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	<title>Thanksgiving Archive - www.tcboyle.de</title>
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	<title>Thanksgiving Archive - www.tcboyle.de</title>
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		<title>What&#8217;s New? 07/12/2025</title>
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		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Dec 2025 22:50:31 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die gute Nachricht für mich, den erschöpften, vom Jetlag geplagten Reisenden, ist, dass ich mich jetzt wieder meinem nächsten Roman widmen kann. Die Deutschland-(und Österreich-)Tour für <em>No Way Home</em> dauerte fast drei Wochen, und auch zwei Tage nach meiner Rückkehr habe ich noch ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-07-12-2025/">What&#8217;s New? 07/12/2025</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2025/12/news_311i1.jpg" alt="" width="300" height="300" class="alignleft size-full wp-image-8481" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2025/12/news_311i1.jpg 300w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2025/12/news_311i1-150x150.jpg 150w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Die gute Nachricht für mich, den erschöpften, vom Jetlag geplagten Reisenden, ist, dass ich mich jetzt wieder meinem nächsten Roman widmen kann. Die Deutschland-(und Österreich-)Tour für <a href="https://www.tcboyle.de/werke/no-way-home/"><em>No Way Home</em></a> dauerte fast drei Wochen, und auch zwei Tage nach meiner Rückkehr habe ich noch Schwierigkeiten, mich wieder in der Realität zurechtzufinden. Natürlich gleicht der Kampf gegen das Chaos hier in diesem Haus dem Sturz von einem sinkenden Schiff in eisiges, wirbelndes Wasser, sodass allein schon dieser Kampf mich aus dem Zombie-Zustand gerissen hat, in dem ich mich auf Grund der Erschöpfung durch die Tour befand. (Wie jetzt, kein Zimmerservice? Kein »das Frühstück«, das wie ein Festessen angerichtet ist? Und was sollen die ganzen zerknitterten Anziehsachen in den Ecken und die Hunde- und Katzenhaare, die überall verteilt sind wie eine Moräne aus Keratin? Räumt hier denn keiner auf? Muss ich mir meinen Bagel ganz alleine herauskramen? Und ihn aufschneiden, toasten, mit Frischkäse bestreichen? Meinen Mund selbst aufmachen? Meine Zähne selbst in Bewegung versetzen?)<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Nein, nein, nein, alles ist gut. Jetzt im Moment, während ich diese Mitteilung für Euch verfasse, sorgt die Hündin wie gewohnt für meine Gemütsverfassung (sie liegt ausgestreckt auf dem Teppich neben meinem Schreibtisch und schläft), genauso wie Toots and the Maytals mit <em>54-46 Was My Number</em>. Musik, Hund, eine starke Tasse Tee, Finger, die über die Tastatur tanzen – all das fängt an, mir wieder vertraut vorzukommen.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Uff!<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Das Beste bei alldem ist jedoch der Nachhall der Tournee, bei der ich mit einer Fülle von Liebe überschüttet wurde, von den Tausenden von Menschen, die zu den Lesungen gekommen waren, die wir mit mehreren fähigen Moderatoren und dem unvergleichlichen Ben Becker organisiert haben, der die deutschen Passagen mit seiner tiefen, einnehmenden Stimme bereichert hat. Und das alles wegen Literatur! Wir haben keine Filme gezeigt und keine Instrumente gespielt, und doch: Da waren wir und es war etwas ganz Besonderes, dort auf der Bühne zu stehen. Trotz gegenteiliger Anzeichen, insbesondere in meinem eigenen leidenden Land, sind Worte noch immer in der Lage, uns zu berühren. Den nächsten Roman werde ich natürlich auf jeden Fall schreiben, aber der Nachhall macht dies umso dringender. Ja, Freunde, ich hoffe, Euch Neues präsentieren zu können, wie es das Bestreben jedes Künstlers ist. Nächstes Jahr wird die neue Sammlung <em>The End Is Only A Beginning</em> erscheinen, deren letzte Geschichte (<em>The Pool</em>) Ende September in <em>The New Yorker</em> veröffentlicht wurde, sodass ich mich wieder in meinen neuen Roman stürzen kann. Wenn ich nur das Gefühl der Unwirklichkeit abschütteln könnte, das mich derzeit bedrückt.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Aber Deutschland und Österreich! Zu dieser Zeit des Jahres dort zu sein, hat etwas Magisches – der kalte Kuss des Winters, die Weihnachtsmärkte in Berlin, Düsseldorf und Frankfurt, die Landschaft, die sich hinter den Zugfenstern entfaltete wie eine filmische Erinnerung an meine Jugend im Staat New York; alles gut. Und was machte es da schon, dass Thanksgiving aus Käsesandwiches im Green Room bestand? Ich war genauso zufrieden, als wäre ich bei meiner Großmutter zu Hause und würde mich am offenen Kamin wärmen. Ich bin Euch allen wirklich unendlich dankbar, dass Ihr gekommen seid, um mir Hallo zu sagen, und dass Ihr es mir ermöglicht, in der Literatur, auch außerhalb der Seiten, in der wirklichen Welt, zu leben. Okay, wieder an die Arbeit. Frohe Weihnachten und allen eine gute Nacht.</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 07. Dezember 2025 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann.</span></p>
<hr>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-07-12-2025/">What&#8217;s New? 07/12/2025</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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		<title>What&#8217;s New? 21/11/2022</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-21-11-2022/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Nov 2022 22:28:16 +0000</pubDate>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-21-11-2022/">What&#8217;s New? 21/11/2022</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2022/11/news_277i1.jpg" alt="" width="300" height="300" class="alignleft size-full wp-image-6876" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2022/11/news_277i1.jpg 300w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2022/11/news_277i1-150x150.jpg 150w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Vor zwei Wochen konnten wir uns hier über ein großes Wunder freuen: den ersten Regen seit dem 30. April. Jedes lebende Wesen atmete erleichtert auf. Heute hat die <em>L.A. Times</em> verkündet, dass die Feuer in dieser Saison, die jetzt fast vorbei ist, nicht so zerstörerisch waren, wie wir alle befürchtet hatten, aber es ist kein weiterer Regen angekündigt, und der Klimawandel hat die Saison so stark verlängert, dass die Berge jederzeit in Flammen stehen können, es sei denn, es regnet gerade. Dennoch bin ich erleichtert, zumindest im Moment, und was bleibt mir auch anderes übrig, wenn die Zukunft so erbarmungslos düster aussieht? (Siehe die Klimagespräche in Ägypten, und die Tatsache, dass nichts getan wurde, um die CO2-Emissionen zu senken.) Ich bin ein Grübler und ein Pessimist und ich beklage die Zerstörung der Umwelt und unseren zerbrechlichen Platz darin, wie Ihr in vielen meiner Romane und Erzählungen feststellen konntet (und wie Ihr auch in meinem neuen Roman, <a href="https://www.tcboyle.de/blue-skies-im-mai-2023/"><em>Blue Skies</em></a>, lesen könnt, der im Mai erscheint). Und dennoch, und dennoch &#8230; Wie ich höre, wird hier mehr Regen für irgendwann im Jahr 2027 erwartet &#8230; Mich dünkt, es wird Zeit, meine Erzählung über die Dürre noch mal zu lesen – <em>Was Wasser wert ist, weißt du (erst, wenn du keins mehr hast)</em> – Ihr findet sie in dem Band <a href="https://www.tcboyle.de/werke/sind-wir-nicht-menschen/"><em>Sind wir nicht Menschen</em></a>.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Was die Arbeit betrifft, so ist die erste der neuen Kurzgeschichten in der Ausgabe vom 7. November des <em>New Yorker</em> erschienen, und das war ein sehr erhebendes Gefühl, wie immer, wenn eine Geschichte gedruckt wird, aber ich will noch so viel mehr, zum Beispiel die neuen Geschichten auf Kopfkissenbezügen gedruckt oder über Euren Köpfen auf Flugzeugbannern flattern sehen &#8230; Apropos Verbreitung – ich habe meine Exemplare der Harper-Hörbuchversion von <em>I Walk Between the Raindrops</em> erhalten und habe mir angehört, wie verschiedene Schauspieler meine Figuren zum Leben erweckt und wie sie die Szenen erhellt haben, die sich zunächst in meinem Kopf abgespielt hatten, und mir haben die Ergebnisse sehr gut gefallen, besser als früher. Eine wirklich sehr schöne Besetzung. Und natürlich ist es immer heikel, seine eigenen Geschichten vorgelesen zu bekommen, weil sie dir so nah sind und du einen anderen Rhythmus und eine andere Betonung im Kopf hast. Inzwischen bin ich mir nicht sicher, ob ich noch eine sechste Geschichte aus dieser Schreibphase herausbekomme, und ich fange an, über die Recherche für den nächsten Roman nachzudenken. Doch mehr dazu beim nächsten Mal.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Bevor ich Euch Lebwohl sage, habe ich noch einen kleinen Leckerbissen für Euer Thanksgiving-Essen – meine Geschichte über die Probleme mit unserem Zuchtfleisch und das Abschlachten von unschuldigen Kreaturen auf Hedda Gablers Truthahnfarm. Sie heißt <a href="https://tcboyle.com/books/book_9e1.html" rel="noopener" target="_blank"><em>Fleischeslust</em></a>. Viel Vergnügen damit. Und seht zu, dass Ihr den Klumpen Fleisch mit einem guten, gekühlten Weißwein hinunterspült.</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 21. November 2022 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann.</span></p>
<hr>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-21-11-2022/">What&#8217;s New? 21/11/2022</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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		<item>
		<title>What&#8217;s New? 30/11/2021</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-30-11-2021/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Nov 2021 22:56:33 +0000</pubDate>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-30-11-2021/">What&#8217;s New? 30/11/2021</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2021/12/tcb-wn-301121.jpg" alt="" width="725" height="380" class="aligncenter size-full wp-image-6336" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2021/12/tcb-wn-301121.jpg 725w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2021/12/tcb-wn-301121-480x252.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 725px, 100vw" /></p>
<p>Neulich habe ich es runter bis an den Strand geschafft, wo ich mich durch den lockeren Sand kämpfen und etwas Treibholz für den Kamin sammeln konnte, als Vorbereitung auf die kalten Abende und Nächte, die da kommen werden. Warum ich das erwähne? Weil ich jetzt zum ersten Mal seit fast zwei Monaten wieder ohne Stützverband mobil und in der Lage bin, ein paar Stufen zu erklimmen, ohne mich wie ein Schimpanse bewegen zu müssen. Ich musste jedoch meine zweiwöchige Reise nach New York streichen, da ich noch nicht soweit bin, mich Meile um Meile durch Flughafenkorridore zu schleppen und in einem Sitz von der Größe eines Schuhkartons zu sitzen, mit zusammengefalteten Beinen und bis unters Kinn hochgezogenen Knien. Frau B. wird, in Begleitung ihrer Schwester, ohne mich verreisen. Währendessen mache ich das, was ich immer mache – ich verbringe meine Tage auf die ewig gleiche Weise: über meiner Tastatur träumen, in natürlicher und auch in unnatürlicher Umgebung umherhumpeln (ich hoffe, eine Pilgerwanderung zu meiner Lieblingsbar unternehmen zu können, ein Fußmarsch von einer Meile, kein Gedanke an die Meile für den Rückweg, meistens krieche ich sowieso nur).<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Wo wir jetzt diese kleine Sache überstanden haben, hier ein paar Neuigkeiten aus dem nicht-orthopädischen Bereich. Erstens hatte ich Gelegenheit zu beobachten, dass die Feiertage schon begonnen haben, während die Erde wirbelnd um die Sonne kreist, ob wir es bemerken oder nicht. Thanksgiving, das große Fest für Fleischfresser (siehe meine Geschichte <a href="https://www.tcboyle.de/werke/fleischeslust/"><em>Fleischeslust</em></a>) hat dieses Jahr sehr viel Spaß gemacht, da ich es nicht hier, hinter einem Berg verkrusteter Küchengeräte, verklebter Teller und eingebrannter Pfannen verbracht habe, und ich nicht Soße, Blut und Spucke von der Wand wischen musste; sondern wir waren bei meiner Schwägerin, wo alles, was man von mir erwartete, das Einschenken von Sekt war, und das Herumtollen auf dem Fußboden mit Kindern und Hunden. Zweitens habe ich meinen Frieden mit der Tatsache gemacht, dass es hier zu meinen Lebzeiten nie mehr regnen wird (der Wetterbericht sagt, es könne doch ein kleines bisschen Regen geben, so um Ende Dezember 2030 herum), und das hat mir erlaubt, das Licht willkommen zu heißen und der Sonne ihre unbarmherzige Grausamkeit wenn schon nicht zu vergeben, so doch sie zu tolerieren. Wir haben Spätherbst. Die Temperatur liegt morgens im einstelligen Celsiusbereich, und abends sitze ich am Kaminfeuer, höre Musik und lese, und wenn ich meine Tage in alten Klamotten frierend am Schreibtisch verbringe, dann ist das nur das, was man erwartet. Charles Dickens würde das verstehen. Nennt es den Geist der Feiertage.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Was die Veröffentlichungen angeht: Impedimenta hat <em>Una libertad luminosa</em> (<a href="https://www.tcboyle.de/werke/das-licht/"><em>Das Licht</em></a>) in der Übersetzung von Jon Bilbao herausgebracht (mit dem Wahnsinns-Umschlagbild), und Grasset hat <em>Histoires de couples</em> veröffentlicht (sieben der zwölf Geschichten aus <em>The Relive Box</em>/<a href="https://www.tcboyle.de/werke/sind-wir-nicht-menschen/"><em>Sind wir nicht Menschen</em></a>) in der Übersetzung von Bernard Turle. Wie ich letzten Monat schon erwähnt habe wird <em>McSweeney’s</em> bald <em>Dog Lab</em> bringen, eine Geschichte aus der Zeit, nachdem ich <a href="https://www.tcboyle.de/werke/sprich-mit-mir/"><em>Sprich mit mir</em></a> fertig geschrieben hatte, womit sie das eine oder andere Thema gemeinsam hat, und <em>Esquire</em> wird meine Geschichte über die Anfänge der Pandemie, <em>The Thirteenth Day</em>, zu Anfang des nächsten Jahres veröffentlichen. Mittlerweile ist der Roman-in-Arbeit bei Seite 260 und strebt in den nächsten paar Monaten der Vollendung entgegen.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Sorgt das Dasein als Krüppel und das An-den-Schreibtisch-gefesselt-sein insofern für eine Art fieberhafter Produktivität, als diese die Langeweile und die Verzweiflung vertreibt? Ich schätze, das ist so, aber dann wiederum, ist das nicht in jedem Fall die Aufgabe von Kunst, auch zu Zeiten, in denen ich voll beweglich und stark bin? Und mal ehrlich, was soll ich denn sonst machen? Für ein politisches Amt kandidieren? Für die Meisterschaft im Eiskunstlaufen trainieren? Einen Bonbonladen aufmachen? Nee. Ich sitze einfach weiter hier. Und schreibe.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Ciao erstmal.</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 30. November 2021 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann.</span></p>
<hr>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-30-11-2021/">What&#8217;s New? 30/11/2021</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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		<title>What&#8217;s New? 24/11/2020</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-24-11-2020/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Nov 2020 18:20:16 +0000</pubDate>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-24-11-2020/">What&#8217;s New? 24/11/2020</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2020/11/news_253i1.jpg" alt="" width="300" height="300" class="alignleft size-full wp-image-5637" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2020/11/news_253i1.jpg 300w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2020/11/news_253i1-150x150.jpg 150w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Soweit ich mich erinnere, ist dies das wohl schlimmste Jahr von allen, doch nun, da Thanksgiving vor der Tür steht, sieht es endlich ein wenig besser aus. Der Impfstoff gegen COVID-19 ist bereit zum Einsatz, und im kommenden Monat werden diejenigen geimpft, die im Gesundheitsdienst in vorderster Reihe arbeiten (einschließlich Dr. Boyle der Jüngere, der gerade neun Tage mit 15-Stunden-Schichten in seinem Krankenhaus in L.A. hinter sich hat), gefolgt von den am stärksten Gefährdeten, wozu die Älteren gehören, die am ehesten vom Tode bedroht sind. Und Trump hat die Wahl deutlich an ein tatsächliches menschliches Wesen verloren, und nach heutigem Stand scheint er seine schändlichen Versuche aufzugeben, sie anzufechten und unsere Demokratie zu unterminieren. Jawohl. Dafür bin ich sehr dankbar. Und so hängen wir hier herum und warten und warten und warten, aber jetzt endlich ist ein Ende in Sicht, das nicht notwendigerweise meine Ruhestätte zwei Meter unter der Erde mit einschließt. (»Ach, armer Yorick! Ich kannte ihn, Horatio, ein Bursche von unendlichem Humor, voll von den herrlichsten Einfällen.«) <em>(Übersetzt von August Wilhelm Schlegel, 1798)</em><br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Natürlich ist mir langweilig. Ich hoffe, bald rausgehen und mich wieder in die Gesellschaft integrieren zu können, gar nicht zu reden davon, mein Bühnenoutfit anzulegen und wieder zu T.C. Boyle zu werden. In der Zwischenzeit freue ich mich auf die Veröffentlichung von <a href="https://www.tcboyle.de/werke/sprich-mit-mir/"><em>Sprich mit mir</em></a> im nächsten Jahr und von <em>I Walk Between the Raindrops</em> im Jahr darauf, und außerdem habe ich mit dem ersten Kapitel des nächsten Romans angefangen. Meine Erzählung <em>These are the Circumstances</em> ist in der aktuellen Ausgabe von <em>The Kenyon Review</em> zu finden, und ich habe die Korrekturfahnen von <em>The Shape of a Teardrop</em> erhalten, welches im <em>New Yorker</em> gleich nach Neujahr erscheinen wird. Unsere Thanksgiving-Feier findet, trauriger- und notwendigerweise, ohne einige unserer liebsten Freundinnen und Freunde statt, aber wir fünf – Frau B. und ich, meine Tochter, ihr Ehemann und deren einjähriges Kind – werden nach besten Kräften feiern und dem dumm dreinblickenden Universum dafür danken, dass er uns ein weiteres Jahr verschont hat.</p>
<p>P.S. Ein kleines <a href="https://genius.com/T-coraghessan-boyle-carnal-knowledge-annotated" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Thanksgiving-Geschenk für Euch</a>.</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 24. November 2020 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann.</span></p>
<hr/>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>What&#8217;s New? 28/11/2019</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-28-11-2019/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Nov 2019 12:20:51 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
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<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2019/12/tcb-de-wn-11-2019.jpg" alt="" width="725" height="380" class="aligncenter size-full wp-image-2991" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2019/12/tcb-de-wn-11-2019.jpg 725w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2019/12/tcb-de-wn-11-2019-480x252.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 725px, 100vw" /></p>
<p>Das war für mich ein merkwürdiger Monat, hoch dort oben in himmlischen Gefilden über Euch alle auf dem nordamerikanischen Kontinent hinwegzufliegen, erst von Santa Barbara nach New York, dann von New York nach Gambier, Ohio, dann zurück nach Kalifornien, und zwei Tage später bin ich wieder zur Ostküste gedüst, diesmal nach Miami. Die Flüge waren &#8230; na ja, eben Flüge, und ich werd&#8216; mich nicht über die Inkompetenz der Fluggesellschaften beschweren oder darüber, dass wir wie Rindfleischlieferanten zusammengetrieben und -gequetscht werden, oder dass wir den Fluggesellschaften auf Gedeih und Verderb ausgeliefert sind (Dir gefällt das nicht, wie wir Dich behandeln? Okay, dann geh&#8216; doch zu Fuß nach Cleveland. Oder nach Boise. Oder nach Saskatchewan.)<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Ich hatte die Ehre, den Kenyon-Review-Preis in New York City in Empfang zu nehmen und freute mich sehr, dann zwei Tage später mit den Studenten am Kenyon College abzuhängen, obwohl der Ort definitiv in der Arktis lag. (Als ich damals an die Westküste zog, nach Los Angeles, fand ich es lachhaft, als ich in meinem ersten Nichtwinter-Winter die Leute in Parkas sah, bei 13 Grad Celsius; heute gehöre ich auch zu denen.) In Gambier war es minus sechs Grad, und dazu ein ordentlicher steifer Wind, der mich zum Tanzen brachte. Glücklicherweise hat mich schließlich ein halber Liter Guinness (oder zwei davon) in einem warmen Pub gerettet. Dann ging es zurück nach New York, um meinen Agenten und meine Verleger zu besuchen und um ein paar Tage frei zu haben, während derer ich ein kurzes Stück auf dem Appalachen-Weg wanderte, hin zu meinem bevorzugten (zugefrorenen) Teich, und die ganze Zeit zitterte ich vor Kälte. Schließlich, nachdem ich kurz nach Kalifornien zurückgekehrt war, um mich um Dinge zu kümmern, die ein Unglück drohen lassen, flog ich nach Miami zur Buchmesse.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Jetzt bin ich glücklich wieder zu Hause und zurück zu meiner Arbeit an <em>The Familiar</em>, das jetzt zu zwei Dritteln fertig ist &#8211;  auch wenn vor zwei Tagen in den Bergen Feuer ausgebrochen ist. Wenn Ihr wissen wollt, wie sich das anfühlt, lest <a href="https://www.newyorker.com/culture/cultural-comment/after-the-mudslides-an-absence-in-montecito" rel="noopener noreferrer" target="_blank">meinen Artikel von 2017 im New Yorker</a> über die Katastrophe hier in Montecito (um es kurz zu machen, es fühlt sich nicht sehr wohlig an; ich würde jederzeit die Kälte dem Feuer vorziehen). Aber, aber, aber &#8230; das Wunder geschah, und wir hatten den ersten Regen in diesem Winter, der das Fortschreiten des Feuers zurückdrängte. Was soll ich weiter sagen, außer: Happy Thanksgiving?</p>
<p>P.S. Ich glaube wirklich, es wird Zeit, dass alle guten Amerikaner noch mal meine fröhliche Erntedankfest-Geschichte lesen, <em>Carnal Knowledge</em>. Viel Spaß.</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 28. November 2019 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann. Foto: T.C. Boyle.</span></p>
<hr/>
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		<title>What&#8217;s New? 26/11/2015</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-26-11-2015/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Nov 2015 22:22:20 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist ruhig auf der alten Hacienda, und das ist für mich total in Ordnung. Kurz nach Halloween bin ich aus den Bergen heruntergekommen (es hatte zum ersten Mal ordentlich geschneit), und seitdem hab ich mich durch ein paar herrlich gelassene Tage treiben lassen. </p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2025/12/news_197i1.jpg" alt="" width="300" height="300" class="alignleft size-full wp-image-8463" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2025/12/news_197i1.jpg 300w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2025/12/news_197i1-150x150.jpg 150w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Es ist ruhig auf der alten Hacienda, und das ist für mich total in Ordnung. Kurz nach Halloween bin ich aus den Bergen heruntergekommen (es hatte zum ersten Mal ordentlich geschneit), und seitdem hab ich mich durch ein paar herrlich gelassene Tage treiben lassen. Meine Reise nach Austin zur Lesung an der University of Texas hat Spaß gemacht, ein Tag für die Anreise, ein Tag für den Auftritt, um alte Freunde zu treffen und mein Archiv im Ransom Center zu besuchen, ein Tag zum Zurücksausen. Ausnahmsweise zeigten die Fluggesellschaften ein wenig Nachsicht mit mir und hielten ihren üblichen Sack voller Tricks unter Verschluss, so dass die Flüge, wenn sie schon nicht angenehm zu nennen waren, so doch wenigstens ein kleines bisschen weniger qualvoll als sonst waren (keine Verspätungen, keine Annullierungen, keine Leibesvisitationen, keine Hinterzimmer oder Gummischläuche). Nach der Wahnsinnshektik während der ersten Hälfte dieses Jahres mit der Nonstop-Tournee und dem darauffolgenden nervenaufreibenden Endspurt, um <a href="https://www.tcboyle.de/werke/die-terranauten/"><em>Die Terranauten</em></a> fertigzubekommen, begrüße ich die Auszeit, obwohl ich zugeben muss, dass ich Schwierigkeiten habe, mir vorzustellen, was ich mit dem Rest meines Lebens anfangen soll. Ja, ja, ich sammle natürlich Ideen für Geschichten in der Hoffnung, dass es irgendwann »Klick« macht, aber bis dahin habe ich beschlossen, mein Leben dem Trinken am Vormittag, dem Flirten mit Cocktail-Kellnerinnen am Nachmittag und dem Glücksspiel am Abend zu widmen. Ich kann Euch sagen, es funktioniert. Und es macht eine Menge mehr Spaß als zu meditieren.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Was Neuigkeiten betrifft: Seit Milo meinen Twitter-Account in diese Seiten integriert hat, könnt Ihr alle den berauschenden, temporeichen Verlauf meines glamourösen Literatenlebens in Echtzeit verfolgen, obwohl es natürlich dadurch limitiert ist, dass wir aufgrund des begrenzten Platzes nicht wirklich in eine tiefgehende (oder noch nicht mal oberflächliche) Diskussion einsteigen können. Und hier kommen glücklicherweise die Messagistas auf dieser Website ins Spiel, und jawohl, wir versuchen die automatische Sperre zu umgehen, die neue Messagistas seit einigen Monaten daran gehindert hat, sich anzumelden. Meine guten Roboter befinden sich gerade im Krieg mit den Pornbots, die uns überschwemmen, sobald die Kontrollen ein wenig nachlassen. Ich zähle auf meine Technik-Truppe (Milo und Frau B.), die bald einen zufriedenstellenden Mittelweg finden werden. Darüber hinaus gibt es diesen Monat vor allem Neuigkeiten an der Filmfront. Ich habe erfahren, dass amazon vorhat, eine Kabelserie aus meinem zweiten Roman, <a href="https://www.tcboyle.de/budding-prospects/"><em>Grün ist die Hoffnung</em></a>, zu machen, und das Condé-Nast Entertainment weiter an seinen Plänen für einen Spielfilm von <em>Wiedererleben</em> arbeitet. Ich wünschen ihnen viel Erfolg. Genauso wie Robert Marciniak, der eine Verfilmung meines ersten Romans, <a href="https://www.tcboyle.de/werke/wassermusik/"><em>Wassermusik</em></a>, entwickelt. Dazu kommt, dass <em>Die Terranauten</em> vorweg schon mal einige Aufregung verursacht, obwohl es erst nach den Feiertagen herauskommen wird. Auch das werden wir dann sehen.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Aber jetzt zurück zum Wesentlichen. Ich schreibe diesen Bericht an Thanksgiving, Frau B. ist mit Vorbereitungen beschäftigt, ich werde als Küchenhilfe fungieren, eine Menge Gäste wird erwartet, der Hund wird sich überfressen und sich in irgendeinem geheimen Hundewinkel des Hauses übergeben. Wie es sich gehört. Alles ist gut und der Feiertag schreitet voran. Und doch, wenn ich an diese Vögel denke, diese Truthähne, diese Geschöpfe, dazu bestimmt, in den tropfnassen herbstlichen Wäldern zu leben statt im Stall, im Käfig und im Schlachthof, zitiere ich Euch die ersten Zeilen von <a href="https://www.tcboyle.de/werke/fleischeslust/"><em>Fleischeslust</em></a>:</p>
<blockquote><p><em>Über Fleisch hatte ich mir nie viel Gedanken gemacht. Es war einfach da, im Supermarkt, in der Plastikfolie; es steckte zwischen Sandwichscheiben mit Mayo und Senf und Gewürzgurken; es rauchte und spritzte auf dem Grill, bis jemand es umdrehte, und dann lag es auf dem Teller, zwischen der Kartoffel in Alufolie und den Karottenstreifen, sauber eingeschnitten und in einer Pfütze aus rotem Saft. Rind, Lamm, Schwein, Wild, triefende Hamburger und saftige Rippchen – es war mir alles einerlei, es war eben Essen, der Brennstoff des Körpers, etwas, das man kurz mit der Zunge kostete, ehe das Verdauungssystem sich darüber hermachte. Was nicht heißen soll, dass mir die damit einhergehenden Implikationen völlig unklar gewesen wären.</em> (Deutsch von Werner Richter)</p></blockquote>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Nun, damit ist alles gesagt, oder? Zeit, sich in die Küche und dann ins Esszimmer zu begeben, Zeit, das Glass zu heben und ein bisschen Dankbarkeit für den Überfluss zu empfinden, den dieses Leben den Glücklichsten unserer Spezies beschert, und zu denen ich mich selbst zähle. Guten Appetit!</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 26. November 2015 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann. </span></p>
<hr />
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-26-11-2015/">What&#8217;s New? 26/11/2015</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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		<title>What&#8217;s New? 23/11/2014</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-23-11-2014/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Nov 2014 22:22:26 +0000</pubDate>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-23-11-2014/">What&#8217;s New? 23/11/2014</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2024/11/news_185i1.jpg" alt="" width="300" height="300" class="alignleft size-full wp-image-8012" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2024/11/news_185i1.jpg 300w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2024/11/news_185i1-150x150.jpg 150w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Um diese Zeit, um Thanksgiving herum, bin ich für vieles dankbar, aber jetzt gerade vor allem dafür, dass mein Herumreisen für dieses Jahr endlich zu Ende ist. Ich bin gestern am späten Nachmittag aus New York zurückgekommen, wo ich auf der Bühne des Symphony Space auf der Veranstaltung Selected Shorts ein paar Worte sagte, um die diesjährigen <em>Best American Short Stories</em> zu würdigen, die von Jennifer Egan herausgegeben wurden, die auch den Abend moderiert hat. Ich schlich mich dann zurück ins Publikum, um Dylan Bakers lebendige und höchst unterhaltsame Lesung meiner Kurzgeschichte <em>Die Nacht des Satelliten</em> zu erleben. Danach nahm ich an einer Party zu Ehren dieser Veranstaltung teil und hatte das große Vergnügen, nachts durch die Straßen der Upper West Side zu spazieren, bei heftigen Windböen und Celsius-Temperaturen im einstelligen Minusbereich. Am darauffolgenden Nachmittag machte ich einen kleinen Bummel von der West 79th Street zu meinem Agenten in der East 57th Street und durchquerte den Central Park, um zu genießen, wie plötzlich der Herbst in den Winter übergegangen war. Und ja, ja, ja, ich wünschte wirklich, ich wäre oben in Buffalo, um mich an den zwei Metern Schnee, die dort fielen, zu erfreuen, aber es sollte nicht sein. Nicht auf dieser Reise.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Ich fand jedoch die Zeit, hinüber zum Natural History Museum zu spazieren und in Erinnerungen an die vielen Schulausflüge zu schwelgen, die wir dorthin unternahmen, als ich auf der Toddville-Grundschule war, die an der Route 202 lag, knapp außerhalb der Kleinstadt am Hudson, die in meinen Büchern Peterskill getauft habe. Im Museum besuchte ich die Show im Hayden Planetarium, einem wahrhaft magischen Ort. Hier lag der Schwerpunkt auf der Entstehung des Universums und der dunklen Materie, die alles zusammenhält, und wenn ich beim Eintritt etwas unsicher über meinen (unseren) Platz im Universum war, so fühlte ich mich beim Herauskommen so völlig unbedeutend, als wäre ich unter dem Stiefelabsatz der Ewigkeit zertreten worden. Mein Vorschlag an die Leitung? Haltet draußen ein Team von Priestern, Pastoren, Rabbis. Mullahs und Psychiatern bereit, die uns einen kleinen Einblick in das geben, was der Sinn von allem  ist, und warum wir uns überhaupt die Mühe machen sollten weiterzuleben. Sagt mir doch noch mal: Was tun wir eigentlich hier?<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Gut jetzt, genug der Ontologie, nicht zu reden von Klage und Mutlosigkeit. Was den Sinn  – und andere Freuden – angeht, in der Woche vor New York war ich für die Feinarbeit an den Recherchen für <a href="https://www.tcboyle.de/werke/die-terranauten/"><em>Die Terranauten</em></a> in Tucson und Umgebung, ich nähere mich gerade der hundertsten Seite, und werde vermutlich irgendwo zwischen drei- und vierhundert landen. Dort, da draußen in der Wüste, begegnete ich zum ersten Mal einer Lebensform, die, wie ich mir vorstellen kann, nicht die ganze Zeit über dunkle Materie und die eigene Bedeutungslosigkeit im großen Plan nachgrübelt: dem Javelina (Nabelschwein oder Pekari). Bräunlich, mit langer Schnauze, so groß wie ein mittelgroßer Hund. Mit kleinen schwarzen Hufen, drahtigem Haar, entzündeten Augen. Es waren drei oder vier. Sie stießen Schreie aus, wühlten ein wenig im Dreck herum und verschwanden in einer Staubwolke. Ich konnte das nachvollziehen. Wieso sollte das plötzliche Auftauchen zweier großer fleischfressender Affen (Frau Boyle war bei mir) auch nicht den selbsterhaltenden Fluchtimpuls auslösen? Wenn man ein Geschöpf auf diesem Planeten ist, das zufällig gut schmeckt, musst du verzehrmäßig auf das Schlimmste gefasst sein.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Eine Woche davor war ich auf meinem Berg in den Sierras, um zu schreiben und mich in den Wäldern zu tummeln. Es gab den ersten Schnee dieses Jahres, eine winzige Staubschicht von zwanzig Zentimetern, über die die Leute aus Buffalo nur gelacht hätten, aber es war besser als nichts. Dem Teich, der in dem Zeitraum zwischen meinem <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-30-06-2014/">Blog-Eintrag vom 30. Juni</a> und meinem erneuten Besuch zu Anfang dieses Monats komplett verschwunden war, half das trotzdem nicht. Tschüss, ihr Fische, macht’s gut, ihr Frösche. Viel Spaß mit der unfruchtbaren Erde, ihr Libellen und Stechmücken. Es wird interessant zu beobachten, wie es den aquatischen und amphibischen Geschöpfen ergeht, wenn der Teich sich über den Winter wieder füllt – falls er das tut. Ich nehme an, es gab in der Vergangenheit unzählige Zyklen von Nässe und Trockenheit, und die einheimischen Arten haben die Fähigkeit erworben, ihre Bestände zu regenieren, wenn die Bedingungen es zulassen. Trotzdem ist es für mich ein ästhetischer Verlust, wenn der Teich austrocknet; für die Tiere bedeutet es den Tod.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Die gute Nachricht ist, dass der Berg bleibt, wenigstens solange, bis Wind und Regen ihn zu Staub zermahlen haben. Das wird noch eine ganze Weile dauern, und das ist auch gut so. Bis dahin habe ich Zeit, ein wenig auszuruhen. Meine abgetragenen Reisetaschen, werden bis Mitte Februar im Schrank stehen, wenn die Deutschland-Tournee für <a href="https://www.tcboyle.de/werke/hart-auf-hart/"><em>Hart auf hart</em></a> ansteht, nach der dann die ausgedehnte Amerika-Tour erst richtig beginnt. Jetzt aber muss ich überlegen, ob ich zurück auf den Berg gehe, und mir steht ausgiebiges Lesen und Schreiben bevor – das bedeutet, die nächsten mehr als zwei Monate werde ich wohl exakt das Leben leben, das dieses großartige und sich wie verrückt ausdehnende Universum für mich vorgesehen hat.</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 23. November 2014 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann. </span></p>
<hr />
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-23-11-2014/">What&#8217;s New? 23/11/2014</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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		<title>What&#8217;s New? 20/11/2012</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-20-11-2012/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Nov 2012 22:32:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[What's New?]]></category>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-20-11-2012/">What&#8217;s New? 20/11/2012</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Sabine Anders</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2022/11/news_161i1.jpg" alt="" width="300" height="153" class="alignleft size-full wp-image-6869" />Friedliche Zeiten, meine Freunde, zumindest für mich und dieses knarzende alte rattenverseuchte Haus (obschon ich höre, dass es in anderen Teilen der Welt nicht ganz so friedlich zugeht – wie Gaza, Afghanistan und Mexiko, um einige zu nennen). Vorletzte Woche, nach einem Auftritt im Performing Arts Center in Thousand Oaks, wo <a href="https://www.tcboyle.de/werke/wenn-das-schlachten-vorbei-ist/"><em>Wenn das Schlachten vorbei ist</em></a> die Gemeindelektüre war, habe ich mein wöchentliches Arbeitspensum an der USC in meiner neuen Funktion als Gastautor geleistet – ungefähr fünfundvierzig Studenten, sowohl aus dem Grund- als auch dem Aufbaustudium, reichten Manuskripte ein, und ich habe mich mit jedem von ihnen getroffen, auf eine produktive Weise, hoffe ich. Ich kam am Sonntag dort an und reiste am Freitag ab und war schon geneigt, in Erinnerungen an die tausend Pendelfahrten zu Stoßzeiten in der Vergangenheit zu schwelgen. Nachts ruhte mein Haupt auf einem Kissen im Radisson Hotel gegenüber des Figuera Boulevard der Universität, und das war, ich weiß nicht wie, erholsam, denke ich. Doch es ist besser, ein bisschen zu Hause zu sein und über dem nächsten Roman zu brüten, Notizen durchzublättern, im Regen spazieren zu gehen (ja, wundersamerweise habe ich erst gestern zum ersten Mal seit letztem Winter Wasser in seinem natürlichen Zustand gesehen, wenn man von meiner Woche in London absieht, wo der Regen weniger hartnäckig als einfach nur Dauerregen war), und mich die ganze Zeit dazu zu bringen, in einem Monat oder so mit dem eigentlichen Schreiben anzufangen. Letzte Nacht gab es einen Drink bei Lucy’s, dann ab nach Hause zu einer heißen, von Frau Boyle gekochten Hühnersuppe und gemütlichem Liegen vorm Kamin mit einem Buch in der Hand, während mir mein guter Freund Party Shuffle eine gleichmäßige und abwechslungsreiche Dosis meiner Lieblingsmusik verabreichte.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;All das bedeutet, dass ich zur Zeit suizidal bin, da ich nicht wirklich schreibe, während David Quammens <em>Spillover</em> (über zwischen uns und den anderen Tieren übertragbare Mikroben) in meinem Gehirn dröhnt und ich gleichzeitig wieder einmal darüber nachdachte, wie unbedeutend wir im großen (oder nicht so großen) Plan der Dinge sind, während ich Alan Lightmans Text (<em>Unser Platz im Universum</em>) im neuen <em>Harper’s</em> durchlese und mich an einer von Mackern ins Leben gerufenen Diskussion auf der Internetseite beteilige, die sich mit dem Ende von San Miguel beschäftigt, nämlich »Ist wirklich alles umsonst?« Entspann dich, sage ich mir. Hab Spaß. Du hast es verdient. Philip Roth geht in Rente. <a href="https://www.tcboyle.de/werke/t-c-boyle-stories-ii/"><em>T.C. Boyle Stories II</em></a> ist fertig und wird, noch während ich schreibe, in Druckfahnen für die Veröffentlichung nächsten Oktober verwandelt. Und doch, so viel Spaß Recherche auch macht, kann ich mich nicht wirklich ganz fühlen, wenn ich nicht tatsächlich mitten im Schaffensprozess begriffen bin. Alles zu seiner Zeit, sage ich mir. Lass es reifen.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Ich werde Euch garantiert wissen lassen, wohin das alles geführt hat.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Bis dahin wünsche ich all jenen in den USA, die Thanksgiving feiern, eine gute Ernte. Ich habe noch nichts vor, aber ich vermute, dass ich sehr viel kochen, dezimieren und schließlich die Trümmer aufräumen werde, genau wie das irische Dienstmädchen, das ich in einem anderen Leben gewesen sein muss. Kümmert Euch um Freude, Glück im Überfluss und Produktivität im Schatten der großen Nichtigkeit. Und, bevor ich es vergesse, um meine neue Geschichte, <em>Sic Transit</em>, über genau diese Themen. Sie wird in einer künftigen Ausgabe von <em>Harper&#8217;s</em> erscheinen.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Adieu, alle.</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 20. November 2012 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Sabine Anders.</span></p>
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		<title>What&#8217;s New? 24/11/2011</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-24-11-2011/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Nov 2011 22:33:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[What's New?]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Sabine Anders</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2021/11/news_149i1.jpg" alt="" width="300" height="225" class="alignleft size-full wp-image-6323" />Und wenn ich dieser Aktualisierung meiner Neuigkeiten einen Titel geben würde, müsste ich sie »die Glück gehabt am Leben zu sein und zu tippen«-Ausgabe nennen. Warum? Nun ja, wie schon viele andere vor mir, hätte ich ganz knapp mein Leben verloren bei dem Versuch, dem Schneesturm zu entfliehen, der den Berg am frühen Sonntagmorgen erreicht hat. Wie jene wissen werden, die diesen Blog seit seinen Anfängen vor langer Zeit im Jahre 1999 verfolgen, verbringe ich eine Menge Zeit im Sequoia Nationalpark, zu jeder Jahreszeit, und der Winter ist die Jahreszeit, die ich am liebsten mag. Es gibt nichts Besseres als durch den Schnee zu stapfen und dann mit einem Buch neben dem Holzofen zu sitzen, während das Zeug vom Himmel fällt. Leider brach der Sturm nicht aus, bis ich für die Kurse am Montag wieder vom Berg runter musste. Als ich am Sonntag aufwachte, schneite es nur leicht, aber der Schneefall wurde stärker, während ich aufräumte und Dinge in das sehr solide Allradantriebfahrzeug warf, mit dem Gedanken, abzuhauen, solange es noch möglich war. Schön. Das war kein Problem. Ich rutschte direkt aus dem ungeräumten Parkplatz und holperte weiter, wobei ich nicht bemerkte (oder unterschätzte), dass die wenigen Zentimeter Neuschnee den gefrorenen Schneematsch vom vorherigen Nachmittag bedeckten – Glatteis, heißt das. Das Fahrzeug trieb also an der fiesesten der Kurven auf dem Weg bergab auf über 2.000 Meter Höhe oder so auf seinen vier Rädern quer über beide Spuren und kam auf einem sehr engen Seitenstreifen zum Stehen, nur Zentimeter von dem leitplankenlosen Abgrund entfernt. Zentimeter. Gut, da stand ein Baum, ungefähr eineinhalb Meter unter mir, aber in dem losgelösten Augenblick wusste ich nicht, ob das Fahrzeug ihn knapp verfehlen würde, wie in der Verfilmung von »Jurassic Park«, was bedeutet hätte, dass ich kopfüber in einen tiefen Abgrund gestürzt wäre. Es ist nicht passiert. In echt war alles, was ich tun musste, in den Gang 4-Low herunter zu schalten und mich dort hinaus zu wühlen. Die Moral von der Geschicht? Geht nie irgendwo hin aus keinem wie auch immer gearteten Grund.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Zu Hause warteten Neuigkeiten auf mich. Die scharfsinnigen Slowenen und Kroaten haben Übersetzungen von <a href="https://www.tcboyle.de/werke/die-frauen/"><em>Die Frauen</em></a> veröffentlicht (Zenske, übersetzt von Aleksandra Rekar, erschienen bei Modrijan; und Zene, übersetzt von Sofat Kuei, erschienen bei Fraktura), was mich riesig freut. Und dann habe ich von meinen amerikanischen und englischen Verlegern erfahren, dass sie <a href="https://www.tcboyle.de/werke/san-miguel/"><em>San Miguel</em></a> so gerne mögen, dass es in beiden Ländern kommenden Herbst erscheinen soll. Ausgezeichnete Neuigkeiten. Außer, dass das heißt, dass ich so ziemlich durchgehend auf Tour sein werde in einem, was sich abzeichnet, ziemlich anstrengendem Jahr. Da steht die zuvor erwähnte Tournee in den USA an mit <a href="https://www.tcboyle.de/werke/wenn-das-schlachten-vorbei-ist/"><em>Wenn das Schlachten vorbei ist</em></a> im März, gefolgt von der deutschen Tour für die Veröffentlichung dieses Buchs im Mai, und jetzt auch noch Herbsttouren in den USA und Großbritannien mit <em>San Miguel</em>. Danach, schätze ich mal, schreibe ich besser noch einen Roman. Da wir vom Schreiben sprechen: Ich habe übrigens gerade die zweite von dem geplanten Packen Geschichten fertig geschrieben, ein nicht-komisches Stück mit dem Titel <em>The Way You Look Tonight</em>, die gleich nach der abartig komischen kommt, <em>Los Gigantes</em>, die ich im letzten Blog-Eintrag erwähnt habe. Alles, was ich jetzt tun muss, ist, noch eine zu schreiben. Und noch eine. Und noch eine. Aber ist das nicht schließlich genau das, was ich in diesem Leben tun sollte? Diesem Leben, dem gnädigerweise eine Fortsetzung gewährt wurde, dank einem kleinen Fleck unter Schnee vergrabenem Kies?<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<em>Peace.</em> Und für diejenigen, die in den USA sind, ein schönes Thanksgiving. Und denkt daran, kauft Euren Vogel nicht von Hedda Gablers Truthahn-Farm. Ne, ne. Das geht gar nicht. Man kann einfach nicht wissen, wo diese Vögel überall waren. </p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 24. November 2011 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Sabine Anders.</span></p>
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<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-24-11-2011/">What&#8217;s New? 24/11/2011</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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		<title>What&#8217;s New? 27/11/2005</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-27-11-2005/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Nov 2005 22:52:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[What's New?]]></category>
		<category><![CDATA[Dana Halter]]></category>
		<category><![CDATA[La Conchita]]></category>
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		<category><![CDATA[The New Yorker]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>An alle Messagistas, Websurfer und Mitleser hier in den USA, ich wünsche Euch ein Frohes Thanksgiving. Für die lieben Messagistas außerhalb der Staaten, nun, ich denke, ich kann Euch einen wunschlos glücklichen Donnerstagnachmittag wünschen. In der Zwischenzeit werde ich ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-27-11-2005/">What&#8217;s New? 27/11/2005</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Beate Walz</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2025/12/news_80i1.jpg" alt="" width="300" height="300" class="alignleft size-full wp-image-8457" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2025/12/news_80i1.jpg 300w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2025/12/news_80i1-150x150.jpg 150w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />An alle Messagistas, Websurfer und Mitleser hier in den USA, ich wünsche Euch ein Frohes Thanksgiving. Für die lieben Messagistas außerhalb der Staaten, nun, ich denke, ich kann Euch einen wunschlos glücklichen Donnerstagnachmittag wünschen. In der Zwischenzeit werde ich mich an diesem uralten amerikanischen Ritual beteiligen: fressen, saufen, Verwandte ankreischen, das gute, alte Bäuchlein prall füllen sowie triefäugig am Fernsehbildschirm erwachsenen Männern mit Schulterpolstern und Schutzhelmen dabei zusehen, wie sie sich gegenseitig über den Haufen rennen. Jawohl, es ist wieder einmal Thanksgiving über uns hereingebrochen. Mit den Worten dieses berühmten Ferienschlagers: »Über Stock und Stein, wir gehen zu Großmutters Haus &#8230;« Weil Omama schon vor langer Zeit dahingegangen ist und Mama auch, sind es inzwischen nur noch ich und ein halb abgenagtes Putenbein allein gegen die heulenden Winde des Universums. Aber warum sich beschweren, wenn es draußen 24° C warm ist (mit einer netten, fetten, Hautkrebs erzeugenden Sonne über uns) und wenn die ganze Bande um uns versammelt ist?<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Was das Neueste betrifft, werde ich mich kurz fassen, im Gegensatz zu den Exzessen dieses Tages. Erstens, wie viele von Euch wissen, erscheint meine neue Kurzgeschichte <em>Three Quarters of the Way to Hell: A Christmas Story</em> in der Dezember-Ausgabe des amerikanischen <em>Playboy</em>. Zweitens habe ich soeben die Korrekturfahnen einer weiteren neuen Story an den <em>New Yorker</em> zurück gesandt, <em>La Conchita</em>, die, Katastrophen in letzter Minute ausgenommen, in der Ausgabe des 5. Dezember erscheinen sollte. Und <em>Wild Child</em>, die Erzählung von Dana Halter, der Heldin aus meinem Roman <a href="https://www.tcboyle.de/werke/talk-talk/"><em>Talk Talk</em></a> wird in der Frühjahrsausgabe von <em>McSweeneys</em> veröffentlicht werden. Zuletzt, was <a href="https://www.tcboyle.de/werke/talk-talk/"><em>Talk Talk</em></a> betrifft, alles geht voran, stetig und effizient, und bald sollte ich Euch auch das Umschlag-Bild zeigen können. Und ja, ich habe endlich das Ende der Lesereise zu <a href="https://www.tcboyle.de/werke/zaehne-und-klauen/"><em>Zähne und Klauen</em></a> erreicht, letzter Auftritt in dieser Art &#038; Lectures Reihe war letzten Mittwoch in Sacramento, in Anwesenheit von etwa tausend sehr ansehnlichen und erwiesenermaßen neugierigen Leuten, und am Sonntag zuvor war ich beim <a href="https://linktr.ee/WordTheatre?utm_source=ig&#038;utm_medium=social&#038;utm_content=link_in_bio" target="_blank">WORDTheatre</a> in der M-Bar in Hollywood, organisiert von Cedering Fox.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Jetzt jedoch muss ich Euch leider verlassen. Die Völlerei ruft. </p>
<p>P.S. Das beigefügte Bild zeigt meine Nichte Thea, ordentlich vollgestopft und ungeduldig auf einen lebhaften dreistündigen Frisbee-Marathon auf dem Rasenvorplatz wartend.</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 27. November 2005 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Beate Walz.</p>
<hr/>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-27-11-2005/">What&#8217;s New? 27/11/2005</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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