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	<title>Los Angeles Archive - www.tcboyle.de</title>
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	<description>Die deutschsprachige Website über T.C. Boyle</description>
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	<title>Los Angeles Archive - www.tcboyle.de</title>
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		<title>What&#8217;s New? 15/06/2024</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-15-06-2024/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Jun 2024 21:19:44 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Das große Ereignis in der letzten Woche war, dass zwei Kolobri-Küken geschlüpft sind, direkt hier vor dem Küchenfenster. »Direkt« heißt, noch nicht mal einen Meter vom Fenster entfernt, was bedeutet, dass wir es wie durch eine Nestkamera in Naturfilmen sehen konnten. </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2024/07/tcb-wn-150624.jpg" alt="" width="725" height="380" class="aligncenter size-full wp-image-7812" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2024/07/tcb-wn-150624.jpg 725w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2024/07/tcb-wn-150624-480x252.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 725px, 100vw" /></p>
<p>Das große Ereignis in der letzten Woche war, dass zwei Kolobri-Küken geschlüpft sind, direkt hier vor dem Küchenfenster. »Direkt« heißt, noch nicht mal einen Meter vom Fenster entfernt, was bedeutet, dass wir es wie durch eine Nestkamera in Naturfilmen sehen konnten. Im ersten Nest, ein Stück tiefer im Kamelienbusch gelegen, gab es kein Ergebnis. Darin waren zwei winzige Eier, so groß und so geformt wie Bonbons von Good &#038; Plenty, aber irgendjemand kippte mitten in der Nacht das Nest um und holte sie heraus (vermutlich eine Ratte, aber ich würde es auch einem der hiesigen Opossums oder Waschbären zutrauen). Das zweite Gelege war von Erfolg gekrönt, und ich konnte beobachten, wie sich die beiden Küken im Nest drängten, bis sie am nächsten Morgen außerhalb des Nests saßen und herauszufinden versuchten, wie ihre Hubschrauberflügel funktionierten. Gnus können eine Stunde nach der Geburt aufstehen und herumlaufen – und das ist auch verdammt gut so, mit den ganzen Hyänen, die auf der Jagd sind – aber Kolibris? Wie sollen die denn an Nahrung kommen? Der eine hat das Problem mit den Flügeln gelöst und ist weggeflogen, doch der andere verbrachte eine weitere lange und feuchte Nacht – kein Nest, keine Mutter, keine Geschwister – bevor er am nächsten Morgen schließlich die Lösung fand und losschwirrte, um zu üben, wie man über der großen Auswahl an Blumen im Garten schwebt. Das nennt man Natur.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Was die Neuigkeiten angeht, so sollt Ihr wissen, dass ich mit dem neuen Roman (Arbeitstitel: <a href="https://www.tcboyle.de/werke/no-way-home/"><em>No Direction Home</em></a>) zügig vorankomme und hoffe, ihn noch zum Jahresende fertigstellen und abliefern zu können. Das Schreiben strukturiert meinen Tagesablauf. Wenn ich an dem Tag fertig bin, gehe ich nach Möglichkeit hinaus, an den Strand, auf eine Wanderung oder bleibe hier im Garten, schneide die Vegetation zurück, die nach dem herrlich verregneten Winter/Frühling dschungelartig gewuchert ist. Vor ein paar Wochen habe ich das dritte Jahr in Folge zusammen mit meiner Tochter Kerrie eine Vorstellung im Santa Barbara Art Museum gegeben. Diesmal haben wir <em>Die Wohnung</em> gebracht, indem ich den glücklosen R. verkörperte, der Madame C’s Wohnung <em>en viager</em> gekauft hat, was ihr erlaubt, dort bis an ihr Lebensende zu wohnen, nur um festzustellen, dass ihr Leben sehr viel länger dauert, als er es sich vorgestellt hat. Kerrie spielte die Respekt einflößende Madame C. Am vergangenen Wochenende hat mich Cerdering Fox’s Word Theatre umgehauen, mit einer großartigen Aufführung derselben Geschichte mit Christina Pickles und Christopher Gorham. Für mich war es toll, im Publikum zu sitzen und den Pulsschlag der anderen Zuhörer zu spüren, während die Geschichte ihre Überraschungen lieferte. Es hat mir wirklich sehr viel Freude gemacht. Noch besser war, dass ich die Fahrt runter nach L.A. in der Bahn genießen konnte, anstatt mich mit dem Verkehr herumzuschlagen (die meisten Leute stehen wirklich gerne Stoßstange an Stoßstange oder wehren sich gegen unkoordinierte mörderische Fahrer, die mit hundertfünfzig Sachen unterwegs sind, aber ich bin eine Ausnahme).<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Übrigens, als ich anlässlich der Veröffentlichung meines ersten Buches, <a href="https://www.tcboyle.de/werke/tod-durch-ertrinken/"><em>Tod durch Ertrinken</em></a>, mit Live-Lesungen anfing, lebte ich in L.A. und versicherte meinem Verlag, dass ich ohne Fahrer, Koordinator oder bewaffneten Wachmann zum Veranstaltungsort kommen könne. Natürlich hatte ich nicht mit dem Verkehr gerechnet. Als ich in der Buchhandlung ankam, war ich eher bereit zu töten als witzig, zugänglich und sanftmütig zu sein. Seitdem bestehe ich darauf, zum Veranstaltungsort gefahren zu werden. (Falls Ihr Euch wundert: Es hat funktioniert.)<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Ciao für heute.</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 15. Juni 2024 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann.</span></p>
<hr>
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		<title>What&#8217;s New? 28/02/2023</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-28-02-2023/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Feb 2023 22:49:07 +0000</pubDate>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-28-02-2023/">What&#8217;s New? 28/02/2023</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2023/03/tcb-wn-280223.jpg" alt="" width="725" height="380" class="aligncenter size-full wp-image-7011" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2023/03/tcb-wn-280223.jpg 725w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2023/03/tcb-wn-280223-480x252.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 725px, 100vw" /></p>
<p>Schnee auf den Bergen! Letzte Woche hatten wir noch mal einen erlösenden Regenschauer, und er brachte uns rekordverdächtige niedrige Temperaturen und eine nette kleine Überschwemmung. War ein gutes Gefühl. Gab mir einen Vorwand, am Abend ein Kaminfeuer zu entzünden, um Sachen zu trocknen und meiner Frau, dem Hund, der Katze und mir selbst Trost zu spenden. Jetzt gerade – zehn Uhr vormittags, am letzten Tag im Februar – ist der Schnee auf den Bergspitzen weggeschmolzen, und die Sonne scheint auf ihre ewige, beklemmende Art, aber es soll bald wieder regnen, vielleicht sogar schon heute Nacht. Ich begrüße das. Ich bin hier in Santa Barbara hauptsächlich auf Grund eines dieser glücklichen Umstände, die das Schicksal uns beschert, gelandet (ich bin westwärts gezogen, als ich meinen Doktor an der University of Iowa gemacht hatte, und die University of Southern California gab mir einen Job, und dann verließ ich vor dreißig Jahren Los Angeles, um nach Santa Barbara zu ziehen), aber die Wahnsinnsdürre hat mich wirklich fertiggemacht. (Siehe meine Geschichte <em>Was Wasser wert ist, weißt du (erst, wenn du keins mehr hast)</em> im Band <a href="https://www.tcboyle.de/werke/sind-wir-nicht-menschen/"><em>Sind wir nicht Menschen</em></a>. Also gut. Ich will mich nicht beschweren. Obwohl die große Überschwemmung letzten Monat den Keller geflutet und mir – dem mit dem Schöpfeimer &#8211; eine hartnäckige Infektion am Finger beschert hat, die aussieht wie Lepra und sich auch so anfühlt. Aber hey, wer braucht schon Finger und Zehen?<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Seit meinem letzten Eintrag hier habe ich zwei Reisen unternommen, eine mit dem Auto (nach Boulder City, Nevada) und die andere mit dem Flugzeug nach Savannah zum Book Fest. Boulder City war eine Freude, ein kleines Städtchen, ursprünglich eine Siedlung für die Arbeiter, als in den 1930ern der Hoover(Boulder)-Damm gebaut wurde. Das Savannah Book Fest war ebenfalls ein Vergnügen, klein, überschaubar, entspannt, das Publikum begeistert, das Essen super, die Gesellschaft noch besser. (Das Problem war natürlich die grobe Inkompetenz und die völlige, an Feindseligkeit grenzende Verachtung der Fluggesellschaften gegenüber ihren Passagieren; auf dem Rückweg verbrachte ich wegen einer Computerpanne siebeneinhalb Stunden auf dem Flughafen von Dallas/Fort Worth, was uns solange am Boden hielt, dass ich meinen Anschlussflug verpasste.) Darüber hinaus führen mich meine Reisepläne im April nach L.A. zum L.A. Times Festival of Books, dann im Mai nach Miami, wo die Tournee für <a href="https://www.tcboyle.de/werke/blue-skies/"><em>Blue Skies</em></a> beginnt, und danach bin ich im Juni für zwei Wochen in Deutschland gebucht, wo der Hanser Verlag die Übersetzung meines langjährigen Übersetzers und guten Freundes Dirk van Gunsteren veröffentlicht.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Und dann? Strand, Berge, die Tastatur. In der Zwischenzeit könnt ihr Euch auf eine Vorschau des neuen Romans in <em>Narrative</em> freuen, wo bald eine Leseprobe erscheint. Nicht lange danach haltet Ihr dann ein überwältigendes Etwas in Händen, das man Buch nennt. Es kommt am 16. Mai heraus. Bis dahin lest ruhig andere Autoren und bittet um Regen, gesegneten Regen.</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 28. Februar 2023 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann.</span></p>
<hr>
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		<title>What&#8217;s New? 27/08/2022</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-27-08-2022/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Aug 2022 21:18:48 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2022/08/tcb-wn-270822-vb.jpg" alt="" width="725" height="380" class="aligncenter size-full wp-image-6602" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2022/08/tcb-wn-270822-vb.jpg 725w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2022/08/tcb-wn-270822-vb-480x252.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 725px, 100vw" /></p>
<p>Ich dachte immer, der Ausdruck »Hundstage« bezieht sich auf die Hitze im Hochsommer, wenn alle Hunde der Stadt ausgestreckt auf ihrem Bauch liegen und unisono hecheln, doch jetzt weiß ich, dass dem nicht so ist. Laut einem Artikel, den ich in der Zeitung gelesen (und online nachgeprüft) habe, beziehen sich die Hundstage auf den Hundsstern Sirius, der jedes Jahr vom 3. Juli bis zum 11. August auf die Sonne ausgerichtet ist. Nun, das haben wir jetzt hinter uns, obwohl alle Hunde in Bakersfield immer noch hecheln, und wir zählen den Countdown bis zur Herbstsonnenwende im nächsten Monat. Es war bislang ein wunderbar kühler Sommer hier an der Küste, aber jetzt steht uns natürlich die wirklich schreckliche Zeit bevor, wenn teuflische Winde wehen und Feuersbrünste herrschen, aber jetzt – also heute, während ich dies schreibe, ist erstmal alles gut. Wir haben heute Morgen 16,5 Grad Celsius, und die Wassertemperatur ist ein wenig gefallen auf 17 Grad Celsius, so dass das Schwimmen heute recht erfrischend ausfiel.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Nun zu den Neuigkeiten: <em>The New Yorker</em> wird meine jüngste Geschichte, <em>Princess</em>, in einer der nächsten Ausgaben bringen, während die neue Sammlung von dreizehn früheren Geschichten, <em>I Walk Between the Raindrops</em>, Mitte September in die Buchläden kommt. Das Design des Buches ist einzigartig und, wie ich finde, recht attraktiv, und die Rückseite zeigt ein farbenfrohes Bild des Autors selbst (aufgenommen vor zwei Jahren von Jamieson Fry, und ja, bevor <em>Blue Skies</em> im Frühjahr erscheint, müssen wir die Zeit für eine neue Fotosession finden). In der Zwischenzeit lasse ich mich hier durch den Tag treiben, befinde mich in einem Zustand stressarmer Vergessenheit, es herrscht Gleichförmigkeit, und ich arbeite an der nächsten in der laufenden Reihe von Geschichten, während ich mit einem Auge auf den nächsten Roman schiele. Ich lasse Euch wissen, wie es weitergeht.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Jetzt im Augenblick kann ich meine fertigen Exemplare von <em>I Walk Between the Raindrops</em> in die Arme schließen, die gerade letzte Woche eingetroffen sind, und kann mich auf den Tag der Veröffentlichung und die Auftritte und Interviews, die damit einhergehen, freuen. Soweit COVID es zulässt, werde ich am 13. September bei Skylight Books in L.A. auftreten und im Art Museum hier in Santa Barbara am 20. Oktober, wo ich hoffentlich <em>The Shape of a Teardrop</em> zusammen mit meiner Tochter Kerrie vortragen werde, die den Part der Mutter übernimmt, während ich den treulosen Sohn spiele. Das wird ein Riesenspaß! Darüber hinaus werde ich am Samstag, den 18. Februar auf dem Savannah Book Festival sein, wo ich Euch eventuell eine Vorschau auf <em>Blues Skies</em> schon vor dem Veröffentlichungstermin im Mai geben kann.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Und jetzt keine Hundstage mehr für mich. Zumindest bis zum nächsten Sommer.</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 27. August 2022 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann.</span></p>
<hr>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-27-08-2022/">What&#8217;s New? 27/08/2022</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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		<title>What&#8217;s New? 02/06/2021</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-02-06-2021/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Jun 2021 20:14:51 +0000</pubDate>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-02-06-2021/">What&#8217;s New? 02/06/2021</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2021/06/news_259i1.jpg" alt="" width="300" height="300" class="alignleft size-full wp-image-5925" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2021/06/news_259i1.jpg 300w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2021/06/news_259i1-150x150.jpg 150w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Noch mehr Dinge, die wir wieder zum ersten Mal machen. Frau B. und ich gehörten zu den geschätzt siebenunddreißig Millionen Amerikanern, die über das Memorial Day-Wochenende verreist waren (allerdings gottlob nicht mit dem Flugzeug). Normalerweise verstecke ich mich an Feiertagen, doch diesmal wurden wir schwach und fuhren nach L.A. zur Geburtstagsparty eines guten alten Freundes, mit dem zusätzlichen Anreiz, eine Nacht in Echo Park bei Dr. Boyle dem Jüngeren zu verbringen, der einen der seltenen Urlaubstage vom Krankenhaus hatte. Okay. Es fanden sich die Freunde aus unserer Jugendzeit in voller Besetzung ein und eine Schar von Freunden von Freunden, die uns bis zu dieser Party fremd waren. Wir mischten uns unter sie. Wir lachten miteinander. Wir aßen und wir tranken. Es war das erste Mal, dass wir in den letzten achtzehn oder mehr Monaten etwas in dieser Art erlebten. Die Gastgeberin – das Geburtstagskind – hatte sich versichert, dass alle, einschließlich der Hunde geimpft sind, so dass wir unser Bacchanal ohne die Angst feiern konnten, die uns während der dunklen Tage der Pandemie im Griff gehabt hatte und währenddessen wir nirgends hingefahren waren und niemanden getroffen hatten. Tollwut und Hundestaupe waren kein Problem, ebensowenig COVID-19. Es war fast wie im richtigen Leben.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Und doch &#8230; das richtige Leben fühlt sich nach der Pandemie immer noch seltsam an. Es gibt so viele »erste Male« – wieder zum ersten Mal essen gehen, das erste Café, der erste Biergarten, der erste bevölkerte Bürgersteig, sich das erste Mal wieder unter unmaskierte Mitmenschen mischen. Wir sind physisch wieder da als Glieder der Gemeinschaft, aber, wie ich in meinem letzten Blogeintrag ausgeführt habe, es dauert ein bisschen, sich auch mental wieder an all das zu gewöhnen. Ich will mich nicht beschweren, ich zelebriere das.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Was die Neuigkeiten bei Veröffentlichungen angeht, so  geht es nur im Schildkrötentempo voran. Die Zeitschriften haben sich Zeit gelassen, meinen letzten Schwung Kurzgeschichten anzunehmen und zu drucken, die ich alle während des Lockdowns im letzten Winter, Frühjahr und Frühsommer geschrieben habe. Es sind sieben neue, und dann gibt es noch sechs, die ich vor <a href="https://www.tcboyle.de/werke/sprich-mit-mir/"><em>Sprich mit mir</em></a> geschrieben habe, und die, die als allerletzte angenommen wurde, ist die brutalste Geschichte der Sammlung, eine Erzählung mit dem Namen <em>Dog Lab</em> (Achtung, Spoiler: Es gibt eine Art Happy-End), welche <em>McSweeney’s</em> in einer der kommenden Ausgaben bringen wird. Ich werde es Euch wissen lassen, wenn sie erscheint, jedoch gibt es hier keinen Grund zur Eile, denn die neue Kollektion, <em>I Walk Between the Raindrops</em> &#8211; die Titelgeschichte wurde zuerst im <em>New Yorker</em> veröffentlicht – wird nicht vor Ende des nächsten Jahres herauskommen. Bis dahin hoffe ich, ein weiteres Nach-Pandemisches-Erstes-Mal verzeichnen zu können: ins Studio gehen und das Audiobuch aufnehmen.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Ich hoffe für Euch alle, dass ihr ebenfalls zurück in die Gesellschaft findet, habt Vertrauen, lasst Eure Hüften lässig schwingen, und empfindet vielleicht sogar ein kleines bisschen Freude. Cheers.</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 02. Juni 2021 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann.</span></p>
<hr>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-02-06-2021/">What&#8217;s New? 02/06/2021</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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		<item>
		<title>What&#8217;s New? 25/12/2020</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-25-12-2020/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Dec 2020 18:42:19 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Das Problem mit dem Weihnachtsmann ist, ungeachtet seiner mythologischen Bedeutung, dass er der Superspreader aller Superspreader ist. Verriegelt Euren Schornstein, sperrt Eure behuften Tiere ein – es geht das Gerücht, dass seine Rentiere zu allem Überfluss auch noch Maul- und Klauenseuche haben.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-25-12-2020/">What&#8217;s New? 25/12/2020</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2020/12/whats-new-1220.jpg" alt="" width="725" height="380" class="aligncenter size-full wp-image-5658" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2020/12/whats-new-1220.jpg 725w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2020/12/whats-new-1220-480x252.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 725px, 100vw" /></p>
<p>Das Problem mit dem Weihnachtsmann ist, ungeachtet seiner mythologischen Bedeutung, dass er der Superspreader aller Superspreader ist. Verriegelt Euren Schornstein, sperrt Eure behuften Tiere ein – es geht das Gerücht, dass seine Rentiere zu allem Überfluss auch noch Maul- und Klauenseuche haben. Das Virus wütet, in Folge von Thanksgiving, und es wird weiter wüten und nach den Feiertagen alle Menschlichkeit verdorren lassen. Ein ziemlich erheiternder Gedanke, oder? Und das ist unser Dilemma: Mein Sohn, Dr. Boyle der Jüngere, hat zwar seine COVID-Impfung am zwanzigsten dieses Monats bekommen, aber er arbeitet auf der Intensivstation eines der großen Krankenhäuser von Los Angeles, wo die Infiziertenzahlen verrückt spielen, und wir überlegen, sollen wir – können wir – ihn an Weihnachten sehen? Er hat lediglich an Heiligabend frei. Ich habe vor, zu seiner Wohnung zu fahren, den Wagen auf dreißig Stundenkilometer abzubremsen, auf die Hupe zu drücken und die Geschenke aus dem Fenster zu werfen. Frau B. hätte lieber etwas mit mehr Nähe, wie zum Beispiel aussteigen, die Geschenke auf die Türschwelle legen und ihm durch sein Fenster zuwinken. Wie auch immer, ich möchte nicht, mit der Impfung in Reichweite, der letzte Soldat sein, der auf dem Schlachtfeld stirbt, während der Waffenstillstand schon unterzeichnet wird. Möge Gott mit Euch sein, Ihr fröhlichen Gentlemen. Klar doch, segelt nur los, aber seid vorsichtig, denn dem Virus ist es egal, ob ihr artig oder unartig wart.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Was ich sagen will: Frohe Festtage, fröhliche Weihnachten und einen frohen Regierungswechsel! Seid vernünftig, bleibt gesund – Hilfe ist unterwegs.</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 25. Dezember 2020 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann. Foto: T.C. Boyle.</span></p>
<hr>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-25-12-2020/">What&#8217;s New? 25/12/2020</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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		<title>What&#8217;s New? 31/10/2015</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-31-10-2015/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 31 Oct 2015 22:36:49 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Das war ein Monat voller Gegensätze. Die ersten anderthalb Wochen verbrachte ich oben im Sequoia National Monument, wo ich <em>Die Terranauten</em> zweimal sehr genau von Anfang bis Ende durchlas, bevor ich es an meinen Lektor schickte. Wie ich bereits erwähnt habe, sind die Manuskripte ...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2025/10/news_196i1.jpg" alt="" width="300" height="300" class="alignleft size-full wp-image-8395" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2025/10/news_196i1.jpg 300w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2025/10/news_196i1-150x150.jpg 150w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Das war ein Monat voller Gegensätze. Die ersten anderthalb Wochen verbrachte ich oben im Sequoia National Monument, wo ich <a href="https://www.tcboyle.de/werke/die-terranauten/"><em>Die Terranauten</em></a> zweimal sehr genau von Anfang bis Ende durchlas, bevor ich es an meinen Lektor schickte. Wie ich bereits erwähnt habe, sind die Manuskripte, die ich abliefere, fertig und entsprechen mehr oder weniger dem, was Ihr dann im Druck sehen werdet. Aber ich muss genau auf das achten, was im Kino Kontinuität genannt wird, und sicherstellen, dass kleine Charaktereigenschaften und besonders die Zeitachse in sich konsistent sind. Die Haupthandlung des Buches erstreckt sich über einen Zeitraum von zwei Jahren, und jedesmal, wenn die Zeit voranschreitet (»An diesem Freitag«, »Zwei Wochen später machte er&#8230;«, »Im November tat sie&#8230;«), muss ich sicher sein, dass alles stimmt – d.h., ich muss alle Dinge schön geordnet wie die Enten in einer Schießbude vor mir haben. Aber ich habe gar keine Enten. Ich kenne nicht einmal welche. Und seitdem der Teich hier auf dem Berg bis auf seinen rissigen und Blasen werfenden Grund ausgetrocknet ist, kann ich auch nirgends welche sehen. Auf jeden Fall war es eine schöne Zeit, in der ich den gesamten Stoff noch einmal in mich aufgenommen habe, und was machte es da schon, dass die Hirschjäger vor dem Fenster herumschossen? Mich haben sie nicht erwischt. (Es gab jedoch tragischerweise einen Todesfall in der Woche, in der ich hier ankam, als ein junger Jäger einen anderen mit einem Hirschen verwechselte.)<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Der Kontrast hatte damit zu tun, dass ich vom Berg herunterkam (wo trotz El Niño und dem »Blob« (dem »Klecks«), einem Bereich besonders warmen Wassers im Pazifik, die Temperaturen morgens kaum über Null Grad Celsius lagen, so dass ich das Holzfeuer im Kamin am Brennen halten musste, wie auf den Fotos auf Twitter zu sehen ist), um nach Los Angeles für eine Woche als Gastdozent der USC zu fahren. Das bedeutete, dass ich in Kontakt mit unzähligen fremden Leuten kam, wahre Massen von ihnen, und jeder war, zumindest eine Zeitlang, in einer Hülle aus Stahl eingeschlossen, getragen von kreischenden Gummireifen. Im Kontrast dazu war das morgendliche Umrunden des ausgetrockneten Sees im ersten Tageslicht eine Übung in Einsamkeit. Nichts regte sich. Es gab nur mich, den Hund und die Raben. Nicht so an der USC. Frühe Jogger, die ewigen Bauarbeiter, die für die unaufhörliche Erweiterung der Universität sorgten, die Pendler, die bereits Stoßstange an Stoßstange im Stau standen. Wie überaus erfrischend. Jetzt, während ich hier in meiner kleinen Touristenenklave an der Zentralküste sitze und mich darauf vorbereite, für eine Weile auf den Berg zurückzukehren, ist es meine Aufgabe zu lesen und mich zu entspannen und es zu genießen, dass der Herbst langsam Einzug hält mit seinem Versprechen des lang ersehnten Regens. Für mich keine leichte Aufgabe. Ich bin kein geborener Entspanner. Und ich hoffe sehr, nach einer Verschnaufpause mich wieder der Reihe der Erzählungen zu widmen, die mit <em>Wiedererleben</em> anfing und mit <em>Die argentinische Ameise</em> endete, kurz bevor ich mit den Recherchen zu <a href="https://www.tcboyle.de/werke/die-terranauten/"><em>Die Terranauten</em></a> begann.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Was die letzterwähnte der Geschichten angeht, die <em>McSweeney’s</em> in der nächsten Ausgabe veröffentlichen wird, so erwarte ich bald die Korrekturfahnen und werde Euch informieren, sobald die Zeitschrift erscheint. Inzwischen habe ich Exemplare der diesjährigen Ausgabe von <em>The Best American Science Fiction Stories</em> bekommen, wo auch <em>Wiedererleben</em> enthalten ist. Ob es sich bei dieser Geschichte &#8211; die zuerst im <em>The New Yorker</em> veröffentlicht worden war – um Science Fiction handelt, bleibt natürlich eine Frage der Definition und könnte diskutiert werden. Sind Genres wirklich so fest umrissen? Ich erinnere mich noch, wie amüsiert ich war – ich hatte zwölf Bücher mit Belletristik unterschiedlicher Wildheit, Absurdität, Surrealität und klarem Realismus veröffentlicht &#8211;  als mein Buch zur Jahrtausendwende, <a href="https://www.tcboyle.de/werke/ein-freund-der-erde/"><em>Ein Freund der Erde</em></a>, von vielen als Science Fiction eingestuft wurde. Und warum? Weil es in seiner Auseinandersetzung mit der Erderwärmung einen Blick in die Zukunft (2026) warf. Na gut. In Ordnung. Ich empfinde Freude und Stolz – insbesondere darüber, dass <em>Wiedererleben</em> in der diesjährigen Anthologie gewürdigt wird. Beobachten wir weiterhin, wie diese Grenzen ins Schwanken geraten und zusammenbrechen. Warum? Einfach weil es so mehr Spaß macht. War Borges ein Science-Fiction-Autor? Calvino? Gute Belletristik ist gute Belletristik.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Was gibt’s noch? Gerade gestern habe ich Exemplare der neuen Pharos-Ausgabe von William Kotzwinkles urkomischem Hippie-Klassiker <em>The Fan Man</em> erhalten, für die ich die Einführung geschrieben habe. Wenn wir uns nicht vorstellen können, wo wir sein und was wir tun werden, während wir die Tage unseres Lebens herunterzählen, so muss ich sagen, dass die Auswahl dieses Buches für den Nachdruck und das Verfassen der Einführung für mich eine ganz besondere Möglichkeit bot, eine Verbindung mit meiner Vergangenheit, die verschwommen ist und immer mehr verschwimmt, herzustellen. Wie sehr haben wir seinen wahnwitzigen Humor bewundert, als wir verwahrlost und stoned in einem heruntergekommenen alten Haus in New York lebten, in farbenfrohe Lumpen gekleidet, und jeden Tag zu einem Halloween-Fest machten. Hätte ich mir damals nur diesen jetzigen Moment vorstellen können, wie high hätte ich sein können! Oder, nein, streicht das. Wenn ich damals in noch größere »Höhen« gestiegen wäre, wäre ich Astronaut geworden (und ich hätte dazu auch keine blöden Raumschiffe gebraucht). Belassen wir es also dabei.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Ich wünsche Euch allen ein frohes Halloween (schaut Euch bitte das beigefügte Bild an und vergleicht es mit den Bildern, die ich im gleichen Monat <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-31-10-2012/">2012</a>, <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-31-10-2013/">2013</a> und <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-31-10-2014/">2014</a> gepostet habe). Wir machen immer weiter, oder? Danke dafür, Leute, insbesondere Euch treuen Messagistas und anarchischen Twitterern, die mir so viele Nervenkitzel und Schreckmomente und schöne, glückliche, mir die Kehle  zuschnürende Lacher beschert haben, ob nun im Zusammenhang mit Halloween oder nicht. Viel Spaß.  </p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 31. Oktober 2015 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann. </span></p>
<hr />
<p>&nbsp;</p>
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		<title>What&#8217;s New? 27/03/2015</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-27-03-2015/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Mar 2015 22:11:25 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Amerika-Tour]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute fängt die Amerika-Tournee für <em>Hart auf hart</em> an, die immer umfangreicher wird (inzwischen sind es 22 Städte). Ich bin relativ ruhig und fit, jetzt, wo sie anfängt, abgesehen natürlich von ein paar kleineren Beschwerden wie kaputte Glieder, Füße, Finger und ein defektes Hirn ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-27-03-2015/">What&#8217;s New? 27/03/2015</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2025/03/news_189i1.jpg" alt="" width="300" height="300" class="alignleft size-full wp-image-8131" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2025/03/news_189i1.jpg 300w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2025/03/news_189i1-150x150.jpg 150w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Heute fängt die Amerika-Tournee für <a href="https://www.tcboyle.de/werke/hart-auf-hart/"><em>Hart auf hart</em></a> an, die immer umfangreicher wird (inzwischen sind es 22 Städte). Ich bin relativ ruhig und fit, jetzt, wo sie anfängt, abgesehen natürlich von ein paar kleineren Beschwerden wie kaputte Glieder, Füße, Finger und ein defektes Hirn, ein Anflug von Taub- und Blindheit, eigentlich gar nichts weiter. Der Blutdruck lag letzten Freitag bei 101/66. Mal sehen, wie hoch er gegen Ende der Tournee steigt, falls ich das Glück haben sollte, es bis dahin zu schaffen. Wonach ich mich am Beginn einer Tour sehne? Euch alle zu treffen und zu unterhalten in einem netten, gesunden, erholsamen Ambiente, die Vielzahl an Interviews und Frage-Antwort-Runden zu genießen, hohe Verkaufszahlen zu erleben, die meinen neuen Verlag (Ecco) und meinen neuen Lektor (Dan Halpern) glücklich machen. Darüber hinaus sehne ich mich nicht nur danach, sondern ich bete dafür, dass die verschiedenen Fluggesellschaften sich anstrengen, mich dahin zu bringen, wo ich hin muss. Oh, diese ausgebufften Gauner. Hatte ich schon erwähnt, dass die Deutschland-Tournee letzten Monat beinahe ausgefallen wäre wegen einer Panne mit dem kleinen Flugzeug, das Kerrie und mich von Santa Barbara nach L.A. fliegen sollte, damit wir dort den großen Vogel nach Europa besteigen konnten? Uh huh. Wir gingen alle an Bord, dann gingen wir wieder von Bord und saßen voller Verzweiflung im Terminal, während ein Mechaniker am Flugzeug herumbastelte. Das große Wunder geschah: Er bekam es hin und wir gelangten nach L.A. – und hatten nur noch fünfzehn Minuten Zeit. Was ich sagen will: Ich würde es begrüßen, wenn die Fluggesellschaften ihren Teil beitragen. Was macht es da, wenn wir wie Tiere zur Schlachtbank in die vollgepackten Flieger getrieben werden? Bringt mich zu meinem Ziel, okay?<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Hier ein vollständigerer Plan als der, der in der <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-30-01-2015/">Januar-Folge Eures freundlichen Nachbarschaftsblogs</a> erschienen ist:</p>
<ul>
<li>27.3.15., 19:30, Lutheran Church of the Reformation für PEN/Faulkner (gegenüber dem Folger-Gebäude, 201 East Capital Street Southeast, Washington, D.C.)</li>
<li>31.3., 19:00, Bookcourt, 163 Court St., Brooklyn, New York</li>
<li>1.4., 12:00 Mittags, New York Public Library: Books at Noon, 11 West 40th St., New York City</li>
<li>1.4., 19:00, Barnes &#038; Noble, 150 East 80th St., NYC</li>
<li>2.4., 19:30, Free Library of Philadelphia, 1901 Vine Street</li>
<li>6.4., 19:00, Book People, 603 North Lamar, Austin</li>
<li>7.4., 19:00, Cuyahoga Public Library, Brecksville Community Center, Cleveland</li>
<li>8.4., 19:00, St. Louis County Library, 1640 South Lindbergh Boulevard, St. Louis</li>
<li>9.4., 18:00, Chicago Public Library, 400 South State St., Chicago</li>
<li>10.4., 15:00, AWP, Minneapolis Convention Center, Minneapolis</li>
<li>11.4., 13:00, Barnes &#038; Noble, Edina, 3225 West 69th St., Edina, Minnesota</li>
<li>12.4., 14:00, Sunday at the Chapel, 777 Valencia St., San Francisco</li>
<li>13.4., 19:00, Sebastopol Community Center, 390 Morris St., Sebastopol, Kalifornien</li>
<li>14.4., 20:00, Bergamot Station Arts Center, 2525 Michigan Avenue, Santa Monica</li>
<li>15.4., 19:30, Top of the Town at the Sorrento Hotel, Seattle</li>
<li>16.4., 19:00, Powell’s Books, Portland, Oregon</li>
<li>18.4., 13:00, L.A. Times Book Festival, USC Campus, Gespräch mit David Ulin</li>
<li>18.4., 18:30, L.A. Times Book Festival, Board Auditorium (USC), Robert Kirsch Preis</li>
<li>20.4., 20:00, Books &#038; Books, 265 Aragon Avenue, Coral Gables, Florida</li>
<li>21.4., 19:15, Georgia Center for the Book, Decatur Library, 215 Sycamore St., Decatur</li>
<li>22.4., 18:00, Brattle Theater, 40 Brattle St., Boston</li>
<li>24.4., 11:00, Hudson Valley Community Center, Troy, New York</li>
<li>29.4., 18:30, Bud Warner Memorial Library, Steamboat Springs, Colorado</li>
<li>30.4., 19:00, Tattered Cover Bookstore, 2526 East Colfax Avenue, Denver</li>
</ul>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;So, das wär’s, Leute. Wie immer, also wie in all den vergangenen Jahren, wenn ich Euch meine Tourdaten mitgeteilt habe, muss ich sagen, dass mich schon allein das Eintippen des Plans entmutigt. Was Ihr hier natürlich nicht seht, sind die vielen, vielen, vielen Presseinterviews, die mit all dem einhergehen. Wünscht mir alles Gute. Wünscht mir Gesundheit. Schließlich muss ich ab Mai wieder an <a href="https://www.tcboyle.de/werke/die-terranauten/"><em>Die Terranauten</em></a> arbeiten, so dass uns eine neue Tournee in naher Zukunft bevorsteht. Mal ehrlich, ist das nicht toll?</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 27. März 2015 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann. </span></p>
<hr />
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-27-03-2015/">What&#8217;s New? 27/03/2015</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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		<title>What&#8217;s New? 31/10/2014</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-31-10-2014/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Oct 2014 22:36:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[What's New?]]></category>
		<category><![CDATA[Ace Hotel]]></category>
		<category><![CDATA[Broadway]]></category>
		<category><![CDATA[Der Fünf-Pfund-Burrito]]></category>
		<category><![CDATA[Die argentinische Ameise]]></category>
		<category><![CDATA[Ebola]]></category>
		<category><![CDATA[Ein Freund der Erde]]></category>
		<category><![CDATA[Halloween]]></category>
		<category><![CDATA[Harper's]]></category>
		<category><![CDATA[Hart auf hart]]></category>
		<category><![CDATA[In der Zone]]></category>
		<category><![CDATA[Los Angeles]]></category>
		<category><![CDATA[McSweeny's]]></category>
		<category><![CDATA[Nach der Pest]]></category>
		<category><![CDATA[Narrative]]></category>
		<category><![CDATA[Playboy]]></category>
		<category><![CDATA[The Kenyon Review]]></category>
		<category><![CDATA[Tschernobyl]]></category>
		<category><![CDATA[Werner Richter]]></category>
		<category><![CDATA[Wiedererleben]]></category>
		<category><![CDATA[Writer in Residence]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Halloween steht wieder vor der Tür und mein »Süßes sonst gibt’s Saures« ist dieses Jahr berghoch – das heißt, nicht unbedingt gigantisch, aber es findet in einer bergigen Umgebung statt. Hier oben gibt es keine Kinder (jedenfalls keine unter fünfzig) und erfreulich wenige, die Party machen ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-31-10-2014/">What&#8217;s New? 31/10/2014</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2024/10/news_184i1.jpg" alt="" width="300" height="225" class="alignleft size-full wp-image-7983" />Halloween steht wieder vor der Tür und mein »Süßes sonst gibt’s Saures« ist dieses Jahr berghoch – das heißt, nicht unbedingt gigantisch, aber es findet in einer bergigen Umgebung statt. Hier oben gibt es keine Kinder (jedenfalls keine unter fünfzig) und erfreulich wenige, die Party machen, da an diesem Wochenende die Bevölkerung mit der Ankunft der Wochenendausflügler auf vielleicht dreißig angewachsen ist. Das ist gut so. Wie die Leser dieses Blogs wissen werden, habe ich in den letzten Monaten viele Partys mitgemacht, die meisten davon fanden in 11.000 Metern Höhe inmitten von Fremden statt, die mit den verschiedensten Krankheiten infiziert waren (hat hier einer Lust auf Ebola?), während wir in einer heulenden Todesfalle aus Stahl eingesperrt waren. Apropos Ebola, die Messagistas hier haben mich darauf hingewiesen, dass meine Kurzgeschichte von 2001, <em>Nach der Pest</em>, die mit einem Verweis auf Ebola beginnt, gerade so etwas wie ein trauriges Revival erlebt. Die Geschichte fängt so an: </p>
<blockquote><p>»Nach der Pest – eigentlich war es eine Mutation des Ebola-Virus, von Hand zu Hand und von Nase zu Nase übertragen wie eine banale Erkältung – war das Leben anders. Entspannter und überschwänglicher, einfach natürlicher. Die Hektik war vorbei, die Autobahnen waren frei von Staus bis rauf nach Sacramento, unser armer schrumpfender, ausgeplünderter Planet war auf einmal wieder groß und geheimnisvoll.« (Übersetzung des Zitats von Werner Richter).</p></blockquote>
<p>Ich will jetzt nicht bagatellisieren, was unsere verunsicherte Spezies quält und heimsucht, und ich fühle mit den Menschen in Westafrika, die durch den Zufall ihrer Geburt viel mehr betroffen sind als wir in der westlichen Welt, aber es ist doch so, dass wir alle zu ein und derselben Art gehören und miteinander verbunden sind, wie uns das Auftreten von Ebola in Texas und New York deutlich vor Augen geführt hat. Halloween macht uns in der Tat Angst.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Trotz dieser traurigen Erinnerung daran, dass wir alle miteinander sterblich sind, gehen wir weiterhin unseren Geschäften nach – was bleibt uns auch anderes übrig? Und was will ein Umweltschützer letztendlich mehr als Raum, unbewohnten Raum? Ich habe mit dieser Vorstellung in <a href="https://www.tcboyle.de/werke/ein-freund-der-erde/"><em>Ein Freund der Erde</em></a> und in verschiedenen Kurzgeschichten  wie z.B <em>In der Zone</em> gespielt, die in der Sperrzone um Tschernobyl herum angesiedelt ist, wo durch die Abwesenheit von Menschen die Tiere prächtig gedeihen. Für die nicht-menschlichen Bewohner dieses Planeten ist jeder Tag Halloween.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Was gibt’s Neues? Ich habe die dritte Woche dieses Monats an der University of Southern California verbracht, in meiner neuen Funktion als Writer in Residence, wo ich mich mit Studenten jeden Tag und den ganzen Tag über zu Einzelgesprächen getroffen und zwei Vorlesungen vor kleinen Gruppen gehalten habe (<em>Wiedererleben</em> und <em>Der Fünf-Pfund-Burrito</em>) und mich nach Kräften bemüht habe, mich an dem perfekten Wetter in L.A. zu erfreuen. An einem Abend traf ich mich zum Essen und Trinken im coolen-vielleicht-zu-coolen Ace Hotel am Broadway mit meiner Tochter, während  ein (mutmaßlicher) Obdachloser seinen Durchfall an der Heckklappe meines Autos hinterließ. Die Freuden des Stadtlebens. Hier oben in den Bergen passiert so etwas oft, aber hier ist eher irgendeine andere Säugetier- oder Vogelart dafür verantwortlich. Doch zurück zu diesem Burrito: Ich habe erfahren, dass <em>The Kenyon Review</em> ihn nächstes Jahr veröffentlichen wird. Zwischenzeitlich warte ich auf den Auszug aus <a href="https://www.tcboyle.de/werke/hart-auf-hart/"><em>Hart auf hart</em></a> in <em>Harper’s</em>, <em>Was Wasser wert ist</em> in <em>Narrative</em>, <em>Diebstahl und andere Sachen</em> im <em>Playboy</em> und <em>Die argentinische Ameise</em> in <em>McSweeny’s</em>, die kommen alle in Bälde, entweder im Dezember oder Anfang des nächsten Jahres.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Bis dahin setzt Eure Masken auf, zieht Eure Nicht-alltäglichen-Klamotten an und schleicht durch die Dunkelheit. Irgendjemand muss es ja tun.</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 31. Oktober 2014 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann. </span></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-31-10-2014/">What&#8217;s New? 31/10/2014</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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		<title>What&#8217;s New? 25/08/2014</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-25-08-2014/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Aug 2014 10:16:40 +0000</pubDate>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-25-08-2014/">What&#8217;s New? 25/08/2014</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
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<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2024/08/news_182i3.png" alt="" width="725" height="380" class="aligncenter size-full wp-image-7840" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2024/08/news_182i3.png 725w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2024/08/news_182i3-480x252.png 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 725px, 100vw" /></p>
<p>Dies ist die Verpuppungsausgabe Eures freundlichen Nachbarschaftsblogs, der vorigen Monat in sein sechzehntes Jahr getreten ist, und das heutige Datum liefert auch einen Grund zum Feiern, denn heute fängt unser zweindzwanzigstes Jahr in diesem alten Haus an, das 1909 erbaut wurde, als ich noch ein kleiner Junge in kurzen Hosen war. Zweindzwanzig Jahre sind mehr, als wir je an demselben Ort gewohnt haben. In unseren gemieteten Häusern und Wohnungen in New York haben wir nie länger als ungefähr ein Jahr gelebt (einschließlich des besten, des Torhauses des Osborne Castle in Garrison). Und in Iowa City hatten wir drei Jahre eine Studentenbude und dann so etwa zwei Jahre ein gemietetes Haus. Dann ging es nach L.A., zuerst ins Gartenviertel Tujunga, wo wir fünfeinhalb Jahre ohne jegliches Nachtleben verbrachten (die Wanderungen in den San Gabriel-Bergen haben sicherlich dabei geholfen, ebenso wie der Loch Ness Monster Pub in Pasadena), danach dann ein Umzug nach Woodland Hills (dort hat mich das Wandern im Topanga Canon gerettet, ebenso die Reggae-Abende im Something’s Fishy am Ventura Boulevard), dort waren wir knapp zehn Jahre, und jetzt sind wir hier in Santa Barbara. Aber das ist keine Verpuppung, oder? Das ist das Erscheinen eines Schmetterlings, schätze ich. Der nächste Schritt? Auf den Friedhof. Falls wir so viel Glück haben.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Ich habe in einem früheren Blog schon mal erwähnt, dass ich der Natur in dieser Saison bezüglich der Monarchfalter-Population in größerem Umfang unter die Arme greife. Der hintere Teil unseres Grundstücks ist als »umweltsensibel« eingestuft worden, da er ein Lebensraum für überwinternde Schmetterlinge ist (war). Früher, bis vor vielleicht acht oder zehn Jahren, schmückten diese die Bäume im Spätherbst jeden Morgen in langen grauen Strängen, da sie sich in den kühlen Stunden der Nacht aneinander klammerten, und nachmittags flatterten sie zu Tausenden herum. In letzter Zeit ist ihre Zahl stark zurückgegangen. Ich habe Seidenpflanzen eingesetzt, um ihnen zu helfen, und das Ergebnis war eine reiche Ausbeute an fetten gefräßigen Raupen und grazilen flügelschlagenden Wesen über mindestens drei Generationen allein in diesem Sommer. Es sieht so aus, als züchte ich auch Eidechsen. Und Frösche im Teich. Ich mag das, also ein kleines Naturreservat inmitten meines Vorstadt-Bereichs zu schaffen, in dem sich die Geschöpfe nach Belieben bewegen und freien Umgang mit den Ratten pflegen können, die hier wahrscheinlich in der Überzahl sind – abgesehen von den Ameisen vielleicht.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Übrigens, für die, die es vielleicht nicht erkennen: Das beigefügte Foto ist der unglaubliche Kokon des Monarchfalters. Ich weiß ja, ich weiß. Er sieht so aus, als sei er aus Marzipan – oder, was wahrscheinlicher ist, aus Plastik – hergestellt in einer Fabrik in Hanshin. Aber hier ist er. Meine Frage an alle Lepidopteraphilen da draußen: warum ein so farbenfroher und damit auffälliger Kokon? Aus demselben Grund, aus dem auch die Raupe und der ausgewachsene Schmetterling bunt sind? Also um potentielle Fressfeinde daran zu erinnern, dass sie nicht gut schmecken, weil sie giftige Herzglycoside aus der Seidenpflaze enthalten? Oder wollen sie einfach nur schön sein, auch während ihrer zauberhaften Metamorphose?<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Nun ja, gut. Genug davon. Was gibt’s Neues? Wie ich schon letzten Monat erwähnt habe, wird <em>Harper’s</em> <em>No Slant to the Sun</em> veröffentlichen, einen Auszug, der aus dem ersten Kapitel von <a href="https://www.tcboyle.de/werke/hart-auf-hart/"><em>Hart auf hart</em></a> besteht, was Ecco hier am 31. März und der Hanser Verlag im Januar herausbringen wird (jawohl, die Übersetzung erscheint vor dem Original!). Ich habe kürzlich erfahren, dass ich während der letzten beiden glorreichen Februarwochen in den deutschsprachigen Ländern auf Tour sein werde. Ob ich wohl abends ein Jacket brauche? Eine weitere Neuigkeit: Die vorletzte Erzählung <em>Was Wasser wert ist, weißt du (erst, wenn du keins mehr hast)</em> hat ein Zuhause gefunden, <em>Narrative</em>, das in der Vergangenheit schon Auszüge aus einigen meiner Romane gebracht hat, wird die Geschichte später in diesem Jahr, im Dezember, denke ich, veröffentlichen (zur selben Zeit wird der <em>Playboy</em> <em>Diebstahl und andere Sachen</em> bringen, und <em>McSweeney’s</em> hat <em>Die argentinische Ameise</em> versprochen. Die verbleibende Erzählung, <em>Der Fünf-Pfund-Burrito</em>, die wegen ihrer absoluten, uneingeschränkten Zügellosigkeit zu meinen Lieblingen in der neuen Gruppe von Geschichten gehört, wartet immer noch auf die Entscheidung eines Redakteurs, während ich das hier in die Tasten haue. Ich lasse Euch wissen, wie die Entscheidung ausfällt, sobald ich davon erfahre.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Die größten Neuigkeiten sind für mich jedoch persönliche, und zwar an zwei Fronten. Erstens, und das ist am wichtigsten, habe ich erfahren, dass Kerrie und Jamieson nach einigen gemeinsamen Jahren beschlossen haben zu heiraten (ich werde Euch im nächsten Monat berichten, wie alles abläuft, denn ich möchte keine Details im Voraus preisgeben, da ich fürchte, die Kardashians könnten die Party stürmen). Zweitens, und auch das ist insofern von Bedeutung, als es mich höchstwahrscheinlich noch eine Weile vom Selbstmord abhalten wird, habe ich mit dem nächsten Roman angefangen. Er befindet sich in einem sehr frühen Stadium, Leute, und ich kann  noch gar nichts darüber erzählen, aus Angst, die mit dem Schaffensprozess verbundenen Voodoo-Kräfte freizusetzen, aber ich kann sagen, dass mich das Thema wieder zur Umweltproblematik zurückführt. Wenn es funktioniert – wenn es auf bunten Flügeln dahinsegelt wie die Monarchfalter vor meinem Fenster &#8211; lasse ich es Euch wissen.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Bis dahin ciao.</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 25. August 2014 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann. </span></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-25-08-2014/">What&#8217;s New? 25/08/2014</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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		<title>What&#8217;s New? 21/12/2013</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-21-12-2013/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Dec 2013 22:59:23 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Ich schreibe die Folge dieses Monats in drei Abschnitten; der erste datiert vom 14. Dezember: Heute sehr früh aufgestanden, hier auf 2.200 Metern Höhe im Sequoia National Forest, ermutigt durch meinen Hund, der jetzt über ein Jahr alt ist. Der Hund muss Kot absetzen. Gut, in Ordnung. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-21-12-2013/">What&#8217;s New? 21/12/2013</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
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<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2023/12/news_174i1.jpg" alt="" width="300" height="300" class="alignleft size-full wp-image-7639" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2023/12/news_174i1.jpg 300w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2023/12/news_174i1-150x150.jpg 150w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Ich schreibe die Folge dieses Monats in drei Abschnitten; der erste datiert vom <strong>14. Dezember:</strong> Heute sehr früh aufgestanden, hier auf 2.200 Metern Höhe im Sequoia National Forest, ermutigt durch meinen Hund, der jetzt über ein Jahr alt ist. Der Hund muss Kot absetzen. Gut, in Ordnung. Ich schlüpfe behutsam in meine Schichten an Kleidung (Jeans, T-Shirt, Pullover, Lederjacke, Daunenweste, Strickmütze), schnüre meine Stiefel und begebe mich hinaus in die Stille, noch rührt sich niemand, obwohl es Samstag ist und mir aufgefallen ist, dass vor enigen der Hütten SUVs stehen. Lautlose SUVs, mit Raureif bedeckt, die gestern früh noch nicht da waren. Einmal um den See herum, etwas über eine halbe Meile, die Temperatur bei minus 8 Grad Celsius, dann die Treppe wieder hoch und  hinein in den unteren Raum des Hauses (oder Hütte, wie man es auch nennen könnte – zur Klarstellung  siehe <em>Mein Schmerz ist größer als deiner</em>). Ich zünde den Holzofen an, setze mich ein Weilchen davor und beobachte die Sonne, wie sie anfängt, die Wipfel der höchsten Bäume zu bescheinen, während sie sich langsam über den Berg im Osten erhebt. Dann geht‘s nach oben in die Küche zum Frühstück für mich und den Hund, die Temperatur im Haus bei sieben Grad und langsam – sehr langsam – ansteigend. Ich lese die alte Zeitung noch mal, die ich am Donnerstag mitgebracht habe, kaue auf einem Bagel und einer Handvoll Nüssen herum, kehre dann zum Ofen zurück, um für etwa eine Stunde ein gutes Buch zu lesen, bevor ich wieder die Treppe zu meinem Schlaf- und Arbeitszimmer hochsteige, um den Laptop anzuwerfen und den Klassik-Sender einzuschalten. Zeit zum Arbeiten. Oder nein, Moment mal, Zeit für ein <em>Nickerchen</em>.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Fünfzehn Minuten später bin ich wieder auf, mache Tee, und  jetzt, endlich, als ich es nicht länger aufschieben kann, fange ich an zu arbeiten. An einer neuen Erzählung. Die Geschichte ist zur Hälfte bis zur Ziellinie gekommen, aber sie versucht, ganz viel an Ideen und Erfahrung auf ihren zu wenigen Seiten einzufangen und stellt mich dadurch vor eine Menge kleiner Probleme, die ich nach besten Kräften zu lösen versuche. Ziemlich bald ist es zwei Uhr und die Geschichte ist um eine einzige halbwegs fertige Szene vorangekommen, und ich bin soweit, eine Schüssel Müsli als karges Mittagsmahl zu mir zu nehmen und dann in den Wald hinaus zu gehen. Die Innentemperatur ist auf dreizehn Grad angestiegen, was mir ganz recht ist, denn ich bin drinnen wie draußen gleich angezogen, und die Außentemperatur ist auf sieben Grad hochgeschnellt. Die Stelle, zu der ich gehe, ist anderthalb Meilen entfernt, und ich stelle fest, dass ich der erste Mensch hier draußen bin, seit am letzten Samstag Schnee gefallen ist, und seine Unberührtheit ist wirklich sehr schön, aber das bedeutet, mir in der dünnen Luft einen Weg zu bahnen, und ich spüre die Anstrengung durch die Beine hindurch bis hinauf in meine Brust, noch nicht mal ein Fuß Schnee, aber <em>trotzdem</em>. Der Hündin ist das alles natürlich ganz egal, sie wirbelt wie wild durch den Schnee aus purer Freude und hält inne, um mit den Kojoten im Urin-Code zu kommunizieren, die vermutlich schlafen und deren Ahnen in einer Schneesturmnacht vor einer Dekade mit ihrer betagten Vorgängerin verschwunden sind.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Als ich dort ankomme, finde ich eine Felswand in der Sonne mit Blick auf eine tiefe, von einem Fluss gegrabene Schlucht, und ich lasse mich nieder, schlage mein Buch auf und lese. Schaue auf die Landschaft, hinunter auf die Seiten, wieder hoch auf die Landschaft, nach unten auf die Seiten. Um vier Uhr mache ich mich auf den Heimweg und um fünf bin ich im Hüttendorf und plaudere mit Leuten, die ich seit dem Sommer nicht mehr gesehen habe. Rotwein. Eine Pause am offenen Feuer. Dann nach Hause zum Topf mit Marinara-Sauce (frisch zubereitet, also keine Angst), zu einem Buch und einem Film auf DVD. Nach dem Film dem Hund zuliebe noch eine Runde um den See, die Nacht ist klar und kalt, die Temperatur im einstelligen Minusbereich. Dann zu Bett mit einem Buch und Musik aus dem Radiosender in Fresno. Und dann? Licht aus.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Wenn doch jeder Tag so ruhig ablaufen würde. (Aber klar, wenn es so wäre, würde ich mich wahrscheinlich erschießen.) Aber genau deswegen ziehe ich mich in die Berge zurück – um die Welt abzuschalten und in einen neuen, langsameren Rhythmus zu gelangen, dem Gehirn eine Pause zu gönnen und es wieder seiner wahren Bestimmung zuzuführen, der Erfindung von Geschichten. Ich werde die Idylle hier noch ein paar Tage genießen und dann den Berg hinunterfahren und mich mit dem Rest der Familie wieder vertraut machen.</p>
<p><strong>18. Dezember:</strong> Aufräumen, packen (wobei ich meinen Laptop und die inzwischen fertige Geschichte mit dem Titel <em>Wiedererleben</em> nicht vergessen darf), die Wasserleitungen entleeren, Frostschutzmittel in die Toiletten geben, zweimal um den See mit dem Hund, dann die Fahrt den Berg hinab. In keiner Weise gefährlich (siehe den <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-24-11-2011/">Blog-Eintrag vom 24. November 2011</a>, eine radikal andere Perspektive), denn der Wärmeschub hat das Eis von den Straßen geräumt. Etwas über zwei Stunden bis Bakersfield, wo ich mich im ehrwürdigen Bakersfield Sizzler mit Salat und Eistee stärke, dann über den Grapevine-Pass und in etwa zwei weiteren Stunden zurück nach Hause. Frau Boyle? Erwartet mich in einem Gestöber aus Wolle (sie strickt Mützen als Weihnachtsgeschenke). Ihre Belohnung? Ein Ausflug die Straße hinunter bei klarem, kaltem Himmel zum hiesigen Sushi-Laden. Nichts geht über den Geschmack von rohem Fisch nach einem Arbeitspensum in den Bergen.</p>
<p><strong>21. Dezember:</strong> Wintersonnenwende. Ich bin wieder auf Meereshöhe, atme die schwere, sauerstoffreiche Luft und schlage mich mit den verschiedenen Schwierigkeiten, Krisen und regelrechten Katastrophen herum, die sich in meiner Abwesenheit ereignet haben. Aber alles ist gut, und ich bin auf dem Weg runter nach Los Angeles, um Milo abzuholen, dessen Flug sich gestern den ganzen Tag verspätet hat, sodass er erst sehr spät ankam. Was ich nicht tue, ist an den oben erwähnten Hund zu denken, der den Kojoten zum Opfer gefallen war. Kutya. Der weiße Puli, vierzehn Jahre alt, den sein Schicksal an einem winterlichen Neujahrstag ereilte, und dessen Name und Andenken als widerspenstiges Haustier von Sara Hovartry Jennings, Protagonistin meines kommenden Romans <a href="https://www.tcboyle.de/werke/hart-auf-hart/"><em>Hart auf hart</em></a>, wie ihr sehen werdet, wieder zum Leben erweckt wird. Ich war allein während eines Schneesturms auf den Berg gekommen, mit ihm und dem ein Jahr alten Hündchen Darda (die jetzt leider auch verstorben ist). Ich rutschte von der Straße in eine Schneewehe, konnte aber wieder herauskommen und es mir und den Hunden sicher in der Hütte bequem machen. Danach machten wir einen Spaziergang um den See und genossen die Wucht des Sturms. Ein schneereiches Jahr. Drei Meter hohe Bermen. Die Straße eine Skipiste. Sehr schön. Dann aßen wir und saßen am Feuer, und danach genoss ich ein paar ungesalzene Pistazien in der Schale und teilte Kutya, der sie liebte, einen ordentlichen Anteil zu.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Es wurde elf Uhr und der Sturm ließ nicht nach, und so machten wir uns fertig für unseren Gute-Nacht-Spaziergang um besagten See. Nun gut. Aber habe ich schon erwähnt, dass Darda läufig war und dass Kutya, der geile alte Gentleman, an diesem Tag schon recht viel Energie auf sie verwendet hatte? Und dass er ein Hund mit eigenem Willen war? Wir zogen los, Darda und ich, in den Schneesturm hinein, doch Kutya blieb zurück auf der Veranda. Das war das letzte, was ich von ihm sah. Was passiert ist, wie ich später rekonstruiert habe, war Folgendes: Er hatte Lust, einfach auf der anderen Seite um den See herumzugehen, um zu uns zu stoßen, ein einfacher Spaziergang von ein paar hundert Metern, aber er rechnete nicht mit den abgemagerten und zerlumpten Kojoten, die das Flussbett auf der anderen Seite hochkamen, Kojoten mit einer besonderen Vorliebe für Hundebauch, gefüllt mit Trockenfutter und Pistazien.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Als ich im darauf folgenden Sommer zum Berg zurückkehrte, sagte meine Freundin Rose, deren Nachbar Bob das Grundstück hinter meinem gehörte: »Hey, Tom, hast du deinen Hund jemals wiedergefunden?« »Leider nicht, Rose. Ich glaube, die Kojoten haben ihn erwischt.« »Yeah«, sagte sie, »Bob hat einen Schädel da hinten gefunden und ich hab&#8216; ihn für dich auf dem Bücherregal aufgehoben, aber dann hat mein Hund mit ihm herumgespielt und ich weiß nicht, wo er geblieben ist.«<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Also, kurz gesagt: <em>You better watch out, you better not shout, you better not cry, I’m telling you why &#8230;</em> Jemand kommt in die Stadt. Hoffentlich ist dieser Besuch ein fröhlicher. Genießt die Feiertage, Menschen, Kojoten und alle anderen.</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 21. Dezember 2013 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann. </span></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-21-12-2013/">What&#8217;s New? 21/12/2013</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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