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		<title>What&#8217;s New? 05/04/2026</title>
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		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Apr 2026 21:50:48 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2026/04/news_315i1.jpg" alt="" width="225" height="300" class="alignleft size-full wp-image-8605" />Die Welt dreht sich immer schneller, und es fühlt sich wirklich so an, als würde sie sich von mir und von allem, woran ich glaube, wegdrehen, wobei eine Katastrophe direkt auf den Schultern der nächsten steht. Das Einzige, was mir hilft durchzuhalten, ist das Schreiben – und mich so oft wie möglich draußen aufzuhalten. Seit geraumer Zeit stehe ich nun schon vor Sonnenaufgang auf, mache einen Spaziergang am Strand und fotografiere, wie das Licht über die Berge kommt, ins Wasser fällt und zurückgeworfen wird (für diejenigen unter Euch, die es nicht wissen: Ich poste jeden Tag auf <a href="https://bsky.app/profile/did:plc:bqnayjimdzebpieo6qcfbs5d" target="_blank">Bluesky</a> und <a href="https://x.com/tcboyle" target="_blank">X</a>). Kürzlich habe ich Exemplare meines neuen Romans <a href="https://www.tcboyle.de/werke/no-way-home/"><em>No Way Home</em></a> erhalten, der diesen Monat erscheint, und dafür werde ich am 18. April beim L.A. Times Festival of Books und in der darauf folgenden Woche in New York auftreten. Außerdem habe ich die Korrekturfahnen für <a href="https://www.tcboyle.de/werke/das-ende-ist-nur-ein-anfang/"><em>Das Ende ist nur ein Anfang</em></a>, den für nächstes Jahr* geplanten Sammelband, zurückgeschickt, der zwölf neue Erzählungen enthält, darunter <em>Princess</em>, <em>The Pool</em> und die Titelgeschichte aus <em>The New Yorker</em> sowie Beiträge aus <em>Esquire</em>, <em>McSweeney’s</em>, <em>Narrative</em> und <em>The Kenyon Review</em>. Dies wird mein dreizehnter Sammelband sein, der auf den bereits erwähnten Roman, meinem zwanzigsten, folgt. Mir geht es gut, dabei hilft Pilates und die Spaziergängen am Strand und das Schwimmen und Kajakfahren unten im Hafen – also freue ich mich darauf, na, sagen wir mal noch dreiunddreißig Bücher zu schreiben, bevor ich unweigerlich ins Grab hinabsteige (oder im Schornstein des Krematoriums hinaufsteige, je nachdem). Also, was ich sagen will: Es ist Zeit zu feiern. Genießt den neuen Roman (eine ebenso fesselnde Geschichte wie alle, die ich Euch bisher geschenkt habe: eine Dreiecksgeschichte mit zwei Männern und einer Frau, inclusive Gewalt), und bleibt standhaft – der Regimewechsel kommt.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Jetzt erstmal Ciao.</p>
<p><em>* Erscheint in deutscher Sprache bereits im Juli 2026.</em></p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 05. April 2026 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann.</span></p>
<hr>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-05-04-2026/">What&#8217;s New? 05/04/2026</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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		<title>What&#8217;s New? 28/08/2025</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-28-08-2025/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Aug 2025 21:47:54 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2025/09/news_308i1.jpg" alt="" width="286" height="286" class="alignleft size-full wp-image-8313" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2025/09/news_308i1.jpg 286w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2025/09/news_308i1-150x150.jpg 150w" sizes="(max-width: 286px) 100vw, 286px" />Hochsommer. Wie viele von Euch wissen werden, habe ich letzten Monat drei Wochen in New York verbracht, und seit meiner Rückkehr habe ich die Recherchen für meinen nächsten Roman vorangetrieben und meine Wunden in der Natur geheilt, was jede Menge Spaziergänge am Strand im Morgengrauen und Schwimmen nach der Arbeit bedeutet, sowie Kajakfahren, unter mir die wimmelnden Geschöpfe, die sich unter der Wasseroberfläche, der Heimat unserer Vorfahren, fortbewegen. Trotz meiner Wut und Verzweiflung über die faschistische Schlinge, die sich um unseren Hals zuzieht, habe ich die tiefe Ruhe dieser letzten Wochen genossen, mich an den kleinen Routinen des Alltags erfreut und war einfach dankbar, ein fühlendes Wesen auf diesem seltsamen und unerklärbaren Planeten zu sein. Wer braucht schon Erklärungen? Wer braucht Gott? Wer braucht mehr als diesen Tag – und Frieden, vor allem Frieden?<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Als wir Frau B.s Schwester und ihren Mann in Buffalo besuchten, sind wir über die Peace Bridge nach Kanada gefahren, um chinesisch zu essen, und hatten dabei einen einzigartigen Blick nach Süden auf Amerika auf der anderen Seite des Niagara River. Der Grenzbeamte – auf der kanadischen Seite – war, gelinde gesagt, gereizt. Er ließ uns zwar einreisen, aber erst, nachdem wir eine Menge Mist über uns ergehen lassen mussten (schließlich sagte ich einfach: »Lass gut sein, Canuck, macht nur weiter so und ihr werdet der einundfünfzigste Bundesstaat!«) Das war natürlich nur ein Witz, aber der Witz geht auf unsere Kosten, auf Kosten von uns allen, Kanadiern wie Amerikanern, und das alles wegen der Willkür eines einzigen Größenwahnsinnigen. Und wegen seiner Erlasse. Und wegen Hass. Aber damit will ich jetzt nicht anfangen. Der heutige Beitrag handelt vom Frieden, oder? Hey, es ist ja nicht so, als würden Bundestruppen in den Straßen der Hauptstadt patroullieren oder so was &#8230; Okay, okay, genug davon.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Hier das Neueste: Ich habe gerade erfahren, dass <em>The New Yorker</em> im September die letzte der neuen Kurzgeschichten, <em>The Pool</em>, bringen wird, so dass Ihr noch vor Erscheinen der Geschichte <em>Cold Summer</em> in <em>McSweeney’s</em> ein neues Werk von mir lesen könnt (oder vielleicht gleichzeitig – mir wurde gesagt, dass sie bereits erschienen ist oder bald erscheinen wird). Und wie ich schon erwähnt habe, wird der neue Roman, <a href="https://www.tcboyle.de/werke/no-way-home/"><em>No Way Home</em></a>, in diesem Herbst in der deutschen Übersetzung von Dirk van Gunsteren beim Hanser Verlag erscheinen, während die amerikanische Originalversion für das Frühjahr geplant ist.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Im Moment ertrage ich die Hitzewelle hier &#8211; Mittags 22 Grad Gelsius bei bedecktem Himmel &#8211; und träume vom nächsten Roman. Jetzt erstmal ciao.</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 28. August 2025 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann.</span></p>
<hr>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-28-08-2025/">What&#8217;s New? 28/08/2025</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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		<title>What&#8217;s New? 28/06/2025</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-28-06-2025/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Jun 2025 21:30:57 +0000</pubDate>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-28-06-2025/">What&#8217;s New? 28/06/2025</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2025/07/news_307i1.jpg" alt="" width="300" height="300" class="alignleft size-full wp-image-8279" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2025/07/news_307i1.jpg 300w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2025/07/news_307i1-150x150.jpg 150w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Ich habe den letzten Monat damit verbracht, zu lesen, zu grübeln, am Strand spazieren zu gehen, Kajak zu fahren, zu schwimmen, Barhocker nach hinten zu schieben, mit den Kindern und mit Hund und Katze zu spielen, Frau B. zum Abendessen auszuführen, und alles so genau wie möglich zu beobachten, aber ich fühle mich angespannt und nicht erfüllt. Nachdem ich die letzte der zwölf neuen Kurzgeschichten fertiggestellt habe, die die Sammlung von 2027, <em>The End Is Only A Beginning</em>, bilden sollen, und mich natürlich durch die Korrekturfahnen des Romans des nächsten Jahres, <a href="https://www.tcboyle.de/werke/no-way-home/"><em>No Way Home</em></a>, gekämpft habe, befinde ich mich in einem Stadium der Unzufriedenheit, das an Verzweiflung grenzt, während ich nach dem nächsten Projekt Ausschau halte. Ich weiß, ich weiß – es ist Zeit, eine Pause einzulegen. Und das mache ich auch, denn ich habe für nächsten Monat eine Reise nach New York gebucht, wo ich meinen Agenten und meinen Lektor treffen und ein paar Tage in großer Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit genießen werde, und dennoch – wenn ich nicht aktiv schreibe &#8211; oder zumindest recherchiere – geht es mir schlecht. Alles scheint irgendwie unklar zu sein (und die Situation wird nicht besser, wenn ich sehe, wie die derzeitige Regierung täglich den Schraubstock weiter anzieht und das, was von unserer Demokratie noch übrig ist, zerquetscht), und Freude, wahre Freude, also was uns im Leben spirituell am tiefsten befriedigt, ist unerreichbar. Okay. Das passiert jedes Mal zwischen zwei Büchern, und ich bin schon dreiunddreißig Mal damit klar gekommen, aber trotzdem &#8230;<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Doch Ihr seid wahrscheinlich nicht hier, um euch meine Beschwerden anzuhören, also erlöse ich euch mal für einen Moment und wechsle in einen anderen Modus. Wie ich hier bereits erwähnt habe, wird die neueste der neuen Kurzgeschichten, <em>Cold Summer</em>, bald in <em>McSweeney’s</em> erscheinen, und ich freue mich auf die Herbsttournee zur Veröffentlichung von <a href="https://www.tcboyle.de/werke/no-way-home/"><em>No Way Home</em></a> in der deutschen Übersetzung von Dirk van Gunsteren. Inzwischen lebe und atme ich und erfahre die Wunder des Lebens hier auf Erden in jeder Minute eines jeden Tages. Heute Morgen habe ich zwei Flohkrebse gesehen und fotografiert, die sich am Strand tummelten (ich vermute mal, dass ihnen nicht so sehr die Kunst am Herzen lag, sondern sie wollen dasselbe wie wir, nämlich Sex und Nahrung), und ich konnte ein Foto von einem Dreijährigen machen, der ein Viertel meines genetischen Materials in sich trägt, und der aufs Meer hinausschaute, während die Wellen an seinen Zehen leckten. Nicht schlecht, ganz und gar nicht schlecht.</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 28. Juni 2025 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann.</span></p>
<hr>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-28-06-2025/">What&#8217;s New? 28/06/2025</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>What&#8217;s New? 30/11/2021</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-30-11-2021/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Nov 2021 22:56:33 +0000</pubDate>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-30-11-2021/">What&#8217;s New? 30/11/2021</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2021/12/tcb-wn-301121.jpg" alt="" width="725" height="380" class="aligncenter size-full wp-image-6336" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2021/12/tcb-wn-301121.jpg 725w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2021/12/tcb-wn-301121-480x252.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 725px, 100vw" /></p>
<p>Neulich habe ich es runter bis an den Strand geschafft, wo ich mich durch den lockeren Sand kämpfen und etwas Treibholz für den Kamin sammeln konnte, als Vorbereitung auf die kalten Abende und Nächte, die da kommen werden. Warum ich das erwähne? Weil ich jetzt zum ersten Mal seit fast zwei Monaten wieder ohne Stützverband mobil und in der Lage bin, ein paar Stufen zu erklimmen, ohne mich wie ein Schimpanse bewegen zu müssen. Ich musste jedoch meine zweiwöchige Reise nach New York streichen, da ich noch nicht soweit bin, mich Meile um Meile durch Flughafenkorridore zu schleppen und in einem Sitz von der Größe eines Schuhkartons zu sitzen, mit zusammengefalteten Beinen und bis unters Kinn hochgezogenen Knien. Frau B. wird, in Begleitung ihrer Schwester, ohne mich verreisen. Währendessen mache ich das, was ich immer mache – ich verbringe meine Tage auf die ewig gleiche Weise: über meiner Tastatur träumen, in natürlicher und auch in unnatürlicher Umgebung umherhumpeln (ich hoffe, eine Pilgerwanderung zu meiner Lieblingsbar unternehmen zu können, ein Fußmarsch von einer Meile, kein Gedanke an die Meile für den Rückweg, meistens krieche ich sowieso nur).<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Wo wir jetzt diese kleine Sache überstanden haben, hier ein paar Neuigkeiten aus dem nicht-orthopädischen Bereich. Erstens hatte ich Gelegenheit zu beobachten, dass die Feiertage schon begonnen haben, während die Erde wirbelnd um die Sonne kreist, ob wir es bemerken oder nicht. Thanksgiving, das große Fest für Fleischfresser (siehe meine Geschichte <a href="https://www.tcboyle.de/werke/fleischeslust/"><em>Fleischeslust</em></a>) hat dieses Jahr sehr viel Spaß gemacht, da ich es nicht hier, hinter einem Berg verkrusteter Küchengeräte, verklebter Teller und eingebrannter Pfannen verbracht habe, und ich nicht Soße, Blut und Spucke von der Wand wischen musste; sondern wir waren bei meiner Schwägerin, wo alles, was man von mir erwartete, das Einschenken von Sekt war, und das Herumtollen auf dem Fußboden mit Kindern und Hunden. Zweitens habe ich meinen Frieden mit der Tatsache gemacht, dass es hier zu meinen Lebzeiten nie mehr regnen wird (der Wetterbericht sagt, es könne doch ein kleines bisschen Regen geben, so um Ende Dezember 2030 herum), und das hat mir erlaubt, das Licht willkommen zu heißen und der Sonne ihre unbarmherzige Grausamkeit wenn schon nicht zu vergeben, so doch sie zu tolerieren. Wir haben Spätherbst. Die Temperatur liegt morgens im einstelligen Celsiusbereich, und abends sitze ich am Kaminfeuer, höre Musik und lese, und wenn ich meine Tage in alten Klamotten frierend am Schreibtisch verbringe, dann ist das nur das, was man erwartet. Charles Dickens würde das verstehen. Nennt es den Geist der Feiertage.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Was die Veröffentlichungen angeht: Impedimenta hat <em>Una libertad luminosa</em> (<a href="https://www.tcboyle.de/werke/das-licht/"><em>Das Licht</em></a>) in der Übersetzung von Jon Bilbao herausgebracht (mit dem Wahnsinns-Umschlagbild), und Grasset hat <em>Histoires de couples</em> veröffentlicht (sieben der zwölf Geschichten aus <em>The Relive Box</em>/<a href="https://www.tcboyle.de/werke/sind-wir-nicht-menschen/"><em>Sind wir nicht Menschen</em></a>) in der Übersetzung von Bernard Turle. Wie ich letzten Monat schon erwähnt habe wird <em>McSweeney’s</em> bald <em>Dog Lab</em> bringen, eine Geschichte aus der Zeit, nachdem ich <a href="https://www.tcboyle.de/werke/sprich-mit-mir/"><em>Sprich mit mir</em></a> fertig geschrieben hatte, womit sie das eine oder andere Thema gemeinsam hat, und <em>Esquire</em> wird meine Geschichte über die Anfänge der Pandemie, <em>The Thirteenth Day</em>, zu Anfang des nächsten Jahres veröffentlichen. Mittlerweile ist der Roman-in-Arbeit bei Seite 260 und strebt in den nächsten paar Monaten der Vollendung entgegen.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Sorgt das Dasein als Krüppel und das An-den-Schreibtisch-gefesselt-sein insofern für eine Art fieberhafter Produktivität, als diese die Langeweile und die Verzweiflung vertreibt? Ich schätze, das ist so, aber dann wiederum, ist das nicht in jedem Fall die Aufgabe von Kunst, auch zu Zeiten, in denen ich voll beweglich und stark bin? Und mal ehrlich, was soll ich denn sonst machen? Für ein politisches Amt kandidieren? Für die Meisterschaft im Eiskunstlaufen trainieren? Einen Bonbonladen aufmachen? Nee. Ich sitze einfach weiter hier. Und schreibe.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Ciao erstmal.</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 30. November 2021 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann.</span></p>
<hr>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-30-11-2021/">What&#8217;s New? 30/11/2021</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>What&#8217;s New? 31/10/2021</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-31-10-2021/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 Oct 2021 21:26:04 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Letztes Jahr um diese Zeit war Halloween furchterregender, als es sich jeder Meister des Horrors erträumt haben könnte: Die WAHL stand direkt bevor. Erinnert Ihr euch an die Erleichterung, als der Diktator in Wartestellung so klar geschlagen wurde? Was waren wir doch für Narren.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-31-10-2021/">What&#8217;s New? 31/10/2021</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
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<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2021/11/news_264i1.jpg" alt="" width="300" height="300" class="alignleft size-full wp-image-6212" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2021/11/news_264i1.jpg 300w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2021/11/news_264i1-150x150.jpg 150w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Letztes Jahr um diese Zeit war Halloween furchterregender, als es sich jeder Meister des Horrors erträumt haben könnte: Die WAHL stand direkt bevor. Erinnert Ihr euch an die Erleichterung, als der Diktator in Wartestellung so klar geschlagen wurde? Was waren wir doch für Narren. Wer konnte sich vorstellen, dass er versuchen würde, die Wahl für nichtig zu erklären und die Demokratie in Amerika zu zerschlagen? Und er ist immer noch da draußen, unberührt, ungestraft, und ohne Reue wartet er auf seine große Chance. Und das ist für mich wirklich beängstigend. Aber genug davon. Jetzt sind wir ein Jahr weiter, und das Virus ist auf dem Rückzug, zumindest hier in Amerika, und ich hoffe, wir können die Gelegenheit ergreifen, und wenigstens ein kleines bisschen Freude empfinden, so wie wir sie als Kinder empfunden haben. Was ich sagen will: »Happy Halloween«. Möge der Geist von Ichabod Crane und Brom Bones uns leiten.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Was gibt’s Neues? Ich arbeite jeden Tag am neuen Roman, <em>Blue Skies</em>, und die verbleibenden Geschichten von den dreizehn neuen aus <em>I Walk Between the Raindrops</em> werden demnächst in verschiedenen Zeitschriften veröffentlicht. <em>The Hyena</em> wurde gerade in der Herbstausgabe von <em>Zoetrope</em> abgedruckt, und ich habe die Korrekturfahnen von <em>Dog Lab</em>, was für die nächste Ausgabe von <em>McSweeneys</em> geplant ist, zurückgeschickt, während <em>The Thirteenth Day</em>, mein Blick auf die Frühphase der Pandemie, im <em>Esquire</em> Anfang des nächsten Jahres erscheinen wird. Ich bin ein Schreiber. Und das ist es, was ich mache: schreiben. Jedoch, seit dem 5. Oktober, als mich ein schmerzhafter Unfall ereilte, bin ich wahrhaftig an den Schreibtisch gefesselt. Kniescheibe gebrochen. Mindestens noch drei Wochen mit einer Kniebandage. Das Gute daran ist, dass ich ohne Krücken herumlaufen kann, so dass ich die Hände frei habe, um hinter meiner Ehefrau her zu räumen, allerdings werde ich bis auf weiteres nicht auf Händen und Knien den Küchenboden schrubben können.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Ich verbleibe mit dieser Remineszenz an ein Halloween in der Kindheit, welche wie ich glaube einige Erinnerungen in Euch wachrufen wird. Viel Vergnügen damit und genießt den Feiertag. Ciao.</p>
<p><a href="https://www.tcboyle.de/leber-und-zwiebeln/"><strong>Leber und Zwiebeln</strong></a></p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 31. Oktober 2021 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann.</span></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-31-10-2021/">What&#8217;s New? 31/10/2021</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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		<title>What&#8217;s New? 02/06/2021</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-02-06-2021/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Jun 2021 20:14:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[What's New?]]></category>
		<category><![CDATA[Audiobuch]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Noch mehr Dinge, die wir wieder zum ersten Mal machen. Frau B. und ich gehörten zu den geschätzt siebenunddreißig Millionen Amerikanern, die über das Memorial Day-Wochenende verreist waren (allerdings gottlob nicht mit dem Flugzeug). Normalerweise verstecke ich mich an Feiertagen ...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2021/06/news_259i1.jpg" alt="" width="300" height="300" class="alignleft size-full wp-image-5925" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2021/06/news_259i1.jpg 300w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2021/06/news_259i1-150x150.jpg 150w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Noch mehr Dinge, die wir wieder zum ersten Mal machen. Frau B. und ich gehörten zu den geschätzt siebenunddreißig Millionen Amerikanern, die über das Memorial Day-Wochenende verreist waren (allerdings gottlob nicht mit dem Flugzeug). Normalerweise verstecke ich mich an Feiertagen, doch diesmal wurden wir schwach und fuhren nach L.A. zur Geburtstagsparty eines guten alten Freundes, mit dem zusätzlichen Anreiz, eine Nacht in Echo Park bei Dr. Boyle dem Jüngeren zu verbringen, der einen der seltenen Urlaubstage vom Krankenhaus hatte. Okay. Es fanden sich die Freunde aus unserer Jugendzeit in voller Besetzung ein und eine Schar von Freunden von Freunden, die uns bis zu dieser Party fremd waren. Wir mischten uns unter sie. Wir lachten miteinander. Wir aßen und wir tranken. Es war das erste Mal, dass wir in den letzten achtzehn oder mehr Monaten etwas in dieser Art erlebten. Die Gastgeberin – das Geburtstagskind – hatte sich versichert, dass alle, einschließlich der Hunde geimpft sind, so dass wir unser Bacchanal ohne die Angst feiern konnten, die uns während der dunklen Tage der Pandemie im Griff gehabt hatte und währenddessen wir nirgends hingefahren waren und niemanden getroffen hatten. Tollwut und Hundestaupe waren kein Problem, ebensowenig COVID-19. Es war fast wie im richtigen Leben.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Und doch &#8230; das richtige Leben fühlt sich nach der Pandemie immer noch seltsam an. Es gibt so viele »erste Male« – wieder zum ersten Mal essen gehen, das erste Café, der erste Biergarten, der erste bevölkerte Bürgersteig, sich das erste Mal wieder unter unmaskierte Mitmenschen mischen. Wir sind physisch wieder da als Glieder der Gemeinschaft, aber, wie ich in meinem letzten Blogeintrag ausgeführt habe, es dauert ein bisschen, sich auch mental wieder an all das zu gewöhnen. Ich will mich nicht beschweren, ich zelebriere das.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Was die Neuigkeiten bei Veröffentlichungen angeht, so  geht es nur im Schildkrötentempo voran. Die Zeitschriften haben sich Zeit gelassen, meinen letzten Schwung Kurzgeschichten anzunehmen und zu drucken, die ich alle während des Lockdowns im letzten Winter, Frühjahr und Frühsommer geschrieben habe. Es sind sieben neue, und dann gibt es noch sechs, die ich vor <a href="https://www.tcboyle.de/werke/sprich-mit-mir/"><em>Sprich mit mir</em></a> geschrieben habe, und die, die als allerletzte angenommen wurde, ist die brutalste Geschichte der Sammlung, eine Erzählung mit dem Namen <em>Dog Lab</em> (Achtung, Spoiler: Es gibt eine Art Happy-End), welche <em>McSweeney’s</em> in einer der kommenden Ausgaben bringen wird. Ich werde es Euch wissen lassen, wenn sie erscheint, jedoch gibt es hier keinen Grund zur Eile, denn die neue Kollektion, <em>I Walk Between the Raindrops</em> &#8211; die Titelgeschichte wurde zuerst im <em>New Yorker</em> veröffentlicht – wird nicht vor Ende des nächsten Jahres herauskommen. Bis dahin hoffe ich, ein weiteres Nach-Pandemisches-Erstes-Mal verzeichnen zu können: ins Studio gehen und das Audiobuch aufnehmen.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Ich hoffe für Euch alle, dass ihr ebenfalls zurück in die Gesellschaft findet, habt Vertrauen, lasst Eure Hüften lässig schwingen, und empfindet vielleicht sogar ein kleines bisschen Freude. Cheers.</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 02. Juni 2021 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann.</span></p>
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		<title>What&#8217;s New? 25/12/2018</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-25-12-2018/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Dec 2018 11:37:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[What's New?]]></category>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2018/12/boyle-wn251218.jpg" alt="" width="725" height="380" class="aligncenter size-full wp-image-2467" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2018/12/boyle-wn251218.jpg 725w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2018/12/boyle-wn251218-480x252.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 725px, 100vw" /></p>
<p>In dieser Zeit der Reflektion und des Jubilierens wünsche ich Euch allen ein Füllhorn an Freude. Ich bleibe an den Feiertagen zu Hause, mit der Familie und mit Freunden, ganz zu schweigen von einem dreadlockigen Hund und einer plattohrigen Katze, und wenn ich die verschneite Berglandschaft vermisse, muss ich mit dem Versprechen von ein bisschen Regen hier an der Küste zufrieden sein. Wie jedes Jahr lese ich <em>A Christmas Carol</em> (<em>Eine Weihnachtsgeschichte</em>) in einer wunderschönen Ausgabe, illustriert von Athur Packham, die mir Frau B. im letzten Jahrhundert geschenkt hat. Das Feuer ist angezündet. Alles ist gut.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Das neue Jahr bringt Euch <em>Outside Looking In</em>, das hier im April (gerade rechtzeitig zum Fahrradtag) und in Deutschland nächsten Monat herauskommt, mit dem Titel <a href="https://www.tcboyle.de/romane/das-licht/"><em>Das Licht</em></a>, was der zweite Titel (<em>The Light</em>) der amerikanischen Ausgabe war, genauso wie <a href="https://www.tcboyle.de/romane/dr-sex/"><em>Dr. Sex</em></a> für <em>The Inner Circle</em>. Auszüge erscheinen in Narrative und The Kenyan Review, neue Erzählungen werden in Esquire, im New Yorker und in McSweeney’s abgedruckt, und ich forsche weiter an dem Material, von dem ich hoffe, dass es die Grundlage für den nächsten Roman bilden wird. Verfolgt die Updates, sowohl hier wie auch auf <a href="https://twitter.com/tcboyle" rel="noopener noreferrer" target="_blank">Twitter</a>. Die <a href="https://www.tcboyle.de/t-c-boyle-lesereise-2019/">Tour durch Deutschland, die Schweiz und Österreich</a> findet im Februar statt, und falls ich die überstehe, fängt die amerikanische Tour am 9. April an, im 92nd Street Y, eine der wahrhaft großartigen literarischen Einrichtungen in diesem Lande.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;In der Zwischenzeit hebt einen Humpen (oder wenigstens ein Weinglas), schwelgt in den guten Dingen, die uns gegeben sind, und wisset, dass die dunkle Wolke, die über unserer Demokratie schwebt, sich jetzt gerade aufzulösen beginnt. Preiset alle den Frieden, die Liebe und die Freiheit! Der Tag wird kommen. Schönheit, wohin man blickt.</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 25. Dezember 2018 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann. Foto: T.C. Boyle.</span></p>
<hr/>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-25-12-2018/">What&#8217;s New? 25/12/2018</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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		<title>What&#8217;s New? 15/09/2018</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-15-09-2018/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Sep 2018 20:55:29 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2018/09/boyle-whatsnew-15092018.jpg" alt="" width="725" height="380" class="aligncenter size-full wp-image-2326" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2018/09/boyle-whatsnew-15092018.jpg 725w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2018/09/boyle-whatsnew-15092018-480x252.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 725px, 100vw" /></p>
<p>Hier ist der Eintrag, den ich auf der Plattform <a href="https://www.goodreads.com/author/show/1064072.T_C_Boyle" rel="noopener noreferrer" target="_blank">»Goodreads«</a> hochgeladen habe und den Mimi auf dem Message Board von tcboyle.com vor ein paar Tagen gepostet hat. Ich gebe ihn hier in voller Länge wieder, mit einem Nachtrag:</p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Ich bin jetzt wieder zu Hause, nach einem zweimonatigen Aufenthalt in den Sierras, ein Aufenthalt, der sich ursprünglich mal weit in den Herbst hinein erstrecken sollte, vielleicht sogar bis zum Winter, eine Jahreszeit, die ich in dieser Höhe (2.200 Meter) sehr schätze. Jedoch wurde der Hund schwanger, und Frau B. und ich beschlossen für die Geburt der Welpen nach Santa Barbara zurückzukehren. Was werden sie sein? Hunde. Darüber hinaus wissen wir nicht. Die Mutter ist ein Puli, der mutmaßliche Vater (er blieb über Nacht) ein Scotchterrier, so dass es vielleicht auf eine völlig neue Rasse hinausläuft: Ein Pulotch. Auf der anderen Seite hat vielleicht ein Straßenköter namens Gabe seine Pfoten im Spiel gehabt, also wissen wir es erst im Moment der Niederkunft. Pöter?<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;In der Zwischenzeit, Mittwoch vor einer Woche, erwachten wir in den Bergen durch einen triumphales Kojoten-Konzert, um vier Uhr morgens. Die hier herrschende Bande hatte, so nehmen wir an, den Köter aufgespürt und ein Festmahl mit ihm veranstaltet. Geburt und Tod: Ist das nicht der Lauf der Welt? Da wir gerade davon sprechen, zumindest von dem Teil mit der Geburt, ich habe jetzt sechs neue Erzählungen fertig und auch die zwei Abschnitte von <a href="https://www.tcboyle.de/romane/das-licht/"><em>Das Licht</em></a>, die in Kürze in Zeitschriften erscheinen werden. Wir ihr wisst, wurde <em>I Walk Between The Raindrops</em> <a href="https://www.newyorker.com/magazine/2018/07/30/i-walk-between-the-raindrops" rel="noopener noreferrer" target="_blank">im New Yorker am 30. Juli</a> veröffentlicht; ich habe erfahren, dass <em>The Apartment</em> demnächst bei McSweeney&#8217;s veröffentlicht wird und dass der erste Abschnitt des Romans, <em>The Session</em>, bald in der Zeitschrift Narrative erscheinen wird. Alles in allem? Wenigstens im Augenblick? Nun, ich vermute, dass die Geburten die Todesfälle übersteigen. Und dafür bin ich dankbar.</p>
<p>P.S. Was diesen Eintrag angeht, so gibt es nichts Neues an der Hundegeburtsfront. Wir sind jetzt am Ende der dreiundsechzig Tage dauernden Trächtigkeitsperiode, und sie scheint so weit zu sein, aber inzwischen frage ich mich, ob sie überhaupt schwanger ist. Vielleicht war das alles ein großer Irrtum, und die Erklärung ist einfach, dass sie einen Fußball verschluckt hat oder eine Boa Constrictor oder »Präsident« Trumps Ego. Wir werden sehen.</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 15. September 2018 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann. Foto: T.C. Boyle.</span></p>
<hr/>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-15-09-2018/">What&#8217;s New? 15/09/2018</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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		<item>
		<title>What&#8217;s New? 30/01/2016</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-30-01-2016/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 Jan 2016 22:19:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[What's New?]]></category>
		<category><![CDATA[Abstammung des Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[amazon]]></category>
		<category><![CDATA[Bernard Turles]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das war ein Monat, der es irgendwie geschafft hat, sich so vorbeizuschleichen, dass ich es kaum mitgekriegt habe. Wie diejenigen wissen, die mir auf Twitter folgen, habe ich etwas für mich sehr Ungewöhnliches gemacht – eine kleine Erholungsreise. Frau B. und ich haben uns, zusammen mit ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-30-01-2016/">What&#8217;s New? 30/01/2016</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2026/01/news_199i1.jpg" alt="" width="300" height="300" class="alignleft size-full wp-image-8525" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2026/01/news_199i1.jpg 300w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2026/01/news_199i1-150x150.jpg 150w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Das war ein Monat, der es irgendwie geschafft hat, sich so vorbeizuschleichen, dass ich es kaum mitgekriegt habe. Wie diejenigen, die mir auf Twitter folgen, wissen, habe ich etwas für mich sehr Ungewöhnliches gemacht – eine kleine Erholungsreise. Frau B. und ich haben uns, zusammen mit dem Hund, ein paar Tage an der Küste in Zentralkalifornien vergnügt, wir wohnten in einer Unterkunft direkt am kalten, kalten Ozeanstrand, wo es mir gelang, ein paar Lebewesen zu beobachten, die nicht zu meiner eigenen Spezies gehören, was mir immer Freude bereitet, aber ich habe noch nicht einmal den Versuch unternommen, mich auf einem Schaumbrett in die Wellen zu stürzen. Viel zu kalt. In Cambria machte ich, während Frau B. ihrer Leidenschaft frönte, Schätze in Trödelläden auszugraben, einen schönen Spaziergang den Berg hoch zum Cambria-Friedhof (zwei Meilen hin und zurück), wo ich las und mich sonnte und mir ziemlich sicher war, noch nicht zu den Toten zu gehören. Und dann besuchte ich letzte Woche auf Wunsch von aus Florida angereisten Freunden zum ersten Mal den Death Valley National Park (das war tatsächlich mein erster Besuch in einem Nationalpark, mea culpa). Ich bin kein Wüstenliebhaber und wusste nicht, was mich erwartete. Die Fahrt lohnte sich jedoch, ein Canyon nach dem anderen öffnete sich, Salzebenen, Borax-Lagerstätten und Ähnliches, und ich habe glücklich den Tiefpunkt meines Lebens erreicht, etwa 65 Meter unter dem Meeresspiegel. Vielleicht nichts Besonderes für Cousteau, aber für mich eine Riesensache. (Siehe das beigefügte Foto dieses dramatischen Augenblicks.)<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Jetzt zu den Neuigkeiten. Ich habe meinem Lektor bei Ecco die Korrekturfahnen von <a href="https://www.tcboyle.de/werke/die-terranauten/"><em>Die Terranauten</em></a> zurückgeschickt, und wir haben uns vorläufig auf einen Veröffentlichungstermin im Herbst geeinigt (Wahl? Welche Wahl?). Der Hanser Verlag wird am ersten Februar eine gebundene Ausgabe meines zweiten Romans <a href="https://www.tcboyle.de/werke/gruen-ist-die-hoffnung/"><em>Grün ist die Hoffnung</em></a> in Dirk van Gunsterens neuer Übersetzung herausbringen und plant für Januar 2017 die Veröffentlichung von <a href="https://www.tcboyle.de/werke/die-terranauten/"><em>Die Terranauten</em></a>, während Grasset im März Bernard Turles Übersetzung von <a href="https://www.tcboyle.de/werke/hart-auf-hart/"><em>Hart auf hart</em></a> (<em>Les vrais durs</em>) herausbringen wird. Zu diesem Zeitpunkt werde ich nach Paris schwimmen, mit dem Kajak paddeln und mit dem Fahrrad fahren, um Interviews zu geben. Ich weiß noch nicht, ob öffentliche Veranstaltungen geplant sind, aber ich werde es Euch wissen lassen.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;An der Film-Front (übrigens, für diejenigen, die mit diesem Begriff nicht vertraut sind, Filme sind diese Dinge, die so farbenfroh projiziert werden und für die man früher in Lichtspieltheatern bezahlt hat, bevor Urheberrechtsverletzungen dies überflüssig machten), treibt Robert Marciniak sein gewaltiges Projekt voran, <a href="https://www.tcboyle.de/werke/wassermusik/"><em>Wassermusik</em></a> zu verfilmen (ein Halleluja der Green-Screen-Technologie), hat Condé-Nast bei der Geschichte <em>Wiedererleben</em> noch mal für einen Spielfilm nachgelegt, hat Amazon die Option für eine Serie nach <a href="https://www.tcboyle.de/werke/gruen-ist-die-hoffnung/"><em>Grün ist die Hoffnung</em></a>; und <a href="https://www.tcboyle.de/werke/die-terranauten/"><em>Die Terranauten</em></a> macht derzeit die Runde, um zu sehen, ob jemand klug genug ist, es zu verfilmen. Auch andere Projekte schreiten voran, und ich werde versuchen, Euch darüber auf dem Laufenden zu halten, während wir uns auf dem Weg in dieses neue Jahr befinden, das sich in Bezug auf Umweltzerstörung und zwischenmenschliche Konflikte nicht wesentlich vom alten unterscheidet, aber darauf möchte ich heute Vormittag wirklich nicht eingehen – ich hebe mir meine Ängste für die neuen Kurzgeschichten auf.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Von denen ist eine fertig und eine in Arbeit. Die fertige Geschichte heißt <em>Ein Tod weniger</em> und ist eine Art Fortsetzung von <em>Der Marlbane Manchester Musser Preis</em>, da sie ein neues Abenteuer des mürrischen Protagonisten der früheren Geschichte darstellt. Das ist Neuland für mich. Davor war die einzige Fortsetzung <em>Die Affenfrau im Ruhestand</em>, die einige Jahre im Leben von Konrad vorwärts springt, dem Schimpansen mit beeindruckender Intelligenz (und sexueller Potenz) aus <em>Abstammung des Menschen</em>. Ich hoffe, die nächsten Monate mit dem Schreiben von Geschichten verbringen zu können, um die Sammlung mit dem Titel <em>The Relive Box and Other Stories</em> zu vervollständigen, die bisher die fünf Geschichten enthält, die ich geschrieben hatte, bevor ich mich in <a href="https://www.tcboyle.de/werke/die-terranauten/"><em>Die Terranauten</em></a> vertiefte: <em>Wiedererleben</em>, <em>Diebstahl und andere Sachen</em>, <em>Der Fünf-Pfund-Burrito</em>, <em>Was Wasser wert ist, weißt du (erst, wenn du keins mehr hast)</em> und <em>Die argentinische Ameise</em> (Anmerkung des Übersetzers 2026: alle inzwischen auf Deutsch erschienen in <a href="https://www.tcboyle.de/werke/sind-wir-nicht-menschen/"><em>Sind wir nicht Menschen</em></a>). Die zuletzt genannte Erzählung ist noch nicht im Druck erhältlich, ist aber für die nächste Ausgabe von <em>McSweeney&#8217;s</em> geplant. Ich schreibe also neue Geschichten und hoffe, dass genug zusammenkommen um die Sammlung zu vervollständigen, bis ich mit dem nächsten Roman anfange, dessen Bild gerade erst beginnt, in der Ferne vor meinem geistigen Auge aufzuscheinen, wie eine Fata Morgana, die über dem toten, verbrannten Wüstenboden des Death Valley schwebt.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Zwischendurch werde ich, wenn Ihr verzeiht, versuchen das zu tun, was mir in diesem Leben am schwersten zu fallen scheint: mich zu entspannen.</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 30. Januar 2016 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann. </span></p>
<hr />
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-30-01-2016/">What&#8217;s New? 30/01/2016</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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		<title>What&#8217;s New? 31/10/2015</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-31-10-2015/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 31 Oct 2015 22:36:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[What's New?]]></category>
		<category><![CDATA[Die argentinische Ameise]]></category>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-31-10-2015/">What&#8217;s New? 31/10/2015</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2025/10/news_196i1.jpg" alt="" width="300" height="300" class="alignleft size-full wp-image-8395" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2025/10/news_196i1.jpg 300w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2025/10/news_196i1-150x150.jpg 150w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Das war ein Monat voller Gegensätze. Die ersten anderthalb Wochen verbrachte ich oben im Sequoia National Monument, wo ich <a href="https://www.tcboyle.de/werke/die-terranauten/"><em>Die Terranauten</em></a> zweimal sehr genau von Anfang bis Ende durchlas, bevor ich es an meinen Lektor schickte. Wie ich bereits erwähnt habe, sind die Manuskripte, die ich abliefere, fertig und entsprechen mehr oder weniger dem, was Ihr dann im Druck sehen werdet. Aber ich muss genau auf das achten, was im Kino Kontinuität genannt wird, und sicherstellen, dass kleine Charaktereigenschaften und besonders die Zeitachse in sich konsistent sind. Die Haupthandlung des Buches erstreckt sich über einen Zeitraum von zwei Jahren, und jedesmal, wenn die Zeit voranschreitet (»An diesem Freitag«, »Zwei Wochen später machte er&#8230;«, »Im November tat sie&#8230;«), muss ich sicher sein, dass alles stimmt – d.h., ich muss alle Dinge schön geordnet wie die Enten in einer Schießbude vor mir haben. Aber ich habe gar keine Enten. Ich kenne nicht einmal welche. Und seitdem der Teich hier auf dem Berg bis auf seinen rissigen und Blasen werfenden Grund ausgetrocknet ist, kann ich auch nirgends welche sehen. Auf jeden Fall war es eine schöne Zeit, in der ich den gesamten Stoff noch einmal in mich aufgenommen habe, und was machte es da schon, dass die Hirschjäger vor dem Fenster herumschossen? Mich haben sie nicht erwischt. (Es gab jedoch tragischerweise einen Todesfall in der Woche, in der ich hier ankam, als ein junger Jäger einen anderen mit einem Hirschen verwechselte.)<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Der Kontrast hatte damit zu tun, dass ich vom Berg herunterkam (wo trotz El Niño und dem »Blob« (dem »Klecks«), einem Bereich besonders warmen Wassers im Pazifik, die Temperaturen morgens kaum über Null Grad Celsius lagen, so dass ich das Holzfeuer im Kamin am Brennen halten musste, wie auf den Fotos auf Twitter zu sehen ist), um nach Los Angeles für eine Woche als Gastdozent der USC zu fahren. Das bedeutete, dass ich in Kontakt mit unzähligen fremden Leuten kam, wahre Massen von ihnen, und jeder war, zumindest eine Zeitlang, in einer Hülle aus Stahl eingeschlossen, getragen von kreischenden Gummireifen. Im Kontrast dazu war das morgendliche Umrunden des ausgetrockneten Sees im ersten Tageslicht eine Übung in Einsamkeit. Nichts regte sich. Es gab nur mich, den Hund und die Raben. Nicht so an der USC. Frühe Jogger, die ewigen Bauarbeiter, die für die unaufhörliche Erweiterung der Universität sorgten, die Pendler, die bereits Stoßstange an Stoßstange im Stau standen. Wie überaus erfrischend. Jetzt, während ich hier in meiner kleinen Touristenenklave an der Zentralküste sitze und mich darauf vorbereite, für eine Weile auf den Berg zurückzukehren, ist es meine Aufgabe zu lesen und mich zu entspannen und es zu genießen, dass der Herbst langsam Einzug hält mit seinem Versprechen des lang ersehnten Regens. Für mich keine leichte Aufgabe. Ich bin kein geborener Entspanner. Und ich hoffe sehr, nach einer Verschnaufpause mich wieder der Reihe der Erzählungen zu widmen, die mit <em>Wiedererleben</em> anfing und mit <em>Die argentinische Ameise</em> endete, kurz bevor ich mit den Recherchen zu <a href="https://www.tcboyle.de/werke/die-terranauten/"><em>Die Terranauten</em></a> begann.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Was die letzterwähnte der Geschichten angeht, die <em>McSweeney’s</em> in der nächsten Ausgabe veröffentlichen wird, so erwarte ich bald die Korrekturfahnen und werde Euch informieren, sobald die Zeitschrift erscheint. Inzwischen habe ich Exemplare der diesjährigen Ausgabe von <em>The Best American Science Fiction Stories</em> bekommen, wo auch <em>Wiedererleben</em> enthalten ist. Ob es sich bei dieser Geschichte &#8211; die zuerst im <em>The New Yorker</em> veröffentlicht worden war – um Science Fiction handelt, bleibt natürlich eine Frage der Definition und könnte diskutiert werden. Sind Genres wirklich so fest umrissen? Ich erinnere mich noch, wie amüsiert ich war – ich hatte zwölf Bücher mit Belletristik unterschiedlicher Wildheit, Absurdität, Surrealität und klarem Realismus veröffentlicht &#8211;  als mein Buch zur Jahrtausendwende, <a href="https://www.tcboyle.de/werke/ein-freund-der-erde/"><em>Ein Freund der Erde</em></a>, von vielen als Science Fiction eingestuft wurde. Und warum? Weil es in seiner Auseinandersetzung mit der Erderwärmung einen Blick in die Zukunft (2026) warf. Na gut. In Ordnung. Ich empfinde Freude und Stolz – insbesondere darüber, dass <em>Wiedererleben</em> in der diesjährigen Anthologie gewürdigt wird. Beobachten wir weiterhin, wie diese Grenzen ins Schwanken geraten und zusammenbrechen. Warum? Einfach weil es so mehr Spaß macht. War Borges ein Science-Fiction-Autor? Calvino? Gute Belletristik ist gute Belletristik.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Was gibt’s noch? Gerade gestern habe ich Exemplare der neuen Pharos-Ausgabe von William Kotzwinkles urkomischem Hippie-Klassiker <em>The Fan Man</em> erhalten, für die ich die Einführung geschrieben habe. Wenn wir uns nicht vorstellen können, wo wir sein und was wir tun werden, während wir die Tage unseres Lebens herunterzählen, so muss ich sagen, dass die Auswahl dieses Buches für den Nachdruck und das Verfassen der Einführung für mich eine ganz besondere Möglichkeit bot, eine Verbindung mit meiner Vergangenheit, die verschwommen ist und immer mehr verschwimmt, herzustellen. Wie sehr haben wir seinen wahnwitzigen Humor bewundert, als wir verwahrlost und stoned in einem heruntergekommenen alten Haus in New York lebten, in farbenfrohe Lumpen gekleidet, und jeden Tag zu einem Halloween-Fest machten. Hätte ich mir damals nur diesen jetzigen Moment vorstellen können, wie high hätte ich sein können! Oder, nein, streicht das. Wenn ich damals in noch größere »Höhen« gestiegen wäre, wäre ich Astronaut geworden (und ich hätte dazu auch keine blöden Raumschiffe gebraucht). Belassen wir es also dabei.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Ich wünsche Euch allen ein frohes Halloween (schaut Euch bitte das beigefügte Bild an und vergleicht es mit den Bildern, die ich im gleichen Monat <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-31-10-2012/">2012</a>, <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-31-10-2013/">2013</a> und <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-31-10-2014/">2014</a> gepostet habe). Wir machen immer weiter, oder? Danke dafür, Leute, insbesondere Euch treuen Messagistas und anarchischen Twitterern, die mir so viele Nervenkitzel und Schreckmomente und schöne, glückliche, mir die Kehle  zuschnürende Lacher beschert haben, ob nun im Zusammenhang mit Halloween oder nicht. Viel Spaß.  </p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 31. Oktober 2015 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann. </span></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-31-10-2015/">What&#8217;s New? 31/10/2015</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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