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	<title>Sequoia Nationalpark Archive - www.tcboyle.de</title>
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	<description>Die deutschsprachige Website über T.C. Boyle</description>
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	<title>Sequoia Nationalpark Archive - www.tcboyle.de</title>
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		<title>What&#8217;s New? 26/06/2015</title>
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		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Jun 2015 21:34:05 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Ihr werdet feststellen, dass Milo kürzlich meinen Twitter-Feed zu diesen Seiten hinzugefügt hat, was in meinen Augen nur dazu beiträgt, unsere Reichweite ein wenig zu vergrößern und ein neues Publikum dazu zu bewegen, uns hier zu besuchen. Wie viele von Euch wissen, habe ich die ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-26-06-2015/">What&#8217;s New? 26/06/2015</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2025/06/news_192i1.jpg" alt="" width="300" height="300" class="alignleft size-full wp-image-8269" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2025/06/news_192i1.jpg 300w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2025/06/news_192i1-150x150.jpg 150w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Ihr werdet feststellen, dass Milo kürzlich meinen <a href="https://x.com/tcboyle" target="_blank">Twitter-Feed</a> zu diesen Seiten hinzugefügt hat, was in meinen Augen nur dazu beiträgt, unsere Reichweite ein wenig zu vergrößern und ein neues Publikum dazu zu bewegen, uns hier zu besuchen. Wie viele von Euch wissen, habe ich die Sozialen Medien bisher gemieden, weil wir hier schon seit fast sechzehn Jahren unseren eigenen Treffpunkt haben, lange bevor es Facebook, Twitter und Co. gab. Ich war zufrieden – und erfreut, geehrt und begeistert – darüber, mit so vielen von Euch tiefgründigen und unendlich kreativen Lesern in Kontakt zu sein und hatte mich deshalb dagegen gesträubt, das auszuweiten, bis Ecco im Zusammenhang mit der Veröffentlichung von <a href="https://www.tcboyle.de/werke/hart-auf-hart/"><em>Hart auf hart</em></a> Ende März den Twitter-Account einrichtete. Seitdem twittere ich wie wild und finde das Medium perfekt, nicht nur für launige Sprüche, sondern auch, um mit einem lustigen Augenzwinkern einen Einblick in mein tägliches Leben hier an der Küste Kaliforniens zu geben, wobei der Schwerpunkt darauf liegt, wie die Natur schaltet und waltet, hier auf diesem kleinen, anderhalb Hektar großen Grundstück. Normalerweise wäre ich jetzt in den Bergen und würde Euch in monatlichen Häppchen mit Nachrichten aus der Wildnis des Sequoia Nationalparks versorgen, aber die Umstände haben mich in den letzten zwei Monaten zu Hause gehalten, Monate, die so entspannt und alltäglich waren wie kaum welche in meiner Erinnerung (eine wahrhaft willkommene Erholung nach der Tournee durch dreißig Städte hier und im Ausland, die den größten Teil der Zeit von Februar bis Ende April in Anspruch genommen hat). Also: die Tweets. Viel Spaß damit. Betrachtet sie als eine weitere Schicht der gehaltvollen Torte, die wir alle hier genießen.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Was gibt’s Neues? Also, gestern Morgen war einer von den beiden hier nistenden Rotschwanzbussarden auf dem Sims direkt vor dem Fenster die ganze Zeit am Pfeifen/Kreischen, was ziemlich aufregend war, aber er/sie machte sich davon, bevor ich ein Foto schießen konnte, weil mein Handy gerade aufgeladen wurde (eine echte Plage – warum können sie kein ewiges Telefon erfinden, das ausschließlich mit Atommüll betrieben wird?). Noch mehr Neues? Die Monarchfalter haben unzählige Eier auf meinen bald abgefressenen Wolfsmilchgewächsen abgelegt. Noch mehr? Die Fische im Teich halten sich wacker, die Ratten werden weniger (nur für kurze Zeit, da bin ich mir sicher), und die Dürre dauert an, und die Zeit der Feuersbrünste droht über unseren Köpfen. Wir hoffen alle auf einen schönen, nassen El-Nino-Winter, die Anzeichen dafür sind vielversprechend, aber für die Robbenjungen wird es dieses Jahr schwer, sie drohen zu verhungern, wenn das Wasser sich erwärmt und ihre Beute weniger wird.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Was die literarischen Neuigkeiten angeht (darum soll es sich hier doch drehen, oder?) so kann ich sagen, dass der neue Roman, <a href="https://www.tcboyle.de/werke/die-terranauten/"><em>Die Terranauten</em></a>, gut vorankommt und jetzt ertwa 2/3 des Wegs bis zur Ziellinie geschafft ist. Diesmal fiel es mir besonders schwer, nach der Tournee wieder mit dem Schreiben anzufangen, und ich weiß nicht genau, warum. Ich hatte den ersten der beiden geplanten Abschnitte fertiggestellt, bevor ich mich auf den Weg machte, um die Flughäfen dieser Welt heimzusuchen, und das war ganz in Ordnung so, aber vielleicht war diese Tour so lang und anstrengend, dass nicht sofort alles wieder seinen Platz einnahm, angesichts der fiktiven Welt, in der meine Terranauten leben. (Nebenbei, klingt das wie ein Science-Fiction-Titel? Na ja, das ist es ja auch, aber eigentlich doch nicht, wie Ihr dann sehen werdet.) Jedenfalls hat das ruhige Alltagsleben zu Hause eine wunderbar erholsame Wirkung gehabt, und jetzt stecke ich tief drin im Buch und steuere auf sein immer noch mysteriöses Ende zu.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Werde ich meine Figuren umbringen, wie wir letzte Woche im Message Board so lebhaft diskutiert haben? Ich bin mir noch nicht sicher. Ich hoffe nur, dass sie mich nicht vorher umbringen.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Ciao.</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 26. Juni 2015 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann. </span></p>
<hr />
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-26-06-2015/">What&#8217;s New? 26/06/2015</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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		<item>
		<title>What&#8217;s New? 31/07/2013</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-31-07-2013/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Jul 2013 21:21:50 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Oben in den Sequoias, als ich das schreibe, bevor ich den Berg hinabsteige, um es zu Euch zu bringen. Ein Tag mit außergewöhnlichem Wetter, wirklich ein Wunder: Wasser ist in seinem natürlichen Zustand erschienen, wenn auch kaum genug davon, um den Staub zu legen, geschweige denn ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-31-07-2013/">What&#8217;s New? 31/07/2013</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Sabine Anders</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2023/07/news_169i1.jpg" alt="" width="225" height="300" class="alignleft size-full wp-image-7186" />Oben in den Sequoias, als ich das schreibe, bevor ich den Berg hinabsteige, um es zu Euch zu bringen. Ein Tag mit außergewöhnlichem Wetter, wirklich ein Wunder: Wasser ist in seinem natürlichen Zustand erschienen, wenn auch kaum genug davon, um den Staub zu legen, geschweige denn die ausgetrockneten Flüsse oder den unschwimmbaren See aufzufüllen, von dem jetzt nicht mehr übrig ist als knapp ein Meter tiefes, trübes Wasser, unglückliches Seegras und ein Fundament aus einem reinen, reichhaltigen, stinkenden Schlamm. Trotzdem muntern die Wolken und die Feuchtigkeit mich auf – wie ich hier schon einmal erwähnte, habe ich so viel Sonnenschein gehabt, dass es mir für sechs Lebensspannen reichen würde. (Ah, Irland, grüne Insel meiner Vorfahren, wie konnte ich deine Nebel, deine Finsternis, deinen duftenden Regen, deinen Whisky für einen Wüstenort wie diesen verlassen!) Jedenfalls ist das alles nur Vorspiel für das Leitthema der Depesche dieses Monats: Grundbesitz.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Ja, trotz meiner anderslautenden Proteste, bin ich an diese Berge gebunden, sogar in der trockensten der trockenen Zeiten, und nach so vielen Jahren als Mieter bin ich schließlich eingeknickt und habe ernsthaft darüber nachgedacht, mir selbst eine kleine, schöne Hütte zu kaufen (und danke, meine Leser, dass Ihr mir durch den großzügigen und enthusiastischen Kauf meiner Bücher das Einkommen dafür beschert habt). Wie ihr auf dem Bild anbei sehen könnt, muss man ein bisschen Arbeit hineinstecken (ich denke an Wände, einen Boden und ein Dach, für den Anfang), aber Ihr müsst das Positive sehen: sie ist sicher gut durchlüftet. Und einladend. Und sie ist ein Paradebeispiel für das Mantra der Grundstücksmakler: Standort, Standort, Standort.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Ich neige hier oben wirklich dazu, länger und härter zu arbeiten, wenn auch vielleicht nur wegen des Langeweilefaktors, und ohne das Gefrett des wirklichen Lebens habe ich mehr Zeit zum Lesen, Nachdenken, die Natur anzustarren und natürlich tägliche Besuche bei der Hütte, um einen gleichgültigen Rotwein auf der Terrasse unter der Schirmherrschaft der großen Kiefern und der Zitterpappeln zu trinken. Jeden Tag nach der Arbeit mache ich mit dem Hund eine Wanderung, die normalerweise an der besagten Hütte endet, die von dort, wo ich jetzt sitze, ungefähr eine halbe Meile die Straße hinauf liegt. Aber ich entscheide mich für den längeren Weg, durch den Wald und dann eine Holzfällerstraße entlang und schließlich den fast immer verlassenen Western Divide Highway hinauf, eine Reise von ungefähr drei Waden massierenden Meilen. Nach der Hütte kehre ich wieder nach Hause zurück, zu dem Topf Marinara, den ich letzten Monat erwähnt habe (immer noch genießbar, oder zum Großteil), mehr Lektüre, ein Film, geliefert in diesem antiken Format (eine DVD, geliehen aus der S.B. Bücherei) und dann ab ins Bett mit diesem ehrenwerten Dampfkessel, Frau Boyle (sie in ihrem Kopftuch und ich mit meiner Mütze, bereit für ein langes Sommerschläfchen).<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Wie ich hier bereits erwähnt habe, heißt der Roman <em>The Harder They Come</em> (dt. <a href="https://www.tcboyle.de/werke/hart-auf-hart/"><em>Hart auf hart</em></a>), beschäftigt sich mit amerikanischer Gewalt und spielt in der Gegenwart. Der Epigraf stammt aus D.H. Lawrences <em>Studies in Classic American Literature: The essential American soul is hard, isolate, stoic and a killer. It has not yet melted</em>. (Die essenzielle amerikanische Seele ist hart, abgesondert, stoisch und ein Killer. Sie ist noch nicht geschmolzen.) Das Buch eröffnet in Costa Rica (wo ich vor vier Jahren im Sommer war, und seht Euch bitte den <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-09-08-2009/">Blogeintrag vom 9. August 2009</a> im Archiv an für ein lebhaftes Bild und grausige Details), wechselt dann aber für die meiste Zeit nach Nordkalifornien. Es läuft so gut, dass der Roman, wenn ich den Herbst über hier in den Bergen bleiben könnte, vielleicht früher fertig wäre, aber die Pflicht ruft. Angenehme Pflicht. Denn in der zweiten Augustwoche werde ich im Studio sein und den letzten Teil der <a href="https://www.tcboyle.de/werke/t-c-boyle-stories-ii/"><em>T.C. Boyle Stories II</em></a> für Blackstone aufnehmen und dann, Anfang September, werde ich an Bord des großen Vogels steigen und nach Wien fliegen, weil die Stadt <a href="https://www.tcboyle.de/werke/america/">América</a> feiert, in Werner Richters Übersetzung, wonach ich die deutsche Tour für <a href="https://www.tcboyle.de/werke/san-miguel/"><em>San Miguel</em></a>, in Dirk Van Gunsterens Übersetzung, fortsetzen werde. Im Oktober (Details gibt es bald) wird die US-Tour für <a href="https://www.tcboyle.de/werke/t-c-boyle-stories-ii/"><em>T.C. Boyle Stories II</em></a> beginnen und im November werde ich als Gast der USC leben, atmen und herausgeben. Okay. Schön. Schriftsteller schreiben, aber sie machen auch andere Sachen, gewöhnen wir uns also daran. Abgesehen davon, wenn ich ohne Pause weiter bis zum Ende von <a href="https://www.tcboyle.de/werke/hart-auf-hart/"><em>Hart auf hart</em></a> durcharbeiten würde, was würde ich mit dem Rest meines Lebens anfangen?<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Zu guter Letzt, meine Freunde, muss ich Euch mitteilen, dass ich gerade, neben anderen, einen wundervollen Roman wiedergelesen habe, <em>Herzog</em>, von Saul Bellow, dem Philosoph-Komödiant, den ich all diese Jahre nicht gelesen habe. Er ist eine Freude. Hier ist meine Lieblingsstelle, die ich paraphrasieren werde: Als er zum ersten Mal jemanden Klavierspielen hört, bemerkte der Wilde, <em>»You fight ‘im, ‘e cry.«</em> (»Du kämpfst mit ihm, er weint.«) Toll. Genau was ich mit meiner eigenen, schweißbefleckten Tastatur mache.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Auf Wiedersehen, meine Damen und Herren. Bis zum nächsten Mal.</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 31. Juli 2013 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Sabine Anders.</span></p>
<hr/>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-31-07-2013/">What&#8217;s New? 31/07/2013</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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		<item>
		<title>What&#8217;s New? 22/12/2011</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-22-12-2011/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Dec 2011 22:40:15 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Wintersonnenwende. Ich habe vor, heute bei Sonnenuntergang an den Strand zu gehen und den Anlass irgendwie zu würdigen in der Hoffnung, dass die Sonne zu uns zurückkommt. (...) Inzwischen war ich wieder auf dem Berg, wo seit ungefähr einem Monat echter Winter herrscht ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-22-12-2011/">What&#8217;s New? 22/12/2011</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Sabine Anders</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2021/12/news_150i1.jpg" alt="" width="150" height="300" class="alignleft size-full wp-image-6347" />Wintersonnenwende. Ich habe vor, heute bei Sonnenuntergang an den Strand zu gehen und den Anlass irgendwie zu würdigen in der Hoffnung, dass die Sonne zu uns zurückkommt (aber andererseits ist natürlich, worauf ich jedes Jahr um diese Zeit hinweise, morgen der erste Sommertag, wenn man es so sehen will, da jeder Tag von heute an ein bisschen länger wird, bis am 21. Juni der Winter einsetzt und sich der Prozess umkehrt). Inzwischen war ich wieder auf dem Berg, wo seit ungefähr einem Monat echter Winter herrscht: Der See ist in einer einzigen Nacht zugefroren und das lang gebliebene Paar Blesshühner ist in günstigere Klimazonen gezogen. Ich bin letzte Woche eine ganze Zeit lang durch die stillen Wälder gestapft, auf altem, hartem, verdichtetem und wiedergefrorenem Schnee, der aushält und auf den nächsten Sturm wartet, der, leider, bis auf weiteres nicht vorhergesagt ist. Es wird also dieses Jahr ein braunes und ein bisschen weißes Weihnachten im Wald des Sequoia Nationalparks geben. Nicht, dass es den Tieren etwas ausmacht. Sie hassen den Schnee. Sie halten nur aus, bis er komplett wegschmilzt und die länger werdenden Tage so schnell wie möglich die Sonne zurückbringen.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Für mich wird die verhältnismäßig friedliche Jahreszeit bald dem üblichen wilden Gewusel um die Welt weichen, diesem Gewusel, das stattfinden wird, um die deutsche Veröffentlichung von <a href="https://www.tcboyle.de/werke/wenn-das-schlachten-vorbei-ist/"><em>Wenn das Schlachten vorbei ist</em></a> im Januar zu unterstützen, die Veröffentlichung der Penguin-Taschenbuchausgabe desselben Romans (<em>When the Killing’s Done</em>) hier in den USA im März, und dann, wie ich bereits erwähnt habe, die Veröffentlichung des neuen Romans, <a href="https://www.tcboyle.de/werke/san-miguel/"><em>San Miguel</em></a>, hier und in Großbritannien im September/Anfang Oktober. Ich habe gerade den aktuellen Katalog von meinem deutschen Verleger, dem Hanser Verlag, erhalten, der »Schlachten« drei Seiten widmet und mich darüber informiert, dass ich im Mai in Wien, Hamburg, Berlin, München, Freiburg und Koblenz auftreten werde. Ich habe auch gerade erst erfahren, dass das deutsche öffentlich-rechtliche Radio die Hörbuchversion des Romans senden wird, mit meinem alten Freund Jan Josef Liefers als Erzähler. Und schließlich wird Hanser anschließend <a href="https://www.tcboyle.de/werke/san-miguel/"><em>San Miguel</em></a> veröffentlichen. Alles gut und schön.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Und so, während der Winter zu Ende geht und die neue Saison sich anschleicht und ihn verdrängt, wünsche ich Euch allen die allerbesten Feiertage und auch ein erfolgreiches neues Jahr, genau das Jahr, wie ich mir habe sagen lassen, das nach dem Maya-Kalender heute anfängt, die Tage bis zu unser aller Untergang am 21. Dezember 2012 zu zählen. Ich weiß nicht viel darüber, muss ich zugeben, aber ich nehme an, ich muss nochmal Mel Gibsons <em>Apocalypto</em> anschauen und nach Hinweisen suchen. In der Zwischenzeit wünsche ich Euch allen – vor allem Euch fröhlichen Diskussionsteilnehmern – andauernd volle Freude im Überfluss.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Bis zum Boden des Trinkbechers. Euer T.C.</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 22. Dezember 2011 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Sabine Anders.</span></p>
<hr/>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-22-12-2011/">What&#8217;s New? 22/12/2011</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>What&#8217;s New? 24/11/2011</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-24-11-2011/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Nov 2011 22:33:07 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn ich dieser Aktualisierung meiner Neuigkeiten einen Titel geben würde, müsste ich sie »die Glück gehabt am Leben zu sein und zu tippen«-Ausgabe nennen. Warum? Nun ja, wie schon viele andere vor mir, hätte ich ganz knapp mein Leben verloren bei dem Versuch, dem Schneesturm zu entfliehen ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-24-11-2011/">What&#8217;s New? 24/11/2011</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Sabine Anders</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2021/11/news_149i1.jpg" alt="" width="300" height="225" class="alignleft size-full wp-image-6323" />Und wenn ich dieser Aktualisierung meiner Neuigkeiten einen Titel geben würde, müsste ich sie »die Glück gehabt am Leben zu sein und zu tippen«-Ausgabe nennen. Warum? Nun ja, wie schon viele andere vor mir, hätte ich ganz knapp mein Leben verloren bei dem Versuch, dem Schneesturm zu entfliehen, der den Berg am frühen Sonntagmorgen erreicht hat. Wie jene wissen werden, die diesen Blog seit seinen Anfängen vor langer Zeit im Jahre 1999 verfolgen, verbringe ich eine Menge Zeit im Sequoia Nationalpark, zu jeder Jahreszeit, und der Winter ist die Jahreszeit, die ich am liebsten mag. Es gibt nichts Besseres als durch den Schnee zu stapfen und dann mit einem Buch neben dem Holzofen zu sitzen, während das Zeug vom Himmel fällt. Leider brach der Sturm nicht aus, bis ich für die Kurse am Montag wieder vom Berg runter musste. Als ich am Sonntag aufwachte, schneite es nur leicht, aber der Schneefall wurde stärker, während ich aufräumte und Dinge in das sehr solide Allradantriebfahrzeug warf, mit dem Gedanken, abzuhauen, solange es noch möglich war. Schön. Das war kein Problem. Ich rutschte direkt aus dem ungeräumten Parkplatz und holperte weiter, wobei ich nicht bemerkte (oder unterschätzte), dass die wenigen Zentimeter Neuschnee den gefrorenen Schneematsch vom vorherigen Nachmittag bedeckten – Glatteis, heißt das. Das Fahrzeug trieb also an der fiesesten der Kurven auf dem Weg bergab auf über 2.000 Meter Höhe oder so auf seinen vier Rädern quer über beide Spuren und kam auf einem sehr engen Seitenstreifen zum Stehen, nur Zentimeter von dem leitplankenlosen Abgrund entfernt. Zentimeter. Gut, da stand ein Baum, ungefähr eineinhalb Meter unter mir, aber in dem losgelösten Augenblick wusste ich nicht, ob das Fahrzeug ihn knapp verfehlen würde, wie in der Verfilmung von »Jurassic Park«, was bedeutet hätte, dass ich kopfüber in einen tiefen Abgrund gestürzt wäre. Es ist nicht passiert. In echt war alles, was ich tun musste, in den Gang 4-Low herunter zu schalten und mich dort hinaus zu wühlen. Die Moral von der Geschicht? Geht nie irgendwo hin aus keinem wie auch immer gearteten Grund.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Zu Hause warteten Neuigkeiten auf mich. Die scharfsinnigen Slowenen und Kroaten haben Übersetzungen von <a href="https://www.tcboyle.de/werke/die-frauen/"><em>Die Frauen</em></a> veröffentlicht (Zenske, übersetzt von Aleksandra Rekar, erschienen bei Modrijan; und Zene, übersetzt von Sofat Kuei, erschienen bei Fraktura), was mich riesig freut. Und dann habe ich von meinen amerikanischen und englischen Verlegern erfahren, dass sie <a href="https://www.tcboyle.de/werke/san-miguel/"><em>San Miguel</em></a> so gerne mögen, dass es in beiden Ländern kommenden Herbst erscheinen soll. Ausgezeichnete Neuigkeiten. Außer, dass das heißt, dass ich so ziemlich durchgehend auf Tour sein werde in einem, was sich abzeichnet, ziemlich anstrengendem Jahr. Da steht die zuvor erwähnte Tournee in den USA an mit <a href="https://www.tcboyle.de/werke/wenn-das-schlachten-vorbei-ist/"><em>Wenn das Schlachten vorbei ist</em></a> im März, gefolgt von der deutschen Tour für die Veröffentlichung dieses Buchs im Mai, und jetzt auch noch Herbsttouren in den USA und Großbritannien mit <em>San Miguel</em>. Danach, schätze ich mal, schreibe ich besser noch einen Roman. Da wir vom Schreiben sprechen: Ich habe übrigens gerade die zweite von dem geplanten Packen Geschichten fertig geschrieben, ein nicht-komisches Stück mit dem Titel <em>The Way You Look Tonight</em>, die gleich nach der abartig komischen kommt, <em>Los Gigantes</em>, die ich im letzten Blog-Eintrag erwähnt habe. Alles, was ich jetzt tun muss, ist, noch eine zu schreiben. Und noch eine. Und noch eine. Aber ist das nicht schließlich genau das, was ich in diesem Leben tun sollte? Diesem Leben, dem gnädigerweise eine Fortsetzung gewährt wurde, dank einem kleinen Fleck unter Schnee vergrabenem Kies?<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<em>Peace.</em> Und für diejenigen, die in den USA sind, ein schönes Thanksgiving. Und denkt daran, kauft Euren Vogel nicht von Hedda Gablers Truthahn-Farm. Ne, ne. Das geht gar nicht. Man kann einfach nicht wissen, wo diese Vögel überall waren. </p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 24. November 2011 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Sabine Anders.</span></p>
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		<title>What&#8217;s New? 04/08/2011</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-04-08-2011/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Aug 2011 17:24:15 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Sabine Anders</em></p>
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<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2021/08/news_145i1.jpg" alt="" width="300" height="300" class="alignleft size-full wp-image-5966" srcset="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2021/08/news_145i1.jpg 300w, https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2021/08/news_145i1-150x150.jpg 150w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Während ich diesen neusten Eintrag zur Feier des zwölfjährigen Jubiläums von tcboyle.com online stelle, bereite ich mich schon wieder darauf vor, in den großen, kreischenden Stahlvogel zu steigen und zu ertragen, wie all diese Stunden elend zerrinnen auf meinem Weg über die braune Leere Amerikas und die monotone, graue Platte des Atlantiks. Aber Halleluja! Zwölf Jahre! Und das macht mich, worauf ich oft mit der größten Bescheidenheit hingewiesen habe, zu einem der allerersten Blogger, obwohl ich den Begriff bis vor ein paar Jahren natürlich noch nicht einmal gehört hatte – es gab ihn damals nicht – und ich konnte mir nicht vorstellen, mir Zeit von meiner Arbeit zu nehmen, um täglich oder sogar wöchentlich einen Blogeintrag zu schreiben, was Ihr mir hoffentlich verzeiht. Tweets? Vergesst es. Ich warte nur auf das Gehirnimplantat.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Was ich zur Feier dieses glücklichen Anlasses getan habe, ist, mir den allerersten Eintrag anzuschauen, vom 4. August 1999 (Ihr könnt dasselbe tun, indem Ihr <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-04-08-1999/">hier auf das Nachrichtenarchiv</a> klickt). Meine Nachricht damals war, dass ich gerade meinen neuesten Roman, <a href="https://www.tcboyle.de/werke/ein-freund-der-erde/"><em>Ein Freund der Erde</em></a>, fertig geschrieben hatte und mich darauf freute, dass die gesammelten Kurzgeschichten, <a href="https://www.tcboyle.de/werke/t-c-boyle-stories/"><em>T.C. Boyle Stories</em></a>, als Taschenbuch erschienen, und außerdem war ich gerade dabei, die nächste Sammlung zusammenzustellen, <a href="https://www.tcboyle.de/werke/schluss-mit-cool/"><em>Schluss mit cool</em></a>. Ach, das ist Geschichte. Aber hier und jetzt befinde ich mich in einer ähnlichen Lage. Ich habe den neuen Roman, <a href="https://www.tcboyle.de/werke/san-miguel/"><em>San Miguel</em></a>, oben auf dem Berg am 21. des letzten Monats fertig geschrieben, und freue mich darauf, ihn zu überarbeiten und in einem Monat oder so an meinen Agenten und Verleger zu schicken, und danach kann ich mich hoffentlich meinen Kurzgeschichten widmen, mit der Aussicht, die nächste Sammlung fertig zu stellen, <em>A Death in Kitchawank and Other Stories</em>, die vermutlich in Band II der Gesammelten aufgehen wird, damit dieser Band genauso dick und reichhaltig wird wie der erste.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Ich habe lange geschuftet, und mit Vollgas, um mich durch die Tour von <a href="https://www.tcboyle.de/werke/wenn-das-schlachten-vorbei-ist/"><em>Wenn das Schlachten vorbei ist</em></a> zu kämpfen und <a href="https://www.tcboyle.de/werke/san-miguel/"><em>San Miguel</em></a>, das Gegenstück dazu, bis zu meiner selbst auferlegten Frist, zum 31. Juli, fertig zu schreiben, und ich bin erschöpft. Und doch hatte ich, seit ich den neuen Roman fertig habe, meine ersten paar freien Tage seit langem und alles lief glänzend und glatt. Am Donnerstag letzte Woche war ich um neun Uhr in der Früh, anstatt an meinem Schreibtisch gefangen zu sein, mitten im Wald im Sequoia Nationalpark, untersuchte frischen Bärenkot, fütterte die Moskitos und hing der Frage nach, wo die Enten von unserem See ihren Tag verbringen (im Unterlauf des Holby Creek Flusses, in dem Sumpfgebiet dort, wo sie essen, paddeln und sich nervös über die Schultern schauen). Ich sprang in einen eiskalten Fluss und schwamm im See. Ich las. Wanderte. Sonnte mich. Genoss es. Und dachte nicht einmal an den gerade zu Ende geschriebenen Roman. Oder jedenfalls nicht viel.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Jetzt muss ich in eine ganz andere Art von Medium springen: das literarische Leben. Ich werde am 10. August beim Kilkenny Festival auftreten, wo der brillante Colm Tóibín mich vorstellen wird (wenn Ihr sein vorzügliches <em>Brooklyn</em> oder <em>The Master</em> oder <em>Mothers and Sons</em> noch nicht gelesen habt, erwartet Euch eine besondere Freude), und dann am 13. beim Edinburgh Festival. Dazwischen werde ich hoffentlich ein paar alte Freunde in Irland wiedersehen und ein klein bisschen Spaß haben. Dann heißt es wieder zurück an die Arbeit.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Fürs Erste aber hebt ein Glas zur Feier des Tages. Diese Internetseite hat mir so viel mehr Freude bereitet als ich mir je hätte vorstellen können, als ich sie am Anfang einrichtete, und ich bin Euch allen sehr dankbar. Und immer auch Milo, der das alles möglich gemacht hat.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<em>Slainte</em></p>
<p>P.S. Ich bitte alle Australier unter Euch um Entschuldigung. Mir ist aufgefallen, dass ich schon damals, 1999, angekündigt hatte, dass ich für einen Besuch zu Euch reisen würde, aber die Umstände haben es verhindert. Ich hoffe, dass ich es bald schaffe. Und in der Tat bin ich in Verhandlungen mit Eurem literarischen Establishment, Euren führenden Politikern und Diplom-Geologen getreten, um den Kontinent wenigstens ein paar tausend Kilometer näher an Kalifornien heran zu rücken. Das wäre die Krönung für mich.  </p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 04. August 2011 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Sabine Anders.</span></p>
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		<title>What&#8217;s New? 11/04/2011</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-11-04-2011/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Apr 2011 20:41:13 +0000</pubDate>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-11-04-2011/">What&#8217;s New? 11/04/2011</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Sabine Anders</em></p>
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<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2021/03/news_142i1.jpg" alt="" width="227" height="300" class="alignleft size-full wp-image-5856" />Ich bin jetzt wieder zu Hause nach dem letzten Sturm der Tournee mit <a href="https://www.tcboyle.de/werke/wenn-das-schlachten-vorbei-ist/"><em>Wenn das Schlachten vorbei ist</em></a>, der die Spreu vom Weizen trennte. Das war letzten Donnerstagabend vor einem kleinem, aber zähen Publikum im Bootleg Theater in L.A., ein Auftritt, der für den Fernsehsender arte Frankreich von einer Kamera-Crew aufgenommen wurde, die aus einem einzigen brillanten Kerl namens Olivier bestand. Jetzt ist bei mir wieder ein Anschein von Normalität eingekehrt und ich schreibe fleißig am zweiten Kapitel des dritten und letzten Teils von <a href="https://www.tcboyle.de/werke/san-miguel/"><em>San Miguel</em></a>, den ich hoffentlich Ende diesen Sommer fertig haben werde. Da wir hier natürlich von den Launen der künstlerischen Inspiration reden, weiß man nie. Vielleicht kommt es nicht dazu. Vielleicht brauche ich so viele Monate, Jahre und Jahrzehnte, um ihn zu Ende zu schreiben, dass ich in einer Irrenanstalt lande, wo ich – wahrlich, das denke ich – hingehöre. Aber kein Grund zur Sorge. Alles, was ich tun muss, ist, weiter diese Tasten zu drücken und der Roman wird sich selbst aus dem Ärmel schütteln.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;So. Was für zwei verrückte, mit Abenteuern vollgepackte Monate waren das. Hier ist einer der Höhepunkte der letzten Wochen, seit ich das letzte Mal auf diesen Seiten bloggifizierte: die einfallsreiche, witzige Inszenierung von <em>My Pain is Worse Than Your Pain</em> von dem einzigartigen und ganz und gar urkomischen Jeff Goldblum in der MBar in Hollywood für das WordTheatre. Er stellte den Erzähler als einen Betrunkenen dar, was er wirklich ist, und erntete stürmischen Beifall. Wie gesagt, was für ein Kick, wenn man erlebt, wie ein guter Schauspieler einem sein Werk darstellt, ganz zu schweigen wie reinigend eine gute Dreiviertelstunde ungetrübten Lachens sein kann. Dazu kommt, dass ich am Wochenende darauf im Getty Theater noch eine Dosis bekam, als Isaiah Sheffer <em>Rapture of the Deep</em> in dem fast überfüllten Theater spielte – auf brillante, schöne Weise: Er war Cousteaus vielgeplagter Koch. Mein Gott. Die Leute haben geheult vor Lachen. Die Show musste echt kurz unterbrochen werden, als eine Gruppe fassungsloser Frauen links von der Bühne erschrocken aufschrie, als Bernard (der besagte Koch) die Expedition sabotierte, indem er den mit knapp 2000 Litern Rohwein gefüllten Tank der Calypso ins Meer laufen ließ (das weindunkle Meer, heißt das).<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Und ich? Ich trottete von einem der unzähligen Auftrittsorte zum nächsten und gab einen Ausschnitt vom neuen Buch und meiner alten Kurzgeschichte zum selben Thema zum Besten: <em>Ende der Nahrungskette</em>. Es war leicht, die Leute zum Lachen zu bringen. Und ihnen Schrecken wie den oben genannten einzujagen. Außerdem bekam ich mitten unter alldem die aktuelle Ausgabe von <em>Storie</em>, der italienischen Zeitschrift, die zum zweiten Mal ein Werk von mir als Titelthema brachte. Ich danke Barbara Pezzopane für die Zusammenstellung des Hefts und Carlo Mello für seine Übersetzung. <em>Selvaggio</em> (<a href="https://www.tcboyle.de/werke/wild-child/"><em>Wild Child</em></a>) liegt uns damit komplett vor, sowohl auf Italienisch als auch auf Englisch, sowie ein Interview mit dem Autor und ein kurzer lyrischer Auszug aus <a href="https://www.tcboyle.de/werke/die-frauen/"><em>Die Frauen</em></a>, der aus dem Original gestrichen worden war. Sehr schön. Und das Titelbild zeigt ein altes Blatt Papier mit handgeschriebenen Notizen in dem fast unlesbaren Geschmier, das ich verwende, um den C.I.A. und jede andere Agentur zu täuschen, sterblich oder unsterblich, die vielleicht wirklich herausfinden will, was es mit mir auf sich hat. Diese Notizen, soweit ich das feststellen kann, gehören zu <a href="https://www.tcboyle.de/werke/ein-freund-der-erde/"><em>Ein Freund der Erde</em></a> aus dem Jahr 2000.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Und hier habt ihr es, meine Freunde. Nachdem ich so viel über die Natur und mein Bedürfnis, in der Wildnis allein zu sein (während ich in verschiedenen Hotelzimmern wohnte) geredet habe, habe ich jetzt endlich eine Gelegenheit, in die Berge abzuhauen, in denen ich schon viel zu lange nicht mehr war. Wie viele von Euch wissen, konnte ich über die Weihnachtsfeiertage nicht in die Wälder des Sequoia Nationalparks gehen, weil ich mich immer noch von dem Beinbruch erholte, den ich Ende letzten Sommer hatte (warum, ach, warum nur habe ich das Schicksal herausgefordert, indem ich <em>My Pain is Worse Than Your Pain</em> schrieb, in dem der Erzähler sein Bein nicht nur einmal, sondern zweimal bricht?), und ich freue mich darauf, mich mit dem Wald und seinen Bewohnern wieder bekannt zu machen. Alles in Ordnung. Echt unüberwindlich. Aber ich habe noch einen Termin, und zwar meinen jährlichen Solo-Auftritt bei der L.A. Times Buchmesse, wo ich am 30. April um 11 Uhr 30 vormittags im Bing Theater auf dem Campus der University of Southern California erscheinen werde, die der anderen Uni in der Stadt – wie hieß die noch mal? – ihre Pflichten als Gastgeber abgenommen hat.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Und was jetzt anbelangt, just diesen Augenblick? Eine erfrischende Tasse von meinem Lieblingstee und in meiner Vorstellung kehre ich zurück zu der kältesten, windigsten und abgelegensten aller Kanalinseln, <em>San Miguel</em>.</p>
<p>P.S.: Aber halt, wartet. Ich muss meine deutschen Leser darauf aufmerksam machen, dass meine neueste Geschichte, die ich letztes Frühjahr um diese Zeit geschrieben habe, am Osterwochenende in der Süddeutschen Zeitung erscheint, in der Übersetzung von Dirk van Gunsteren. Dabei handelt es sich um meine Tschernobyl-Geschichte <em>In der Zone</em>, die hierzulande für die nächste Ausgabe der <em>Kenyon Review</em> geplant ist. Wegen der traurigen Ereignisse in Fukushima hat die Geschichte eine direkte Relevanz, vor allem in Deutschland, wo Proteste die Atomkraftwerke geschlossen haben.</p>
<p>P.P.S. Okay, jetzt. Tschüss. </p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 11. April 2011 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Sabine Anders.</span></p>
<hr/>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-11-04-2011/">What&#8217;s New? 11/04/2011</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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		<title>What&#8217;s New? 27/03/2010</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-27-03-2010/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Mar 2010 13:21:31 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Leider ist die Regenzeit vorbei, aber der Frühling ist da. In den letzten zwei Wochen hatten wir hauptsächlich schönes Wetter, abgesehen davon, dass sich der Morgennebel vom Meer manchmal etwas länger hielt, und jetzt ist es gerade sonnig und um die 20 Grad.  Wie immer begann ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-27-03-2010/">What&#8217;s New? 27/03/2010</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Sabine Anders</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-3224" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2020/03/news_130i1.jpg" alt="" width="300" height="285">Leider ist die Regenzeit vorbei, aber der Frühling ist da. In den letzten zwei Wochen hatten wir hauptsächlich schönes Wetter, abgesehen davon, dass sich der Morgennebel vom Meer manchmal etwas länger hielt, und jetzt ist es gerade sonnig und um die 20 Grad. Wie immer begann mein Frühling nicht mit Osterblumen oder der Rückkehr der Zugvögel oder so etwas, sondern damit, dass diese kleinen, liebenswerten, jugendlichen Stubenfliegen wiederkamen, frisch ausgebrütet aus den Maden, die in den toten Ratten in der Wand und im Keller hausen. Sie sind so niedlich, diese Fliegen, wie sie aus den Wänden krabbeln und sich an den Fenstern versammeln, bis ihre mit Schleim überzogenen Flügel trocken genug sind, sodass sie damit fliegen können. Und der Geruch von verfaulendem Rattenfleisch ist auch sehr aromatisch. Frühling, ja genau.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Etwas positiver betrachtet bin ich ziemlich froschvoll (lest <em>Hopes Rise</em>, wenn Ihr eine Figur kennenlernen wollt, die wirklich reich an Amphibien ist). Ein Freund (ein junger Kerl ungefähr in meinem Alter, der seine volle Haarpracht lang wachsen lässt) und ich haben uns in letzter Zeit in einer Bar zu Besprechungen getroffen, abseits und im Stillen, sodass die nicht Eingeweihten denken könnten, wir heckten eine Art Drogen-Deal aus. Dabei haben wir nichts dergleichen getan: Stattdessen handelte es sich um einen Froschhandel. Dieser Freund hat erst vor drei Nächten ein paar von unseren sehr lautstarken und winzigen Baumfröschen gefangen und in meinen Teich gesetzt, in dem sie, sobald die Sonne untergeht, heiser vor Leben werden. Eidechsen, die still sind und weghuschen, sind etwas ganz anderes. Vorletzten Winter, als ich das Haus im Sequoia Nationalpark eröffnete, habe ich eine Zauneidechse über den Flur krabbeln sehen. Sie hat anscheinend im Feuerholz überwintert, und als ich den Holzofen anwarf und das Haus anfing, warm zu werden, kam sie heraus, etwas schwach auf den Beinen, weil sie dachte, es wäre Frühling, obwohl es mitten im Dezember war. Ich habe sie nach Hause nach Santa Barbara gebracht (nachdem ich mich schlau gemacht hatte, dass ihre Art im ganzen Staat weit verbreitet ist, damit ich keine ökologische Katastrophe heraufbeschwöre), wo sie jetzt anscheinend eine ganze neue Generation an Eidechsen hervorgebracht hat. Ich nehme an, sie war schwanger, als sie im Winterschlaf war. Entweder das, oder sie hat vor Ort einen Liebhaber gefunden.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;So stehen die Dinge hier also, wenigstens im Hinblick auf die Natur, oder das, was von ihr übrig ist. Was neue Veröffentlichungen betrifft: Wer sich dafür interessiert, kann sich auf die kommende Ausgabe von McSweeney’s (#34) freuen, mit einem Teil aus <a href="https://www.tcboyle.de/romane/wenn-das-schlachten-vorbei-ist/"><em>Wenn das Schlachten vorbei ist</em></a>, mit dem Titel <em>The Wreck of Beverly B.</em>, und auf das Atlantic Magazin, mit einer neuen Geschichte namens <em>The Silence</em>. Ich habe auch erfahren, dass Orion einen weiteren Teil des Romans abdrucken wird, genannt <em>Scorpion Ranch</em>, während Harper’s, das gerade erst <em>My Pain is Worse than Your Pain</em> in der Januar-Ausgabe abgedruckt hat, nun gegen Ende des Jahres auch die vierte von den neuen Geschichten veröffentlichen wird, <em>What Separates Us From the Animals</em>. Was die Hörbücher angeht, so ist die Blackstone Version von <a href="https://www.tcboyle.de/kurzgeschichten/wild-child/"><em>Wild Child</em></a>, gelesen vom Autor, erschienen, und hat eine tolle Rezension im AudioFile Magazin bekommen, in dem mein Akzent als »westlich« beschrieben wird. Das ist sehr interessant, in der Tat, besonders wenn ich den Mund aufmache und »dog« oder »coffee« sage. (Ich spiele außerdem mit dem Gedanken, <em>My Pain is Worse Than Your Pain</em> bei meinem alljährlichen Auftritt auf der Los Angeles Buchmesse zu lesen, am Sonntag, 25. April, um 3 Uhr nachmittags, und für diese Geschichte braucht man einen etwas ländlichen Akzent, zu dem ich leider nicht in der Lage bin, fürchte ich.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Aber zurück zur Natur: Schießt der Saft, wo so viele von Euch leben, die diese Seite besuchen? Ich erinnere mich daran, dass ich als Jugendlicher im College aus den Eimern getrunken habe, die an den Ahornbäumen im Staat New York hingen. Ich habe das mehr als einmal gemacht. Spät in der Nacht. Als ich von Bar zu Bar zog. Der Saft schmeckt wie sehr kaltes, leicht süßliches Wasser, wunderbar erfrischend, aber er hatte die erstaunliche Nebenwirkung, dass ich zu meiner jetzigen Größe in die Höhe schoss. Ich war nur fünf Fuß, als ich den ersten solchen kühlen Eimer mit den Lippen berührte, und am nächsten Tag war meine Hose mir schon zu kurz. Verdammt, hätte ich nur ein bisschen mehr getrunken, hätte ich vielleicht ein Basketball-Stipendium bekommen.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Jedenfalls wünsche ich Euch auf der nördlichen Halbkugel einen schönen blühenden und warmen Frühling, ganz zu schweigen von den Insekten. Bleibt gesund. Atmet tief. Und grabt Eure kurzen Hosen und Badeanzüge aus. </p>
<hr>
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 27. März 2010 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Sabine Anders.</span></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-27-03-2010/">What&#8217;s New? 27/03/2010</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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		<title>What&#8217;s New? 21/12/2005</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-21-12-2005/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Dec 2005 22:33:00 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Beate Walz</em></p>
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<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2025/12/news_81i1.jpg" alt="" width="198" height="300" class="alignleft size-full wp-image-8492" />Kürzester Tag des Jahres. Also können wir uns logischerweise ab morgen wieder auf den ersten Tag des Sommers freuen, nicht wahr? Hallelujah! Weg mit der Schneeschaufel, her mit dem Strandtuch! Aber na klar, wie Ihr loyalen Messagistas, Passivistas und freudig Erregten wisst, sehne ich mich zu dieser Zeit des Jahres nach Winter &#8211; daher habe ich bereits zwei Abstecher auf den Berg hinter mir (und zwar in den Sequoia Nationalpark auf 7.200 Fuß: lest unter anderem <a href="https://www.tcboyle.de/werke/zaehne-und-klauen/"><em>Vom raschen Aussterben der Tiere</em></a>, <a href="https://www.tcboyle.de/werke/schluss-mit-cool/"><em>Nach der Pest</em></a> und <a href="https://www.tcboyle.de/werke/ein-freund-der-erde/"><em>Ein Freund der Erde</em></a>, falls Ihr Euch ein Bild davon machen wollt). Wie waren die besagten Abstecher? Ein paar kalte Nächte um die Null Grad, und dann am Samstag in der Frühe der Geruch von Schnee, gefolgt von einem nassen, dicken Anwachsen des Weißen Zeugs auf drei oder vier Inches (1 Inch = 2,54 Zentimeter), gekrönt von einem Dauerregen am Tag und in der Nacht darauf. Wirklich nett. Das ist mein Lieblingswetter. Ich stapfte durch die Wälder, begleitet von meinem kaniden Freund, schürte das Kaminfeuer, las, schrieb, entspannte.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Wo wir gerade vom Kaniden, dem besten Freund des Menschen sprechen, so ist die jüngste der neuen Kurzgeschichten (<em>Admiral</em>, eine sehr spezielle Story über einen sehr speziellen, geklonten Hund) nun abgeschlossen, und ich ziehe vielleicht noch eine weitere Kurzgeschichte in Erwägung, bevor ich mich voll und ganz der Recherche für den nächsten Roman widme, mit welchem ich mich bereits vorbereitend befasst habe. Unterdessen kann ich berichten, dass zusätzlich zu den hier bereits erwähnten Storys (<em>Three Quarters of the Way to Hell: A Christmas Story</em> in der Dezember-Ausgabe des amerikanischen <em>Playboy</em>, <em>La Conchita</em> im <em>New Yorker</em> vom 12. Dezember und die Novelle <a href="https://www.tcboyle.de/werke/das-wilde-kind/"><em>Das wilde Kind</em></a>, geschrieben von der Heldin des Romans <a href="https://www.tcboyle.de/werke/talk-talk/"><em>Talk Talk</em></a>, Dana Halter, im nächsten <em>McSweeney&#8217;s</em>) die Zeitschrift <em>Harper&#8217;s</em> eine weitere Short Story, <em>Frage 62</em>, in einer späteren Ausgabe veröffentlichen will, wie ich hörte. Ebenso freue ich mich erwähnen zu können, dass sich <em>Zähne und Klauen</em> in der Vorweihnachtszeit recht gut verkauft und es in viele Jahresbestlisten geschafft hat, was den Aufwand wettmacht. Und außerdem gibt es ein paar filmische Neuigkeiten: Debra Winger hat die Produzentenrechte an <a href="https://www.tcboyle.de/werke/drop-city/"><em>Drop City</em></a> erworben, und Universal Pictures hat die Verhandlungen für <a href="https://www.tcboyle.de/werke/talk-talk/"><em>Talk Talk</em></a> abgeschlossen. Offizielle Ankündigungen werden bis nach den Weihnachtsferien warten müssen, doch ich konnte Euch Messagistas diese Schmankerln doch nicht vorenthalten. Ich werde in Kürze weitere Details nachliefern und die Unterseiten »Filme« auf meiner Homepage überarbeiten, falls der technische Stab unter den verschiedenen Bürden des Lebens hervorgezogen werden kann, den er zu tragen verdammt ist.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Und nun, abschließend, wie es unser Gewohnheitsrecht und Privileg durch all diese stürmischen, tüchtigen und zuweilen traurigen vergangenen Jahre gewesen war, wünschen wir hier von der feinsten Website des Universums Euch allen, den feinsten Fans des Universums, all Euch fröhlichen Messagistas und unterschwellig heiteren Nur-Lesern ein fröhliches Weihnachtsfest, frohes Chanukka und aufregendes Kwanzaa.</p>
<hr />
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 21. Dezember 2005 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Beate Walz.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-21-12-2005/">What&#8217;s New? 21/12/2005</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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		<title>What&#8217;s New? 18/11/2002</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-18-11-2002/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Nov 2002 22:43:52 +0000</pubDate>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-18-11-2002/">What&#8217;s New? 18/11/2002</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
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<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-2869" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2019/08/news_0.jpg" alt="" width="300" height="225">Frost bedeckt den Kürbis, die Bäume stehen ohne Blätter da, das Eis am Ufer schiebt sich jeden Morgen weiter hinaus, bis es dem See schließlich das Herz zerquetschen wird. Aber nicht hier. Hier herrschen vierundzwanzig Grad Celsius (wir haben gerade eine Mini-Hitzewelle), die Sonne scheint und wir spielen alle Volleyball am Strand. Und die Schmetterlinge sind zurückgekehrt – das heißt, die Monarch-Falter flattern die Küste herunter zu ihrem Zufluchtsort in den Wäldern weit im Hinterland. Doch nun Schluss mit dem Wetterbericht – kommen wir zum Karpaltunnel-Syndrom. Zum Glück bin ich davon verschont geblieben, selbst als ich die 3500 Unterschriftenbögen für den Spezial-Erstdruck von <a href="https://www.tcboyle.de/werke/drop-city/"><em>Drop City</em></a>, die dem Buch beigefügt werden, hinter mir hatte; und ich habe sie pünktlich dem Viking-Verlag zurückgeschickt. Natürlich hatte ich, wie Henry Bech in der Romanreihe von John Updike, gegen Ende einige aufreibende Tage, aber ich hatte ja eine reizende Assistentin, die die Seiten für mich zum Unterschreiben bereitlegte, und ich konnte die Endspiele der Baseball-Liga akustisch genießen (mit einem gelegentlichen kurzen Blick zum Fernsehschirm, um wenigstens die stärksten Momente mitzukriegen).<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Was die Arbeit angeht (richtige Arbeit, meine ich), so sind in diesem Monat drei der neuen Kurzgeschichten erschienen, wie unsere aufmerksamen Messagistas pflichtgemäß bemerkt haben: <em>Hundologie</em> im <em>New Yorker</em> vom 11. November, <em>Hier kommt</em> in der November-Ausgabe von <em>Harper’s</em> und <em>Der freundliche Mörder</em> im <em>GQ</em> vom November. Es kommen noch vier neue Geschichten, und ich hoffe, ich kann euch berichten, wann und wo. Ich weiß jedoch schon, dass <em>Geblendet</em> für die nächste Ausgabe von <em>McSweeneys</em> geplant ist und <em>Als ich heute morgen aufwachte, war alles weg, was ich mal hatte</em> für eine zukünftige Ausgabe des <em>New Yorker</em>. Eine weitere gute Nachricht ist, dass Heinle den Text angenommen hat, der, wie hier schon berichtet, nächsten Herbst erscheinen wird – er trägt den vorläufigen Titel <em>The Writer’s Mind</em>, und er enthält ein Vorwort, eine Einführung und Kopfnoten für eine Anthologie, die zweiunddreißig Autoren umfasst, wobei jeder mit zwei Kurzgeschichten vertreten ist. Das Buch ist für den Unterricht auf Highschool- und Universtäts-Level gedacht, obwohl natürlich jeder die Sammlung fesselnd finden kann, auch ältere Menschen. Und die beste Neuigkeit von allen ist, dass ich mit dem Schreiben des nächsten Romans angefangen habe, der im jetzigen Stadium (und ich glaube, auch zukünftig) <em>The Inner Circle</em> heißt (deutsch: <a href="https://www.tcboyle.de/werke/dr-sex/"><em>Dr. Sex</em></a>). Er spielt in Bloomington, Indiana in den vierziger und frühen fünfziger Jahren des vorigen Jahrhunderts. Ich habe damit an Halloween angefangen und habe den Prolog fertig und schlüpfe jetzt gerade hinein in Teil I, in der Hoffnung, so weit wie möglich zu kommen, bis die Drop City Tour mich davon wieder wegreißt.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Da wir gerade davon sprechen, die Tournee beginnt Form anzunehmen und ist auf 18 (oder 19) Städte erweitert worden (wobei in einigen von ihnen mehrere Auftritte stattfinden), Ende Februar bis März, es folgt auch eine Tournee auf die Britischen Inseln im Mai. Die Städte sind: New York (24. Feb., 92nd Street Y), Philadelphia, Washington, Boston, (Long Island oder Connecticut; das ist noch nicht entschieden), Pittsburgh, Columbus, Cincinnati, Los Angeles, San Francisco, Kansas City oder St. Louis, Chicago, Milwaukee, Minneapolis/St. Paul, Denver, Seattle, Portland und natürlich Santa Barbara. Ich hoffe, wir sehen uns alle, und nochmal: Für diejenigen in den Städten, die ich nicht besuche, gibt es als Neuheit die signierten Zehnerpacks.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Es gibt noch keine Informationen über Ziele in Großbritannien oder Deutschland, aber Werner Richter (der großartige und charmante) hat neulich im Message Board berichtet, dass seine Übersetzung fertig ist und sich auf den Hanser Verlag freut. Ich schätze mal: Sommer/Herbst in Deutschland.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Und schließlich hoffe ich für die von Euch in nördlichen Gefilden, dass ihr das Winterwetter genießt. Ich werde mich im Dezember im Sequoia Park vergnügen (am vorletzten Wochenende gab es fünfeinhalb Zentimeter Regen, aber auf 2500 Meter Höhe keinen Schnee) und freue mich auf Fortschritte mit <em>The Inner Circle</em> und darauf, den tiefen Wald zu inspizieren, in dem das Feuer im letzten Sommer fast alles vernichtet hat. Doch das ist erstmal alles – ich muss nach draußen flitzen und die Flügel der Schmetterlinge verbinden.</p>
<p>P.S. An meine ganze Anhängerschaft in Deutschland, Österreich und der Schweiz: Vielen Dank, dass Euch <a href="https://www.tcboyle.de/werke/schluss-mit-cool/"><em>Schluss mit cool</em></a>, von dem gerade die vierte Auflage erschienen ist, so gut gefällt.</p>
<hr>
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 18. November 2002 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann.</span></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-18-11-2002/">What&#8217;s New? 18/11/2002</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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		<title>What&#8217;s New? 14/01/2001</title>
		<link>https://www.tcboyle.de/whats-new-14-01-2001/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[T.C. Boyle]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Jan 2001 15:18:13 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Ich bin vom Berg herabgekommen auf Schwingen aus Stahl. Und was finde ich vor? Ein Tal der Tränen, einen ganzen Trog voll mit Enttäuschungen. Aber das war ja nur der Silvesterabend. Seitdem bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ich wenigstens teilweise am Leben bin ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-14-01-2001/">What&#8217;s New? 14/01/2001</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h5 style="text-align: center;">Von T. Coraghessan Boyle</h5>
<p style="text-align: center;"><em>Deutsch von Ulrich Tepelmann</em></p>
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<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-2869" src="https://www.tcboyle.de/wp-content/uploads/2019/08/news_0.jpg" alt="" width="300" height="225">Ich bin vom Berg herabgekommen auf Schwingen aus Stahl. Und was finde ich vor? Ein Tal der Tränen, einen ganzen Trog voll mit Enttäuschungen. Aber das war ja nur der Silvesterabend. Seitdem bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ich wenigstens teilweise am Leben bin, und dass das denkende Wesen an der Tastatur tatsächlich an einem Roman arbeitet, egal, wie trostlos die Situation erscheinen mag. Für diejenigen unter Euch, die sich nach Neuigkeiten verzehren: Der <em>New Yorker</em> bereitet gerade die Korrekturfahnen für <em>Meine Witwe</em> vor, also erscheint die Erzählung wohl in den nächsten Wochen (Monaten?). Das wird die letzte der neuen Geschichten sein, die den Band <a href="https://www.tcboyle.de/werke/schluss-mit-cool/"><em>Schluss mit cool</em></a> bilden werden, und auch für einige Zeit die letzte, die in einer Zeitschrift erscheint.<br />
&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Ich habe mich gerade durch das Message Board gearbeitet, und ich finde, es ist lebendiger denn je. Ihr Messagistas erschafft da draußen eine ganze Welt voll geistreicher Boshaftigkeit; ich bin in aller Bescheidenheit dankbar dafür, dass ich den Anlass für all das darstelle. Ich hoffe, ich kann die Website bald updaten, und ich hoffe auch, dass ich Jamiesons Film von (basierend auf? inspiriert von?) <a href="https://www.tcboyle.de/werke/ein-freund-der-erde/"><em>Ein Freund der Erde</em></a> hochladen kann. Bitte habt Geduld bis dahin. Neue Arbeit liegt an. Jetzt freue ich mich auf die Zeit hier in Santa Barbara, und dann im März vielleicht auf eine Tour in die Berge, um den Schnee zu genießen, der keine achtundvierzig Stunden nach meiner Abreise anfing in großen Mengen herunterzukommen. Unser Präsident – der richtige, nicht der Anwärter und Usurpator – hat den Sequoia Nationalpark zu einem nationalen Denkmal erklärt. Wenigstens bis auf Weiteres werde ich mich mit den Bäumen und den Eichhörnchen unterhalten können, ohne mich wie Tierwater aufführen zu müssen.</p>
<hr>
<p><span class="note">Im Original erschien der Text am 14. Januar 2001 auf www.tcboyle.com. Veröffentlichung des Textes auf www.tcboyle.de mit freundlicher Genehmigung von T.C. Boyle. Verwendung der deutschen Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Tepelmann.</span></p>
<hr/>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.tcboyle.de/whats-new-14-01-2001/">What&#8217;s New? 14/01/2001</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.tcboyle.de">www.tcboyle.de</a>.</p>
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