Berg bis auf seinen rissigen und Blasen werfenden Grund ausgetrocknet ist, kann ich auch nirgends welche sehen. Auf jeden Fall war es eine schöne Zeit, in der ich den gesamten Stoff noch einmal in mich aufgenommen habe, und was machte es da schon, dass die Hirschjäger vor dem Fenster herumschossen? Mich haben sie nicht erwischt. (Es gab jedoch tragischerweise einen Todesfall in der Woche, in der ich hier ankam, als ein junger Jäger einen anderen mit einem Hirschen verwechselte.)<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Der Kontrast hatte damit zu tun, dass ich vom Berg herunterkam (wo trotz El Niño und dem »Blob« (dem »Klecks«), einem Bereich besonders warmen Wassers im Pazifik, die Temperaturen morgens kaum über Null Grad Celsius lagen, so dass ich das Holzfeuer im Kamin am Brennen halten musste, wie auf den Fotos auf Twitter zu sehen ist), um nach Los Angeles für eine Woche als Gastdozent der USC zu fahren. Das bedeutete, dass ich in Kontakt mit unzähligen fremden Leuten kam, wahre Massen von ihnen, und jeder war, zumindest eine Zeitlang, in einer Hülle aus Stahl eingeschlossen, getragen von kreischenden Gummireifen. Im Kontrast dazu war das morgendliche Umrunden des ausgetrockneten Sees im ersten Tageslicht eine Übung in Einsamkeit. Nichts regte sich. Es gab nur mich, den Hund und die Raben. Nicht so an der USC. Frühe Jogger, die ewigen Bauarbeiter, die für die unaufhörliche Erweiterung der Universität sorgten, die Pendler, die bereits Stoßstange an Stoßstange im Stau standen. Wie überaus erfrischend. Jetzt, während ich hier in meiner kleinen Touristenenklave an der Zentralküste sitze und mich darauf vorbereite, für eine Weile auf den Berg zurückzukehren, ist es meine Aufgabe zu lesen und mich zu entspannen und es zu genießen, dass der Herbst langsam Einzug hält mit seinem Versprechen des lang ersehnten Regens. Für mich keine leichte Aufgabe. Ich bin kein geborener Entspanner. Und ich hoffe sehr, nach einer Verschnaufpause mich wieder der Reihe der Erzählungen zu widmen, die mit <em>Wiedererleben</em> anfing und mit <em>Die argentinische Ameise</em> endete, kurz bevor ich mit den Recherchen zu <a href="https://www.tcboyle.de/werke/die-terranauten/"><em>Die Terranauten</em></a> begann.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Was die letzterwähnte der Geschichten angeht, die <em>McSweeney’s</em> in der nächsten Ausgabe veröffentlichen wird, so erwarte ich bald die Korrekturfahnen und werde Euch informieren, sobald die Zeitschrift erscheint. Inzwischen habe ich Exemplare der diesjährigen Ausgabe von <em>The Best American Science Fiction Stories</em> bekommen, wo auch <em>Wiedererleben</em> enthalten ist. Ob es sich bei dieser Geschichte &#8211; die zuerst im <em>The New Yorker</em> veröffentlicht worden war – um Science Fiction handelt, bleibt natürlich eine Frage der Definition und könnte diskutiert werden. Sind Genres wirklich so fest umrissen? Ich erinnere mich noch, wie amüsiert ich war – ich hatte zwölf Bücher mit Belletristik unterschiedlicher Wildheit, Absurdität, Surrealität und klarem Realismus veröffentlicht &#8211;  als mein Buch zur Jahrtausendwende, <a href="https://www.tcboyle.de/werke/ein-freund-der-erde/"><em>Ein Freund der Erde</em></a>, von vielen als Science Fiction eingestuft wurde. Und warum? Weil es in seiner Auseinandersetzung mit der Erderwärmung einen Blick in die Zukunft (2026) warf. Na gut. In Ordnung. Ich empfinde Freude und Stolz – insbesondere darüber, dass <em>Wiedererleben</em> in der diesjährigen Anthologie gewürdigt wird. Beobachten wir weiterhin, wie diese Grenzen ins Schwanken geraten und zusammenbrechen. Warum? Einfach weil es so mehr Spaß macht. War Borges ein Science-Fiction-Autor? Calvino? Gute Belletristik ist gute Belletristik.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Was gibt’s noch? Gerade gestern habe ich Exemplare der neuen Pharos-Ausgabe von William Kotzwinkles urkomischem Hippie-Klassiker <em>The Fan Man</em> erhalten, für die ich die Einführung geschrieben habe. Wenn wir uns nicht vorstellen können, wo wir sein und was wir tun werden, während wir die Tage unseres Lebens herunterzählen, so muss ich sagen, dass die Auswahl dieses Buches für den Nachdruck und das Verfassen der Einführung für mich eine ganz besondere Möglichkeit bot, eine Verbindung mit meiner Vergangenheit, die verschwommen ist und immer mehr verschwimmt, herzustellen. Wie sehr haben wir seinen wahnwitzigen Humor bewundert, als wir verwahrlost und stoned in einem heruntergekommenen alten Haus in New York lebten, in farbenfrohe Lumpen gekleidet, und jeden Tag zu einem Halloween-Fest machten. Hätte ich mir damals nur diesen jetzigen Moment vorstellen können, wie high hätte ich sein können! Oder, nein, streicht das. Wenn ich damals in noch größere »Höhen« gestiegen wäre, wäre ich Astronaut geworden (und ich hätte dazu auch keine blöden Raumschiffe gebraucht). Belassen wir es also dabei.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Ich wünsche Euch allen ein frohes Halloween (schaut Euch bitte das beigefügte Bild an und vergleicht es mit den Bildern, die ich im gleichen Monat <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-31-10-2012/">2012</a>, <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-31-10-2013/">2013</a> und <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-31-10-2014/">2014</a> gepostet habe). Wir machen immer weiter, oder? Danke dafür, Leute, insbesondere Euch treuen Messagistas und anarchischen Twitterern, die mir so viele Nervenkitzel und Schreckmomente und schöne, glückliche, mir die Kehle  zuschnürende Lacher beschert haben, ob nun im Zusammenhang mit Halloween oder nicht. Viel Spaß.  </p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 31. Oktober 2015 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann. </span></p>
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		<title>What&#8217;s New? 31/10/2014</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-31-10-2014/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Oct 2014 22:36:07 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Halloween steht wieder vor der Tür und mein »Süßes sonst gibt’s Saures« ist dieses Jahr berghoch – das heißt, nicht unbedingt gigantisch, aber es findet in einer bergigen Umgebung statt. Hier oben gibt es keine Kinder (jedenfalls keine unter fünfzig) und erfreulich wenige, die Party machen ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2024/10/news_184i1.jpg" alt="" width="300" height="225" class="alignleft size-full wp-image-7983" />Halloween steht wieder vor der Tür und mein »Süßes sonst gibt’s Saures« ist dieses Jahr berghoch – das heißt, nicht unbedingt gigantisch, aber es findet in einer bergigen Umgebung statt. Hier oben gibt es keine Kinder (jedenfalls keine unter fünfzig) und erfreulich wenige, die Party machen, da an diesem Wochenende die Bevölkerung mit der Ankunft der Wochenendausflügler auf vielleicht dreißig angewachsen ist. Das ist gut so. Wie die Leser dieses Blogs wissen werden, habe ich in den letzten Monaten viele Partys mitgemacht, die meisten davon fanden in 11.000 Metern Höhe inmitten von Fremden statt, die mit den verschiedensten Krankheiten infiziert waren (hat hier einer Lust auf Ebola?), während wir in einer heulenden Todesfalle aus Stahl eingesperrt waren. Apropos Ebola, die Messagistas hier haben mich darauf hingewiesen, dass meine Kurzgeschichte von 2001, <em>Nach der Pest</em>, die mit einem Verweis auf Ebola beginnt, gerade so etwas wie ein trauriges Revival erlebt. Die Geschichte fängt so an: </p>
<blockquote><p>»Nach der Pest – eigentlich war es eine Mutation des Ebola-Virus, von Hand zu Hand und von Nase zu Nase übertragen wie eine banale Erkältung – war das Leben anders. Entspannter und überschwänglicher, einfach natürlicher. Die Hektik war vorbei, die Autobahnen waren frei von Staus bis rauf nach Sacramento, unser armer schrumpfender, ausgeplünderter Planet war auf einmal wieder groß und geheimnisvoll.« (Übersetzung des Zitats von Werner Richter).</p></blockquote>
<p>Ich will jetzt nicht bagatellisieren, was unsere verunsicherte Spezies quält und heimsucht, und ich fühle mit den Menschen in Westafrika, die durch den Zufall ihrer Geburt viel mehr betroffen sind als wir in der westlichen Welt, aber es ist doch so, dass wir alle zu ein und derselben Art gehören und miteinander verbunden sind, wie uns das Auftreten von Ebola in Texas und New York deutlich vor Augen geführt hat. Halloween macht uns in der Tat Angst.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Trotz dieser traurigen Erinnerung daran, dass wir alle miteinander sterblich sind, gehen wir weiterhin unseren Geschäften nach – was bleibt uns auch anderes übrig? Und was will ein Umweltschützer letztendlich mehr als Raum, unbewohnten Raum? Ich habe mit dieser Vorstellung in <a href="https://www.tcboyle.de/werke/ein-freund-der-erde/"><em>Ein Freund der Erde</em></a> und in verschiedenen Kurzgeschichten  wie z.B <em>In der Zone</em> gespielt, die in der Sperrzone um Tschernobyl herum angesiedelt ist, wo durch die Abwesenheit von Menschen die Tiere prächtig gedeihen. Für die nicht-menschlichen Bewohner dieses Planeten ist jeder Tag Halloween.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Was gibt’s Neues? Ich habe die dritte Woche dieses Monats an der University of Southern California verbracht, in meiner neuen Funktion als Writer in Residence, wo ich mich mit Studenten jeden Tag und den ganzen Tag über zu Einzelgesprächen getroffen und zwei Vorlesungen vor kleinen Gruppen gehalten habe (<em>Wiedererleben</em> und <em>Der Fünf-Pfund-Burrito</em>) und mich nach Kräften bemüht habe, mich an dem perfekten Wetter in L.A. zu erfreuen. An einem Abend traf ich mich zum Essen und Trinken im coolen-vielleicht-zu-coolen Ace Hotel am Broadway mit meiner Tochter, während  ein (mutmaßlicher) Obdachloser seinen Durchfall an der Heckklappe meines Autos hinterließ. Die Freuden des Stadtlebens. Hier oben in den Bergen passiert so etwas oft, aber hier ist eher irgendeine andere Säugetier- oder Vogelart dafür verantwortlich. Doch zurück zu diesem Burrito: Ich habe erfahren, dass <em>The Kenyon Review</em> ihn nächstes Jahr veröffentlichen wird. Zwischenzeitlich warte ich auf den Auszug aus <a href="https://www.tcboyle.de/werke/hart-auf-hart/"><em>Hart auf hart</em></a> in <em>Harper’s</em>, <em>Was Wasser wert ist</em> in <em>Narrative</em>, <em>Diebstahl und andere Sachen</em> im <em>Playboy</em> und <em>Die argentinische Ameise</em> in <em>McSweeny’s</em>, die kommen alle in Bälde, entweder im Dezember oder Anfang des nächsten Jahres.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Bis dahin setzt Eure Masken auf, zieht Eure Nicht-alltäglichen-Klamotten an und schleicht durch die Dunkelheit. Irgendjemand muss es ja tun.</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 31. Oktober 2014 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann. </span></p>
<hr />
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-31-10-2014/">What&#8217;s New? 31/10/2014</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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		<title>What&#8217;s New? 31/10/2013</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-31-10-2013/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 31 Oct 2013 22:51:01 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Jetzt sind wir also abermals – und auch noch so schnell – in diesem winzig kleinen Riss im Kalender angekommen, der meinen liebsten Feiertag darstellt. Wenn man wie ich in einer Siedlung in New York aufgewachsen ist, wo es jede Menge anderer Kinder gab, war Halloween eine Zeit, in der ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-31-10-2013/">What&#8217;s New? 31/10/2013</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
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<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2023/10/news_172i1.jpg" alt="" width="300" height="169" class="alignleft size-full wp-image-7297" />Jetzt sind wir also abermals – und auch noch so schnell – in diesem winzig kleinen Riss im Kalender angekommen, der meinen liebsten Feiertag darstellt. Wenn man wie ich in einer Siedlung in New York aufgewachsen ist, wo es jede Menge anderer Kinder gab, war Halloween eine Zeit, in der wir uns frei von allen uns einengenden Erwachsenensachen fühlten. Die Kleinen von heute, gegängelt auf Grund elterlicher Ängste vor den realen Monstern da draußen, werden nie erfahren, wie frei wir uns fühlten, wenn wir in unseren selbstgebastelten Kostümen in die schützende Dunkelheit hinausschlüpften, um in zufällig zusammengewürfelten Gruppen (also Gangs) von Tür zu Tür zu gehen, ohne Bürgersteige oder Straßenlaternen. Es war kalt. Oft regnete es. Unsere Zähne taten weh, und der Zahnarzt rieb sich vor Entzücken die Hände. Aber trotz alledem war es pure Magie. Jetzt bin ich natürlich durch eine andere Art elterlicher Erwachsenenautorität (mich selbst) eingeengt, und anstatt durch die Nacht zu streifen, läuft es darauf hinaus, dass ich, Kinn in der Hand und auf meinen Ellbogen gestützt, in einer netten festlichen Bar berauschende Getränke konsumiere und die Welt einlade, zu mir hereinzukommen. Ich beklage mich nicht. Das macht Spaß. Aber auf einer Genuss-Skala von 1 bis 10, wobei 1 die höchste Stufe ist, kann das gerade mal eine 10 sein, verglichen mit den Nächten aus vergangenen Kindertagen. Was will ich damit sagen? »Des Mannes Vater ist das Kind / Und wärs ein Wunsch, der mir zusteht / Den Tagen sei, die mir noch sind / Ein einend Band die schlichte Pietät.« Und weiter: »Es gab die Zeit, da Wiese, Fluss, des Waldes Saum / Auch wenn es ungewöhnlich nicht, was ich da konnte schaun / Gekleidet schien mir in ein Himmelslicht / In Glanz und Frische wie im Traum.« (Deutsch von Dietrich H. Fischer)<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Hört ihr mich seufzen? Und William Wordsworth hat auch geseufzt.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Aber was ist mit Neuigkeiten? Die Neuigkeit ist, wie viele von Euch wissen werden, dass <a href="https://www.tcboyle.de/werke/t-c-boyle-stories-ii/"><em>T.C. Boyle Stories II</em></a> in diesem Monat erschienen ist und dass ich auf einer schön kurzen Amerika-Tour war, um die Menschen zu unterhalten und sie mit dieser prallen Sammlung all der Erzählungen bekannt zu machen, die ich seit dem Erscheinen von <a href="https://www.tcboyle.de/werke/t-c-boyle-stories/"><em>T.C. Boyle Stories</em></a> im Jahr 1998 geschrieben habe. Ich danke allen, die gekommen sind. Jeder meiner Auftritte hat riesengroßen Spaß gemacht. Das 92nd Street Y ist immer was ganz Besonderes, und so war es auch an dem Abend, als ich da auftrat; aber ich muss das New York State Writers‘ Institute in Albany und die kleine (vormalige) Kirche in Cold Springs als Höhepunkte hervorheben, nicht zu reden vom Z Theater in San Francisco, wo ich letztes Jahr bei der unglaublichen Aufführung des Word for Word Theaters von <em>Erbärmlicher Fugu</em> im Publikum saß. Wenn man unterwegs ist, gibt es natürlich immer Komplikationen, wobei das Hauptproblem die Unterwäsche ist, aber da das längste Stück, welches ich ohne Unterbrechung von zu Hause (und von Waschmaschine und Trockner) weg gewesen bin, eine Woche war, konnte ich einfach jeden Abend meine eigene Unterwäsche aufessen, bevor ich mich aufs Ohr legte. Probiert das mal aus, vielleicht mit ein bisschen scharfer Sriracha-Chilisauce. Ist auf jeden Fall besser als alles mit sich herumzuschleppen.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Na gut, jetzt wieder ernsthaft – oder zumindest aufrichtig. Ich wünsche Euch das Allerbeste für diesen Tag, den Abend und die schaurig-schöne Nacht. Alle bereit für die Party?</p>
<p>P.S. Vergleicht bitte mal das Foto hier mit dem vom letzten Jahr (<a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-31-10-2012/">What’s New vom 31. Oktober 2012</a>) und genießt auch die kleine Geschichte <a href="https://www.tcboyle.de/leber-und-zwiebeln/"><em>Leber und Zwiebeln</em></a>.</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 31. Oktober 2013 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann. </span></p>
<hr/>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-31-10-2013/">What&#8217;s New? 31/10/2013</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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		<title>What&#8217;s New? 31/10/2012</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-31-10-2012/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Oct 2012 22:13:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[What's New?]]></category>
		<category><![CDATA[Financial Times]]></category>
		<category><![CDATA[Ghost Village Road]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Und so naht meint Lieblingsfeiertag wieder einmal. Ich habe vor, mir die Festivitäten unten im Dorf anzusehen, wo aus der Coast Village Road für einen Tag die »Ghost Village Road« wird, und im Sonnenlicht des Spätnachmittags zu baden, während die Knirpse in ihren ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-31-10-2012/">What&#8217;s New? 31/10/2012</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Sabine Anders</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2022/10/news_160i1.jpg" alt="" width="300" height="171" class="alignleft size-full wp-image-6850" />Und so naht meint Lieblingsfeiertag wieder einmal. Ich habe vor, mir die Festivitäten unten im Dorf anzusehen, wo aus der Coast Village Road für einen Tag die »Ghost Village Road« wird, und im Sonnenlicht des Spätnachmittags zu baden, während die Knirpse in ihren Insignien vorbeiwanken, und dann etwas wirklich Wildes zu unternehmen, zum Beispiel zu einer weiteren Kneipe humpeln, einen Bissen zu essen finden und mit Frau Boyle nach Hause fahren, um das Feuer zu schüren, Süßigkeiten zu verteilen und abgedroschene, alte Schwarz-Weiß-Horrorfilme auf TCM anzusehen (»Es lebt!«). Ich wünsche Euch allen das Beste zu diesem Anlass, vor allem Euch von der Ostküste, die, nehme ich an, erst jetzt vor dem großen Sturm flüchten. Wir hier an der anderen Küste machen Halloween ganz schön auf, aber es ist kein Vergleich zu dem, was in New York und New England oder sogar im mittleren Westen vor sich geht (wo ich fünfeinhalb Jahre als Doktorand an der Universität von Iowa gewohnt habe). Ich sehne mich nach dem kalten Cidre, den pulverartigen Donuts (ja, es gibt sie hier auch, aber es ist nicht dasselbe), den herabfallenden Blättern, dem Rauch der Laubfeuer, der Kälte, die nach der Dunkelheit einsetzt. Als ich ein Kind in den Vororten von New York war und in den Emery Hill Gardens aufwuchs, außerhalb von Peekskill, war die Halloween-Nacht für uns alle eine Zeit, um frei herum zu streifen, ohne Aufsicht der Eltern, in einer Gegend, die ziemlich sicher war, oder so sicher, wie man es in einer vom launigen Zufall regierten Welt erwarten kann. Ich liebte das Gefühl des Abenteuers, der Freiheit, der Möglichkeiten, die in der Nachtluft lagen. Ich erinnere mich an ein Halloween&#8230; aber ich denke, ich werde einfach einen kleinen Essay anhängen, den ich vor ein paar Jahren über Mahlzeiten in meiner Kindheit geschrieben habe, ein Essay, der genau dieses Halloween erwähnt, also lest unten weiter, wenn ihr mehr erfahren wollt.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Was meine Neuigkeiten betrifft, so ist die größte, dass ich endlich von der anstrengenden Lesereise für <a href="https://www.tcboyle.de/werke/san-miguel/"><em>San Miguel</em></a> zurück bin, die mich von Zeitzone zu Zeitzone springen ließ und mich zwang, mich von einem Flughafen zum nächsten zu schleppen (ganz zu schweigen von den endlosen Fahrten in Autos und Zügen) hier und im Ausland. Die Tour lief gut, alles in allem, und es hat Spaß gemacht, all jene von Euch zu unterhalten und zu treffen, die gekommen sind. Die Reaktionen auf das Buch waren zum Großteil ziemlich gut, die meisten Kritiker – und Fans – wissen zu schätzen, was ich getan habe, indem ich eine Erzählung versucht habe, die so sehr von meinen früheren Büchern abweicht. Ich konnte nur ein paar von ihnen überfliegen, weil ich solange nicht zu Hause war und keine E-Mails lesen konnte, aber ein paar habe ich gelesen. Meine liebste Rezension? Nicht nur von diesem Buch, sondern aller Zeiten? Die ist letzte Woche in der Londoner <em>Financial Times</em> erschienen und wurde von Lionel Shriver geschrieben. Er lobte das Buch, und aus den richtigen Gründen, was sehr zufriedenstellend war. Und was noch besser war, er endete seine Rezension so: »Schlaue Zeitungsleser nehmen oft an, dass Schriftsteller sich alle untereinander kennen und dass das Rezensionswesen korrupt ist – dass die Lobeshymnen Vetternwirtschaft sind und die Verrisse Rache. Lasst und deshalb Klartext reden: Ich habe T. C. Boyle noch nie getroffen. Außerdem ist das hier nicht wirklich eine Rezension. Es ist ein Liebesbrief.«<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Könnt Ihr Euch vorstellen, dass Willa Frank das geschrieben haben könnte?<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Jedenfalls ist alles gut. Wir leben noch, zumindest die meisten von uns. Wir schreiben gerne, wir lesen gerne, wir lieben gerne. Halloween liegt in der Luft. Was kann man daran nicht mögen?</p>
<p>P.S. Ich habe meinem Lektor gestern das Manuskript von <a href="https://www.tcboyle.de/werke/t-c-boyle-stories-ii/"><em>T.C. Boyle Stories II</em></a> zurückgegeben, also kann es jetzt vom Drucker gesetzt werden und weiter an den Korrekturleser gehen. Paul Slovak – mein Lektor – sagt mir, dass Viking nächsten Oktober als Erscheinungsdatum plant, also hoffe ich, dass wir nächstes Halloween auch etwas zu feiern haben.</p>
<p><a href="https://www.tcboyle.de/leber-und-zwiebeln/">Zum Essay: Leber und Zwiebeln</a></p>
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<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 31. Oktober 2012 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Sabine Anders.</span></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-31-10-2012/">What&#8217;s New? 31/10/2012</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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